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Thema: Ein paar grundfragen zu SCL und graph

  1. #1
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    hallo,

    ich bin was scl betrifft nicht sonderlich bewandert, deshalb ein paar fragen:

    ich scl kann man berechnungen ja ähnlich komfortabel formulieren wie in hochsprachen. bringt das dann mehr performance?

    ich meine wird aus der scl beim übersetzen nicht eine awl?

    wenn ja, dann tippe ich doch sauberer direkt in awl, oder nicht?

    wie sieht es mit dem onlinestatus aus, kann ich den beobachten? direkt in der scl, oder nur in der generierten awl?


    wie ist das mit graph? macht der auch ne awl?


    grundlegen:
    sind scl und graph mit fup vergelichbar?
    wird also damit am ende auch eine miserable awl generiert, oder werden die direkt in maschinencode übersetzt und sind ggf. sogar schneller als ne awl?


    danke!
    Zitieren Zitieren Ein paar grundfragen zu SCL und graph  

  2. #2
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    Hi Markus,

    Beide erzeugen einen AWL-Baustein!
    Mit GRAPH hab ich noch fast nix gemacht,dafür mit HIGRAPH und SCL schon einiges.
    Natürlich ist der erzeugte AWL-Code nicht sooo optimal, als wenn ich unter Ausnutzung aller Tricks und Kniffe ein laufzeitoptimiertes Programm schreibe, aber der SCL-Compiler ist schon relativ nahe dran.

    Den Sinn von SCL sehe ich nur in der kompfortableren Programmierung komplexer Dinge. Ich vergleiche AWL immer mit ASSEMBLER und SCL mit einer Hochsprache.
    JEDES Programm könnte man direkt in Assembler schreiben, aber der Zeitaufwand steigt ins Uferlose, die Lesbarkeit des Programmcodes geht im Gegenzug gegen 0
    Der Programmcode wird auch einiges größer, dafür wird der Code für verschiedene Überprüfungen, wie z.B. zur Überwachung von Feldgrenzen bei Zugriffen auf ARRAY-Variablen automatisch generiert, den man sonst explizit im Programmcode einfügen müsste.

    SCL lässt sich direkt in der SCL-Quelle beobachten und debuggen und zeigt dabei alle Variablenwerte sofort im richtigen Format an. Haltepunkte und Aufrufpfade sind auch setzbar.

    SCL für alles einzusetzen ist Quatsch, jeder muß für sich entscheiden, wie weit er in AWL programmiert und ab wann er SCL verwendet.

    Mit Graph hab ich, wie gesagt, nur ein wenig rumprobiert, hat mir aber nicht so gefallen. Ich bin eher von HiGraph überzeugt.

    Der erzeugt zwar einen riesigen Programmcode , der aber im Ablauf um den Faktor 10 schneller sein soll, als entsprechende Graph-Programme, weil nur die zum aktuellen Zustand gehörigen Programmteile bearbeitet werden, der Rest wird übersprungen.
    Auch HiGraph lässt sich Online graphisch beobachten und ist vor allem gut für Maschinenbauer und Anlagenbetreiber verständlich, da eigentlich nicht der Prozessablauf, sondern die Zustände der Maschinenteile beschrieben werden.

    hope, that helps

    Gruß Jörg

  3. #3
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    Den AWL-Code, den SCL erzeugt, den kannst du dir auf einem System ohne installiertes SCL ansehen. Du kannst auch den reinen FC kopieren und unter einem anderen Namen einfügen, oder die SCL Quelle umbenennen. Ist manchmal ganz interessant zu sehen, was für Code der Siemens-Übersetzer erzeugt. Ich würde sagen, kleinere Probleme sind in AWL effizienter zu codieren.
    Gruß
    Ralle

    ... there\'re 10 kinds of people ... those who understand binaries and those who don\'t …
    and the third kinds of people … those who love TIA-Portal

  4. #4
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    Zitat Zitat von Ralle
    .....Ich würde sagen, kleinere Probleme sind in AWL effizienter zu codieren.

    Full ACK

    ich würde fast sogar sagen: kleine bis mittlere.....

    Gruß Jörg

  5. #5
    Avatar von Markus
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    ok, d.h. das man die schnellsten und kleinsten programme immer noch in awl schreibt.

    mit diesen zusatztools kann also lediglich schneller programmiert werden, aber nicht besser.

    oder anders gesagt:
    ich komme mit nichts näher an die hw als mit awl.

