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Thema: Vorlauftemperatur abhängig von Einzelraumregelung

  1. #1
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    Hallo zusammen,

    eine Frage an die Regelungsexperten:

    Ich habe mittlerweile in jedem Raum elektronische Thermostate verbaut.
    Ich gebe also die Soll-Temperatur vor und bekomme Ist-Temperatur und aktuelle Ventilstellung (0-100%) zurück.

    Die Vorlauftemperatur meines Gaskessels wird bislang einfach über Aussentemp und Nachtabsenkung geregelt.
    Nachdem nun die Kesselsteuerung so langsam den Geist aufgibt, will ich bei der neuen Steuerung die Vorlauftemp. abhängig von den Einzelraumregelungen vorgeben.
    Als SPS-Programmierer im Maschinenbau sind meine Regelungskenntnisse allerdings nicht sonderlich ausgeprägt.

    Vielleicht kann mir mal jemand auf die Sprünge helfen und den Weg zeigen, wie ich zur optimalen Vorlauftemp. komme.

    Danke

    Gruß
    Dieter

    PS:
    Gibt es eigentlich eine einfache Simulationssoftware für sowas?
    Zitieren Zitieren Vorlauftemperatur abhängig von Einzelraumregelung  

  2. #2
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    Hallo Blockmove,
    ich befasse mich mit meiner Steuerung auch schon seit langer Zeit und will langfristig ebenfalls diesen Weg gehen...

    Im FHEM- Oder IP-Symconforum habe ich von einem Physiker gelesen, der das so macht...
    Kann den Link im Mom. nicht mehr wiederfnden.
    Sinnbildlich addiert er alle Ventilstellungen und wenn diese über einen Mindestwert kommen, reagiert er darauf...

    Ich persönlich habe meine Mischersteuerung momentan auf Heizkurve via Ausentemp. laufen und habe nur Boost und Absenkung als Eingriff drin.
    Bzw. ich messe noch den Stromverbrauch der "schlauen" Vorlaufpumpe und wenn diese merkt, das nur noch wenig gezogen wird, fahre ich den Mischer zu.

    Zukünftig will ich davon abhängig die berechnete Solltemp. etwas anpassen um damit die Temp. ggf. etwas niedriger zu fahren bis die Ventile weiter öffnen und die Pumpe daher die Leistung automatisch hochfährt.

    Momentan kämpfe ich noch an den Idealeinstellungen meines PID für den Mischer (Ist mittels zweier Endschalter zum virtuellen Stetigregler umgebaut)

    Beste Grüße
    Shrimps

    PS: Welche Regler hast du verbaut und womit liest du diese aus ?
    Geändert von shrimps (06.11.2015 um 12:08 Uhr)

  3. #3
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    Zitat Zitat von Blockmove Beitrag anzeigen
    Ich habe mittlerweile in jedem Raum elektronische Thermostate verbaut.
    Ich gebe also die Soll-Temperatur vor und bekomme Ist-Temperatur und aktuelle Ventilstellung (0-100%) zurück.
    Rein interessehalber:
    - Welche elektronischen Thermostate nutzt du?
    - bzw. mit was ließt du diese aus?

    Edit: Huch, das wurde ja schon gefragt!

  4. #4
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    Ich habe Homematic- und FHT80B-Antriebe im Einsatz.
    Das Auslesen und auch die Temperturprofile habe ich mit IPS (IP-Symcon) realisiert.

    IPS hab ich schon seit x Jahren, ich hab mir aber auch schon fhem und openhab angeschaut.
    Software, die als Gateway zwischen den verschiedenen Systemen fungiert, gibt es viel.
    Das ganze läuft bei mir in einem Docker-Container auf meinem Server. Es funktioniert aber genauso mit einem simplem Raspberry Pi.

    Die neue Kesselsteuerung wird wahrscheinlich eine UVR 16x2.

    Gruß
    Dieter

  5. #5
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    Hallo Dieter,

    in ähnlichen Fällen regle ich mit einem PI-Regler den Stellgrad bzw. die Ventilstellung der Raumtemperaturregler auf einen möglichst hohen Wert (Sollwert etwa 50%..80%). Das hat den Effekt dass die Vorlauftemperatur angehoben wird, wenn ein Ventil weit öffnet, bzw. wenn ein entsprechender Wärmebedarf besteht. Die Regelgröße ist also der größte Stellgrad der Raumtemperaturregler (MAX-Auswahl). Der Reglerausgang (Führungsregler) verschiebt den Sollwert für den Vorlauftemperaturregler (Folgeregler).

    Gruß, Onkel
    Es gibt viel mehr Leute, die freiwillig aufgeben, als solche, die echt scheitern.
    Henry Ford

  6. #6
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    Eine Gebläsesteuerungen für Belebungsbecken ist ähnlich. Dort gibt es eine Gruppe von geregelten Gebläsen die Luft zur Verfügung stellen (Erzeuger). Diese Luft wird dann auf mehrere Becken verteilt. Zu jedem Becken sitzt in der Leitung ein Regulierschieber. Es gibt für den Anwendungsfall mindestens eine Hand voll Regelkonzepte. Eines davon nennt sich Gleitdruckregelung.
    Zumindest wird die Leistung der Gebläse (Erzeuger) auf einen Ausgangsdruck geregelt. Die Gebläse entsprechen bei einer Heizungsanlage dem Kessel, der Ausgangsdruck entspricht der Vorlauftemperatur.
    Die Regelschieber regeln den Sauerstoffgehalt im Becken, das entspricht der Einzelraumregelung. Ein Konzept ist dabei, wenn einer der Schieber eine Stellung (z.B. 95%) überschreitet, der Solldruck (oder Kessel-Soll-VLT) in einem festen Raster(z.B. alle 5 Minuten) um den Wert x erhöht wird. Denn wenn ein Schieber weit geöffnet ist heißt das, es besteht ein Bedarf an mehr Leistung.
    Gleiches in die Gegenrichtung, d.h. wenn alle Schieberstellungen unter einem Wert x, dann kann der Solldruck (oder Kessel-Soll-VLT) verringert werden.

