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Thema: Was kann man von einem FH-Absolvent erwarten ?

  1. #11
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    Aber was sollte man erwarten können?

    Wir haben FH-Ingenieure, die arbeiten seit 10 Jahren bei uns und können immer noch nicht programmieren. Wir haben auch Universitäts-Ingenieure, die schauen einem erfahrenen Programmierer mal zwei, drei Wochen über die Schulter und machen anschliessend selbstständig Programme mit Hand und Fuß. Was man erwarten kann oder nicht, wie sich der Kollege entwickeln wird, merkt man schon in den ersten zwei Wochen. Unabhängig von Techniker, FH, Uni oder was auch immer. Es gibt Leute, die haben es einfach drauf und andere, die lernen es nie.

    Was ganz wichtig ist, dass man dem neuen Kollegen "good will" zeigt. Dafür gibt es leider keine passende deutsche Übersetzung. Aber das englische "good will" umfasst alles, worauf es ankommt.
    Wo nichts ist,
    da kann nichts sein.
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  2. #12
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    Ein Bekannter schafft es gerade mit 5 Tagen pro Semester (3 für Referat, 2 für Hausarbeit) in der Uni zu sein und in 3 Hauptfächern Scheine bekommt.
    Er meint vor den Zwischenprüfungen dann schon 2-3 Wochen 2-3 Tage in die Uni geht.

    Das schöne ist die Hausafgaben kann man sich auch noch schrieben lassen (ca. 20 Euro / Seite) und die Referate lassen sich im Internet zusammen suchen.

    So würd ich auch gerne zum Diplom Elektrotechnik kommen *schnief*

    Andererseits kenen ich einen dipl. Nuklear Chemiker mit der gleichen Lernauffassung der perfekte VB Scripts für WinCC schreibt und auch sehr tolle Visualisierungen bastelt.


    Das ganze soll sich aber nun mit den BA MA ändern, eien Anwesenheitspflicht ist dort vorgeschrieben.
    Geändert von maxi (29.04.2008 um 18:51 Uhr)
    ___________________________________________





    Sende eine SMS mit dem Stichwort "Feuer" an die 112 und innerhalb von 10 Minuten steht ein roter Partybus mit derbem Sound vor deiner Tür.


    AGB: Wer Rechtschreibfehler findet darf diese behalten. Bitte meine in eile gefertigten, selten anfallenden Vertipsler zu entschuldigen.

  3. #13
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    Zitat Zitat von maxi Beitrag anzeigen
    ...kenen ich einen dipl. Nuklear Chemiker...
    Eine neue Fachrichtung? oder ist maxi seiner Zeit mal wieder weit voraus?

    Edit: jetzt hab ich mich aber vermaxit... das gibt es ja wirklich [memo an mich: erst Googlen dann Posten]
    Geändert von zotos (29.04.2008 um 21:21 Uhr)
    If you open your Mind too much, your Brain will fall out.

  4. #14
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    Blinzeln

    Vielen Dank für Eure Antworten. Ich werde "good will" zeigen und mir die Sache 3 Monate ansehen. Guter Plan.
    Mal sehen ob ich in der Lage bin, jemandem auf dem Weg zu helfen.

    Kieler
    Zitieren Zitieren "good will"  

  5. #15
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    halt uns auf dem laufenden, hab gesehen, das interessierte kollegen dieses thema bereits abonniert haben ... wahrscheinlich auch um ein maß für ähnliche problematiken zu gewinnen
    [SIGNATUR]
    Ironie setzt Intelligenz beim Empfänger voraus.
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  6. #16
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    Fragt den neuen Kollegen doch einfach mal, was er im Studium alles mitbekommen hat und wie sicher er sich bei den gestellten Aufgaben fühlt.
    Dann gebt ihm ne Programmieraufgabe (ruhig nen Teil eines aktuellen Projektes, das ist besser für die Motivation) und schaut, wie er sich so schlägt.

  7. #17
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    Hallo.

