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Thema: Haftungsausschluss?

  1. #1
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    hallo gibt es so etwas im anlagenbau?

    haben hier eine anfrage, der kunde will einigen funktionen über die sps realisieren die meiner meinung nach sicherheitsrelevant sind. ehrlichgesagt wäre es aber wirklich schwierig das richtig zu machen. kunde meinte aber das er das mit den behörden so geklärt hat... naja wenn er meint...

    desweiteren es handelt sich um eine müle die altes pu material verkleinert, dabei ensteht staub und es treteten reste von penthan aus. atex interessiert die jungs nicht wirklich...


    ich hätte jetzt gesagt - ok ich mache euch den schrank für eure müle. aber ihr unterschreibt mir eine vollständigen haftungsauschluss.
    ich lasse mir unterschreiben das ich einzig und alleine nach deren vorgaben gehandelt habe, und das ich mehrfach auf die bestehenden sicherheitsrisikos hingewiesen habe.

    geht sowas überhaupt oder wäre ich immer der arsch?
    "Es ist weit besser, große Dinge zu wagen, ruhmreiche Triumphe zu erringen, auch wenn es manchmal bedeutet, Niederlagen einzustecken, als sich zu den Krämerseelen zu gesellen, die weder große Freude noch großen Schmerz empfinden, weil sie im grauen Zwielicht leben, das weder Sieg noch Niederlage kennt." Theodore Roosevelt - President of the United States (1901-1909)
    Zitieren Zitieren Haftungsausschluss?  

  2. #2
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    Zitat Zitat von Markus Beitrag anzeigen
    ...
    geht sowas überhaupt oder wäre ich immer der arsch?
    Ich denke das es schon Mittel und Wege gibt so was zu lösen. Also wenn Du nur Komponenten lieferst und keine Anlage sollte es sich so gestallten lassen das man da nicht haftbar ist. Aber wenn Du das teil im Vollen Umfang übernimmst und die Sicherheitseinrichtungen planst kannst Du Dich da wohl nicht rausreden.

    Aber mal ehrlich ruhig schlafen muss man ja auch noch können.
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  3. #3
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    Also Rechtsgrundlage ist mir dazu auch nicht bekannt, aber bei Wiederholungsprüfungen weist man auch auf die tech. Mängel hin, und wenns Abnahmeprotokoll unterschrieben ist, kann er entweder seine Mängel beheben oder wartet ab. Meiner Meinung nach, sollte das mit dem Unterschreiben lassen einer kompletten Liste in der alle abgelehnten sicherheitstechnischen Anlagenspezifikationen reichen. Also im Quasi die Haftung für Personenschäden und Sachschäden übertragen, wenn er dann den Auftrag eh noch geben will, bist du wohl günstiger als andere, oder halt die lehnen auch den Auftrag ab. Mal in dem Punkt mit der BG oder dem TÜV geredet? Denke mal die werden dir auch Schriftlich geben, das die den "Schredder" so nicht durchgehen lassen/ lassen würden.
    Was nicht passt wird Passend gemacht.
    Mehr Powerrrrrr!! *Houwhouwhouw*
    Und Humor ist, wenn man trotzdem lacht.

  4. #4
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    Klingt danach als ob der Kunde eine Maschine/Anlage selbst baut oder in Teilen zu kauft.
    Bei uns wird immer eine Risiken und Gefahrenanalyse erstellt und da stehen die Gefährdungen und Gegenmaßnahmen drin.
    Vielleicht reicht es ja wenn der Kunde diese Analyse Erstellt/Erstellen lässt und Du Dich dann an die Vorgaben darin hältst.

    PS: Ich habe eigentlich keine Ahnung davon ;o)
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  5. #5
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    @Markus!
    Der Sachverhalt ist mir nicht ganz klar. Aber soweit mir bekannt ist, gilt grundsätzlich folgendes:
    Solange Du das Fachwissen hast und die Kenntnis im Gegensatz zu einem nicht Einsicht zeigenden Kunden der noch Laie ist, dass „dies“ oder „jenes“ zu einer Gefahrenquelle wird oder werden kann und Du trotz dieser Kenntnis und Deines Fachwissens dennoch Handels, sprich den Auftrag ausführst, so kannst Du noch so Haftungsausschlüsse vereinbaren. Denn Du handelst dann ja sogar absichtlich und schaffst die Gefahrenquelle selber als der Fachmann! Und setzt kausal durch Deine Handlung erst die Ursache für den Schaden, mit dem vollen Bewusstsein, dass dieser vielleicht später eintreten könnte! Mithin würdest Du zumindest mit vollem Vorsatz handeln, wenn nicht sogar mit Absicht!
    Nach 276 III BGB kann man im Zivilrecht den vollen Vorsatz aber nicht im voraus durch eine vertragliche Vereinbahrung ausschließen. Z. Bsp. durch eine AGB (Allgemeine Geschäftsbedingung!)
    So einen Auftrag würde ich an Deiner Stelle ablehnen!

    Jeder Richter wird Dir sagen, falls es schief läuft und es entsteht ein Schaden : „Sie wussten doch das dies gefährlich war und dennoch haben sie selbst die Gefahrenquelle für Nichtwissende ( = Kunden) selbst geschaffen!!! Obendrein dann noch versucht , durch einen Haftungsausschluss Ihr bewusstes und gewolltes eigenes Handeln, (nämlich Deine mit Vorsatz vorgenommene Handlung) aus der Verantwortung zu ziehen. Der Kunde ist nicht der Experte! Sie schon!“

    Du bist der Fachmann der das Wissen hat! Anscheinend nicht Dein Kunde! Und wenn er so dennoch den Auftrag ausgeführt haben will, obwohl es anschließend eine Gefahrenquelle für Sach- und Personenschäden geschaffen wird, so sollte er sich jemanden anderen suchen.

    Du musst wissen was Du verantworten möchtest. Du kennst alleine alle Umstände. Nur halt meine Meinung dazu!

    Gruss
    ASEGS
    Geändert von ASEGS (24.04.2007 um 17:37 Uhr)

  6. Folgender Benutzer sagt Danke zu ASEGS für den nützlichen Beitrag:


  7. #6
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    hallo,
    @ ASEGS:wenn ein versuch gefahren wird bei dem man einen teil der not aus ausser kraft setzt, das laß ich mir unterschreiben, das der anlagenbetreiber die volle verantwortung übernimmt, belehrung erfolgt., bin ich dann noch haftbar?
    mfg

    dietmar

    Nichts ist so beständig wie ein Provisorium.

  8. #7
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    Zitat Zitat von Markus Beitrag anzeigen
    hallo gibt es so etwas im anlagenbau?

    haben hier eine anfrage, der kunde will einigen funktionen über die sps realisieren die meiner meinung nach sicherheitsrelevant sind. ehrlichgesagt wäre es aber wirklich schwierig das richtig zu machen. kunde meinte aber das er das mit den behörden so geklärt hat... naja wenn er meint...
    Da sowas nicht per Zuruf geschieht sondern
    schriftlich (z. B. als Gutachten) kann er das
    ja sicher vorlegen ...

    Ich kann Frau ASEGS nur zustimmen. Im Zweifelsfalle
    machte der Kunden einen auf Laie, behauptet er
    verstehe sowieso nicht was er unterschrieben hat
    und überhaupt habe er sich voll und ganz auf den
    Fachmann = Auftragnehmer verlassen.

    Vielleicht könnte man den Spiess umdrehen:

    Der Kunde bekommt aufgezählt, was an der Anlage
    sicherheitstechnisch noch alles zu machen ist und
    dass er sie erst in Betrieb nehmen darf, wenn die
    Punkte erledigt und abgenommen sind.

    Viele Grüße

    Gerhard Bäurle
    Beste Grüße Gerhard Bäurle
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    Hardware: the parts of a computer that can be kicked. – Jeff Pesis

  9. #8
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    @ lorenz2512

    Hallo und guten Abend!

    In Deinem Bsp. würde ich sagen liegt der Fall anders.
    Du versuchst ja mit Deinem Kenntnisstand etwas an der Anlage wieder in Ordnung zu bringen laut Auftrag. Wenn es erfordert die Anlage ganz still zu legen oder Teile davon, um den Auftrag fachgerecht ausführen zu können und Du als Fachmann den Betreiber darauf hingewiesen hast, dass z.B. Teile der Anlage für die Auftragsausführung stillgelegt werden müssen, so haftest Du nicht.
    Läuft dabei was schief, so bist Du aus dem Schneider, weil Du ja Fach – und Sachgerecht (gehen wir mal davon aus) gehandelt hast. Je nach Vertragsvereinbahrung kann man Dich dann nur für grobe Fahrlässigkeit an einem Schaden verantwortlich machen. Und das dann wieder auch nur in besonderen Fällen. Würde aber jetzt zu weit führen.

    Mithin könnte man grob sagen, wenn man nach Fachwissen handelt, so ist man aus der Haftung raus. Aber nur für die Handlung, die auch fachgerecht war, und durch irgend ein anderes Vorkommnis, was Du als Fachmann überhaupt nicht einkalkulieren und absehen konntest, der Schaden entstanden ist. Z.Bsp. durch irgend eine Handlung, trotz Aufklärung durch Dich, die der Betreiber unsachgemäß vorgenommen hat. So trägt er die volle Schuld.

    Es gibt unzählige Varianten, wo die einzelnen Fälle immer anders aussehen würden.

    Grundsätzlich würde ich natürlich alles schön schriftlich fixieren. Und empfehlenswert ist eine gut ausformulierte AGB oder Vertrag.

    Gruss
    ASEGS

  10. #9
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    Vielleicht könnte man den Spiess umdrehen:

    Der Kunde bekommt aufgezählt, was an der Anlage
    sicherheitstechnisch noch alles zu machen ist und
    dass er sie erst in Betrieb nehmen darf, wenn die
    Punkte erledigt und abgenommen sind.


    @ deltalogic:

    Ja stimme ich voll und ganz zu! Würde ich auch so machen!
    Lieber dem Kunden keine Lücke lassen.

    Gruss
    ASEGS

  11. #10
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    ok, dann sage ich dem kunden "mein schrank hat ip55, und ist somit bestenfalls in zone 2 und zone 22 einsetzbar"

    sein eigenes montagepersonal muss das beim aufbau beachten.

    die kontrollierte abschaltung durch die sps software bei übertemperaturen an lagern oder motoren ist nicht fehlersicher. in dem raum muss unbedingt eine zusätzliche brandmeldeanlage eingebaut werden.

    ich will den auftrag wirklich nicht, und habe ihn auch nicht nötig, aber der kunde hat einen anderen - den will ich haben...
    "Es ist weit besser, große Dinge zu wagen, ruhmreiche Triumphe zu erringen, auch wenn es manchmal bedeutet, Niederlagen einzustecken, als sich zu den Krämerseelen zu gesellen, die weder große Freude noch großen Schmerz empfinden, weil sie im grauen Zwielicht leben, das weder Sieg noch Niederlage kennt." Theodore Roosevelt - President of the United States (1901-1909)

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