    Es gibt noch andere Verfahren, bei denen ein gewichteter Mittelwert aus den Soll- und Istwerten der Einzelregelungen berechnet wird, und daraus ein Faktor für den Sollwert des Erzeugers berechnet wird.

  7. #7
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    Zitat Zitat von Onkel Dagobert Beitrag anzeigen
    Hallo Dieter,

    in ähnlichen Fällen regle ich mit einem PI-Regler den Stellgrad bzw. die Ventilstellung der Raumtemperaturregler auf einen möglichst hohen Wert (Sollwert etwa 50%..80%). Das hat den Effekt dass die Vorlauftemperatur angehoben wird, wenn ein Ventil weit öffnet, bzw. wenn ein entsprechender Wärmebedarf besteht. Die Regelgröße ist also der größte Stellgrad der Raumtemperaturregler (MAX-Auswahl). Der Reglerausgang (Führungsregler) verschiebt den Sollwert für den Vorlauftemperaturregler (Folgeregler).
    Danke für deine Antwort.
    Diesen Ansatz habe ich heute mittag mal programmiert. Die Lösung als solches funktioniert.
    Aber so ganz zufrieden bin ich noch nicht.
    Es ist die Raumgröße und damit der Wärmebedarf eines Raumes nicht berücksichtigt.
    Dies kann ich natürlich mit einer entsprechenden Gewichtung korrigieren.

    Aber ich bin mir auch mit der Ventilstellung als Führungsgröße noch nicht schlüssig.
    Ich denke am effizientesten ist wohl der Zustand, dass alle Ventile weitest möglichst offen sind und die Vorlauftemp entsprechend niedrig.
    Also muss noch irgendwie die max. Regelabweichung (Solltemp - Isttemp) mit rein.

    Gruß
    Dieter

  8. #8
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    Zitat Zitat von Blockmove Beitrag anzeigen
    Es ist die Raumgröße und damit der Wärmebedarf eines Raumes nicht berücksichtigt.
    Indirekt schon - reicht die Energiezufuhr nicht, öffnet der RTR das Ventil (100%) bzw. er versucht nicht dieses zu schliessen - ein Zeichen, dass die VL zu gering ist.

    Zitat Zitat von Blockmove Beitrag anzeigen
    Ich denke am effizientesten ist wohl der Zustand, dass alle Ventile weitest möglichst offen sind und die Vorlauftemp entsprechend niedrig.
    VL-Temperatr so niedrig wie möglich, jedoch so hoch wie nötig.

    Aufgrund des Umstandes, dass Du bei einer Ventilstellung von 100% nicht sagen kannst, ob die Temperatur noch ausreicht oder eben schon nicht, müsstest Du noch die Raumtemperatur mit als Kriterium reinnehmen.

    Das lässt sich einfach umgehen, wenn man eine Ventilstellung von max 80% (vlt. auch 90%) anstrebt - damit weiss man, das die geforderte Raumtemperatur definitiv erreicht wurde (ausreichender Wärmeeintrag).
    Der Raumregler hat noch ein wenig Luft alleine zu regeln - das gestattet die VL-Verschiebung ein wenig träger einzustellen.

    Wenn die Max-Auswahl < als z.B. 50% wird, würde ich die VL-Temp. senken.

  9. #9
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    @GLT

    In diese Richtung werde ich gehen.
    Jetzt muss ich "nur" noch das ganze in Software umsetzen
    Müsste doch wahrscheinlich mit einem einfachem PI-Regler funktionieren.

    Gruß
    Dieter

  10. #10
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    Der Ansatz, wie ich es mit meiner FBH mache ist folgender:
    Die Zimmer werden hydraulisch abgestimmt, dass bei 100% offenem Ventil die gewünschte Temperatur erreicht wird.
    Also z.B. 22 Grad ist die Wohlfühltemperatur, dann wird auf 24 Grad abgeglichen, so wegen Frau und kalte Füße
    Wird nun eine Wunschtemperatur von 22 Grad eingestellt, dann ist das Ventil ca 85% geöffnet.
    Aus der Differenz der einzelnen Ventilen der Zimmer wird eine Summe berechnet und damit der Temperaturladewert für den Speicher berechnet.
    Wird der Sollwert des Speichers unterschritten wird nachgeheizt.
    Die Regelung ist ein PID Regler, der mit den Werten gefüttert wird.
    Eine Unsicherheit sind die Pumpen, da ich von diesen keine Rückmeldung über die Leistung habe und mein Ofen, der auch den Speicher mit heißem Wasser befüllt


    bike
    "Any fool can write code that a computer can understand.
    Good programmers write code that humans can understand."
    --Martin Fowler

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