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Thema: Druckregelung von bis zu 12 Kompressoren

  1. #11
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    Ich bin gerade bei einer IBN von mehreren geregelten Kompressoren Mischung aus BOGE und AtlasCopco.
    Ein Anlage mit 7 * 315 kW Atlas Copco läuft bereits seit Jahren. Entscheidend sind folgende Kritieren:

    - Grundlastwechsel - ja

    - Errechnen der realen Volumia-Werte mittels fiktivem Netzvolumen (bei uns 50 Kubimeter). Man darf nicht den Druck selber regeln wollen, sondern man muss errechnen wie viel
    zusätzliche Volumen man ins System geben muss um den Druck wieder auf den Sollwert zu bringen.
    Das machen wir mit Totbandregelung für das schnelle Reagieren bei großer Abweichung und innerhalb des Totband mittels selbst gebauter Fuzzy-Regelung. Dadurch hat man nicht
    ständig diese leichten Schwebungen sondern einen ruhigen Lauf. Regelgüte bei uns +/- 0,05 BAR.

    - Live-Übernahme (Abgabe der Kompressoren) d.h. läuft ein Kompressore bereits der noch nicht in der Steuerung ist (also geinselt - wie ich es nenne) dann wird er mit der aktuellen
    Drehzahl in die Steuerung übernommen und danach an die bereits laufenden Kompressoren angeglichen. usw. Umgekehrt genau so.

    - Es gibt bei uns drei Regelungsvarianten. NORMAL - AUSFALLOPTIMIERT - ÖKONOMISCH ..... da sich die Kennlinie der Kompressoren in Abhängigkeit des Druckes (gilt nur für geregelte K.)
    ändert, sind dazu einige Berechnungen nötig.

    - Alles in allem fallen für das Regeln von FU-Kompressoren, also mit variabler Drehzahl schon einige Mannwochen an Programmierarbeit an, bis das alles sicher geht.

    - Wenn Versorgungssicherheit gefordert ist, sollte eine Abwurfschaltung der Kompressoren von der externen Regelung vorgesehen werden, sonst ist bei einem Logikfehler der komplette
    Netzdruckausfall die Folge ... bei uns wären das mal eben 2-3 Millionen € Schaden, der da anfallen würde.
    Grüße Frank

  2. Folgende 3 Benutzer sagen Danke zu IBFS für den nützlichen Beitrag:

    brotkasten (24.06.2014),ducati (24.06.2014),PN/DP (24.06.2014)

  3. #12
    brotkasten ist offline Neuer Benutzer
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    Ok. Erstmal vielen Dank für den vielen Input. Das muss ich erst mal verarbeiten und verstehen.

    Ich muss sagen an manchen Stellen bin ich sogar überfordert und weiß nicht wirklich etwas damit anzufangen.

    Es sind 3 Grundlastmaschinen mit 250 KW, 3 Mittelast Maschinen 200 KW, 5 Spitzenlast Maschinen mit 160 KW. Das System soll erweiterbar auf 12 Kompressoren sein. Momentan sind es aber nur 11 Kompressoren. Bei Maximaler benötigter Luftmenge laufen alle Kompressoren.
    Um die Strecken ca. zu bennen. 1. Komprr. zum Verbraucher 800 m (125 er), 2 Komprr. zum Verbraucher 300 m (250er). Und die Druckluftleitung aus dem 1. wird dann an die Hauptleitung des 2. Komprr. angeschlossen.

    Lohnt es sich da wirklich eine Druckmessung anzusetzen um voreilend reagieren zu können? Weiß leider auch nicht wie der Zeitliche Verlauf ist. Das hängt ja auch von dem gewählten Durchmesser der Leitung ab.

    Wie berechnet man den den aktuell geforderten Soll Volumen? Ich würde so gesehen den Kompressoren den tatsächlichen Fördermengen im Programm zuordnen. Als Beispiel für die 250 KW Maschine 35 m³/min. und für die anderen dann die dementsprechend kleineren Werte.
    Wie errechnet man den dann das aktuell geforderte Volumen?
    Was man hineinbringt sollte ja einfach sein. Der Kompressor der läuft, der bringt auch sein Volumen ins Netz. Weiß an diesem Punkt gerade nicht weiter. Hat jemand dazu eventuell ein Programmbeispiel?
    Wenn man dies dann berechnen kann und feststellt man liegt jetzt zwischen einem Volumen der nicht eindeutig zugeordnet werden kann kommt dann die Fuzzy Reglung zum tragen indem man dann Regeln für diese Sonderfälle erstellt um in so einem Fall dann trotz allem einen Kompressor bei zum Beispiel einem Volumen von 28 m³/min einzuschalten.
    Habe eigentlich gedacht man kann das mit einem normalen PI-Regler regeln, aber das schlage ich mir mal besser aus dem Kopf. Momentan bin ich wirklich baff, was den Umfang angeht. Hätte ich so nicht erwartet.

  4. #13
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    bei deiner Leitungslänge sind das ja schon fast separat getrennte Regelzellen, die man nicht vernünftig im Block regeln kann.
    Bei uns stehen die Kompressoren alle je mit einen Meter Abstand nebeneinander. In deinem Fall hast du extreme Totzeiten
    und die räumlich voreinander getrennten Kompressoren wirken dann die eine entfernte vorhandene Störgröße.
    Davon eine vernünftige Modellbildung zu machen ist nicht ganz einfach.

    So wie ich es verstanden habe, sind wohl alle Kompressoren starr ... also AUS / LEERLAUF mit Restvolumen / LASTLAUF?

    Da könnten man die räumlich zusammenstehenden Kompressoren zusammenfassen jeweils den nächsten Kompressor
    zuschalten der die jeweils geringste Laufzeit hat (umgekehrt wird immer der K. zuerst abgeschaltet, der die größte Laufzeit hat)

    Den Grundlastwechsel wird einfach durch Zuschalten eines - noch im AUS/LEERLAUF - vorhandenen Kompressors erzwungen,
    denn in der Folge steigt der Druck und der Maximlaufende wird dann abgeschaltet.

    Das in deinem Fall nicht die Finessen möglich sind, die man mit komplett regelbaren Kompressoren hat, ist klar.
    Bei uns war der Aufwand auch extrem (700 Stunden) weil bei exakter Regelung im Optimum der Kompressoren pro Jahr
    locker 10 bis 20 TEUR Energiekosten eingespart werden können.
    Grüße Frank

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