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Thema: Protokoll, welche Bausteine übertragen wurden

  1. #1
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    Gibt es bei der S7 sowas wie ein Download-Protokoll?

    Wir haben derzeit ein Problem bei einem Kunden, der an einer eineinhalb Jahre alten Anlage einen Crash gefahren ist. Der Grund dafür sind einige überbrückte Verriegelungen.
    Der letzte Zeitstempel ist vom 10.5.2005, 15:53 Uhr. Es war nachweislich jemand aus unserer Firma am selben Tag von 16:01 bis 16:43 Uhr über das Modem mit dieser Firma verbunden (an diesem Modem hängen insgesamt 8 Anlagen).
    Der Programmierer, der über Modem Online war, gibt jedoch an, dass er keine Änderungen gemacht hat und auch keinen Baustein zur SPS geladen hat.


    Nun wäre interessant, ob auf der CPU ein Protokoll über PG-Aktivitäten geführt wird, in dem z.B. steht, welche Bausteine heruntergeladen wurden und ob man dieses auslesen kann (wichtig wäre vor allem Datum/Uhrzeit - die Systemzeit auf der Baugruppe stimmt).

    Oder führt S7 am PC ein Logfile, welche Bausteine zur CPU üertragen wurden.
    Zitieren Zitieren Protokoll, welche Bausteine übertragen wurden  

  2. #2
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    Hallo Maxl,

    leider nicht. Der Zeitstempel ist ja auch nur bedingt aussagefähig. Wenn nach einem Crash wieder der alte Baustein eingespielt wird ist alles wie vorher.

    MfG
    André Räppel
    Zitieren Zitieren Protokoll  

  3. #3
    Anonymous Gast

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    Hallo,

    eine kleine Chance besteht vielleicht, wenn vor und nach dem Übertragen des Bausteins die Betriebsart der CPU umgeschaltet wurde. Dies ist im Diagnosebuffer eingetragen. Ich würde auf jeden Fall den Diagnosebuffer auf "verdächtige" Dinge hin untersuchen.

    Gruß Torsten

  4. #4
    Avatar von Maxl
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    Den Diagnosepuffer haben wird schon untersucht. Da sind nur noch viele Meldungen mit "Baugruppe gestört", "Peripherie-Zugriffsfehler" usw. drin.
    Es wurde auch sicherlich keine Betriebsart-Umschaltung durchgeführt, da es bei uns (und bei diesem Kunden) generell üblich ist, die Betriesarten-Schlüsselschalter auf RUN-P zu lassen.

  5. #5
    Anonymous Gast

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    Hallo,
    auch Betriebsartenumschaltungen über das PG werden im Diagnosebuffer aufgezeichnet. Aber wenn nichts zu sehen ist.
    Ein paar Fragen:
    Hat die CPU eine Batterie, ist die CPU mit Flashcard oder MMC. Denn wenn diese z.B. mit Batterie und Flashcard ausgestattet ist, dann dürfte bei funktionierender Batterie kein Kopiervorgang von der Flash in den Ram erfolgen. Somit sind die Zeitstempel aussagekräftig.

    Gruß Torsten

  6. #6
    Avatar von Maxl
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    Hmmmm, den Gedankengang mit der Flashcard kann ich jetzt nicht ganz nachvollziehen aber:
    Es ist eine CPU 412-2DP OHNE Flashcard.

    Die Überbrückungen, welche zum jetzigen Zeitpunkt in der CPU sind, wurden ursprünglich im Februar dieses Jahres eingebaut (per Modem zu Reparaturzwecken), und 2 Tage später wieder aus dem Programm entfernt.
    Wir können grundsätzlich ausschließen, dass die Pufferbatterie leer war und ein alter Stand aus dem Flash geladen wurde, da keine Flash in der CPU ist.

    Die Frage ist nun: haben wir am 10.5. versehentlich einen falschen Programmstand eingespielt oder hat der Kunde nach dem Crash das Programm verändert und die Zeitstempel so manipuliert, dass es so aussieht, als wenn wir die Änderung gemacht hätten.

    Als Hintergrund sollte man wissen: wenn die Geschäftleitung beim Kunden mitbekommt, dass der Crash von ihren eigenen Leuten verursacht wurde, dann rollen dort einige Köpfe.


    Aus diesem Grunde wäre nun interessant, zu welchem Zeitpunkt die Bausteine zuletzt in die CPU geladen wurden - daraus ließe sich schließen, ob es über die Fernwartung geschehen ist oder nicht.

