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Thema: Fehlersichere Kommunikation

  1. #1
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    Hallo,

    hat jemand schon einmal mehrer F-CPUs über Profibus miteinander verbunden, Und eine Fehlersichere Kommunikation eingerichtet?
    Zitieren Zitieren Fehlersichere Kommunikation  

  2. #2
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    Hallo,
    wir haben eine neue Anlagen in dieser Kommunizieren 3 300er CPU`s über Profibus miteinander. Was möchtest du denn hierzu wissen??
    Zitieren Zitieren 2x317 und 1x 319F  

  3. #3
    linksaussensvl ist offline Neuer Benutzer
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    Hallo,

    ich muss 3 mal 416-F und eine 315-F und eine 317-F miteinander fehlersicher Vernetzen über DP/DP-Koppler und suche Infos wie ich diese Kommunikation mit den Sende- und Empfangsbausteinen aus der Safety-Bibliothek aufbauen muss. Bei der Vernetzung soll eine Not-Aus Kopplung realisiert werden.
    Wichtig wäre wie ich dieses mache und was passiert wenn eine der CPUs ausgeschaltet wird. Dabei soll der Not-Aus nur für einen bestimmten Bereich abgeschaltet werden.

  4. #4
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    Gibts denn nen fehlersicheren DP/DP Koppler?? Wenn ja, is das kein Problem. Ist allerdings ein bisschen eine Frage der Sicherheitsphilosophie.
    Die dümmsten Programmierer haben die dicksten Programme.

  5. #5
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    Die Kommunikation erfolgt über normale DP/DP-Koppler. Wie das ganze projektiert wird, ist unter nachfolgendem Link ab Seite 132 beschrieben. http://support.automation.siemens.co...ew/de/22099875

    Hab 2 solche Systeme mit je 3 317F-CPUs und 2 Kopplern bei einem Kunden am laufen - sehr zuverlässig.

    Nach einem Ausfall der Kommunikation müssen auf beiden Seiten sowohl der Sende als auch der Reiceive-Baustein quittiert werden. Zur Berechnung der Überwachungszeit gibts eine Excel-Tabelle.


    Wie sich das ganze System bei Not-Aus verhält, hängt alleine davon ab, wie Du das ganze programmierst. Wird eine CPU gestoppt, so bricht die Kommunikation mit der Gegenstelle zusammen und der Baustein F_RCVDP an der Gegenstelle wird ein Timeout bringen, und Ersatzwerte (= 0)ausgeben. Empfehlenswert ist bei einer solchen Anwendung, alle Not-Aus zentral auf jene F-CPU zu ziehen, von auszugehen ist, dass sie niemals abgeschaltet wird.


    Gibts denn nen fehlersicheren DP/DP Koppler?? Wenn ja, is das kein Problem. Ist allerdings ein bisschen eine Frage der Sicherheitsphilosophie.
    Nein, gibt es nicht.
    Hier kommt die Philisophie von allen Sicheren Kommunikationswegen zum Tragen: "Das Bussystem ist unsicher, die Sicherheit liegt in den Baugruppen und im Protokoll" - wobei hier als "Baugruppen" die beiden CPUs dienen und als "Protokoll" die Bausteine F_SENDDP und F_RCVDP.


    mfg
    Maxl
    Bin aufgrund §2 der "Rechte des Betreibers" der Forum-Regeln nicht mehr aktiv, da nicht nicht akzeptiere, dass Informationen und Erkenntnisse ohne Quellangabe weitergegeben werden sollen. Jedem steht frei, auf die gleichen Erkenntnisse durch Eigenversuche zu kommen, vor allem Buchautoren.

  6. #6
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    Ich würde mal gerne wissen, welche Vorteile (und auch Nachteile?) eine F-CPU gegenüber z.Bsp. einer normalen CPU und einem PNOZ-Multi mit Profibus hat. Wäre nett, wenn mir das mal jemand evtl. in ein paar Stichpunkten auflisten könnte.
    Gruß
    Ralle

    ... there\'re 10 kinds of people ... those who understand binaries and those who don\'t …
    and the third kinds of people … those who love TIA-Portal

  7. #7
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    Ich sag hier, wie immer, nur: Kommt auf den Anwendungsfall drauf an.

    pro PnozMulti:

    - Drehzahl- und Stillstandsüberwachung ohne sicheren Antrieb (z.B. mit 2 Inis)
    - einzelner Ausgang erfüllt SIL2/Kat 3
    - einfache (sehr schnelle) programmierung
    - günstige Relais-Ausgänge
    - abgesetzter Betrieb von ST-Steuerung - wird bei der ST-Steuerung z.B. die Hardware-Konfiguration geladen, hat man trotzdem keinen Not-Aus (besonders wichtig bei verketteten Anlagen)
    - billig
    - bei ST-SPS Herstellerunabhängig da verschiedene Bussysteme möglich

    contra Pnozmulti

    - begrenzte Anzahl IOs
    - Rückführkreis-Funktion ist empfindlich
    - bei I-Fehler (z.B. 1-kanalige Betätigung) muss der Sensor in den sicheren Zustand gebracht (bei Not-Aus kein Problem, aber z.B. bei Positionsschaltern an einem Roboter mit Antivalenten Kontakten eine Katastrophe)
    - bei O-Fehlern muss das Pnoz neu gestartet werden
    - keine Dezentralisierung möglich
    - sehr begrenzte Diagnosemöglichkeiten (das System mit den Diagnosewörtern ist nicht wirklich Anwenderfreundlich), sehr begrenzet Kommunikationsmöglichkeiten


    pro S7-F

    - verschiedene Leistungsklassen verfügbar
    - Dezentralisierung möglich
    - viele Normslaves verfügbar (mit integrierter Sicherheitstechnik)
    - Gruppenabschaltung bei ET200S
    - einfache Kommunikation ST - F Teile (vor allen, wenn man Sensoren & Aktoren, welche auf F-Peripherie hängen, aus dem ST-Teil steuern muss - Stichwort "Zustimmbetrieb")
    - einfache Kommunikation F-Steuerung zu F-Steuerung per DP/DP- oder PN/PN-Koppler
    - viele Fehler lassen sich nach Erreichen eines gültigen Zustandes quittieren (nicht nur im sicheren Zustand)
    - einfache Diagnose, da von der HMI direkt auf die F-Daten zugegriffen werden kann

    contra S7-F

    - sehr langsam
    - lange Einarbeitungszeit und relativ aufwändige Programmierung (aber im Vergleich zur PSS einfach)
    - wird sowohl F- als auch ST-Programm in einer CPU betrieben und die CPU stoppt, stoppt auch der F-Teil (besonders nervig bei verketteten Anlagen)
    - Baugruppenauswahl sehr klein


    Wir verbauen bei uns in der zwischenzeit in fast jeder Anlage zumindest ein PnozMulti - solange man mit den IOs eines PnozMulti auskommt. Stoßen wir an die Grenzen des PnozMulti, kommen mehr und mehr S7-F Steuerungen zum Einsatz (F und ST-Teil in 1 CPU) - meist sind dies allerdings kompakte Anlagen, wo 1 Teil ohne den anderen sowieso nicht laufen kann - wo also auch ein CPU-STOP keine allzugroße Katastrophe ist.

    Ich habe allerdings letztes Jahr ein Projekt gemacht, wo ich massiv die Nachteile des Safety-Integrated System zu spüren bekommen hab: In einer Produktionslinie sind 6 F-CPUs verbaut, wobei je 3 direkt miteinander kommunizieren - die Kopplung der beiden 3er-Systeme erfolgt über die PSS-3006 eines anderen Anlagenherstellers.
    Geht nun 1 der 7 CPUs in STOP, so steht die gesamte Produktionsanlage mit Not-Aus. Hier wäre in jeden fall sinnvoll gewesen, alle Not-Aus zentral mit 1 F-CPU zu verwalten, und nur die jeweiligen Lichtvorhänge, Ventile usw. direkt von der Maschinen-CPU verwalten zu lassen (mit Profinet ist das ja auch von der Verkabelung her kein Problem).

    Einzelne Überlegungen gehen aber auch in die Richtung, ST und F-CPU zu trennen, aber dennoch für beides eine S7-F einzusetzen. Preis/Leistungtechnisch kann sich eine IM151-7F (ET200S-CPU) absolut mit einem PnozMulti messen. Nutzt man nun z.B. eine 317 als ST-CPU und eine IM151-7F als F-CPU, hat man die Vorteile des Abgesetzten Betriebes - und die Vorteile der S7F.


    Also wie gesagt - kommt immer auf den Anwendungsfall drauf an.

    mfg
    Maxl
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  8. Folgende 6 Benutzer sagen Danke zu Maxl für den nützlichen Beitrag:

    Bernard (23.08.2010),Deltal (23.08.2010),Markus (15.02.2008),NBerger (23.08.2010),Ralle (14.02.2008)

  9. #8
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    Zitat Zitat von Ralle Beitrag anzeigen
    Ich würde mal gerne wissen, welche Vorteile (und auch Nachteile?) eine F-CPU gegenüber z.Bsp. einer normalen CPU und einem PNOZ-Multi mit Profibus hat. Wäre nett, wenn mir das mal jemand evtl. in ein paar Stichpunkten auflisten könnte.
    Vielleicht hab ichs überlesen, aber mir ist auch wichtig nicht so viele Dateien mit rumzuschleppen. Bei Profisafe habe ich ein S7-Projekt, bei nem PNOZmulti ein Zusätzliches.
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