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Thema: Welche Norm FI+Schuko?

  1. #1
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    Hallo alle miteinander!

    Ich vebaue seit jeher bei internen Servicesteckdosen sowie bei externen Steckdosenstromkreise eine FI/LS Kombination, da ja bei Stromkreisen mit Schuko-Steckdosen ein Personenschutz mit 30mA vorgeschrieben ist.

    Nun möchte aber ein Kunde wissen in welcher Norm diese Vorschrift ferstgehalten ist. Leider kann ich in meiner Normensammlung keinen dezitierten Text dazu finden. Ich habe dies immer als gegeben betrachtet und nicht danach gesucht. Nun frage ich mich halt ob diese Vorschrift auch bei Industrieanlagen und insbesondere bei Servicesteckdosen innerhalb eines Verteilers zwingend erforderlich ist.

    Hab im Google mal nachgeforscht, dass einzge was ich herausgefunden hab ist das die Norm EN61008 und EN61009 dieses Thema behandelt...

    Kann mir jemand sagen wo ich sonst noch einen Text dazu finde, bzw hat jemand einen Ausschnitt aus dem Normentext welcher dieses Thema behandelt...

    Wäre euch sehr dankbar...

    lg
    Joki
    Zitieren Zitieren Welche Norm FI+Schuko?  

  2. #2
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    Hallo,

    einen Normentext direkt kann ich Dir nicht nennen. Jedoch würde ich den gesunden Menschenverstand argumentieren lassen. Personenschutz im Servicefall - was gibt es hier für Diskussionen?!?
    Ansonsten würde ich mich mal an die VDE0100 halten und durchforsten.

  3. #3
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    Zitat Zitat von joki007 Beitrag anzeigen
    Hallo alle miteinander!

    Ich vebaue seit jeher bei internen Servicesteckdosen sowie bei externen Steckdosenstromkreise eine FI/LS Kombination, da ja bei Stromkreisen mit Schuko-Steckdosen ein Personenschutz mit 30mA vorgeschrieben ist.
    Meinst Du das jetzt allgemein oder nur auf Servicesteckdosen beschrieben? Allgemeingültig ist diese Aussage auf jeden Fall nicht, ich kenne eigentlich auch keine Vorschrift, die für Servicesteckdosen einen FI vorschreibt - auch wenn das natürlich Sinn macht. Wenn man sich mal die Programme der Schaltschrank-Hersteller ansieht, findet man z.B. jede Menge Schaltschrankleuchten mit intgrierter Service-Steckdose und dazu passend Anschlußschnüre und auch Einspeiseautomaten, aber keine FIs.

    Die Sicherheitsbauftragten unserer Kunden argumentieren - mit Unterstützung durch die BG - sogar noch anders und fordern für jeden Monteur einen steckbaren FI (sozusagen die "personalisierte" Variante ), den derjenige dann gefälligst für jede Tätigkeit zu verwenden hat, mit Hinweis darauf, daß "er ja nicht wissen könne, ob das Netz, an das er sich ansteckt, auch OK sei" .

    Gruß

    Holger

  4. #4
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    @knabi

    Wie wäre es denn mit einer ordentlichen Erdung vor jedem Serviceeinsatz, ich denke da so an 1 Flasche Whisky pro Servicetechniker . Dann gibts mit dem FI keine Probleme .

    Wir haben jedenfalls keine FI vor der Servicesteckdose.
    Gruß
    Ralle

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    and the third kinds of people … those who love TIA-Portal

  5. #5
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    Hallo,

    hier trifft die VDE 0100 Teil 410 Abschnitt 413.1.3, 413.1.4, 413.1.5 zu.
    Gibt allerdings auch noch andere entsprechende Passagen im VDE Werk die ergänzend zu der oben aufgeführten Bestimmung auskunft zu dem Thema geben.
    Zitieren Zitieren Vde  

  6. #6
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    Also für mich gehört vor jede Servicesteckdose einen FI. Die Schaltschrankleuchten haben ja auch keine Sicherung. Genauso wie die Absicherung ist auch der Rest "extern" zu regeln.
    In unserem Betriebseigenen Sondermaschinenbau gehört vor die Servicesteckdosen automatisch ein FI. Auch von externen fordern wir dies.

