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Thema: Fernwartung von S7-Anlagen

  1. #11
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    Hallo,

    Fernwartung geht auch über das GSM-Netz. Die GSM-Technik
    ist kompatibel zu den analogen Modems. Weiter muss zum
    EMPFANG eines Datenanrufes der Datendienst freigeschaltet
    sein. Das kostet zusätzlich bzw. es gibt z. B. von T-Mobile eine
    Tarif 'Dataonly' mit dem man nur Daten übertragen kann.

    Ein paar Einsatzbeispiele:

    Die S7-Software mit TS-Erweiterung geht über die Infrarotschnittstelle
    auf das Handy, von dort ins GSM-Netz und an der Anlage hängt eine
    S7-SPS über einen TS-Adapter und ein Modem am analogen Telefonnetz.

    Im Büro geht die S7-Software mit TS-Erweiterung über das Softmodem
    der Fritzkarte isn analoge Telefonnetz und an der Anlage (Z. B eine
    Pumpstation ohne Anschluss ans Telefonnetz) hängt eine S7-SPS über
    einen TS-Adapter und ein GSM-Modem im GSM-Netz.

    Die S7-Software mit TS-Erweiterung geht über das Datenkabel auf ein
    Handy, von dort ins GSM-Netz und an der Anlage (Z. B eine Pumpstation
    ohne Anschluss ans Telefonnetz) hängt eine S7-SPS über einen
    TS-Adapter und ein GSM-Modem im GSM-Netz.

    Verschiedene Industriemodems und auch eines mit GSM erhalten Sie
    bei uns:

    http://www.deltalogic.de/fernwartung/hs/gsm900.htm

    Nun der große Nachteil von GSM-Verbindungen: Mit einer maximalen
    Datenrate von 9.600 bit/s kann man zwar ein paar Datenauslesen oder
    ein paar Bits setzen, aber große SPS-Prgramme übertragen - geht zwar,
    aber dauert halt richtig lange. Ist aber natürlich trotzdem günstiger, alles
    ein paar hundert oder mehr Kilometer zu verreisen.

    Weitere Anbieter: Schildknecht http://www.dataeagle.de,
    Westermo und andere

    Viele Grüße

    Gerhard Bäurle
    http://www.deltalogic.de
    Beste Grüße Gerhard Bäurle
    _________________________________________________________________

    Die Signatur ist den allgemeinen Sparmaßnahmen zum Opfer gefallen.
    Zitieren Zitieren GSM funktioniert, ist aber langsam  

  2. #12
    Anonymous Gast

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    Zur Abwechslung habe ich wiedermal ein paar Fragen.
    Für die eine oder andere Antwort wäre ich mehr als dankbar!

    1.) Wenn ich einen PC direkt an eine SPS anschliesse, ( PC- RS232--RS232/MPI-- SPS) so kann ich nur mit max.38 kbs Daten übertragen. Wenn ich nun eine SPS fernwarte, denke ich, dass dies auch nur mit den 38 kbs geht. Also habe ich hier einen Flaschenhals, wenn ich das richtig verstehe. Im Internet fand ich zwar eine Firma die Treiber anbietet, mit der amn die 38 kbs auf 115.200 kbs "aufbohren" kann, also das Maximum der RS232.

    2.) Benütze ich nun die Fernwartung via z.B. 10/100Mbit Ethernet (mit S7-IP Link oder Ethernetmodem), so habe ich hier trotzdem ein "Nadelöhr", ein gewaltiges sogar.

    3.) Wie kann ich das umgehen und mit welchen Geschwindigkeiten transferiere ich Daten zw. Modem und TS-Adapter und TS-Adapter und SPS?

    4.) Gibt es eine Möglichkeit die max. Datenrate von MPI zu schaffen? (187 kbps). Falls ja, wie und was benötige ich dafür?

    5.) Kann ich z.B via Internet und Profibus DP auf die SPS zugreifen. (Theoretisch wären hier bix 12 Mbit/s möglich). Ist es möglich und wie?

    6.) Gibts auch die Möglichkeit auf die SPS via Internet und CP zuzugreifen? Wenn ja, was benötige ich alles ( HW + SW)

    7.) Welche Variante der Fernwartung wir in euren Unternehmen eingesetzt und warum gerade diese? Was bringt euch Fernwartung?

    8.) Benutzt ihr die Fernwartung nur zur Fernprogrammierung oder auch Ferndiagnose und was verwendet ihr?
    Zitieren Zitieren ein paar kurze Fragen  

  3. #13
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    Mir stellt sich die Frage was dich an der "langsamen" Geschwindigkeit stört.

    Die schnellste Möglichkeit des Fernzugriffes ist sicher mit VPN ins lokale Netz wo die (S7-400) Steuerungen mit Ethernet-CP ausgerüstet sind. Bei der S7-300 fehlt sowieso der schnelle Kom-Bus.