    Hierzu muss ich auch mal meinen Senf dazugeben.
    Nach meiner Ausbildung zum R/F-Techniker habe ich Elektrotechnik mit der Fachrichtung Automatisierung an der FH studiert.
    Wir hatten jeweils 2 Semester Steuerungstechnik und nochmal separat Regelungstechnik.
    Regelungstechnik war alles nur rein theoretisch die 2 Semester lang. Wir haben zwar Modelle am PC entwickelt, aber ob die in der Praxis funktionieren wage ich sehr zu bezweifeln.
    Steuerungstechnik war aufgeteilt in Vorlesung und Labor.
    Das war zwar besser als in Regelungstechnik, aber wirklich viel gebracht hat es nicht. Wir hatten zwar Aufzugsmodelle etc. die wir im Labor programmiert haben, aber die Art und Weise wie wir das gemacht haben war teilweise schon sehr spektakülar.
    Der Schwerpunkt lag bei uns auch absolut auf SCL und ein bißchen AWL.
    KOP/FUP nie gesehen während der Zeit. Zitat von meinem Dozent dazu: "Das benutzt heute sowieso keiner mehr"
    Zum Thema Visualisierungen, ich hab wenigstens einmal WinCC gesehen.

    Und so wird man dann auf die Menschheit losgelassen.

    Meine Diplomarbeit war dann natürlich im Bereich der Automobilindustrie und klare Vorgabe des Kunden, alles in KOP.

    Das ist jetzt alles etwa 5 Monate her. Ich hab viel gelernt in dieser Zeit. Vorallem während den Inbetriebnahmen, wenn man komplett auf sich allein gestellt ist und jeder Anlagenstillstand viel Ärger bedeutet.

    Also persönlich kann ich nur sagen, wenn man von der FH kommt hat man nur ein paar theoretische Kenntnisse und alles weitere muss man halt lernen. Den einzigen Vorteil sehe ich darin, das man aufgrund der teilweise sehr komplexen Themen während des Studiums, ganz anders an die Sache ran geht als früher.

    Was auch noch ein Problem darstellt, ist die Tatsache auf welcher FH/Uni man war und was der Dozent dort vermittelt hat.

    In unserem Unternehmen gibt es Diplomanden die von einer anderen FH als ich kommen, die auch die Fachrichtung Automatisierung hatten und noch nie ein SPS-Programm gesehen oder geschrieben haben.
    Und ne SPS kannten die auch nur vom Bild.

  8. #18
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    Zitat Zitat von chrissi52000 Beitrag anzeigen
    Was auch noch ein Problem darstellt, ist die Tatsache auf welcher FH/Uni man war und was der Dozent dort vermittelt hat.

    In unserem Unternehmen gibt es Diplomanden die von einer anderen FH als ich kommen, die auch die Fachrichtung Automatisierung hatten und noch nie ein SPS-Programm gesehen oder geschrieben haben.
    Und ne SPS kannten die auch nur vom Bild.
    Stimmt! Jede Hochschule hat aufgrund der Dozenten ein eigenes Profil, auch wenn dies oft nie wirklich geschärft oder öffentlich gemacht ist.
    Wir haben uns z.B. fast 3 Semester mit SPSen beschäftigt, dazu hab ich im Praxissemeter SPS-Programmierung gemacht, weil mich das Thema sehr interessiert hat und bis heute noch sehr interessiert.
    Aber fragt mich bloß nichts zum Thema "Modellbasierte Regelungen"

  9. #19
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    meine meinung dazu: das studium dient doch grundsätzlich dazu, zu lernen, sich selbst sachen anzueignen, probleme selbständig zu lösen und ein gewisses maß (hoffentlich viel) an grundlagen zu erfahren. der rest muss dann einfach über das interesse und engagement kommen.

    ich hatte selbst bislang 2 diplomanden zu betreuen. beide von der gleichen FH zu vergleichbaren themen, beide mit gleichen voraussetzungen aber unterschiedlichem engagement. nur durch das interesse an der aufgabe und der hingabe hat der eine 2 noten besser abgeschnitten als der andere und hat auch gleich einen guten job gefunden. bei dem 2. frage ich mich noch immer was er mit seinem diplom anfangen will ohne fähigkeit sich in die gestellten aufgaben reinzudenken und selbständig ansätze zu finden.

  10. #20
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    So sehe ich das auch.

    Die Grundlagen des Programmierens sollten bekannt sein und die Fähigkeit dies in kurzer Zeit auf die Anwendung umzusetzen.

    Niemand dreht einem einen Strick draus, wenn man die Hardware bzw. die Programmiertools halt noch nicht kennt.
    Es gibt genügend Hilfen um sich das alles anzueignen. Aber die grundlegende Art und Weise wie an die Sache ranzugehen ist, sollte klar sein.

    Für mich waren im Praxissemester WinCC und in der Diplomarbeit Allen Bradley,PanelView,Pilz,Sick,Kuka,ControlNet etc. auch absolutes Neuland.
    Aber nach einer kurzen Einarbeitungszeit in diese Sache sollte man das alles selbstständig bewältigen können.

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