Zuviel Werbung? - > Hier kostenlos beim SPS-Forum registrieren

Ergebnis 1 bis 10 von 10

Thema: Einzeladerkennzeichnung

  1. #1
    Registriert seit
    12.06.2007
    Beiträge
    20
    Danke
    1
    Erhielt 2 Danke für 2 Beiträge

    Standard


    Zuviel Werbung?
    -> Hier kostenlos registrieren
    Gibt es eine Norm, die vorschreibt im Schaltschrank jede einzelne Ader zu kennzeichnen? Wir machen das immer nur auf Kundenwunsch.
    Standardmässig kennzeichnen wir nur die Bauteile und Klemmen. Nun soll aber laut neuester Norm die Aderkennzeichnung vorgeschrieben sein. Wenn man nun die Adern kennzeichnen muß, gibt es auch eine Vorschrift wie? Muß jede Aderkennzeichnung eindeutig sein? Bei manchen Kunden beschriften wir die Ader mit dem Kennzeichen, wo sie angeschlossen wird. Bsp. "A1" wenn die Ader am + Anschluss eines Schütz angeschlossen wird. Vorteil: man muss sich beim Schaltplan erstellen nicht viele Gedanken machen. Nachteil: Aderkennzeichnung ist nicht eindeutig, da es viele A1 gibt. Das hilft nur, wenn ein Bauteil gewechselt wird.

    Gruß
    spskarl
    Zitieren Zitieren Einzeladerkennzeichnung  

  2. #2
    Registriert seit
    23.10.2004
    Ort
    zu Hause
    Beiträge
    1.041
    Danke
    370
    Erhielt 406 Danke für 274 Beiträge

    Standard

    Ich hoffe sehr, dass Dich da einer ganz furchtbar verarscht hat!!!

    Falls nicht:

    Gruß,

    dia
    Diese Signatur enthält Inhalte von WTF und ist in Deinem Land nicht verfügbar!

  3. #3
    Registriert seit
    13.10.2007
    Beiträge
    12.056
    Danke
    2.793
    Erhielt 3.286 Danke für 2.166 Beiträge

    Standard

    Bei den Italienern ist da üblich die kennzeichnen jeden Draht, aber
    hier in Deutschland ist mir keine Norm bewusst, die das vorschreibt.
    Wobei ich mir durchaus vorstellen kann das es Anlage gibt wo so etwas
    Sinn macht zb Kraftwerksbau oder Wasserversorgung.
    - - -
    Wer als Werkzeug nur einen Hammer hat, sieht in jedem Problem einen Nagel.

  4. #4
    Registriert seit
    01.06.2008
    Ort
    Ostwestfalen
    Beiträge
    1.875
    Danke
    405
    Erhielt 484 Danke für 376 Beiträge

    Standard

    Hallo,

    das mit den Italienern kann ich bestätigen.

    Nun die Recherche in der DIN EN 60204-1:

    Abschnitt 13.1:

    Klemmen müssen eindeutig gekennzeichnet sein.

    Wo ein falscher Anschluss ein Risiko sein kann, muss die Klemme
    und/oder der Anschluss nach Abschnitt 13.2.1 gekennzeichnet sein.

    Abschnitt 13.2.1:

    Jeder Leiter muss in Übereinstimmung mit der technischen Dokumentation identifierbar sein.

    Es wird empfohlen, dass Leiter mit Ziffern oder Zeichen identifizierbar sind.
    Also interpretierbar, wie immer.
    Risikobeurteilung im Rahmen der CE-Kennzeichnung...

    Bei Sicherheitsschaltgeräten o.ä., welche keinen Anschluss über Steckverbinder haben, würde ich das machen.

    Gruß
    Tommi

  5. #5
    Registriert seit
    01.06.2008
    Ort
    Ostwestfalen
    Beiträge
    1.875
    Danke
    405
    Erhielt 484 Danke für 376 Beiträge

    Standard

    Zitat Zitat von spskarl Beitrag anzeigen
    Bsp. "A1" wenn die Ader am + Anschluss eines Schütz angeschlossen wird. Vorteil: man muss sich beim Schaltplan erstellen nicht viele Gedanken machen. Nachteil: Aderkennzeichnung ist nicht eindeutig, da es viele A1 gibt. Das hilft nur, wenn ein Bauteil gewechselt wird.
    Die Lösung wäre dann ja gar nicht schlecht, oder?

    Gruß
    Tommi

  6. #6
    Registriert seit
    16.10.2010
    Ort
    Westerwald
    Beiträge
    81
    Danke
    1
    Erhielt 12 Danke für 11 Beiträge

    Standard

    Wir haben bisher immer nur Adern auf Kundenwunsch gekennzeichnet, dann aber mit der Anschlussbezeichnung des Geräte (A1, A2, 13, 14,...).

    Ich habe aber auch schon Anlage gesehen, wo jeder Verbindung (z.B. zwischen 2 Schützkontakten) eine eigene Nummer hatte. Dies war dann auf bei den Aderenden angebracht.

    Vorteilhaft war daß man bei 2 Adern auf einem Kontakt sofort zuordenen konnte welche wohin geht.
    1. Alles, was es schon gibt, wenn du auf die Welt kommst, ist normal und üblich und gehört zum selbstverständlichen Funktionieren der Welt dazu.

    2. Alles, was zwischen deinem 15. und 35. Lebensjahr erfunden wird, ist neu, aufregend und revolutionär und kann dir vielleicht zu einer beruflichen Laufbahn verhelfen.

