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Thema: USB/PPI Cable nur auf CPU?

  1. #1
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    Moin Freunde!

    Ich habe mal einige Fragen zu meinem SPS-Netz:
    Das Netz besteht aus zwei S7-224 CPUs, einem TD200, einem USB / PPI Multi Master Cable 6ES7 901-3DB30-0XA0 und meinem PC mit STEP7/MicroWin.
    Die beiden CPUs tauschen mittels NETR/NETW Daten aus. Das TD200 "kooperiert" mit der CPU an Adr.2. Ich kann per USB/PPI-Kabel von zwei Stellen auf das Netz zugreifen (wahlweise von CPU Adr2 oder CPU Adr3) - es funktioniert alles einwandfrei (siehe Bild SPS-Netz alt)
    Jetzt würde ich gerne das Kabel zum Programmieren etc. "in der Nähe" des TD einstecken, darum habe ich den Busanschlußstecker mit Programmierschnittstelle ans TD gesetzt , weil ich jetzt den Zugriffspunkt von CPU Adr3 oder TD200 Adr4 haben möchte. (siehe Bild SPS-Netz neu)
    Ich war davon ausgegangen , dass es egal ist ob sich hinter dem Stecker eine CPU oder ein TD befindet. Aber dem ist scheinbar nicht so.
    STEP7/MW reagiert als wäre kein Kabel angeschlossen.
    Zum Ausprobieren habe ich jetzt mal eine alte CPU222 an Stelle des TD gesetzt und ich habe wieder Zugriff aufs Netz. Erstaunlicherweise, denn die CPU222 selbst wird im Kommunikationsfenster nicht erkannt, weil ihre Kommunikationsschnittstelle einst durch Überspannung an der CPU (400V statt 230V) beschädigt wurde.
    Kann mir jemand erläutern, wie das alles zusammenhängt?
    Ich könnte ja noch einen weiteren Busanschlußstecker ohne Programmierschnittstelle ans TD packen, dann hätte ich wieder alles komplett. Allerdings würde ich das nur als Notlösung wählen.

    Hat jemand eine andere Idee?
    Vielen Dank im voraus.
    Gruß
    Holgi
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  2. #2
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    Hallo Holgi,

    das USB/PPI-Kabel benötigt eine Versorgungspannung von 24VDC (max 50mA) am PPI-Stecker, die nur an der PG-Schnittelle von CPU
    oder neueren Panelen (z.B. MP377) zur Verfügung gestellt wird. Das TD200 liefert diese 24VDC nicht.

    Siehe auch im S7-200 Systemhandbuch Anhang Technische Daten ab Seite 487

    Du könntest einen RS485-Repeater (6ES7 972-0AA00-0XA0) in Dein Netzwerk einbauen, der hat ebenfalls die 24VDC auf der PG-Buchse.
    Oder Du bastelst Dir ein "Busterminal" aus einem Profibusstecker und ziehst Dir da 24VDC mit rein.
    Oder Du läßt halt Deine kaputte CPU222 an der Anlage.

    Gruß
    Harald
    Zitieren Zitieren USB/PPI-Kabel benötigt 24VDC  

  3. Folgender Benutzer sagt Danke zu PN/DP für den nützlichen Beitrag:

    Automatik-Holgi (20.03.2010)

  4. #3
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    Den Stromversorgungs-Adapter für Dein USB/PPI-Kabel mußt Du ja garnicht an der Anlage lassen, den brauchst Du
    doch nur, wenn Du Dich an nicht-CPU-Buchsen anschließen willst.
    Warum also nicht selber bauen?

    Du nimmst einen Profibusstecker mit PG-Buchse (oder ein Sub-D-Adapter-Selbstbaugehäuse, z.B. sowas oder sowas.)
    Die Verbindungs-Leiterzüge der Pins 2 und 7 auftrennen (oder alle anderen Pins 1:1 durchverdrahten).
    Ein Steckernetzteil 15...24VDC (z.B. sowas), die Plus-Ader an Pin 7 der PG-Buchse und die Minus-Ader an Pin 2 der
    PG-Buchse anlöten. Für eine Zugentlastung des Stromversorgungskabels sorgen.

