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Thema: Dosieranlage mit FB41 regelt zu ungenau

  1. #1
    ?ESEIL? Gast

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    Hallo,

    ich bin gerade dabei eine Dosieranlage zu testen.
    Aufbau: Wasser wird durch eine Rohrleitung mit dem eigenen Druck geführt,
    wo es dann mit einem zweiten Medium vermischt wird (mittels der Dosierpumpe) um eine bestimmte Konzentration zu erreichen.
    Eine Messonde gibt den Istwert nach der zudosierung (4...20mA entsprechen 0-15%, PEW272) der Konzentration auf den FB41
    welcher dann die Pumpe ansteuern soll um die gewünschte Konzentration zu erreichen/halten.
    Der Sollwert wird über ein TP177b vorgegeben - wobei ich zum testen nur mit REAL arbeite um keine Verfälschungen zu bekommen.
    Nun habe ich das Problem dass die ganze Sache sehr sprunghaft regelt.

    Der FB ist wie folgt beschalten:
    PVPER_ON = 1
    CYCLE = 100ms
    PV_PER = PEW272 //0.1% entsprechen REAL:160, Soll=2% REAL:3200
    GAIN = 2.0
    LMN_HLM = 3190
    LMN_LLM = 3210

    LMN_PER =PAW272 //direkt auf die Dosierpumpe

    Mache ich generell etwas falsch oder habe ich gar einen Wert vergessen?
    Gibt es vielleicht sogar eine andere Möglichkeit ohne den FB41?
    Könnte morgen früh ein Bild vom FB wie tatsächlich beschaltet beifügen.

    Wäre super wenn mir hierbei jemand weiterhelfen könnte.

    Hat der FB41 eventuell einen weiteren Eingang an dem ich einen Wert auflegen kann der von einem Durchflussmesser kommt?
    Quasi dass der Ausgang des FB41 als "Standard" immer den Analogwert vom Durchflussmesser bekommt und" nur" dazuregelt?!
    ...Das wäre natürlich perfekt für mich.

    Danke
    Geändert von ?ESEIL? (15.10.2013 um 21:18 Uhr)
    Zitieren Zitieren Dosieranlage mit FB41 regelt zu ungenau  

  2. #2
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    Das was du geschrieben hast an Parametrierung passt nicht so wirklich zusammen.
    Du schreibst dass du mit Real arbeiten willst. Dein PEW272 ist aber eine Ganzzahl. Wenn du den FB41 mit PVPER_ON = 1 beschaltest, dann wird PV_PER intern in auf 0..100% umgerechnet. Das kann man nur über PV_FAC und PV_OFF in irgendeiner Weise anpassen. Wenn du dann LMN_HLM/LMN_LLM noch so seltsam beschaltest, kommt überhaupt nichts sinnvolles heraus.

    Ich würde dir empfehlen, die Skalierung der PEWs für Ist- und Sollwert und der Stellgröße auf das PAW selber vorzunehmen. Dann kannst du programmtechnisch und gedanklich die Skalierung und die Regelfunktion trennen.
    Um ein PEW in Realwert umzurechnen, kannst du den FC105 "SCALE" aus der Standard Library im Ordner "TI-S7 Converting Blocks" verwenden.
    Mit diesem Baustein skalierst du deinen Ist- und Sollwert in eine Real-Zahl gleicher Einheit, z.B. in Prozent von X bis Y Prozent.

    Mit den beiden Werten gehst du dann die Eingänge PV_IN (Istwert) und SP_INT (Sollwert). PV_PER stellst du wieder auf false.

    Mit dem Ausgang LMN (Stellgröße) gehst du auf den Eingang des FC106 "UNSCALE" aus der oben erwähnten Bibliothek.
    Wenn du LMN_HLM auf 100,0 und LMN_LLM auf 0,0 stellst, sollte sich LMN zwischen diesen beiden Werten bewegen.
    Den Ausgang vom UNSCALE gibst du dann auf dein PAW.

  3. #3
    ?ESEIL? Gast

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    Hallo Thomas,

    erstmal danke für deine Antwort.
    Ich habe nun alles so geändert wie du es vorgeschlagen hast.

    PVPER_ON = 1
    CYCLE = 100ms
    SP_INT = Sollwert
    PV_IN = OUT vom FC105
    GAIN = 2.0
    LMN_HLM = 100.0
    LMN_LLM = 0.0

    Leider gibt mir der FB am LMN nichts heraus, er geht quasi nicht in regelung.

