Hallo Poldi,
heutige Differenzdrucktransmitter können eigentlich immer radizierend eingestellt werden.
Angenommen es wäre nicht so, dann müßte der gemessene Differenzdruck in der SPS
radiziert werden.
Q = SQRT (Differenzdruck) * K * SQRT (Dichtekorrektur)

K... Faktor in dem der Querschnitt der Rohrleitung u.s.w. enthalten ist

Das Radizieren in der SPS hat noch den Nachteil, wenn das analoge Eingangssignal ein bischen kleiner als
4 mA ist, wird der Wurzelausdruck negativ. Aus negativen Zahlen kann man aber keine Quadratwurzel ziehen.
Falls Du es doch versuchst, gehen Fehlersichere Steuerungen gewöhnlich auf STOP oder z.B. bei Allen-Bradley
wird der negative Wert automatisch ein absoluter Betrag.
Kurzum Du mußt Dich dann um dies alles selber kümmern. Darum lieber im Transmitter radizieren. Diese Einstellungen sind mit einer Dialogeinheit oder über HART-Geräte
ganz einfach machbar. Bei Foundation-Fieldbus Transmittern kann man es sogar aus der Bedienoberfläche des PLS direkt machen (geht bei HART auch).

Beim Vortex-Verfahren werden ja die Wirbelfrequenz durch die Karmansche Wirbelstraße erfaßt.
Normalerweise haben diese Messungen einen integrierten Temperaturfühler um den korrigierten Volumenstrom automatisch zu erfassen,
zumindest bei Endress+Hauser ist das so.
Beim Vortex-Verfahren besteht ein linearer Zusammenhang zwischen Wirbelfrequenz und Volumenstrom, wodurch nicht radiziert werden muß.
Gruß Frank