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Thema: Wem gehört das SPS Programm ?

  1. #11
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    Hallo jabba,
    Deine Einschätzung finde ich sehr interessant. Ich denke im allgemeinen besteht der Konsens unter den Kollegen, dass vorher schriftlich geklärt werden muss wie es sich mit den Ansprüchen auf den Quellcode der Software verhält.

    Zitat Zitat von jabba Beitrag anzeigen
    ...
    Im Regelfall wird z.B. die Software angeboten, diese beinhaltet z.B. 1000 Arbeitsstunden. Nachdem der Kunde diese 1000 Arbeitsstunden bezahlt, gehörem im alle zu diesem Preis erbrachten Leistungen, also auch der Quellcode.

    Anders ist es, wenn man z.B. eine fertige Software angeboten bekommt, hier ist die Software schon fertig, und es wird eine Lieferung der Software . Im obigen Beispiel wird nicht ein Produkt sondern das erbringen der Leistung gefordert.
    ...
    Klar wenn man eine Serienmaschine kauft hat man sicher nicht automatisch ein Anrecht auf den Quellcode.
    Aber auch bei Sondermaschinen und Projekten beginnt man ja selten von ganz vorne. Im Idealfall hat man seine Bibliotheken und die fließen in das Projekt ein.
    Die Unterscheidung ist daher nicht so einfach sondern eher ein Zwischending.

    Auch wenn man da jetzt einzelne Funktionen Schützen kann, könnte diese Funktionen ja in andere Maschinen wandern. Auch das muss dann ggf. im Vertrag festgehalten sein.

    Solche Auseinandersetzungen im nachhinein führen zu müssen belasten nur die Geschäftsbeziehungen.
    If you open your Mind too much, your Brain will fall out.

  2. #12
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    [quote=Armand;115983]Das ist ein leidiges Thema. Wir hatten (und haben ganz aktuell) die selben Probleme. Mehrere BHKW´s die vor ein paar Jahren aufgestellt wurden sollen nun Zentral von einer SPS aus gesteuert werden. Quellprogramme liegen uns nicht vor, die Disketten sind nicht mehr lesbar. Auf Anfrage wurde uns ein Angebot gemacht - sprich für einen Haufen Geld würden wir die Programme bekommen. Das Thema ist noch nicht ausgestanden, die Verträge / Ausschreibungen von damals werden rechtlich geprüft da man im Haus die meinung vertritt man hätte die Quellprogramme gekauft.

    Das kommt mir bekannt vor.
    Ich glaub die Firma kenne ich
    MFG
    Bitverbieger

    Gelingt Dir etwas auf Anhieb, so lass Dir Deine Verblüffung nicht anmerken.

  3. #13
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    Zitat Zitat von Sockenralf Beitrag anzeigen
    Hallo,

    in meinem Weltbild gehört zum Programm auch die kompl. Dokumentation, als Symbolik usw.
    ...


    MfG
    Hallo Socke,

    ich halt das genau wie du:
    Grundsätzlich erwirbt der Kunde allen von mir erstellten Programmcode
    inklusive dem Quelltext.


    Mag sein das dieses Vorgehen für Serienmaschinen unüblich ist,
    ich habe aber meist mit Prototypen und Sondermaschinen zu tun,
    da halte ich es nur für richtig, das der Kunde den von ihm bezahlten Aufwand
    auch in reproduzierbarer Form vorgelegt bekommt.

    Wenn man aus seinem Programm ein "Geheimnis" machen will,
    verärgert man die Kunden, ohne selber einen wirklichen Vorteil davon zu haben.
    Das macht für mich keinen Sinn.

    CU

    Jürgen,
    IBN-Service

    .
    Geändert von IBN-Service (25.01.2008 um 19:32 Uhr)

    Zur Beachtung:
    Ich distanziere mich ausdrücklich von allen Aussagen in diesem Forum
    welche nicht von mir stammen und mache mir deren Inhalte nicht zu eigen.


    www.ibn-service.com

  4. #14
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    Zitat Zitat von AndreK Beitrag anzeigen
    Wir, Auftraggeber, haben einem externen Programmierer beauftragt. S7 Prog. + HMI (OP). Funktionspläne bzw. Funktionsbeschreibung kam von uns. Ist natürlich schon etwas her, die Anlage ist jetzt aber kürzlich umgebaut worden.
    Wenn der Auftragnehmer nur die vorgegebenen Funktionen
    codiert hat, hat das Ganze mit dem Urheberecht nichts zu
    tun.

