Zuviel Werbung? - > Hier kostenlos beim SPS-Forum registrieren

Seite 2 von 2 ErsteErste 12
Ergebnis 11 bis 15 von 15

Thema: Frage zur Zykluszeit bei S7 300

  1. #11
    Registriert seit
    22.06.2009
    Ort
    Sassnitz
    Beiträge
    11.186
    Danke
    923
    Erhielt 3.291 Danke für 2.660 Beiträge

    Standard


    Zuviel Werbung?
    -> Hier kostenlos registrieren
    Gerätehandbuch CPU 31xC und CPU 31x: Technische Daten 03/2011
    Tabelle 6- 8 Typische Zyklusverlängerung durch Fehler

    CPU 314C-2 : 150µs je Fehleralarm + ...µs OB-Programmlaufzeit (vermutlich leerer OB122 --> 0µs)

    28 Antriebe je 4 PEW/PAW-Zugriffe * 150µs = 16,8ms zusätzliche Zykluszeit durch die Peripheriezugriffsfehler

    Bei Vergrößerung des Prozessabbildes (*) und dadurch systemseitiger Aktualisierung des Prozessabbildes ist standardmäßig eingestellt, daß kein Fehler-OB85 aufgerufen wird --> keine Verlängerung der Zykluszeit durch Peripheriezugriffsfehler.

    (*) und Zugriff auf PA (EW../AW..) statt Peripherie (PEW../PAW..)


    Vorteil der systemseitigen Aktualisierung des Prozessabbildes:
    + Transferzeit für das Prozessabbild: 0,5μs je PEW/PAW-Wort --> 56µs für 28 Antriebe
    (Tabelle 6- 4 CPU 31xC: typische Transferzeit für das Prozessabbild)
    + keine Verlängerung der Zykluszeit bei Peripheriezugriffsfehlern und keine Diagnosepuffereinträge
    - zusätzliche Laufzeit für Operandenzugriff auf PEW/PAW: 4,1µs --> 460µs für 28 Antriebe
    (Operationsliste S7-300-CPUs, 9.31.4 Ausführungszeiten für Operandenzugriffe auf Peripherie)
    - Verlängerung der Zykluszeit bei Peripheriezugriffsfehlern und Vollmüllen des Diagnosepuffers entfällt


    PS: "Rangier-FC"
    Für nur 28 Antriebe würde ich nicht 28x einen FC mit indirekter Adressierung aufrufen, sondern in nur einem FC linear hintereinanderweg 112 L/T zwischen E/A und DB schreiben. Ist auch besser für die Referenzdaten.

    Harald
    Es ist immer wieder überraschend, wie etwas plötzlich funktioniert, sobald man alles richtig macht.

    FAQ: Linkliste SIMATIC-Kommunikation über Ethernet

  2. Folgender Benutzer sagt Danke zu PN/DP für den nützlichen Beitrag:

    RONIN (18.03.2015)

  3. #12
    Registriert seit
    23.07.2009
    Ort
    Österreich
    Beiträge
    2.345
    Danke
    451
    Erhielt 691 Danke für 516 Beiträge

    Standard

    Danke PN/DP, sehr aufschlussreich.

    Insofern ist es also gar nicht so unvorteilhaft die Peripheriegeäte ins Prozessabbild zu nehmen.
    Wie hälst du es eigentlich in der Praxis? Ich versuche eigentlich so viel wie möglich mit den SFCs zu arbeiten und nur wenn ich muss PEWs/PAWs zu verwenden.

    Zitat Zitat von PN/DP Beitrag anzeigen
    - zusätzliche Laufzeit für Operandenzugriff auf PEW/PAW: 4,1µs --> 460µs für 28 Antriebe
    Den Satz hab ich aber nicht ganz verstanden. Inwiefern beinflusst die Vergrößerung des Prozessabbildes die Zugriffszeit auf den Peripheriebereich?
    Zitat Zitat von PN/DP Beitrag anzeigen
    - Verlängerung der Zykluszeit bei Peripheriezugriffsfehlern und Vollmüllen des Diagnosepuffers entfällt
    Sollte das nicht ein Pluspunkt sein?
    If at first you don't succeed, you're not Van Damme!
    ... or maybe using TIA!

  4. #13
    Registriert seit
    22.11.2006
    Ort
    CH
    Beiträge
    3.618
    Danke
    776
    Erhielt 646 Danke für 492 Beiträge

    Standard

    Zitat Zitat von RONIN Beitrag anzeigen
    Sollte das nicht ein Pluspunkt sein?
    Ich denke er meint das die Verlängerung der Zykluszeit bei Zugriffsfehlern wegfällt. Wie auch die lange Zugriffszeit auf Peripherie entfällt.

    mfG René

    mfG René

  5. #14
    Registriert seit
    22.06.2009
    Ort
    Sassnitz
    Beiträge
    11.186
    Danke
    923
    Erhielt 3.291 Danke für 2.660 Beiträge

