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Thread: USV und SPS

  1. #1
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    Hallo,

    auf einer unserer Anlagen ist eine Steuerung abgebrannt. Die Netzqualität ist dort ziemlich mies, mit andauernten Spannungsschwanckungen.
    Die Firma beschuldigt mich jetzt ,dass ich da kein USV Netzteil vor die SPS geschaltet habe, um die Spannungsspitzen zu rauszufiltern. Was ich für absoluten Bullshit halte.
    Bei Stromausfall bleiben unsere Anlagen einfach stehen, da brauch ich keinen "Batteriebetrieb".
    Habe gute Erfahrungen mit "Trenntrafos" gemacht, die ein verschmutztes Netz ausfiltern. Verbau eigentlich immer die.

    Wollte jetzt nur wissen was die Profis dazu sagen.

    Viele Grüsse
    wero
    Reply With Quote Reply With Quote USV und SPS  

  2. #2
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    Moin Wero,
    den Schuh würde ich mir nicht anziehen. Mit einer
    normalen USV fängt man eigentlich Spannungseinbrüche
    ab.

    Die modernen Netzteile bügeln ja schon einiges an Spannungs-
    Schwankungen aus. Dein Kunde sollte mal schauen was er auf
    seiner Seite machen kann, er macht es sich vielleicht ein wenig
    einfach und will nur die neue Steuerung nicht bezahlen.


    Gruß Helmut
    - - -
    Wer als Werkzeug nur einen Hammer hat, sieht in jedem Problem einen Nagel.
    Das Problem ist nicht das Problem, das Problem ist die Einstellung zum Problem.

  3. #3
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    Eine aktive USV erzeugt die Ausgangsspannung neu, dadurch ist die Ausgangsspannung nicht so verseucht wie die Eingangsspannung. Diese Filtereigenschaft allein sollte aber keinen Einsatz als Netzfilter rechtfertigen, auch eine USV kann ab einer bestimmten höhe der Spannungsspitzen abbrutzeln. Um Spannungsspitzen rauszufiltern sollte man dann schon die entsprechende Technik einsetzen, Trenntrafo ist da schon eleganter.

    Wieso sollst Du für den schlechten Strom und die Spannungsspitzen beim Kunden haften, dann müßtest Du ja einen Blitzschutz in die Anlage einbauen

    Wenn die Anlage einen bestimmten Betriebsspannungsbereich aufweist und der kann kundenseitig nicht eingehalten werden dann muß doch der Kunde für einen ordentlichen Filter sorgen, oder nicht?

  4. #4
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    Hallo

    es gibt unterschiedliche USV, siehe http://www.elektronik-kompendium.de/...rd/0812171.htm

    Gerade die Online - USV ist da sehr zu empfehlen,
    aber wenn das im Lastenheft des Kunden nicht eindeutig gefordert wurde, hat er wohl schlechte Karten.

    h.scholli


  5. Folgender Benutzer sagt Danke zu h.scholli für den nützlichen Beitrag:

    rostiger Nagel (29.12.2008)

  6. #5
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    Ein Blitzschutz ist übrigens nach meinem Verständnis ein Bauteil, das ich im Gegensatz zur USV bei Bedarf auch unaufgefordert einbauen muss. Den Bedarf (ich komme aus dem Stahlwasserbau) muss ich auch im Zweifel selbst ermitteln. Daher haben wir keine Anlage ohne BS ausgeliefert, wohl aber ohne USV.

    Eine USV muss ich nur dann unaufgefordert einbauen, wenn meine Anlage bei Netzproblemen gefährliche Zustände einnehmen kann.

    Ist die schlechte Netzqualität Vertagsinhalt beim Verkauf gewesen?

  7. #6
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    Also für eine heiße Diskussion finde ich die Angaben des Fragestellers ein wenig dürftig.