    3. Alles, was nach deinem 35. Lebensjahr erfunden wird, richtet sich gegen die natürliche Ordnung der Dinge.

  7. #7
    Registriert seit
    12.10.2005
    Beiträge
    93
    Danke
    0
    Erhielt 5 Danke für 5 Beiträge

    Standard

    So ich habe mal geschaut, in der DIN EN60204-1(VDE0113-1):2006 steht im Abschnitt 13.2 Identifizierung von Leitern quasi das jeder Leiter an den Anschlußpunkten identifizierbar sein muss wie in der techn. Doku.! Jedoch lässt die Norm dem Errichter viel Freiraum, es kann Alphanumerisch numerisch oder/und mit (Ader)Farbe gekennzeichnet werden, hier als Beispiel rot für Steuerstromkreis mit Wechselspannung. Also auch das alles kein Hexenwerk Ob das allerdings die aktuellste Version der Norm ist und oder andere Fundstellen zur Kennzeichnung von Leitern gibt kann ich auf die schnelle so nicht sagen. Auch wird die Absprache mit dem Kunden empfohlen.

    Zur Zeit bin ich im Schienenfahrzeugbau tätig, da werden alle Adern mit Markierung versehen z.b. +A1x(Einbauort) =10K001:A1(Gerät und Anschluß) und einer fortlaufenden Ltg.Nr. .
    Ist soweit ich weiß dort auch vorgeschrieben und sehr praktisch, gerade bei Fehlersuche oder Umrüstung.

  8. #8
    Registriert seit
    20.01.2009
    Beiträge
    30
    Danke
    5
    Erhielt 2 Danke für 1 Beitrag

    Standard

    Hallo

    Soweit ich weiß ist es nicht in Deutschland vorgeschrieben.
    wir haben aber Maschinen aus Frankreich und den USA dor wird es so gemacht. Mit der Hilfe bei Fehlersuchen kann ich nur teilweise zustimmen da bei unseren Maschinen leider auf die Arderenden das Ziel an dem einen end Aufgedruckt ist und somit auch nicht nach vollzogen werden kann wo das andere Ende hin geht. Kommt als immer auf die Kennzeichnung an.

    Mcop2001de

  9. #9
    Registriert seit
    16.05.2008
    Ort
    CH-8280 Kreuzlingen
    Beiträge
    141
    Danke
    5
    Erhielt 46 Danke für 29 Beiträge

    Standard

    Hallo

    In der Norm EN 60204-1:2006 ist unter Abschnitt 13.2 "Identifizierung von Leitern"; Pkt. 13.2.1 "Allgemeine Anforderungen" nachstehendes zu lesen:

    "Jeder Leiter muss an jedem Anschluss in Übereinstimmung mit der Technischen Dokumentation (siehe Abschnitt 17) identifizierbar sein.

    Es wird empfohlen (z.B. um die Wartung zu erleichtern), dass Leiter durch Ziffern, Alphanumerik, Farbe (entweder durchgängig oder mit einem oder mehreren Streifen) oder in einer Kombination von Farbe und Ziffern oder Alphanumerik identifizierbar sind. ......."

    Wenn man diesen Normentext genau liest, ist es klar, diese Norm verlangt keine Einzelader-Kennzeichnung, denn es genügt eine Kennzeichnung durch Farben. Siehe Pkt. 13.2.4 "Identifizierung durch Farbe" der Norm EN 60204-1:2006

    Es ist möglich, dass Kunden in ihren Werkvorschriften eine solche verlangen.

    Mit Gruss und frohem Schaffen

    Hans

  10. #10
    Registriert seit
    28.11.2010
    Beiträge
    62
    Danke
    17
    Erhielt 2 Danke für 2 Beiträge

    Reden


    Zuviel Werbung?
    -> Hier kostenlos registrieren
    Hallo zusammen,
    also wir haben Aderkennungen bei Maschinen und Schaltschränken nur wenn diese nach Frankreich und Italen gehen (davon 90%), manchmal auch in die USA (davon 75%).

    Die Systeme variieren:

    1. Der Kunde hat in seinem Schaltplan neben der Aderdefinition, z.B. "0,75dbu" noch eine Nummer stehen, dann drucken wir diese auf oder schieben diese in diese Murr-Tüllen...

    2. Der Kunde wünscht nur den Anschluss z.B. A1 etc.

    3. Der Kunde möchte die Seite und Pfad angegeben haben, wo dieser Draht im Plan zu finden ist...

    4. Der Kunde wünscht das die Drähte nach dem Prinzip "+Ort-Bauteil:Anschluss" beschriftet werden.

    Variante 1 bis 3 halte ich persönlich für halbherzig und diese sind auch nicht unbedingt eindeutig, da wie vorher schon erwähnt die Bezeichnungen öfters auffindbar sind, oder eben zwingend ein Plan dafür bearbeitet werden muß. Die Variante 4 ist 'Mein Standard', weil eben der Draht eindeutig zu einem Bauteil UND dem passenden Anschluss zugeordnet werden kann...

    Zu einem Vorgabe-Standard sollte daß aber nicht werden!!! Wenn, dann entscheiden das wieder Leute, die sich noch nicht einen haben Abfummeln müssen... Außerdem: Wenn jemand in einem Schaltschrank nichts verloren hat, bringen Beschriftungen auch nichts wenn es um Sicherheit etc. geht...

    MfG
    Ch. Vogel

Lesezeichen

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •