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Thema: S7 300 und die Redundanz... Gedankenspiele...

  1. #1
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    Kurze Anlagenerklärung:
    2 x mechanische Dosierlinien mit 5 Aggregaten für eine chemische Rauchgasreinigung für Kraftwerke und Müllverbrennungen usw..
    Normalerweise verbaue ich eine S7-300 mit OP und kopple das ganze über Profibus oder Profinet an das übergeordnete Leitsystem.

    Jetzt fragt mich gerade jemand: Was ist wenn die SPS ausfällt...so einen 100MW Ofen schmeißt man ja nicht gerade mal auf Null Emmission . Ist ja kein Win98 Rechner... aber ist auch nicht ganz unberechtigt... aber genauso gut kann sich das Netzteil im Schrank verabschieden oder eine Maus das Hauptkabel begatten...
    Soweit ich weiß haben die auch kein redundantes Leitsystem!

    Meine Gedankenspiele:
    1. Für jede Dosierlinie getrennte Schaltschränke mit SPS und OP
    2. Alles so lassen, aber am Schaltschrank zusätzlich Schalter für das manuelle schalten der Aggregate. Dosierleistung über Poti einstellbar...
    3. Alle E/A der jeweiligen Dosierlinie auf eigene ET200M Stationen und dann über Profibus an eine CPU. Und dann einfach eine Ersatzcpu fertig mit Programm dazulegen...
    4. von euch noch Vorschläge!?

    Nein, das ist nicht in meinem Angebot... das geht extra
    Zitieren Zitieren S7 300 und die Redundanz... Gedankenspiele...  

  2. #2
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    Guten Morgen,
    Wir stehen bei einer Anlage vor dem gleichen Problem. Die ultimative Lösung haben wir auch noch nicht gefunden, aber mal folgende Gegenfragen auf deine Lösungsansätze?

    - Was ist, wenn die ET200 ausfällt?
    - Was ist, wenn die Maus das Profibuskabel frisst?
    - Das Programm wird geändert, aber natürlich nicht auf der Ersatz-CPU - im Fehlerfall ist dann natürlich zufällig das Programm nicht mehr verfügbar und die Ersatz CPU läuft mit falschem Programm verkehrt. Dass dann den jeweiligen Kunden zu erklären, dürfte schwierig sein...
    So muss es nicht unbedingt sein, wir haben hier z.B. bei einer Anlage ein fertig projektierten TouchPC als Austauschgerät liegen - nur leider wurden die Änderungen immer nur auf das akutell laufende Touch eingespielt. Im Fehlerfall ist dann die Verwunderung groß.

    Ich denke, 100% Redundanz erreicht man nur, wenn das komplette System doppelt aufgebaut ist und z.B. durch einen Havarie-Umschalter komplett umgeswitcht werden kann, nur wer bezahlt das?

    Gruss
    Timo
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  3. #3
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    ... das Profibuskabel frisst..., oder in den Profinet Router pinkelt ...

    Ja, so sieht das aus! Wir haben aber den Vorteil das beide Dosierlinien separat arbeiten könnten, wobei dann bei Ausfall einer Linie die Mengenergänzung wegfällt. Dies würde dann für die Müllverbrennungsanlage bedeuten das halt weniger Müll/Stunde verbrannt werden kann. Oder man erklärt dem Umweltamt die Grenzwertverletzungen...

    Die kosten müßte dann der Kunde tragen! Man kann ihm nur die volle Redundanz anbieten!
    Selbst eine H Steuerung wäre gegen Nagetiere und frustrierte Mitarbeiter nicht gefeit...

    Ich finde das Argument vom Kunden reichlich komisch: Nachts ist keiner da... mich hat damals in einem kleinen Produktionsbetrieb auch keiner gefragt ob ich Lust habe einen 22KW Umrichter um 2:00 morgens zu wechseln und weil es ein anderer Hersteller war mußten auch noch andere Sachen gemacht werden... aber die Herren dort schlafen nachts! Da weiß man doch warum Strom so teuer ist
    Und eine SPS fällt ja auch einfach so aus...!?! Ist mir bei einer S5/S7 noch nicht passiert.
    Naja, wenn er zahlt...
    Zitieren Zitieren wenn die Maus...  