  7. #7
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    Zitat Zitat von chstad Beitrag anzeigen
    Also für mich gehört vor jede Servicesteckdose einen FI. Die Schaltschrankleuchten haben ja auch keine Sicherung. Genauso wie die Absicherung ist auch der Rest "extern" zu regeln.
    In unserem Betriebseigenen Sondermaschinenbau gehört vor die Servicesteckdosen automatisch ein FI. Auch von externen fordern wir dies.
    Genau so sehe ich das auch!
    Es ist meiner Meinung nach egal wo die Steckdose platziert ist, es wird eine Person die Steckdose benutzen und somit ist für mich ein Personenschutz vorzusehen... und ein Leitungsschutzschalter alleinen ist eben nur ein Leitungsschutz und wird bei einem Fehlerfall nich ausreichend schützen...

    Danke euch

    lg
    Joki
    Geändert von joki007 (24.10.2006 um 06:59 Uhr)

  8. #8
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    So gesehen müßte ja jede Steckdose mit einem FI ausgerüstet werden, schließlich werden Steckdosen ausschließlich von Personen benutzt (oder nicht ?). Das Argument, daß die Schaltschrankleuchte keine eingebaute Sicherung hat, zählt hier nicht - ich habe ja auf die entsprechenden Komponenten der Schaltschrankhersteller verwiesen. Rittal bietet z.B. für die Schaltschrankleuchten (mit integrierter Steckdose) Anschlußelemente für die Einspeisung. Dieses Element enthält einen Leitungsschutzschalter und eine Buchse für die Schaltschrankleuchte - sonst nichts. Ein entsprechendes Element mit FI (oder von mir aus auch FI/LS-Kombination) findet sich im Programm nicht.
    Nicht daß wir uns falsch verstehen - ich bin nicht gegen FI-Schutzschalter, ganz im Gegenteil, ich verkaufe die Dinger ja auch gerne , nur eine Vorschrift für Servicesteckdosen ist mir nicht bekannt.

    @Ralle: Gute Idee mit der Whisky-Erdung, aber ob meine Geschäftsleitung da mitspielt ...


    Gruß

    Holger

  9. #9
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    Zitat Zitat von knabi Beitrag anzeigen
    So gesehen müßte ja jede Steckdose mit einem FI ausgerüstet werden, schließlich werden Steckdosen ausschließlich von Personen benutzt (oder nicht ?).
    Hallo Knabi!

    So is es, jede Steckdose wird von einer Person benutzt ... Wie willst du jemanden daran hindern, dass er die Servicesteckdose nicht auch für eine Bohrmaschine,etc,... hernimmt... und da möchte ich nicht wissen was geschieht wenn diese Bohrmaschine einen Gehäuseschluss hat...

    Externe Steckdosen sind aber vorschriftsmäßig mit FI auszustatten, oder gibt es da auch wieder Ausnahmen?

    lg
    Joki

  10. #10
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    Ich würde eher sagen, andersherum: Es gibt Ausnahmen, bei denen die Verwendung eines FIs vorgeschrieben ist. Das betrifft z.B. alle Steckdosen, die im Außenbereich montiert sind, und Steckdosen in Badezimmern, in bestimmten Bereichen von Waschräumen und Großküchen etc.

    Ansonsten ist es nicht vorgeschrieben, einen FI zu benutzen. Er gewährleistet ja auch "nur" einen zusätzlichen Personenschutz. Dein Beispiel mit dem Gehäuseschluß der Bohrmaschine dürfte - unter normalen Umständen - zu keinem Personenschaden führen, da entweder (bei Schutzklasse I Geräten, also mit Schutzkontaktstecker) der Gehäuseschluß über den Schutzleiter und die Verbindung N / PE in der Verteilung zu einem Kurzschluß wird, der den Leitungschutzschalter/die Sicherung auslöst, oder (was bei Bohrmaschinen die überwältigende Mehrheit darstellen dürfte: Schutzklasse II, also schutzisoliert) ein Gehäuseschluß bauartbedingt nicht möglich ist, da die metallischen Getriebegehäuse vom elektrischen Teil komplett abgekapselt sind.
    Wirkliche Gefährdung der Person treten (theoretisch) nur auf, wenn der Nutzer ein unvorschriftsmäßiges Gerät benutzt, das z.B. eine angescheuerte Anschlußleitung mit blankliegenden Drähten hat, oder unvorschriftsmäßig geändert wurde, beliebtes Beispiel: Schutzklasse I -Gerät, das mit einer zweiadrigen Zuleitung ohne Schutzleiter betrieben wird, weil "gerade nichts anderes zu finden war".

    Und nur ganz nebenbei: Auch ein FI-Schutzschalter garantiert keineswegs das Überleben bei einem Stromschlag. Also nicht auf den FI verlassen, sondern lieber mal die Bohrmaschine / Verlängerungsleitung etc. vor der Arbeit genau unter die Lupe nehmen

    Gruß

    Holger

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