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Thema: Motorbewegung nach NotAus

  1. #31
    anne ist offline Erfahrener Benutzer
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    Zitat Zitat von bike Beitrag anzeigen
    Eher nicht, denn es gibt doch Situationen wo du die Ausgänge brauchst wenn Spannung oder Druckluft wiederkommt.

    Ebenso bei Ventilen, damit diese wieder in die richtige Stellung fahren.

    bike
    Hm, ok - aber angenommen bei Not-Aus ist ein Ventil grad in Arbeitstellung (Ausgang aktiv), so sollte das doch bei Not-Aus unbedingt rückgesetzt werden, damit es dann nach Spannungswiederkehr (definiert) in GS steht.

    Oder ist das so nicht der übliche Weg?
    Grüße
    anne

  2. #32
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    Zitat Zitat von anne Beitrag anzeigen
    Hi Tommi,

    das heißt aber doch, dass die aktiven Ausgänge erst mal rückgesetzt werden müssen, denn sonst wäre die Maschine ja in einem undefinierten Zustand...
    genau, aber ich mache es wie Manuel, Ausgänge werden nicht gesetzt und rückgesetzt, sondern nur zugewiesen. Gesetzt und rückgesetzt werden ggfs. die veroderten Bedingungen wie Automatik, Hand, etc.

    Bei Ventilen hängt es davon ab, welche Sorte Du hast, mit oder ohne Mittelstellung, geblockt oder entlüftet.

    Wie die Ausgänge sich nach Quittierung NOT-HALT verhalten, hängt von der Anwendung ab.
    Z.B. beim Schweißen alles in Grundstellung, bei Förderanlagen Weiterfahrt aus der letzten Stellung (die Weiche muss stehen wie sie stand)

    Gruß
    Tommi

  3. #33
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    Zitat Zitat von anne Beitrag anzeigen
    Hm, ok - aber angenommen bei Not-Aus ist ein Ventil grad in Arbeitstellung (Ausgang aktiv), so sollte das doch bei Not-Aus unbedingt rückgesetzt werden, damit es dann nach Spannungswiederkehr (definiert) in GS steht.

    Oder ist das so nicht der übliche Weg?
    Nein, das kann schnell ins Auge gehen.
    Wenn irgendetwas im Weg steht, dann es wird laut.

    Nach Not-Aus kann, wenn die Stellungen noch definiert sind, kontrolliert weitergefahren werden.
    Wenn die Schrittketten noch aktiv bleiben.
    Wenn nicht eindeutig, dann muss eine Grundstellungsfahrt bzw Handgrundstellungsfahren durchgeführt werden.
    Warum willst du alles in Grundstellung schicken, wenn es nicht notwendig?


    bike

  4. #34
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    Zitat Zitat von Tommi Beitrag anzeigen
    Z.B. beim Schweißen alles in Grundstellung, bei Förderanlagen Weiterfahrt aus der letzten Stellung (die Weiche muss stehen wie sie stand)
    Das muss beim Schweißen nicht sein.
    Mit dem Robi zurückziehen und im Programm an den Satz, wo abgeschaltet wurde und weiter geht es.
    Das Teil muss dann ggF geprüft werden, doch man muss es nicht gleich wegwerfen.


    bike

  5. #35
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    Zitat Zitat von bike Beitrag anzeigen
    Das muss beim Schweißen nicht sein.
    Mit dem Robi zurückziehen und im Programm an den Satz, wo abgeschaltet wurde und weiter geht es.
    Das Teil muss dann ggF geprüft werden, doch man muss es nicht gleich wegwerfen.


    bike
    ich bin in Gedanken beim Rollnahtschweißen, da machen wir es so und schweißen das Teil ggfs. von Hand nach, ist aber sicher auch vom jeweiligen Schweißprozess abhängig. So oft gibt es zum Glück auch keinen NOT-HALT

    Gruß
    Tommi

  6. #36
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    Zitat Zitat von Tommi Beitrag anzeigen
    So oft gibt es zum Glück auch keinen NOT-HALT


