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Thema: Neue Technik (Technologien) - immer zu teuer?!

  1. #1
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    Hallo zusammen,

    also ich möchte hier mal in die Runde fragen, wie es in eurer Firma so ist.

    Kurz zu mir, ich bin Techniker für Automatiserungstechnik und arbeite seit ca. einem dreiviertel Jahr in einer neuen Firma im Sondermaschinenbau.
    Hier bin ich für die Koordination und die Software Entwicklung in der Elektro und Programmierabteilung zuständig unter anderem auch für Kalkulationen.

    Leider musste ich aber feststellen das es uns verwehrt ist auf die neusten Technoligien zu setzen da diese immer zu teuer sind. Unsere Kunden zahlen das nie!

    Es geht von Touch Panels über die Steuerung bis zum Antrieb.

    Profinet??? Kann ich nicht einsetzen da ist die Steuerung zu teuer. Eine schöne Visu, auf dem KTP600 mono oder 6" Panels, nee nicht gut.
    Fehlersichere Steuerungen? Nein fehlanzeige.

    Wie ist das bei euch in der Firma, wie sind die Preisevorstellungen bei euren Kunden?

    Grüße Pico
    Zitieren Zitieren Neue Technik (Technologien) - immer zu teuer?!  

  2. #2
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    Wenn ich als Kunde den nur als Vorteil gennan bekäme das es die neuste Technologie ist, aber dafür teurer, die mir aber dann keinen Mehrwert bringt, dann würde Ich mir das auch 2mal überlegen.

    Man muß dem Kunden halt auch zeigen was für Ihn durch die neue Technologie besser wird (bessere Fernwartung, kürzere Entwicklungszeit (dadurch günstiger?), etc...). Wenn es da nichts gibt, warum dann die neuste Technologie einsetzen???
    ---------------------------------------------
    Jochen Kühner
    https://github.com/jogibear9988/DotN...ToolBoxLibrary - Bibliothek zur Kommunikation mit PLCs und zum öffnen von Step 5/7 Projekten

  3. #3
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    Zitat Zitat von Pico1184 Beitrag anzeigen
    Profinet??? Kann ich nicht einsetzen da ist die Steuerung zu teuer. Eine schöne Visu, auf dem KTP600 mono oder 6" Panels, nee nicht gut.
    Fehlersichere Steuerungen? Nein fehlanzeige.
    Hallo,
    wie rechnest du das Eine denn gegen das Andere gegen ?
    Ich setze z.B. Bediengeräte schon seit langem deshalb ein, weil der Aufbau der "konventionellen Lösung" dagegen viel zu teuer (und natürlich dann auch noch zu unflexibel) ist. Die rechnen sich quasi von selbst ...

    Das gleiche gilt für Busse (PB oder PN werte ich hier erstmal gleich).

    Eine fehlersichere Steuerung käme immer dann ins Rennen, wenn es "konventionell" gleich teuer oder teurer ist. Ganz oft wird durch die F-Technik das Eine oder Andere überhaupt erst machbar.

    Fazit :
    Nach meiner Erfahrung rechnen sich die Dinge (wenn man richtig rechnet) eigentlich schon selbst - und wenn nicht dann siehe Jochen :
    Wenn es da nichts gibt, warum dann die neuste Technologie einsetzen???
    Gruß
    Larry

  4. #4
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    ich hab einen Kunden, zwei Werke. das eine Werk ist erzkonservativ, das andere Neuerungen gegenüber aufgeschlossen. Verrückt - aber sowas gibts. Naja, hängt halt an dem jeweiligen Kopf, der dahinter steht.

    "teuer" ist ein reiner Vorwand. Es ist die Angst des Zwanghaften, die dahinter steht und das Neue scheut.

    Wegen der Touch-Feinde hab ich bislang drauf verzichtet, Projektierungen ausschliesslich Touch-orientiert zu gestalten, sondern auch so, dass das ggf. auch auf einem Tastenpanel lauffähig zu kriegen wäre. Aber das ist nun vorbei - Touch hat sich (nach fünf Jahren Kundenbearbeitung) nun endlich durchsetzen lassen.

  5. #5
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    Diese Diskussion ist interessant.

    Ich habe jetzt ein Jahr lang mit unserem Einkauf rumgespielt, und Ideen unterbreitet. Die wurden Pauschal mit "ist doch eh zu teuer" abgeschmettert. Nun haben wir mal so getan als wüssten wir von nichts, haben die Kalkulation einer Maschine genommen die wir verkauft haben (Profibus, Vipa, ...), das ganze mal mit Profinet und Siemens durchgerechnet, und festgestellt das wir 10% günstiger werden. Wir haben bei Siemens gute Konditionen, dass wir Profibus brauchten machte beim IPC477C auch 200€ Liste aus, ein Profibusstecker kostet ca. 50€ ein Profinetstecker 15€ usw. ... da wurde nur noch gestaunt, und nun bekommen wir unser Profinet.

    Vorteile:

    Fernwartung ist super, ein Netzwerkkabel ist ja schon an jedem Teilnehmer!
    Inbetriebnahmezeit verkürzt sich, keine Dipschalter und Spannung aus/ein Orgien mehr!
    Abschlusswiderstände checken? Nicht nötig!
    Leitungsführung planen um nicht zu viel Leitung zu verlegen? Nicht nötig, da nun Sternförmig!
    Routing Ethernet-Profibus hinfriemeln? nicht nötig!
    Es kommt ein neuer Teilnehmer dazu? Wo ist das Ende des Busses? Wo kann ich ihn einschleifen? Da wo Platz aufm Switch ist...
    Welchen Teilnehmer habe ich hier vor mir? PN -> Blinken lassen!

