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Thema: Programmierstil - Richtlinien - S7

  1. #11
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    @sps-cocept
    Das ist echt pervers. Wenn ich bei uns einen erwischen würde, der das macht


    Ich pers. verzichte auf Schrittketten wo ich nur kann. Und es lässt sich fast alles auch ohne machen.
    Ich habe früher auch immer auf Schrittketten verzichtet. Seitdem ich die aber verstärkt einsetze, sind meine IBN-Zeiten gesunken, Änderungen lassen sich viel leichter umsetzen und Kollegen finden den Fehler viel schneller, da sie nur gucken müssen, wo die SK steht.

    Kontra: Die Bausteine werden größer, aber das stört in 2004 eigentlich keinen mehr.

    Gruß pt
    Gegen Schwachsinn, Schwachköpfe und armselige Trittbrettfahrer kann man nicht argumentieren.

    Gott sieht alles, auch Signaturen in Geheimschrift,,... aber er petzt nicht.

  2. #12
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    @smoe

    Was hast du gegen Schrittketten ? Es kommt schon darauf an, wie man eine Schrittkette programmiert. Früher haben wir komplett ohne Schrittketten (S5) geschrieben. Die Programme konnten eigenlich viel (Maschine in Hand verfahren, Auto einfach wieder draufschalten ohne extra Verfolgung), weil sie zustandsgesteuert waren, also von der Stellung aller Maschinenteile und den Infos zum Materialfluß den weiteren Ablauf festlegten. Dann kam eine Firma mit Schrittketten. Die Programmerstellungszeit sank auf ca. 1/3. Dafür war es damals noch etwas unflexibel (S5 mit Merker-Schrittketten, stöhn). Seit Step 7 gibt es Sprungverteiler. Mit ein paar selbstgestrickten Standardbausteinen ist das ziemlich komfortabel zu händeln. Besonders für Montageautomaten ist das auf jeden Fall eine gute Lösung. Graph 7 ist auch eine Alternative, das kann noch mehr (parallele Schrittketten, Verzeigungen in Schrittketten etc.). Dafür handelt man sich leider eine schlechte Performance auf dem PG, besonders im Status ein (einschlaf-kaffeetrink).

    Gruß Ralle

  3. #13
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    Ich habe zu Zeiten der S5 gelernt und hab ich mir die Sk abgewöhnt. Aber ihr habt schon recht, es kann mit einer Sk so manches durchaus sinnvoll und gut gelöst werden. Abläufe eines Anlagenteiles der eben nur in einer Reihenfolge zu laufen hat. Schöne Diagnose ist dann auch möglich. Mit eingeschränkten Online Status muss man eben leben.

    Zum ärgern finde ich nur die Machwerke so mancher Kollegen die offenbar die Sk zur "einzig wahren Methode" erklären und jede einfache Verknüpfung (zb. "Wasser leer" -> "Ventil ein") in eine umfangreiche SK packen. Der Erfolg ist dann der, wenn die Anlage mal nicht genau 100% läuft, das manchmal Anlagenteile nicht arbeiten weil die SK eben nicht im richtigen Schritt ist.

    Ich sollte mir mal eine "richtige" S7 SK von euch Profis anschaun. Bin durchaus bereit zu lernen.

    smoe

  4. #14
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    Hallo!

    Es gibt wohl soviele Arten zu programmieren, wie es Programmierer gibt !


    Ich hatte lange mit fremden SPS-PRogrammen zu tun und darum diverse Möglichkeiten gesehen, welche mir gut gefallen haben. Andere waren schlichtweg eine Katastrophe, wo sogar der Programmierer selbst am Schluss nur noch am üben war, um das "Ding" irgendwie zum laufen zu kriegen.

    Die Idee für meinen Programmierstil hab ich an einem für mich guten Beispiel abgeschaut und dann noch etwas an meine Bedürfnisse angepasst:

    - alle Programme in AWL
    - für alle Projekte die gleiche Programmstruktur
    - sobald sequentielle Abläufe vorhanden sind -> SK (habe dazu einen speziellen Schrittkettentreiber entwickelt)
    - alle Operanden symbolisch adressiert. Und zwar nach einer festen, logischen Gesetzmässigkeit und nicht nach Zufallsprinzip
    - jeder Sensor wird dauernd auf Soll-Zustand überwacht. (Erkennung von Kabelbrüchen, Wackelkontakte, überbrückten oder abgehängten Sensoren)
    - alle (!) fehlenden Weiterschaltbedingungen in einer Schrittkette führen zu einem Timeout und werden als Störung im Klartext ausgegeben und sind so durch den Instandhalter leicht zu lokalisieren
    - Kommentare für jedes Netzwerk
    - Umschreibung von "speziellen" Programmteilen, welche einfacher zu verstehen sind, wenn man die Idee des Programmierers kennt


    Schlussendlich soll ja einfach folgendes erreicht werden:

    - übersichtliches Programm
    - erkennbare Struktur
    - einfache Diagnosemöglichkeit
    - möglichst viele Programmteile sind so universell, dass sie einfach in verschiedensten Projekten eingesetzt werden können.


    Gruss

    Harry

  5. Folgender Benutzer sagt Danke zu Harry für den nützlichen Beitrag:

    friendo (20.09.2015)

  6. #15
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    Hallo,
    vieles hängt vom Kundenwunsch und der Aufgabe ab.

    Ich arbeite nach folgender Regel:
    Ablaufsteuerungen => Schrittkette
    Verknüpfungssteuerungen => "Herkömlich" in Kop / Fup

    Die Schrittkette hat in der Regel das Problem, nach Abbruch oder Kettenreset, Neustart der SPS! den richtigen Schritt wieder anzuspringen. Da ist die Verknüpfungssteuerung im Vorteil. Läßt sich sehr leicht eine Startbedingung erreichen dann ist die Kette im Vorteil.

    Die Inbetriebnahmezeiten sind in der Regel mit Ketten geringer. Die Erfahrung habe ich auch gemacht.

    Eine gut Verständliche Dokumentation ist Pflicht. Alle Bausteine Merker etc. haben in der Zuli eingetragen zu sein und IMMER den 1 Zustand zu beschreiben.

    Das Programm sinnvoll strukturieren.
    Gruß
    Heinz

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