  7. #7
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    Hallo Maxl,
    sehr unschöne Situation. Wie ist das Instanhaltungs-Team in dieser Firma so. (Fitt im Programmieren?)
    Ich meine was traust du ihnen zu. Sind die überhaupt in der Lage das Programm so zu manipulieren mit Zeitstemperl oder so?
    Sollte man mal drüber nachdenken.

    Nur so'n Gedanke von mir, auch wenn's dir nicht direkt weiterhilft.

    Markus

  8. #8
    Avatar von Maxl
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    Naja, das ganze ist im Moment sehr schwierig.

    Grundsätzlich ist die Instandhaltung dort nicht so schlecht - zumindest vergeht keine Woche, in der nicht irgendwelche Programmänderungen gemacht werden. Die Instandhaltung ist auch sehr fit darin, Abläufe zu ändern (z.B. Säge sägt nicht von oben nach unten sondern von unten nach oben) und wenn der geänderte Ablauf dann aufgrund irgendeiner Verriegelung nicht so funktioniert, wie sie es sich vorstellen, dann werden auch schon mal Verriegelungen überbrückt.

    Das Manipulieren des Zeitstempels ist meiner Meinung nach keine so große Sache. Ich glaube jeder von uns hat schon mal ein 30-Tage Testversion eines Programmes installiert - und wenn die 30 Tage um waren dann haben sicher einige schon versucht, durch Zurückstellen der Systemzeit das Programm erneut 30 Tage zu testen.
    Und der S7-Zeitstempel ist ja auch nichts anderes als die PC-Systemzeit beim speichern des Bausteines.

    Sehr interessant ist allerdings der Umstand, dass der Kunde nach 2 Monaten noch ganz genau weiß, zu welchen Zeiten wir am Modem eingewählt waren (ok, lässt sich wahrscheinlich an der Telefonanlage nachvollziehen - haben wir ja auch nicht anders gemacht) - aber gegenüber uns dann behauptet, dass ankommende Anrufe nur mit Hilfe der Polizei nachvollzogen werden können.

    Außerdem ist das Verhältnis zum Kunden in letzter Zeit sehr vegiftet. In den letzten Monaten sind häufig Mails gekommen, dass sie große Probleme mit einer Anlage haben, und sofort ein Programmierer vor Ort kommen muss. Anfangs haben wir meistens noch jemanden hingeschickt - allerdings war es fast jedes mal eine Lapalie (z.B. Stapler ist gegen Lichtvorhang gefahren, dieser lässt sich nicht quittieren) oder gar nichts (Programmierer kommt vor Ort - Anlage läuft ganz normal und vom Bedienungspersonal weiß keiner was von einem Problem).


    da kann sich jeder seine eigene Meinung machen.................


    mfg
    Max

  9. #9
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    Tja, das kommt mir sehr bekannt vor. (Haltung des Kunden) Je nach dem was dort für Interne Strukturen herrschen hat man es sehr schwer.
    Ich darf gar nicht daran denken wie oft ich zum Kunden gefahren bin und dann dort 2-3 Tage alles mitgeloggt habe und kein Fehler aufgetreten ist.
    Die Fehler die mir mitgeteilt worden sind kamen nur von Bedienpersonal das absolut "Kein Bock" hatte. Sehr schwierig sowas nachzuweisen.....

    Habe bei so einem "schwierigen Kunden" ein Notebook in den Schaltschrank gestellt und diesen alle wichtigen Signale mittels Autem SPS-Analyzer Version 4
    aufgezeichnet und danach alle Daten analysiert.
    Diese Daten gingen dann sogar bis zum Rechtsanwalt.

    Markus

  10. #10
    Anonymous Gast

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    Hallo,

    also dass mit dem Verändern der Zeitstempel eines Bausteins ist in S7 so trivial nicht, da die Zeitstempel ja auch dazu verwendet werden zu prüfen, ob Bausteinaufrufe noch gültig sind. Wenn also der Baustein, welcher den Fehler verursacht (die Verriegelungen müssen ja irgendwo überbrückt worden sein) Parameter besitzt, so würde ich mal den aufrufenden Baustein kontrollieren. Tritt dort ein Zeitstempelfehler auf oder nicht? Wenn nicht, wurde dieser Baustein jüngst verändert? Auf diese Weise müsste man dies schon eingrenzen können.

    Gruß Torsten

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