    Getestet habe ich das allerdings noch nicht weil mir kein EDV Admin einen VPN Zugriff auf sein heiliges Netz gestatten will oder kann.

    smoe

  4. #14
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    Hallo,

    Zitat Zitat von Hideout
    1.) Wenn ich einen PC direkt an eine SPS anschliesse,
    ( PC- RS232--RS232/MPI-- SPS) so kann ich nur mit max.38
    kbs Daten übertragen. Wenn ich nun eine SPS fernwarte,
    denke ich, dass dies auch nur mit den 38 kbs geht.
    Also habe ich hier einen Flaschenhals, wenn ich das
    richtig verstehe.
    Die Kommunikation zwischen PC und Modem bzw.
    zwischen Steuerung und Modem kann mit max. 115 kBit/s
    laufen.

    Zwischen den Modems ist max 33.6 kBit/s möglich,
    auch mit 56K-Modems. Eine höhere Rate mit 56K ist
    nur mit spezieller Einwahlhardware möglich
    wie sie z. B. bei Internetprovidern zu finden ist.

    Zitat Zitat von Hideout
    Im Internet fand ich zwar eine Firma
    die Treiber anbietet, mit der man die 38 kbs auf 115.200 kbs
    "aufbohren" kann, also das Maximum der RS232.
    Das bringt die zwar Siemens-Software auf Trapp,
    aber nur zwischen PC und Adapter wirksam.

    Zitat Zitat von Hideout
    2.) Benütze ich nun die Fernwartung via z.B.
    10/100Mbit Ethernet (mit S7-IP Link oder Ethernetmodem),
    so habe ich hier trotzdem ein "Nadelöhr", ein
    gewaltiges sogar.
    ... an welcher Stelle?

    Zitat Zitat von Hideout
    3.) Wie kann ich das umgehen und mit welchen
    Geschwindigkeiten transferiere ich Daten zw.
    Modem und TS-Adapter und TS-Adapter und SPS?
    Umgehen kann man das - mit der Modemtechnik - nicht,
    Übertragungsraten siehe oben

    Zitat Zitat von Hideout
    4.) Gibt es eine Möglichkeit die max. Datenrate von
    MPI zu schaffen? (187 kbps). Falls ja, wie und was
    benötige ich dafür?
    Mit Analog-Modems nicht. Eventuell ist die Bündelung
    von ISDN-Kanälen eine Möglichkiet, falls es da Geräte
    mit seriellen Schnittstellen gibt.

    Zitat Zitat von Hideout
    5.) Kann ich z.B via Internet und Profibus DP auf
    die SPS zugreifen. (Theoretisch wären hier bix 12
    Mbit/s möglich). Ist es möglich und wie?
    Falls wir von Siemens-Steuerungen sprechen benötigt
    man als Ethernet-Anschaltung eine CP 443-1 bzw. 343-1
    oder einen externen Ethernet-profibus-Umsetzer wie
    http://www.deltalogic.de/pbhw/netlink.htm

    Allerdings ist im offenen Internet keine Bandbreite
    garantiert. Aber über Intranet oder VPN oder ist das
    möglich. Ein Skizze dazu finden Sie auf der angegebenen
    Webseite.

    Zitat Zitat von Hideout
    6.) Gibts auch die Möglichkeit auf die SPS via
    Internet und CP zuzugreifen? Wenn ja, was benötige
    ich alles ( HW + SW)
    Bei der Siemens-Software benötigt man wahrscheinlich
    ein passendes Softnet zum Zugriff auf die CP. Ob die
    CP dann im lokalen Netz oder über Intranet im anderen
    Werk hängt ist dann egal. Es muss halt eine TCP/IP-
    Verbindung bestehen. Oder anders gesagt es muss der
    PC-Software die IP-Adresse der CP bekannt sein.


    Grundsätzlich ermöglicht derzeit nur die Analogtechnik
    eine weltweite Fernwartung. Irgendwo im Urwald findet
    man eher ein ab-Adernpaar als einen Webzugang.

    Weiter ist zur Fernwartung über Internet auch das
    Thema 'dynamische IP-Adresse' zu lösen bzw.
    man muss sich eine feste IP-Adresse mieten.

    Mit freundlichen Grüßen

    Gerhard Bäurle
    Beste Grüße Gerhard Bäurle
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  5. #15
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    Zum Thema feste IP:
    DYNDNS www.dyndns.org

    Ciao

  6. #16
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    Hier geht es ja bis jetzt nur um die Fernwartung.

    Mein Problem ist aber das ich eine Pumpstation habe die außerhalb des Werksgeländes liegt ich muss aber eine Permanente Datenübertragung haben um die Pumpe und die dazugehörige Perepherie zu Steuern und zu Überwachen.

    Mit welchen Mitteln ist das möglich bis jetzt ist eine S7 300 im einsatz die PB fähig ist die Datenübertragung übernimmt bis jetzt ein analoges modem das über ein Telefonpaar geschaltet ist.