    Ich meine auch, schon mal irgendwo gelesen zu haben, daß es so einen Stromversorgungsadapter fertig zu kaufen gibt,
    weiß aber nicht mehr wo ... war es Deltalogic?

    Gruß
    Harald
    Zitieren Zitieren Selbstbau Stromversorgungs-Adapterstecker  

  5. Folgende 2 Benutzer sagen Danke zu PN/DP für den nützlichen Beitrag:

    Automatik-Holgi (20.03.2010),hucki (20.03.2010)

  6. #4
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    Hallo Harald, vielen Dank für die schnelle Antwort !
    Für das TD hab ich ja eine externe Spannungsversorgung 24VDC. Könnte ich die also abgreifen und an den 9poligen Stecker an PIN2 und 7 (programmiersteckerseitig) fummeln? Muss ich dazu die Leitungen auf der Busanschlußsteckerseite zum TD hin unterbrechen oder dürfen die verbunden bleiben?
    Gruß Holgi

  7. #5
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    Warnung: macht diesen Eingriff nur, wenn Ihr ausreichende Elektronik- und Löt-Erfahrung habt!

    Wenn man keinen zusätzlichen PG-Stecker oder Selbstbau-Adapter verwenden will, kann man die 24VDC auch in den ohnehin
    vorhandenen Busstecker "reinfummeln". Das ist dann natürlich eine unprofessionelle Bastel-Lösung.
    Der M12-Profibus-Adapter PDA11-FBP.050 von ABB sieht aber auch nicht professioneller aus. (allerdings gehen die beiden
    24V-Strippen da nicht an den 9-poligen Sub-D-Stecker, sondern an den M12-Stecker)

    Man kann genau das 24VDC-Kabel, was bis jetzt auf dem Spannungsversorgungsanschluß des TD200 steckt, da abziehen und
    statt dessen in den Profibusstecker einführen. Dann dürfen die Leiterzüge der Pins 2 und 7 nicht unterbrochen werden.
    Die 24VDC versorgen auf der TD-Seite des Profibussteckers das TD200 und auf der PG-Seite den Programmieradapter.

    Genau so versorgt das TD/CPU-Kabel (6ES7 901-3EB10-0XA0) das TD200 mit 24VDC aus der CPU-Schnittstelle. (Es hat einfach
    zusätzlich zu den beiden Bus-Leitungen Pin 3 und 8 zwei weitere Drähte auf den Pins 2 und 7.)
    S7-200 SIMATIC Text Display (TD) - Benutzerhandbuch Anhang B.6 Herstellen eines TD/CPU-Kabels

    Der modifizierte Profibusstecker darf NICHT auf eine CPU gesteckt werden, wenn die Leiterzüge an Pin 2 und
    Pin 7 nicht unterbrochen sind! Dabei könnte die 24V-Versorgung der CPU-Schnittstelle zerstört werden!



    Um sicherzugehen, daß nichts passiert, falls der Stecker doch einmal auf eine CPU gesteckt wird, empfehle ich, die
    Leiterzüge an Pin 2 und Pin 7 zu unterbrechen! (bei X im Bild 0BB12_B) Das TD200 muß dann natürlich über seinen
    Spannungsversorgungsschluß mit 24VDC versorgt werden.


    Wenn das TD200 für immer der letzte Teilnehmer am PPI-Bus bleibt, dann wird der Eingriff relativ leicht und unauffällig.
    Die Kabeleinführung für das zweite Profibuskabel ist ja frei, da kommt das 24VDC-Kabel rein. Mit Isolierband ausreichend
    dick machen, damit die Zugentlastung des Steckergehäuses funktioniert.