    Zum Glück gibt es Anlagen-Stopp, die die Bediener hoffentlich und auch zum Glück meist verwenden.


    bike

  7. #37
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    Das Rücksetzen von SPS-Ausgängen bei NOT-AUS oder NOT-HALT hat nicht den Sinn, die Antriebe zu stoppen - das MUSS über Sicherheitsschaltgeräte elektrisch realisiert werden (sofort oder sicher verzögert). Das Rücksetzen der SPS-Ausgänge wird deshalb gemacht, damit danach nicht schon durch einfaches Quittieren des NOT-AUS die Antriebe wieder loslaufen.
    Die auch mir aus Fremdprogrammen bekannten Angst-Rücksetz-Orgien am Ende des OB1 sind dafür aber nicht der richtige Weg. Bei fachgerecht realisierten Programm-Verknüpfungen mit Betriebsarten und anschließender Ausgangszuweisung = ist zusätzliches Rücksetzen der Ausgänge bei NOT-AUS gar nicht nötig. Es werden nur die Betriebsarten rückgesetzt, die Ausgänge gehen dadurch automatisch auf 0. Nach Quittieren des NOT-AUS muß erst wieder eine Betriebsart aktiviert werden, bevor ein Antrieb losläuft.
    Wenn man in einem Fremdprogramm eine solche Angst-Rücksetz-Orgie bei STOP oder NOT-AUS findet, dann taugt das restliche Programm auch meistens nichts und müsste überarbeitet werden. Und es sollte die elektrische Schaltung überprüft werden, ob nicht etwa der Software-Stop die einzige NOT-AUS-Abschaltung ist.

    Ein pauschales "alle Ausgänge auf 0 setzen" (vor allem das Referenzdaten-"freundliche" L 0, T AB 0) ist auch oft nicht richtig. Bei Pneumatikzylindern, Greifern, Saugern, Magneten und ähnlichen Aktoren muß man für jeden Aktor gesondert überlegen und abwägen, was bei NOT-AUS passieren oder nicht passieren soll. Aktivieren von NOT-AUS darf keine gefährlichen/zusätzlichen Bewegungen auslösen! Oft macht es Sinn, wenn der Aktor so stehen bleibt, wie er gerade ist. Er darf nur nicht mehr von der Steuerung bewegt werden können. Meistens wird man dafür geeignete Pneumatikventile einsetzen müssen, weil auch ein (unbeabsichtigtes) in-STOP-gehen der CPU keine gefährlichen Bewegungen hervorrufen soll. Oder ein Spannungsausfall. Und es müssen Möglichkeiten (z.B. Handhähne) vorhanden sein, um pneumatische Aktoren manuell drucklos zu machen, um die Aktoren im Notfall ohne Steuerung bewegen zu können und eingeklemmte Gegenstände oder Körperteile befreien zu können.

    Und JA, die Anlagenbediener sollen NOT-AUS nicht als bequemes Zentral-Alles-Aus benutzen.

    Harald
    Es ist immer wieder überraschend, wie etwas plötzlich funktioniert, sobald man alles richtig macht.

    FAQ: Linkliste SIMATIC-Kommunikation über Ethernet

  8. #38
    anne ist offline Erfahrener Benutzer
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    Lieben Dank nochmals an Alle, die hier so umfangreich posten - das Thema ist für mich (als SPS-Anfängerin) gerade in Hinsicht auf die aktuellen Sicherheitsbestimmungen etwas kompliziert...

    Zitat Zitat von PN/DP Beitrag anzeigen
    Die auch mir aus Fremdprogrammen bekannten Angst-Rücksetz-Orgien am Ende des OB1 sind dafür aber nicht der richtige Weg. Bei fachgerecht realisierten Programm-Verknüpfungen mit Betriebsarten und anschließender Ausgangszuweisung = ist zusätzliches Rücksetzen der Ausgänge bei NOT-AUS gar nicht nötig. Es werden nur die Betriebsarten rückgesetzt, die Ausgänge gehen dadurch automatisch auf 0.