  6. #6
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    Zitat Zitat von Markus
    ok, d.h. das man die schnellsten und kleinsten programme immer noch in awl schreibt.
    .....
    oder anders gesagt:
    ich komme mit nichts näher an die hw als mit awl.
    Bingo, 100 Punkte ...

    Zitat Zitat von Markus
    mit diesen zusatztools kann also lediglich schneller programmiert werden, aber nicht besser.
    im Prinzip ja aber ...
    Die Verständlichkeit des Ablaufes, speziell für den, der das Programm nicht selbst geschrieben hat, aber ggf. später was dran ändern soll, ist halt deutlich besser, als in AWL, ebenso die Änderbarkeit an sich. Und das ist für mich auch ein Teil von 'guter' Programmierung.

    Gruß Jörg

  7. #7
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    Geschwindigkeit ist nicht alles. Wie Jogi bereits erklärt hat es kommt auch darauf an wie leicht oder schwer es einem anderen Programmierer fällt sich in das Programm einzuarbeiten. Man findet sich aber auch selbst in einem gut strukturierten Programm besser und schneller zurecht, beim schreiben und nach einer gewissen zeit wenn man doch noch mal rann muss.
    Es ist möglich mit AWL strukturiert zu Programmieren aber es ist deutlich schwerer als mit ST (Structured Text) = SCL. Es geht darum das ST einem Programmierer die Tools zur Strukturierten Programmierung zu Verfügung stellt. Wer aus Geschwindigkeitsgründen hart an die Hardware gehen muss ist wohl mit AWL gut dran, ich nehme dann lieber eine leistungsfähigere CPU
    Zu Graph 7 ich find es Super und wenn HiGraph noch besser ist muss ich mir das mal anschauen. Graph ist aber nichts was man an einem Nachmittag durch machen kann, dazu sollte man sich Zeit nehmen und vorher eine Strategie ausarbeiten. Das ist wirklich was neues und bietet jede Menge Funktionen.
    If you open your Mind too much, your Brain will fall out.

  8. #8
    Anonymous Gast

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    Hallo,

    ich würde sagen, das das Arbeiten mit Stringvariablen ohne SCL
    - z.B. in AWL - sehr umständlich ist. Z.B. die Funtion
    STRING --> REAL (STRING_R) ist in SCL viel einfacher zu
    Handhaben.

    Auch der Zugriff auf DBs mit ARRAYs sieht in SCL so aus:


    Code:
    X_Pos        :=DATA.BESTK[0,1];

    wobei DATA = DB99 ist und BESTK die symbolische ARRAY-Variablen-
    bezeichnung.

    Das versteht man auch in 10 Jahren noch.

    Gruß
    Zitieren Zitieren Arbeiten mit Stringvariablen + Adressieren von DBs  

  9. #9
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    Hallo,

    ich habe bis jetzt alles in AWL programmiert.

    Aber das eine oder andere mal hab ich schon mit SCL geliebäugelt - habe aber nie den Einstieg geschafft...

    Gibt es vielleicht von euch ein paar Tips wie man sich am schnellsten in SCL zurechtfinden kann ? (ohne C-Vorkenntnisse)

    Am besten vielleicht noch ein paar Empfehlungen wofür man es wirklich einsetzen sollte...



    Ich weiss die Frage ist global gestellt - aber die Antworten dürfen es ja auch sein...
    RS (rs-plc-aa)
    ______________________________________________
    Morgen ist Heute Gestern...
    ______________________________________________
    Installierst du noch - oder Arbeitest du schon ?
    ______________________________________________

  10. #10
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    Hallo rs-plc-aa,
    (ohne C-Vorkenntnisse)
    C-Vorkenntnisse sind weniger erforderlich, SCL ist eher an Pascal angelehnt und speziell um die Datentypen (Eingänge, Ausgänge, Merker, DB's u.s.w.) einer SPS erweitert. Wer Pascal kann, kann eigentlich sofort auch SCL lesen und mit ein bisschen Gewöhnung an die SPS-spezifischen Eigenheiten dann auch recht schnell schreiben lernen.
    Gruss
    Question_mark
    ''Ich habe wirklich keine Vorurteile.
    Meine Meinung ist nur die Summe der Erfahrungen" ... (Question_mark)
    Zitieren Zitieren SCL  

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