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Thema: SPS Kopierschutz

  1. #31
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    Hallo,
    mal anders rum: Hier gibt es Leute, die jammern, das sie nix mehr zu essen kriegen weil die bösen Raubkopierer unterwegs sind.
    Mein Szenario: Betrieb, ca. 16 Jahre alt, die verwendete Steuerungstechnik genauso, mittlerweile vieles davon abgekündigt und/oder exotisch. Ein bißchen Siemens ist auch dabei.
    Einige dieser Steuerungen sind systemrelavant in dieser Hinsicht, das der Betrieb dranhängt. Mein Essen also. Mit großem Aufwand besorgt man sich, teilweise am Rande der Legalität die Hard und Software, um eine Umstellung auf aktuelle Technik zu erreichen. Und dann ist da so eine Pfeife am Werk gewesen, die einem solchen Mist unterschiebt, teilweise bis gar nicht dokumentiert oder irgendwelche nicht dokumentierten Funktionen genutzt. Und den Hersteller der Anlage oder der Steuerung selbst gibt es nicht mehr, so das man nicht einmal mehr fragen kann . Selbst wenn man den Auftrag fremd vergibt steht spätestens dann der Auftragnehmer in derselben Position, und wenn derselbe Pech hat hat der auch noch einen Festpreis gemacht.....


    Sorry, aber sowas finde ich einfach nur bekloppt.
    Mario

  2. #32
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    im schönen Lipperland
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    So wie es aussieht gibt es gute Argumente FÜR eine Kopierschutz aber auch gute GEGEN einen Kopierschutz.

    Klar würde ich es nicht toll finden wenn ich einen Anlage verkaufe und diese dann "kopiert" wird.
    Ich finde es aber auch nicht toll wenn ich eine Anlage habe und keine Änderungen/Reparaturen vornehmen kann weil es den Hersteller nicht mehr gibt und ich gar nicht oder nur mit riesigem Aufwand an die Steuerung komme. Das haben ja schon viele hier erlebt.

    Was tun ???
    Eine Möglichkeit wäre je nach Kunde zu handeln. Einen "alten" Kunden sollte man keinen Kopierschutz unterjubeln. Bei einem neuen Kunden evtl. noch aus dem Asiatischen Raum vielleicht schon.

    Ich selber mache nix in Sachen Kopierschutz. 1. möchte das der Instandhalter auch mal kleine Änderungen durchführen kann bzw. ins Programm zu Fehlersuche schauen kann und 2. ist das Programm nicht alles. Es gehört auch einiges an Hintergrundwissen dazu um eine Maschine wie ans laufen zu bekommen.
    Früher gab es Peitschen .... heute Terminkalender

  3. #33
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    Zitat Zitat von Lipperlandstern Beitrag anzeigen
    ... möchte das der Instandhalter auch mal kleine Änderungen durchführen kann ...
    Das ist halt auch so ein Punkt, wo man dann eben manchmal an (Kopier-)Schutz denkt. Ich schütze auch nicht - aber so manchen Kunden würde ich mir dann schon wünschen, dass, wenn der was ändert, mir das auch bekannt gibt

  4. #34
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    Zitat Zitat von Perfektionist Beitrag anzeigen
    Das ist halt auch so ein Punkt, wo man dann eben manchmal an (Kopier-)Schutz denkt. Ich schütze auch nicht - aber so manchen Kunden würde ich mir dann schon wünschen, dass, wenn der was ändert, mir das auch bekannt gibt
    Sobald die Freigabe für den Kunden gegeben wird, selbst was ändern zu können,
    ist der übliche Support passé. Den gibt es nur bei Komplettseelsorge.

    Frank
    Grüße Frank

  5. #35
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    Zitat Zitat von IBFS Beitrag anzeigen
    Sobald die Freigabe für den Kunden gegeben wird, selbst was ändern zu können,
    ist der übliche Support passé. Den gibt es nur bei Komplettseelsorge.

    Frank
    Neh, das sehe ich wieder anders. Der Kunde kann ändern was er will
    Support gibt es immer zur jeder Zeit, nur leider ist es dann die Gewähr-
    leistung des Kunden futsch. Wenn er dann Support haben möchte, be-
    kommt er den auf jeden Fall, nur wird dieser dann auch in Rechnung
    gestellt, was ja wohl verständlich ist.

    Und ich bin immer noch der Meinung Programme abzuschließen macht
    keinen Sinn wenn der Kunde in der Lage ist die Maschine selber zu
    bauen, kann er Sie wahrscheinlich auch selber Programmieren.
    Das Programmieren ist oft auch oft nicht das was Problemme bereitet,
    sondern eine Maschine so Inbetrieb zu nehmen das Sie auch wirklich
    rund läuft, da ja doch Maschinenabläufe doch Dynamisch sind, es muss
    immer ein bischen an Geschwindigkeiten von Achsen gedreht werden,
    hier und da der Druck von der Pneumatik angepasst werden.
    Dieses erlernt man nur wenn wenn man sich mit der Maschine Täglich
    auseinander setzt, dieses macht ja der Maschinebauer.
    Da reicht ein einfaches Kopieren der Software nicht aus, man muß sie
    auch begreifen.
    Dann Dokumentation und Sicherheitsbetrachtung, muß auch vorhanden
    sein, Gefahrenanlysen kann mann nicht kopieren die werden üblicher-
    weise nicht herausgegeben.
    - - -
    Wer als Werkzeug nur einen Hammer hat, sieht in jedem Problem einen Nagel.

  6. #36
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    Ich mache auch ein "Kopierschutz" in einige von meine Programme.
    Aber nur die "Standard Maschinen", nicht Maschinen oder Anlagen mit Kundenanpassungen. Bei die letztere bekommen die Kunden normalerweise den vollen zugriff.

    Mein Kopierschutz ist in den Art von NBerger's, wenn nicht so aufwendig.
    Wenn den Kopiershutzt zuschaltet (wenn das Program kopiert wurde), schalte ich der Maschine nicht aus, nur die meist avanzierte Funktione. Ein Kunde wird nie erleben das der Maschine steht wegen den Kopierschutz.

    Wir haben es tatsäglich erlebt unsere designs werden kopiert, Programme, Diagramme, Handbücher, Prospekte usw. Nicht in europa (*), sondern in Asien. Wenn man sich dagegen nicht schützt ist man einfach naiv !
    *: In Europa werden "nur" unsere Maschinenzeichnungen kopiert.

    Sind meine Programme so avanziert das keine andere sie selber nachprogrammieren kann ? Vielleicht nicht, aber es steckt Mann-Jahre drin. Am mindesten sollen unsere Konkurrenten so viel Zeit und Aufwand spendiren wie wir.
    Geändert von JesperMP (29.08.2010 um 14:44 Uhr)
    Jesper M. Pedersen

  7. Folgender Benutzer sagt Danke zu JesperMP für den nützlichen Beitrag:

    Matthias_VER (30.08.2010)

  8. #37
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    Jasper, das mit den "Menpower" ersezten finde ich ein wenig sinnlos.
    In China lassen sich zu deinen Gehalt wahrscheinlich 20 Programmierer
    beschäftigen.
    - - -
    Wer als Werkzeug nur einen Hammer hat, sieht in jedem Problem einen Nagel.

  9. #38
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    Zitat Zitat von Helmut_von_der_Reparatur Beitrag anzeigen
    In China lassen sich zu deinen Gehalt wahrscheinlich 20 Programmierer
    beschäftigen.
    Also inzwischen verdienen die Jungs in Fernost auch gutes Geld. Das mit 20 oder so ist nicht (mehr).
    Wir haben es nicht geschafft in China eine eigene Fertigung kostendeckend aufzuziehen, obwohl wir das Wissen und auch das Geld hatten.
    Es hat das Verständnis gefehlt für die Technik.
    Es ist eben nicht damit getan in Deutschland zu studieren, es fehlen vielleicht ein paar Gene?
    Langsam wünsche ich mir Kunde zu sein und ein geschütztes Programm in einer Anlage zu haben.
    Der Lieferant würde nicht vom Hof kommen, denn die Anlage wird bestimmt immer Probleme haben.
    Und wenn mir mal langweilig ist, würde ich dem Lieferanten sein "Kopierschutz" rausbauen.
    Denn den gibt es definitiv nicht, weder in PLC noch in anderen Programmen.

    bike

  10. #39
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    Zitat Zitat von Perfektionist Beitrag anzeigen
    Das ist halt auch so ein Punkt, wo man dann eben manchmal an (Kopier-)Schutz denkt. Ich schütze auch nicht - aber so manchen Kunden würde ich mir dann schon wünschen, dass, wenn der was ändert, mir das auch bekannt gibt
    Das ist eigentlich leicht zu erreichen:
    Ein gutes Verhältnis zu dem Kunden, bei der Inbetriebnahme, die Jungs und Madl einbinden und die fragen und melden dann rechtzeitig ob und was sie ändern dürfen bzw wollen.
    Das ist unsere Erfahrung und wir fahren recht gut damit.


    bike

  11. #40
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    Zitat Zitat von bike Beitrag anzeigen
    Das ist eigentlich leicht zu erreichen:
    Ein gutes Verhältnis zu dem Kunden, ...
    Ich würde nun nicht behaupten, dass es am guten Verhältnis lag, dass mir jüngst nicht die aktuellste Fassung der Software vorlag. Der Kunde bzw. einer seiner zig Mitarbeiter hatte schlicht versäumt, mir die Änderung mitzuteilen. Vielleicht dachte er, ich würde niemals mehr an die Anlage ranmüssen. Und ich hab nicht damit gerechnet, dass der Kunde was geändert haben würde. Und so kam ich an die Anlage mit einer Änderung, die auf einem unzutreffenden Programmstand aufbaute. Mit Schutz wäre das nicht passiert. Schutz hätte nicht nur den Unwillen (das was Du schlechtes Verhältnis nennen würdest) ausgeschlossen, sondern auch dieses einfache Versehen verhindert. Zum guten Verhältnis kam nun hinzu, dass ich nicht nur die Kundensoftwareänderung prüfen, sondern auch noch in meinen Programmstand übernehmen musste. Und nach Möglichkeit nicht das Maulen darüber anfangen durfte, dass mir vielleicht deswegen die Zeit davonlief. Was tut man nicht alles, für ein gutes Verhältnis? Und so toleriert man halt auch, dass da jemand - gutes Verhältnis oder auch nicht - an der Software was rummacht, ohne Bescheid zu sagen. Vielleicht passiert das bei gutem Verhältnis sogar noch öfter, eben weil ich dem Kunden nicht zutraue, eigenmächtig zu handeln.

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