    Nachteil:

    Die Azubis können beim Anschließen der Stecker mehr Fehler machen (Sie schaffen es ja teilweise nicht mal nen Profibusstecker zu bauen, nun haben sie doppelt so viele Adern... auch wenn sie alle Bunt sind)

    Es ist ein Switch nötig, wenn nicht alle Teilnehmer mehr als einen Port haben.
    Da wir den aber eh immer drin hatten (Fernwartung) macht das keinen Unterschied aus, Profinetfähig war dieser schon.

    Also bei Profibus<-> Profinet muss man einfach mal ein wenig rechnen, dann bekommt man schon bei den EK-Preisen einen Vorteil von PN gegenüber PB zu sehen (zumindest war es bei uns so)

    Wenn man sich dann noch vor Augen führt wie viel Zeit man bei der IBN spart, hat PN fast immer gewonnen!

    Grüße

    Marcel

  6. Folgende 2 Benutzer sagen Danke zu Matze001 für den nützlichen Beitrag:

    BadTaste (08.07.2012),Perfektionist (07.07.2012)

  7. #6
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    Das ist nicht pauschal zu beantworten denke ich.
    Du kommst aus dem Sondermaschinenbau, da wird womöglich der Konkurrenzdruck groß sein und vielleicht zählt da jeder Euro. Wenn der Kunde keine Vorgaben hat (Steuerungs- Type, Panel, Bus, etc) wird das schwierig.

    Wir sind im Anlagenbau tätig, da versuchen wir mit den Kunden, soweit das möglich ist, das "größer zehn Jahre" - Konzept zu definieren.
    Erstaunlicherweise ist es bei uns so, dass sich PCS7- Anlagen immer rechnen, langfristig. Wenn Du es auf eine einzelne Anlage/Anlagenteil runterbrichst gehts natürlich nicht.
    Man braucht einen Kunden, der da mitzieht mit solchen Ideen und das seiner Werksleitung gegenüber auch rechtfertigen kann.

    Es ist bei uns typischerweise einfach besser mal ein OS-Serverpaar aufzustellen, auch wenn da anfangs nur eine AS mit 100 I/Os draufhängt.
    Sowas kostet gleich mal 50k an Hardware, eine 300er CPU mit 100 I/Os und einem TP kostet vermutlich 10% davon.
    Aber dann warte man eine zeitlang und schon hängen auf dem Serverpaar 3000 I/Os, vielleicht auf 3 AS'n. Da beginnt sich die Sache zu rechnen zumal ja auch die Ersatzteile für den Kunden immer gleich sind.

    Gruß
    Karl

  8. #7
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    Pico1184 => Was setzt ihr denn an Steuerungstechnik ein? Wieviele E/A´s?

    Das KTP600 ist ja quasi die 1200er Basis, und diese bietet ja auch schon so das einer oder andere Profinet technische, oder arbeitet ihr mit Logo basierten Geschichten?

  9. #8
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    Zitat Zitat von Matze001 Beitrag anzeigen
    Nachteil:

    Die Azubis können beim Anschließen der Stecker mehr Fehler machen (Sie schaffen es ja teilweise nicht mal nen Profibusstecker zu bauen, nun haben sie doppelt so viele Adern... auch wenn sie alle Bunt sind)
    Hier gibt es zumindest für die schrankinterne Verteilung fertige Profinet-Patchkabel. Da muss gar nichts mehr angeschlossen werden. Nur noch reinstecken und fertig. Noch größerer Vorteil: Keine Verdrahtungsfehler möglich und 1 Patchkabel kostet kostet weniger als 2 Profinetstecker. Und dann muss man noch die Zeit abziehen die jemand braucht um die 2 Enden vom Profinetkabel abzumanteln und aufzulegen.

  10. #9
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    Meiner Erfahrung nach sind die Fehleranfälligkeit und Fehlersuche, bei Profibus
    wesentlich höher wie bei Profinet.




    Aber bleiben wir mal bei Siemens, die selber machen es ummöglich neue Technologien
    die Sie selber entwickeln zu nutzen. TIA ist für den Produktiven Alltag nicht zu gebrauchen,
    aber neue Geräte wie die Comfort Panel können nur mit TIA genutzt werden.

    Ich fange gerade bei einer Neuendwicklung eines Produktes an, mein Gedanke war auf neue
    Technologien zu setzen um nicht in einen Jahr wieder von vorne anzufangen, also dachte ich
    nimm:

    -TIA
    -Profinet
    -Comort Panel
    -Sinamics Antriebstechnik
    -Technologie CPU

    leider müsste ich feststellen das eine kann mit dem anderen nicht....also neuentwickeln mit
    konventioneller Technik.

  11. #10
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    Hallo,
    bin ständiger Mitleser und möchte nun zu diesem wichtigem Thema mal meinen ersten
    Beitrag leisten.
    Kurz zu mir, 45 Jahre jung, im Maschinenbau tätig, viele Inbetriebnahmen in div. Ländern
    gemacht, S5,S7, WinCC, Proface, Lauer PCS und ganz früher mal Dolog AKF.
    Auch bei uns würde ich gerne mal einen Schritt in Richtung neue Technik wagen.
    Zu diesem Zweck wollte ich das nächste Projekt mal mit TIA und einem Comfortpanel statt
    Step7 5.5 und GP Pro Ex starten.
    Nach ca. 5h Projektarbeit mit TIA, hab ich aufgrund der sowas von langsamen Arbeitsgeschwindigkeit
    des Editors wieder 5.5 benutzt.
    Wir stellen keine besonderen Ansprüche an die Projektiersoftware, es geht uns nur um das
    Wesentliche, da reicht uns auch 5.5 weiter völlig aus.

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