    Nun muß man auf die Leiterplatten-Unterseite kommen, um die beiden Adern an Pin 7 (+/24VDC) und Pin 2 (-/0V) anzulöten.
    Das müsste an der blau umrandeten Stelle in meinem Bild 0BB12_B am besten möglich sein. Entweder passen die Adern durch
    die Lücke zwischen Leiterplatte und Sub-D-Stecker oder man kann dort ein Loch in die Leiterplatte bohren.
    (Euer Profibusstecker kann aber auch völlig anders aussehen!)

    Am professionellsten wird es, wenn die beiden freien Schraubanschlüsse "A2 B2" für den 24V-Anschluß genutzt werden.
    Dazu muß die Printklemme zunächst ausgelötet werden, um die Leiterzüge an den Lötaugen der Printklemme durchzutrennen.
    Dann zwei dünne isolierte Drähte auf der Leiterplatten-Unterseite von der Printklemme (die gelb umrandeten Lötstellen im
    Bild) zu den Pins 7 und 2 löten. Nun noch die Beschriftung "A2 B2" von der Printklemme abkratzen und mit "+ -" beschriften.

    Im Stecker auffällig den Hinweis anbringen, daß das kein originaler, sondern modifizierter Profibusstecker ist!


    Wenn das TD200 nicht der letzte Teilnehmer am Bus ist und deshalb zwei Profibuskabel im Stecker sind, dann wird die Einführung
    der 24VDC in den Stecker etwas komplizierter. Ich würde dann wahrscheinlich den Umschalter für den Abschlußwiderstand auslöten
    und das Kabel da einführen oder im Steckergehäuse-Unterteil zwischen den Pfeilen ein Loch bohren/fräsen. (Bild 0BB12_C)
    Die blau mit * markierte Stelle im Bild 0BB12_A (allerdings im Gehäuse-Oberteil) ist auch eine günstige Stelle, um die
    Kabeleinführung auszufräsen.
    Wichtig: Zugentlastung (z.B. Knoten ins Kabel)! Und die Aderisolation nicht zerquetschen!

    Hinweis: Im TD-Benutzerhandbuch Kapitel 2.7 schreibt Siemens:
    Das Text Display-Gerät darf nur an eine geerdete Spannungsversorgung angeschlossen
    werden. Der Betrieb mit einer nicht geerdeten Spannungsversorgung kann zu Schäden am
    Text Display-Gerät führen.
    Noch einmal die dringende Warnung: nur nachbauen, wenn Ihr wisst, was Ihr tut!


    Noch ein Tip zum Bilder-Einstellen hier im Forum:
    Vor dem Hochladen die Bilder in GIF (256 Farben) oder JPG umwandeln. Dann werden die Dateien wesentlich kleiner
    und dann funktioniert auch die coole Vorschaufunktion der angehängten Grafiken.
    Das Umwandeln kann man auch noch nachträglich machen und die angehängten Grafiken austauschen.

    Gruß
    Harald
    Angehängte Grafiken Angehängte Grafiken
    Zitieren Zitieren 24VDC in Profibus-Stecker einschleifen  

  8. #6
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    Hallo Harald, vielen Dank für deine Mühe, deine detailierte Beschreibung und die Warnhinweise!
    Zwischen dem Profibus-Stecker und dem TD200 habe ich ein kurzes voll beschaltetes 9poliges Kabel, von dem ich auf einem Ende die Drähte an PIN2 und 7 abgelötet und mit dem 24V-Spannungsversorgungsanschluß des TD verbunden habe. Somit habe ich zum einen die von dir angesprochene Gefahr z.T. ausgeschlossen (also, wenn ich dieses Kabel mal auf eine CPU stecken sollte, passiert nix schlimmes...mach ich aber eh nicht) und zum anderen den Profibus-Stecker unberührt gelassen.
    Und das Beste ist : Es funktioniert so wie ich es haben wollte !

    DANKE NOCHMAL !!!
    Gruß Holgi

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