    Gibt es die möglichkeit dort ein PB Slave oder eine komunikation mit einer 2ten S7 300 aufzubaun nur über das Telefonpaar

    MfG Balou
    Zitieren Zitieren Fern Datenübertragung  

  7. #17
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    Wenn eine dauernde Verbindung nötig ist, dann ist das sicher keine Wählverbindung sondern eine Standleitung. Da kannst mal bei deinem Leitungsprovider anfragen was er dir an schnelleren Techniken sonst noch anbieten kann. So erfährst auch was das dann kostet. Dann kannst dir ausrechnen ob dir nicht eine eigene Verbindung (Leitung graben, Datenfunk, Laserstrecke) billiger kommt. Der Vorteil einer eigenen Leitung ist einfach das du unabhängig von Dritten wirst.
    Bei einer "unsicheren" Verbindung sollte die Pumpstation autark arbeiten können. D.h. Eigene Steuerung bei der Pumpstation und nur Anforderungen, Störmeldungen, Visualisierung gehen über die Leitung. Wenns nur eine Pumpe vorhanden ist, ist halt jede SPS eigentlich zu groß dafür.

    Wie weit ist die Pumpstation weg? Und gibt es eine Sichtverbindung?

  8. #18
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    Moin

    die Telefonstrecke zu der Pumpstation ist ein eigenes Kabel was uns gehört. Also keine Kosten macht.
    Problem ist das ich permanent Daten austauschn muss wie Pumpendruck, Schieberstellung und weitere analogwerte aber es müsssen auch einige Steuerwerte übertragen werden Schieber auf zu usw. ein teil lässt sich sicher über eine SPS vor Ort abfangen aber es ist trotzdem eine menge.

    Die Idee mit der zweiten S7 ist nur ne Idee ich weiss noch nicht wie man es ambesten macht.

    Das mit dem Funk wäre auch möglich.

    Für Ideen odeer anregungen wäre ich dankbar.

    MfG Balou
    Zitieren Zitieren Standleitung  

  9. #19
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    Hallo Balou,

    wir haben einmal zwei S7300 über eine Funkstrecke (freies 433MHz-Band) miteinander gekoppelt - funktioniert seit Jahren tatellos. Die Anwendung entspricht in etwa der deinen. Es werden drei Pumpen, Schieber und Rückspülfilter an einen ca. 700m entferneten Baggersee gesteuert und überwacht. Beide S7 haben einen CP341-RS232C der jeweils mit dem Funkmodem verbunden ist. Übertragen werden bei mir 128Byte in beiden Richtungen (mit Durchflusswerten, Betriebsstundenzählern, ect.). Bei mehr als 32Byte muss man mit einem sogenannten Koppelmerkerbit arbeiten, ist aber auch kein Problem.

    Der Kunde hatte vor vielen Jahren eine eigene Kabelverbindung zum See. Als das Kabel defekt war, installierte man eine D2-Netz-Verbindung mit immensen monatlichen Kosten. Daher unser Umbau auf das kostenlose 433MHz-Band. Der Nachteil ist, dass jedermann auf diesen Frequenzen senden darf. Es ist also nicht gewährleistet dass irgendein benachbarter Hobbyfunker die Frequenzkanäle nicht stört. Sollte dies jedoch vorkommen, so kann man immer noch auf geschützte Kanäle mit geringen Gebühren wechseln. Kurzzeitige Störungen spielen in diesem Fall keine große Rolle, da das Bassin so schnell nicht überläuft. Als Überwachungszeit der Funkverbindung habe ich mehrere Minuten vorgesehen, erst dann erfolgt eine Abschaltung. Eine Vorortbedienung ist selbstverständlich für den Notfall oder zu Servicezwecken vorhanden. Die Zykluszeit der kompletten Datenaustauschs liegt bei etwa 3..4s, d.h. 2s Senden und 2s Empfangen.

    Eine zweite Funkstrecke überträgt den Füllstand eines Bassins von oben auf dem Berg (nur) als Analogwert, also ohne Kommunikationsprozessor. Gefüllt wird vorzugsweise zum kostengünstigen Nachttarif.

    Wenn ihr eine intakte Kabelverbindung habt, empfiehlt sich natürlich eine Modemverbindung über dieses Kabel.

    Nach dem Studium des Handbuchs war die Programmierung und Inbetriebnahme kein Problem (welch ein Glück bei der Entfernung ). Als Protokoll verwendeten wir RK512.


    Gruß, Onkel
    Zitieren Zitieren Funkstrecke?  

  10. #20
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    Hört sich gar nicht verkehrt an mit der Funkstrecke was für Funkmodule muss ich verwenden die Strecke beträgt ca 5 KM und wenn möglich nicht die 433 Frequenz.

    MfG Balou
    Zitieren Zitieren Funkstrecke  

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