    Standard

    Ist wohl etwas missverständlich geworden beim Versuch, die Vorteile und Nachteile und zusätzlichen Zeiten und wegfallenden Sachen kompakt darzustellen.
    So war es gemeint:

    Vorteil der systemseitigen Aktualisierung des Prozessabbildes:
    + Transferzeit für das Prozessabbild: 0,5μs je PEW/PAW-Wort --> 56µs für 28 Antriebe
    (Tabelle 6- 4 CPU 31xC: typische Transferzeit für das Prozessabbild)
    Diese 56µs dauert die Zykluszeit zunächst länger (+ Mehrzeit) als die herkömmliche Lösung.
    + Verkürzung der Zykluszeit um 460µs (- Minderzeit) durch Änderung der Zugriffe von PEW/PAW auf EW/AW.
    + keine Verlängerung der Zykluszeit bei Peripheriezugriffsfehlern und keine Diagnosepuffereinträge

    Nachteil der herkömmlichen direkten Peripheriezugriffe:
    - längere Laufzeit für Operandenzugriff auf PEW/PAW: 4,1µs --> 460µs für 28 Antriebe
    (Operationsliste S7-300-CPUs, 9.31.4 Ausführungszeiten für Operandenzugriffe auf Peripherie)
    - Verlängerung der Zykluszeit bei Peripheriezugriffsfehlern und Vollmüllen des Diagnosepuffers


    So oder so müssen einmal die Peripherieeingänge gelesen und die Peripherieausgänge geschrieben werden.
    Der Zeitaufwand für die reinen Kopier/Transferoperationen ist unvermeidlich und daher relativ uninteressant.

    Peripherie im Prozessabbild benötigt für 28 Antriebe 56µs mehr als die L/T-Operationen.
    Code:
    //systemseitiges Kopieren Peripherie <--> PA benötigt zusätzlich 56µs
    // PEW256 --> EW256  dauert 0,5µs
    // AW256 --> PAW256  dauert 0,5µs
    // ...
    
    L EW256
    T DB1.DBW0
    
    L DB2.DBW0
    T AW256
    
    ...
    Herkömmliches direktes Zugreifen auf Peripherie benötigt für 28 Antriebe 460µs mehr als die reinen L/T-Operationen.
    Code:
    L PEW256    //4,1µs erhöhter Zeitaufwand gegenüber L EW256
    T DB1.DBW0
    
    L DB2.DBW0
    T PAW256    //4,1µs erhöhter Zeitaufwand gegenüber T AW256
    
    ...

    Ich lege Peripherie soweit möglich ins Prozessabbild. (also PA vergrößern)
    Dann braucht man sich außerdem nicht um konsistenten Zugriff auf Peripherie kümmern (man braucht keine SFC14/SFC15)

    Harald
    Geändert von PN/DP (18.03.2015 um 10:35 Uhr)
    Es ist immer wieder überraschend, wie etwas plötzlich funktioniert, sobald man alles richtig macht.

    FAQ: Linkliste SIMATIC-Kommunikation über Ethernet

  6. Folgende 2 Benutzer sagen Danke zu PN/DP für den nützlichen Beitrag:

    RONIN (18.03.2015),vollmi (18.03.2015)

  7. #15
    Registriert seit
    23.07.2009
    Ort
    Österreich
    Beiträge
    2.345
    Danke
    451
    Erhielt 691 Danke für 516 Beiträge

    Standard


    Zuviel Werbung?
    -> Hier kostenlos registrieren
    Aja, jetzt hab ich auch kapiert wie du das meintest.

    Insofern verwende ich die SFCs gerne weil man ein Verbindungsproblem schnell und einfach am Fehlercode erkennen kann. Sonst muss man mit den OBs oder Diagnose-Fcs/Fbs arbeiten.

    Die Argumente für das vergrößern des PA sind aber auch schlüssig.
    Wieder was gelernt.
    If at first you don't succeed, you're not Van Damme!
    ... or maybe using TIA!

Ähnliche Themen

  1. Frage zur Variablendeklaration bei r_trig
    Von blubbi im Forum CODESYS und IEC61131
    Antworten: 5
    Letzter Beitrag: 21.08.2013, 19:41
  2. Frage zur Vorgehensweise bei der Abfrage mittels TcADS.dll
    Von MikeJ im Forum CODESYS und IEC61131
    Antworten: 1
    Letzter Beitrag: 14.03.2013, 22:07
  3. Eine Frage zur if-Abfrage bei AWL
    Von GSOhm im Forum Simatic
    Antworten: 12
    Letzter Beitrag: 30.08.2012, 22:06
  4. Frage zur Zykluszeit einer S5 115U
    Von dpd80 im Forum Simatic
    Antworten: 4
    Letzter Beitrag: 02.04.2007, 22:48
  5. Frage zur Auflösung bei anlogen Ausgängen!
    Von Tigerkroete im Forum Simatic
    Antworten: 3
    Letzter Beitrag: 15.10.2006, 18:19

Lesezeichen

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •