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Thema: Abfrage auf ein Original-Werkzeug in der Maschine

  1. #1
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    Hallo!

    Wahrscheinlich kennt ihr das Problem: Bei einer Maschine soll sichergestellt werden, dass nur originales eingebautes Werkzeug in der Maschine funktionieren soll und bei einem Nachbau-Werkzeug soll die Maschine stoppen bzw. langsamer arbeiten.
    Die Maschine ist eine Gießmaschine und das Werkzeug eine Gießform mit Heizungen und Temperaturfühlern.

    Wie könnte man das nun sicher abfragen?

    Ich sehe darin folgende Probleme:

    -) Bei einer elektrischen Abfrage auf ein "Signal ON" über einen DI-Eingang kann man den leicht brücken.
    -) Abfrage eines analogen Wertes durch zusätzliche Dummy-Sensoren könnte im Programm übergangen werden (ausser gesicherter Baustein, wobei das ja auch nicht so sicher sein soll)
    -) Es kommt immer wieder vor, dass die Formen auch ohne den elektrischen Anschluss (Heizungen, Fühler) im Betrieb gefahren werden (kaputte Heizungen, usw.), was aber prinzipiell auch funktioniert nur mit einer schlechteren Zykluszeit.
    Es soll dann aber eine originale Form trotzdem noch funktionieren, auch ohne elektrischen Anschluss. (bezüglich Abfrage eines Signal über den elektrischen Anschluss der Form)

    -> Abfrage nicht innerhalb der Form (elektrisch), sondern eine äußere Abfrage auf die Form (ala RFID, o.ä.) -> kein Digital-Signal, sondern Kommunikation über den Profibus/Ethernet mit der CPU und geschütztem Baustein.
    Form hat aber eine Temperatur von bis zu 200°C... welche Sensoren dann intern in der Form?

    Steuerung ist zur Zeit eine 300er-CPU, in Zukunft dann aber die 1500er (der Wechsel wird aber so gut es geht noch hinausgezögert, um nicht jetzt schon mit TIA arbeiten zu müssen ).

    Was haltet ihr davon bzw. wie löst ihr solche Situationen?

    mfg
    Zitieren Zitieren Abfrage auf ein Original-Werkzeug in der Maschine  

  2. #2
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    ...der geschützte Baustein kommuniziert aber auch mit seiner Umgebung. Ob dies alles zu schützen ist, bezweifle ich. Da die Funktionsweise der Maschine bekannt ist, könnte ein einigermaßen talentierter Programmierer dies auch ungeschützt nachbilden.

    ...eventuell wäre eine Patentierte Verriegelung/Befestigung der Form eine Variante. Für dieses Patent braucht ihr ja dann keine Nutzungslizenzen vergeben...

  3. #3
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    Das Problem mit der patentierten Verriegelung ist dann im Endeffekt aber auch wieder, dass man eine Nachbau-Form genauso mit dieser Verriegelung nachbauen kann und diese dann funktioniert bzw. die Verriegelung überhaupt dann entfernt.

    Interessant wäre für mich, wie sicher man das mit heutigen Mitteln machen könnte (und es aber wenn geht auch nicht auffällt, dass so eine Abfrage drin ist). Bzw. welche Tricks könnte man anwenden kann...
    Dass man es nicht 100% sicher machen kann ist mir klar, es geht rein nur darum so sicher (und ev. auch versteckt) wie möglich.

    mfg

  4. #4
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    Wenn du deinem Kunden die reduzierte Geschwindigkeit nicht mitteilst, wird er dich spätestens bei der Nichteinhaltung der Taktzeit packen.
    Da es scheinbar nicht um kleine Summen bei dem Nachbauwerkzeug geht, ist ein Reversengineering seitens des Kunden zu erwarten. Wäre die patentierte Werkzeugaufnahme/Verriegelung /Giesform in der Sicherheitsbetrachtung der Maschine ein wichtiger Faktor könnet man deren weglassen /modifizieren evtl. etwas unterbinden. Ein Nachbau wäre dann patentrechtlich zu betrachten.

    Es gibt diverse Anbieter von elektronischen Seriennummern(Balluf...usw) oder eingegossene Codierbrücken, die du in den Anschlußkasten einbauen kannst und im Prog auf Gültigkeit überprüfen. Aber zum Schluß wird dann die Seriennummer aus einem alten/defekten Werkzeug in die Kopie eingebaut.

    Ich bin kein Freund von versteckten Funktionen sowie Billignachbauten!

  5. #5
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    Wird die Funktion der Maschine aufgrund einer nicht originalen Form gestoppt, wird das dem Kunden dann mit einer entsprechenden Fehlermeldung mitgeteilt.
    Die Formen sind alles Eigenbau unserer Firma und werden in dieser Form von keiner anderen Firma produziert. Es kommt aber immer wieder vor, dass der Kunde nicht nur eine neue Form selber bauen lässt, weil die alte kaputt ist,
    sondern auch dass er nur eine kauft und diese dann mehrfach nachbaut. Und da wollen wir uns halt ein bisschen absichern.

    Das mit der Seriennummer hört sich schon mal nicht so schlecht an, finde ich...

  6. #6
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    Ist das ein billiges Teil, dann lohnt sich der Aufwand nicht, einen halbwegs "sicheren" Kopierschutz zu entwickeln. (Jeder Softwareschutz ist umgehbar.)
    Ist das ein teures Teil, dann steigen die Chancen, daß das Reverse Engineering und Beseitigen des Kopierschutzes den Kunde billiger kommt als das Originalteil.

    Harald
    Es ist immer wieder überraschend, wie etwas plötzlich funktioniert, sobald man alles richtig macht.

    FAQ: Linkliste SIMATIC-Kommunikation über Ethernet

  7. Folgender Benutzer sagt Danke zu PN/DP für den nützlichen Beitrag:

    Eraser (30.06.2015)

  8. #7
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    Dieser Hersteller hat RFID Tags bis 200°C (edit, sogar bis 230°C):
    http://skyrfid.com/RFID_Harsh_Environment_Tag.php

    Diese RFID muss dann eingebaut werden so das es nicht entfernt werden kann ohne das es zerstört wird.
    Geändert von JesperMP (30.06.2015 um 13:23 Uhr)
    Jesper M. Pedersen

  9. Folgender Benutzer sagt Danke zu JesperMP für den nützlichen Beitrag:

    Eraser (30.06.2015)

  10. #8
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    Also für mich wäre auch RFID das Mittel der Wahl. Die Temperatur sollte kein Problem sein. Das Problem sehe ich eher so wie Jesper darin es so einzubauen dass es gut gelesen werden kann und trotzdem nicht einfach abgekrazt und auf den Nachbau geklebt werden kann. Denke aber da sollte es auch eine Lösung dafür geben. Im Hinterkopf läutet etwas dass verschiedene Hersteller die Identifikation und Standzeitüberwachung der Werkzeuge schon mit RFID machen. Je nach Standzeit deiner Kokille könnte man auch über etwas aktiv Sendendes mit kleinem Akku nachdenken. Ich las mal für Bergbaumaschinen über eine Lösung bei der die "Zähne" komplett eingegossen waren und mit WLAN die aktuelle Kraftbelastung (DMS?) über Funk an die Steuerung übermittelt haben.
    Regards NRNT

  11. Folgender Benutzer sagt Danke zu norustnotrust für den nützlichen Beitrag:

    Eraser (30.06.2015)

  12. #9
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    Egal welches System, am Ende läuft es auf 1 Signal in der Steuerung hinaus ob gültig oder nicht. Egal wie du es verschleierst , man wird es finden und Brücken.

  13. Folgender Benutzer sagt Danke zu thomass5 für den nützlichen Beitrag:

    Eraser (30.06.2015)

  14. #10
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    RFID hört sich ja prinzipiell wirklich gut an, aber wie thomass5 auch schreibt, im Endeffekt läuft es auf ein Signal raus, das man findet und überbrückt.

    Die Frage ist nun: Wie kann man die Abfrage (also das Signal zur Steuerung) sicherer machen?

    mfg

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