    Zitat Zitat von AndreK Beitrag anzeigen
    Unter welchen Umständen muß der externe Programierer die Projektdateien rausrücken. Vertraglich wurde diezbezüglich nichts extra vereinbart.
    Ist natürlich auch die Frage: Wenn unser endkunde die Projektdateien haben möchte, ud wir sie nicht einmal bekommen...
    Mag ja sein das mal einer nicht mit einem AG-Abzug zufrieden stellt.
    Da bin ich ähnlicher Meinung wie die meisten hier.

    Wenn nichts besonderes vereinbart wurde reicht es,
    wenn die S7 gemäß Pflichtenheft läuft. Er kann Euch
    eine Speicherkarte geben und damit müsst Ihr
    zufrieden sein: Keine Projektdatei, keine Symbolik,
    keine Kommentare.

    Um das zu verhindern sollte man genau vereinbaren,
    wie die Software zu übergeben ist, wie zu kommentieren
    ist, wie die Symbole verwendet werden müssen usw.
    Geändert von Gerhard Bäurle (19.01.2008 um 23:39 Uhr)
    Beste Grüße Gerhard Bäurle
    _________________________________________________________________
    Hardware: the parts of a computer that can be kicked. – Jeff Pesis

  5. #15
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    Zitat Zitat von IBN-Service Beitrag anzeigen
    ...
    Mag sein das dieses Vorgehen für Serienmaschinen unüblich ist,
    ich habe aber meist mit Prototypen und Sondermaschinen zu tun
    ...
    Das Du keine Serienmaschinen baust ist ja klar, Du bist ja auch kein Hersteller von Maschinen sondern ein Dienstleister.

    Sowie ich das herauslese ist das in dem Fall auf dem dieser Thread basiert auch so. Da würde ich mich als Kunde auch nicht darauf einlassen das mir jemand ein SPS Programm liefert, von dem ich keinen dokumentieren Quellcode habe.

    Mit Serienmaschinen meinte ich z.B. das was vielleicht Dein Kunde aus dem Prototypen macht den Du irgendwann mal Programmiert hast. Wenn die Maschine in Serie geht, wird dann dem Endkunden (Kunde Deines Kunden) immer der Quellcode mit geliefert?

    Der Kunde bekommt das für das er bezahlt unabhängig von der höhe der Summe. Er bezahlt für die Leistung die er mit dem Zulieferer vereinbart hat.
    Ich vermute mal je länger diese Leistung zurück liegt um so schwieriger wird es fehlende Leistungen einzufordern. Wenn die Konfrontation eh schon so hart ist das ihr dem nie wieder einen Auftrag geben werdet, wird er auch nicht sonderlich kooperationsbereit sein.

    Nur um das noch mal klar zustellen. Ich bin der Meinung das der dokumentierte Quellcode zur SPS gehört.

    Die Transparenz sollte bei der Vertragsverhandlung auf gezeigt werden. Der Kunde sollte sich darauf verlassen können das selbst wenn der Zulieferer mal nicht mehr existiert er seine Maschine noch erweitern kann.
    Der Kunde sollte eben nicht nur auf den Preis sondern auch mal auf die gebotene Leistung schauen. Da gehört das eben auch dazu.
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  6. Folgender Benutzer sagt Danke zu zotos für den nützlichen Beitrag:

    rs-plc-aa (20.01.2008)

  7. #16
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    Zitat Zitat von Larry Laffer Beitrag anzeigen
    Ich habe als Angestellter meiner Firma ja auch nicht das Urheberrecht an den Programmen, die ich für meine Firma erstelle. Es ist ja meine Aufgabe, das zu tun ...
    Das Urheberrecht hat grundsätzlich der Urheber, egal ob angestellt oder nicht. Nützt einem als Angestellter aber nicht viel, weil der Arbeitgeber im Normalfall das Copyright hat. Man hat aber immerhin dank des Urheberrechts den Anspruch darauf, als Urheber der Software erwähnt zu werden (im Info-Fenster, im Header vom Quelltext, oder sonstwo) ...

    Bei der Programmerstellung für einen Endkunden kann man sich ja noch drüber streiten, ob da der Quellcode dabei ist, aber IMHO muß es selbstverständlich sein, daß ein Anlagenbauer, der die Programmierung der Anlage an einen Auftragsprogrammierer vergibt, alle Quellen des Projekts bekommt. Der verwendet die Anlage ja nicht selbst, sondern liefert die an seinen Kunden aus, dem gegenüber er wiederum in der Pflicht steht. Wer da denkt, daß der Anlagenbauer die Quellen nicht unabdingbar braucht, der ist nicht von dieser Welt ...


    Gruß Axel
    Man muß sparn wo mn knn!

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