    Harald
    Ich nehme mal an, dass mit Betriebsarten der Automatik- bzw. manuelle Betrieb gemeint ist, oder?

    Und es gibt ja doch auch Situationen, wo ein Ausgang gesetzt werden muss. Ich denke hier z.B. an die Interrupts aus schnellen Zählern - soweit ich weiß, reicht hier eine Zuweisung eines Ausgangs nicht aus.

    Darüber hinaus wird es ja auch in jedem umfangreicherem SPS-Programm Merker geben, die beim Not-Halt rückgesetzt werden müssen.
    Geändert von anne (21.04.2011 um 07:41 Uhr)
    Grüße
    anne

  9. #39
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    Zitat Zitat von anne Beitrag anzeigen
    Hm, ok - aber angenommen bei Not-Aus ist ein Ventil grad in Arbeitstellung (Ausgang aktiv), so sollte das doch bei Not-Aus unbedingt rückgesetzt werden, damit es dann nach Spannungswiederkehr (definiert) in GS steht.

    Oder ist das so nicht der übliche Weg?

    Also ich oder wir haben dias immer so realisiert, das wir z.B. im Ausganspfad dort wo es Sinvoll und nötig ist z.B. U Steuerung_Ein programmiert.
    Dadurch werden die Ausgänge eh bei Not-Aus, Not-Halt uns Steurung_Aus abgesteuert. Bei VW gasb sogar ma ne Vorschrift wegen Energiesparen. Da mussten sogar die Sensor VErsorgungen bei Steuerung Aus agbeschalten werden.
    Auch werden Ausgänge soweit möglich nur mittels = Zugewiesen und nicht mittels S gesetzt! Bei Steurng Ein werden alle die Ausgänge welche in definierter Position (Endlage) sich befinden durch einen Richtimpuls wieder definiert angesteuert!
    In meinen Programmen werden so wenig wie nötig Ausgänge mittels S gesetzt ...

    Im Prinzip sind die Ausgänge dadurch sogar 2 Kreisig aufgebaut. Einmal per Software und einmal per HW Abschaltung der Spannung via Not-Aus und Steuerung Ein PNOZ.
    Geändert von Boxy (21.04.2011 um 07:57 Uhr)

  10. #40
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    Zitat Zitat von anne Beitrag anzeigen
    Lieben Dank nochmals an Alle, die hier so umfangreich posten - das Thema ist für mich (als SPS-Anfängerin) gerade in Hinsicht auf die aktuellen Sicherheitsbestimmungen etwas kompliziert...



    Ich nehme mal an, dass mit Betriebsarten der Automatik- bzw. manuelle Betrieb gemeint ist, oder?

    Und es gibt ja doch auch Situationen, wo ein Ausgang gesetzt werden muss. Ich denke hier z.B. an die Interrupts aus schnellen Zählern - soweit ich weiß, reicht hier eine Zuweisung eines Ausgangs nicht aus.

    Darüber hinaus wird es ja auch in jedem umfangreicherem SPS-Programm Merker geben, die beim Not-Halt rückgesetzt werden müssen.
    Der "richtige" Stil, den gibt es eigentlich nicht.
    Doch es ist guter Stil für jede Betriebsart: Hand/Jog, Halbautomatik/Semi-Auto und Automatik einen Merker zu haben, der schon alle Bedingungen für diese Betriebsart beinhaltet.
    Mit diesen Merkern werden dann die entsprechenden Funktionen verknüpft, sprich die Ausgänge zugewiesen.
    Bei Not-Aus, Steuerungsaus, Maschinenhalt usw. werden die Verknüpfungen die beim Wiedereinschalten eine gefährliche Bewegung starten, zurückgesetzt, die anderen behalten ihren Status, damit die Maschine wieder in den Produktionsprozess gesetzt werden kann.
    Welche Ausgänge wieder geschaltet werden ist abhängig von der vorgewählten Betriebsart.

    So machen wir es und haben eigentlich keine schlechte Erfahrungen damit gemacht.


    bike

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