    Idee???

  4. #4
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    Du musst PVPER_ON auf false setzen damit PV_IN und nicht PV_PER ausgewertet wird.
    Dann musst du noch MAN_ON mit false beschalten (nicht leerlassen, da der Startwert true ist), ansonsten ist der Regler im Handbetrieb und der Wert an MAN wird an LMN ausgegeben.
    Dann sollte der Ausgang je nach Soll- und Istwert zumindest irgendwas machen.

    Ansonsten zeig mal den komplettem Aufruf.

  5. #5
    ?ESEIL? Gast

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    lauge.jpg

    So, hier mal den OB35 und den FC10.
    Irgend etwas mache ich wohl noch falsch oder habe ich vergessen.

  6. #6
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    Hallo

    Also im Aufruf würde ich noch den Gain beschalten, und den PV Fac, das ist der Faktor für den Istwert.

    Mit einem Merker kann man manuell auch den ComRestart (Komplett Restart) aktivieren.
    Auch eine gewisse Zeit im I Anteil würde ich schon beschalten und auch aktiviern.

    Die Werte die am Eingang kommen kann man im DB 41 Online anschauen.

    Darin sieht man auch ob sich was bewegt oder nicht.

    Hast du alle Bausteine in der CPU geladen FC 105 106 FB 41 DB 41 OB 35.

    Läuft dein System in der richtigen CPU oder im PLC SIM

  7. #7
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    Dein Unscale Baustein ist nicht richtig beschaltet.
    Der Stellgrößenausgang von FB41 LMN gibt einen Real-Wert von 0..100 in diesem Fall mit der Einheit Prozent (weil es nachher auf die physikalische Größe l/h skaliert wird) heraus.

    Für eine Siemens-Analogausgangskarte muss der Wert des PAW von 0 bis 27648 gehen, das entspricht je nach Konfiguration der Karte dann z.B. 4 bis 20 mA.
    Wahrscheinlich willst du wenn der Regler 100% ausgibt, die maximale Förderleistung an der Pumpe haben.
    Dazu müsstest du den UNSCALE mit HI_LIM = 100,0 und LO_LIM = 0,0 beschalten. Dann gibt dieser bei IN=100,0 am Ausgang OUT den Wert 27648 aus.

    Und dann musst du später auch den Ausgang OUT (bei dir das MW40) auf das PAW geben, und nicht die Real-Variable MD110 wie in deinem Screenshot, das ist ja total falsch! Ich würde den Datentyp für PEW272 und PAW272 anpassen, dann kannst du die Variablen direkt an die Ein- und Ausgänge der FCs schreiben, ohne "Schmiermerker".

    Wie Bernhard schrieb, solltest du auch die anderen Parameter, zumindest die für den P- (Gain) und I-Anteil (TI) beschalten.
    Der Parameter PV_Fac ist wenn du jetzt mit PV_PER = false arbeitest nicht mehr wirksam, kannst du somit ignorieren.

  8. Folgender Benutzer sagt Danke zu Thomas_v2.1 für den nützlichen Beitrag:


  9. #8
    ?ESEIL? Gast

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    OK, die Sache mit dem UNSCALE habe ich nicht richtig gelesen und somit falsch gemacht.
    Das Vertauschen von MW40 und MD110 ist mir leider beim kopieren passiert, werde ich morgen früh direkt beides ändern.

    Gibt es eine Art Faustformel oder Grenzbereich was den Gain und TI betrifft?

    Was diese Beiden bewirken habe ich im Forum hier mehr oder weniger schon verstanden, aber einfach darauf lostesten
    ohne zu wissen von wo bis wo - ich möchte nicht zuviel des Mischmediums verballern...

  10. #9
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    Ohne irgendwelche Informationen über das Zeitverhalten deiner Regelstrecke zu haben, kann man dir keine Empfehlungen geben.
    Man sollte zumindest so grob wissen, wie lange es dauert bis sich der Istwert ändert wenn du die Pumpenförderkeistung verstellst. Dauert es 1s, 10s, 100s oder 10 Minuten bis sich etwas tut.
    Du kannst auch erstmal die Pumpe per Hand "regeln", dann hast du schonmal für einen Betriebspunkt eine Stellgröße. Und um wieviel sich der Istwert verändert wenn du die Förderleistung um x % erhöhst.

  11. #10
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