    Was hattest du für eine SPS (Hersteller, Typ)?
    Wie wurde die versorgt (230V oder 24V)?
    Falls 24V, welches Netzteil ist verbaut (Trafo oder Schaltnetzteil)?
    Falls 230V, kamen die für die SPS direkt aus dem Netz, oder über einen Steuertrafo?

    Zum Trenntrafo, war da einer verbaut, oder ist das jetzt "nur" das einzige was du kennst?

    P.S. Blitzschutz ist laut unserem Fachmann im Grunde Pflicht in jedem Schaltschrank sollte mindestens ein Feinschutz, sog. D-Ableiter verbaut sein.

    Mfg
    Manuel
    Warum denn einfach, wenn man auch Siemens einsetzen kann!

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  8. #7
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    Quote Originally Posted by MSB View Post
    P.S. Blitzschutz ist laut unserem Fachmann im Grunde Pflicht in jedem Schaltschrank sollte mindestens ein Feinschutz, sog. D-Ableiter verbaut sein.
    Manuel

    Was bedeutet "im Grunde"? Muß das rein oder soll das heißen es macht viel Sinn? Es geht doch hier bestimmt um die Frage was muß der Schaltschrankbauer vorsehen und was nicht. Wenn mir bekannt wäre das der Kunde eine saumäßige Spannungsversorgung hat dann hätte ich bestimmt keinen konventionellen Trafo für die SPS-Versorgung eingebaut. (geregelte Schaltnetzteile sind doch nicht so teuer, oder?)

    Wir bauen keinen Feinschutz ein, warum auch, macht nur Sinn mit Mittel- und Grobschutz, also nur komplett, das sollte dann auch aus einer Hand kommen. Und wer will einen 100%igen Schutz vor Überspannung garantieren?

  9. #8
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    Also laut einem Ing. bzw. auf einer Schulung auf der ich vor ca. 2 Jahren war,
    kam da ziemlich eindeutig raus, das Blitzschutz in jedem Schrank gehört.
    Da wir im Regelfall in "gefährdeten" Bereichen operieren bauen wir das meistens sowieso ein.

    Feinschutz deshalb, weil du mit dem Grobschutz an der Stelle ohnehin nicht mehr viel rentierst,
    da du im Schaltschrank, als Erde im Regelfall ja nur die Zuleitung hast.

    Mit anderen Worten, der Grobschutz gehört eindeutig in die jeweilige Unterverteilung,
    mit ausreichend starker und richtig verlegter Ableitung.


    Persönlich würde ich gerade bei schlechten Netz, vor allem bei der Gefahr von Überspannungen,
    erst recht zu Trafo / Trafonetzteilen greifen, einfach weil da nicht viel dran ist, was kaputt gehen kann.

    Bei einer satten Überspannung geht der Trafo kurz in die Sättigung und das wars dann aber auch schon.

    Mfg
    Manuel
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  10. #9
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    zu dem Beitrag von Solaris ...
    Ein Feinschutz ist zwar "ganz nett" - nur leider ist er sowieso schon in jedem Gerät verbaut (Supressordiode z.B.).
    Ist das System nicht durchgängig verbaut (Grobschutz in der NSHV , Mittelschutz in der UV und Feinschutz in der Nähe des Verbrauchers) dann nützt es in Einzelnen wenig.

    Gruß
    LL

  11. Folgender Benutzer sagt Danke zu Larry Laffer für den nützlichen Beitrag:

    Solaris (29.12.2008)

  12. #10
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    Also, das sowas in "jedem" Gerät verbaut ist, wäre mir ziemlich neu.

    Das das ganze durchgängig sein muss, schreibe ich auch in meinem vorherigen Beitrag, (jedenfalls indirekt)
    allerdings hast du als AN im Normalfall mit den Punkten NSHV und UV nichts zu tun,
    wohl aber mit der letzten Instanz, den Feinschutz.

    Bei meinen Anlagen in der Industrie, habe ich NSHV und UV höchstens auf 100m Entfernung gesehen,
    von daher keine Ahnung wie das da so gehandhabt wird.

    Mfg
    Manuel
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