  4. #4
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    Zitat Zitat von AndreK Beitrag anzeigen
    Und eine SPS fällt ja auch einfach so aus...!?! Ist mir bei einer S5/S7 noch nicht passiert.
    Naja, wenn er zahlt...
    Bei S5 ist mir das schon ein paar mal passiert das die einfach nicht mehr wollten.
    Nach Urlöschen und Programm neu einspielen hats dann wieder funktioniert.
    Die sind aber allerdings schon älter als 15Jahre gewesen. Eher schon an die 20.

    godi

  5. #5
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    ... weil sich die Lüfter im Stromeinschub verabschiedet haben und keiner auf die rote LED Fan Fault geachtet hat
    Zitieren Zitieren Und dann vieleicht auch nur...  

  6. #6
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    Es gibt keine 100% Redundanz!
    Man kann Ausfälle verschiedener Komponenten durch redundanten Aufbau überbrücken- aber es wird wohl keine Anlage geben, wo bis ins kleinste Detail alles ausfallsicher ist.

  7. #7
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    Zitat Zitat von HeizDuese Beitrag anzeigen
    Es gibt keine 100% Redundanz!
    Man kann Ausfälle verschiedener Komponenten durch redundanten Aufbau überbrücken- aber es wird wohl keine Anlage geben, wo bis ins kleinste Detail alles ausfallsicher ist.
    Atomkraftwerke?

    Bei Kläranlagen gibt es auch noch neben den Handbetrieb der über die SPS geht einen Handbetrieb der direkt verdrahtet ist. Also ohne SPS und FU usw. Nur das die Anlage weiterlaufen kann.

    Man könnte das ja bei der Müllverbrennung auch machen das man so einen Not - Handbetrieb macht so das man auch ohne SPS die wichtigsten Aktoren schalten kann und die Anlage in einen "sicheren" zustand bringen kann so das man sie abschalten kann.

    godi

  8. #8
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    Zitat Zitat von godi Beitrag anzeigen
    das man so einen Not - Handbetrieb macht so das man auch ohne SPS die wichtigsten Aktoren schalten kann und die Anlage in einen "sicheren" zustand bringen kann so das man sie abschalten kann.
    sicherer zustand |= produktion

    aber ansonsten möchte ich fast behaupten, dass diese möglichkeit bei allen konti-prozessen zu finden ist. wo kämen wir da hin, wenn wir abbrennen würden, nur weil die cpu grad ihre tage hat?!

    produktion im handbetrieb ist in den meisten fällen nicht zu gewährleisten.

    darüber hinaus: wenn man zwei cpu´s einsetzen will und auch alles andere irgendwie redundant aufbauen, sollte man darauf achten, dass die bauteile aus unterschiedlichen serien stammen - nichts trifft härter als ein serienfehler zur gleichen zeit
    [SIGNATUR]
    Ironie setzt Intelligenz beim Empfänger voraus.
    [/SIGNATUR]

  9. #9
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    ... die Möglichkeit der Handstellung habe ich aber auch vorgeschlagen.

    Selbst den FU zur Dosiermengenverstellung könnte man paralell auf ein Poti legen. Aber als ich dann erwähnte daa dann nicht mehr nach Gaswerten abgereinigt wird, war das auch nicht richtig... wer soll denn die richtge Dosiermenge einstellen!?
    Man könnte auch argumenteren: Was fällt eher aus: SPS oder ein FU, dessen Zwischenkreis-Kondensatoren zwangsweise dem Verschleiß unterliegen...

    Bei dem Verein soll alles automatisch laufen, es gibt keine Leute mehr die Systemweit denken können. Deshalb solche Ausfälle wie Krümel, Vattenfall usw... sehe ich regelmäßig in den Kraftwerken! Geld zur Verfügung ohne Ende, aber keiner übernimmt Verantwortung. bzw. halt nur Fachidioten (nicht alle, aber oft)!
    In Produktionsbetrieben sieht das meist anders aus... dafür halten die, die Rauchgasreinigung eher für nebensächlich...

    Ich denke ich warte mal was der Kunde wünscht, dann bekommt er sein Nachtragsangebot
    Zitieren Zitieren Genau...  

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