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Thema: Schaltschrank mit 2 redundanten Einspeisungen und 2 Hauptschaltern zulässig?

  1. #1
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    Hallo zusammen,

    Wir möchten einen Schaltschrank mit einer zweiten getrennten redundanten Einspeisungen (3x 63A) nachrüsten lassen.
    Der Schaltschrank steuert mehrere Verbraucher an, die per CEE-Stecker angeschlossen sind.

    Die Steuerung soll die Verbraucher von Einspeisung 1 auf Einspeisung 2 umschalten können.

    Der beauftragte Elektriker sagt nun, dass eine zweite Einspeisung nicht so einfach nachgerüstet werden kann. Ein zweiter Hauptschalter wäre nicht zulässig, da bei Abschalten eines Hauptschalters (rot/gelb) der Schrank nicht spannungsfrei sei. Man müsste einen Hauptschalter nachrüsten, der beide Einspeisungen zeitgleich abschaltet. Um dann dennoch eine Einspeisung zu Wartungs- oder Testzwecken abschalten zu können müssten man hinter dem gelb-roten Hauptschalter (der dann beide Einspeisungen schaltet) zwei getrennte Schalter (grau/schwarz) setzen.

    Ich wäre dankbar, wenn jemand die Vorschriften kennt und mir sagen kann, ob er dort recht hat. Ich kenne mich dort nicht 100%ig aus, da ich hauptsächlich auf der 24V-Seite unterwegs bin.

    Ein befreundeter Elektriker sagt, es sei zulässig. Beide Hauptschalter sitzen nebeneinander. Ein Schild mit dem Hinweis, dass der Schaltschrank nur spannungsfrei ist, wenn beide Hauptschalter abgeschaltet wurden, würde genügen.

    Danke!
    Zitieren Zitieren Schaltschrank mit 2 redundanten Einspeisungen und 2 Hauptschaltern zulässig?  

  2. #2
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    Dumm (neugierig) gefragt: Handelt es sich um echte Redundanz oder nur um eine zweite Einspeisung aus der selben UV/HV? Was für einen Zweck hat dieses? (Lastmanagement?)

  3. #3
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    Wenn der Hauptschalter eine Sicherheitsfunktion erfüllt (Trennen der elektr. Energie im Notfall), dann hat der Elektriker recht.
    Ich würde dies durch eine vorgelagerte Verteilung mit Umschaltmöglichkeit lösen.
    Wichtig in jeden Fall ist eine deutliche Kennzeichnung, die auf eine 2. Zuleitung deutlich hinweist.

    Gruß
    Dieter

  4. #4
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    Zitat Zitat von weißnix_ Beitrag anzeigen
    Dumm (neugierig) gefragt: Handelt es sich um echte Redundanz oder nur um eine zweite Einspeisung aus der selben UV/HV? Was für einen Zweck hat dieses? (Lastmanagement?)
    Beide Einspeisungen kommen aus versch. HV. Die erste kommt von einer benachbarten Biogasanlage und die zweite soll die Versorgung der hiesigen Stadtwerke werden.
    Der Biogasstrom ist deutlich billiger, aber da bekommen wir keine zugesicherte Verfügbarkeit (Ausfälle von mehreren Stunden kommen alle paar Monate mal vor). Da ein längerer Stillstand vermieden werden soll, sollen die Verbraucher dann auf das Netz des "öffentlichen" Versorgers umgeschaltet werden.

    Bis vor kurzem war unser Grundstück in der Pampa noch nicht von der Stadtwerke erschlossen.

  5. #5
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    Eine solche Umschaltung würde ich in jedem Falle Verteilungsseitig machen. Dadurch umgehst Du anlagenseitig die vorgenannten Probleme.

    Stichwort: rückwirkungsfrei
    Geändert von weißnix_ (21.09.2014 um 13:10 Uhr)

  6. #6
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    Hallo popdoc,

    In den von mir geplanten Schaltschränken habe ich öfters auch diese Konstellation. Zwei getrennte Einspeisungen (Überwiegend USV-Netze) die im Bedarfsfall manuell umschaltbar sind.

    Dazu verwende ich in der Regel 3/4-polige Lastumschalter z, B von Hager. Bei meinen Anlagen wird dieser auf die Grundplatte/Hutschiene des Schaltschrankes montiert, damit nicht jeder die Netze umschalten kann. Die gemeinsame Wurzel des Umschalters wird auf den zentralen Anschluss des Netztrennschalters verdrahtet. Somit ist sichergestellt, dass auch bei ausgeschaltetem Netztrennschalter der Schaltschrank "spannungsfrei" ist.

    Zwei Hauptschalter (Netzttrennschalter) zur Abschaltung von Netzen würde ich nicht aufbauen. Themen: Rückspannung oder unterschiedliche Phasenlagen, wenn beide Schalter versehentlich zugeschaltet werden.

    Gruß Michael
    Geändert von MSommer (22.09.2014 um 07:52 Uhr)

  7. #7
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    Ich würde einen 6poligen Hauptschalter gelb/rot in der Tür setzen. Um eine der beiden Einspeisungen für Wartungs- oder Testzwecke wegzuschalten, reicht dann auch jeweils ein REG-Schalter im Schrank aus.

    Gruß

    Holger

  8. #8
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    Zitat Zitat von knabi Beitrag anzeigen
    Um eine der beiden Einspeisungen für Wartungs- oder Testzwecke wegzuschalten, reicht dann auch jeweils ein REG-Schalter im Schrank aus.

    Gruß

    Holger
    Ich habe das bisher so verstanden, das auf keinen Fall beide Einspeisungen parallel aktiv sein dürfen.

  9. #9
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    Zitat Zitat von popdog Beitrag anzeigen
    Die Steuerung soll die Verbraucher von Einspeisung 1 auf Einspeisung 2 umschalten können.
    So habe ich das verstanden...

  10. #10
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    Alles klar, ich hatte nur vor allem die sicher zu verhindernde Rückspeisung in die Biogasanlage im Auge.

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