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Thema: Wieviel "Automatik- Betrieb" ist erlaubt ?

  1. #21
    mega_ohm ist offline Erfahrener Benutzer
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    Zitat Zitat von Safety Beitrag anzeigen
    Hallo Mega-Ohm,


    Durch diesen Umbau habt Ihr die Konformitätserklärung des Herstellers unwirksam gemacht, d.h. diese Anlage hat nun kein CE- Zeichen mehr und darf nicht weiter betrieben werden da diese nicht der MRL entspricht.
    (Zitat aus http://de.wikipedia.org/wiki/CE-Kennzeichnung, "CE-Kennzeichnung ":
    - Die CE-Kennzeichnung (entweder von franz. Communauté Européenne - = „Europäische Gemeinschaft“ oder Conformité Européenne, soviel wie
    - „Übereinstimmung mit EU-Richtlinien“) ist eine Kennzeichnung nach EU-
    - Recht für bestimmte Produkte in Zusammenhang mit der
    - Produktsicherheit. Durch die Anbringung der CE-Kennzeichnung bestätigt - der Hersteller, dass das
    - Produkt den geltenden europäischen Richtlinien
    - entspricht. Eine CE-Kennzeichnung lässt keine Rückschlüsse zu, ob das
    - Produkt durch unabhängige Stellen auf die Einhaltung der Richtlinien
    - überprüft wurde. Ist nach der CE-Kennzeichnung eine vierstellige Zahl
    - angebracht, weist dies auf die Einbindung einer Benannten Stelle in das
    - Konformitätsbewertungsverfahren hin. Die CE-Kennzeichnung ist kein
    - Gütesiegel (Qualitätszeichen).
    Zitatende wikipedia)

    Ein CE- Zeichen hatte diese Anlage m.M.nach nie... zumindest ist mir dieses Zeichen in noch keiner Dokumentation dieser Ösi-Firma (die Normen in Österreich sind meist nicht weit weg von deutschen Normen, teils sogar schärfer...) aufgefallen.
    All meine Ideen habe ich dieser Firma mit Schaltplänen, Programm + Doku per E-Mail zugesendet. Sie haben nie gestreikt.
    Sicher... es ist ein Umbau, der von unserer Geschäftsleitung angekurbelt wurde, nachdem man mal die Anlagenlaufzeit ins Verhältnis zur Leistung gestellt hat...
    Einige Teile unserer Lösung werden inzwischen in den Anlagen der Masch.Bau-Firma standardmäßig verbaut - also kann nicht alles Murks sein.
    Aber ich werde mal nach den MRL bei der Masch.Bau- Firma nachfragen...
    Die haben in ihrer Firma eigene Sicherheits- Spezialisten und die haben mir noch nicht die Freundschaft gekündigt.
    Es geht hier nicht um den Wiederanlauf sondern um unerwarteten Anlauf (Definition siehe 12100). Bedeutet der Bediener ist in der Anlage und diese läuft unkontrolliert los. Das muss sicher verhindert werden und kann bei höheren Sicherheitsrisiken nicht mit einer Normalen SPS gelöst werden oder eben nur als ein Kanal.
    Ich sehe nur 2 mögliche "unerwartete Anläufe":
    1.- Not- Halt
    2.- Reparatur
    die von "meinem" Teil der Anlage kommen könnten.
    Und die habe ich über 2 PNOZ geregelt.

    Der "Not- Halt" von der Ösi- Seite (die nachfolgenden Anlagenteile in Produktionsrichtung) wird von meinem Teil bei "Not- Halt" auch mit über kontaktbehaftete Schaltung ( keine SPS) berücksichtigt.

    Der Bereich, der mir eigentlich Kopfzerbrechen bereitet.... ist nur sehr schwer zu sichern. Aber <markus> hat mich auf einen guten Trichter gebracht... ich gehe morgen zu meinem Werksleiter, und lade mir einen Berater von Pilz für eine Tagesschulung ein... für das Gesamtwerk, in dem ich AN bin ! --- ca. 10- 15 Leute sind sicher dabei.
    Das rechnet sich immer, die Unfallstatistik ( die bei uns vor dem Pförtner für Alle frei zugängig ausgehangen wird und die daraus resultierenden BG- Beiträge...) bzw. die Akzeptanz in der direkt anliegenden Bevölkerung ist sicher Grund genug...
    Ist jetzt aber nicht Dein Ernst oder?

    Natürlich ist es sehr wichtig heute Produktiv zu sein! Aber das darf nicht auf kosten der Sicherheit gehen. Ich kann Dir auch nur Raten alle Vorschläge die hier so aus der Ferne gemacht werden erst mal zu überprüfen! Du schreibst immer es ist Dir bewusst das dies nicht 100% sicher ist, leider muss ich Dir sagen das es maximal einem PLa oder b entspricht also einem sehr sehr niedrigen Sicherheitsniveau. Und die Unfallgefahr ist schon extrem hoch!
    Das Unfallrisiko ist in diesem, von mir bewußt gewählten (weil ich eben mal Ratschläge benötigte) beschriebenem Bereich sehr hoch. Das hatte auch ich schon geschrieben.

    - Sehr niedriges Sicherheitsnivau <<< da kann ich Dir nicht uneingeschränkt zustimmmen.

    Ach wenn es sicher noch Verbesserungswürdigkeiten gibt... und auch wenn ich die Geschichte ( alle sicherheitsrelevanten Sachen habe ich ja kontaktbehaftet über PNOZ gelöst !) nicht für perfekt halte....
    - Bisher ist es noch niemandem gelungen, meine teilweise!! SPS- geproggten "Sicherheits-Dingens" zu überlisten.
    ( Ich weiß, daß das immer danach schreit: " Bisher ist ja nüscht passiert")
    ... UND ich schließe mich dieser Meinung NICHT an.

    Das war bei anderen, von Masch.Bau-Firmen eingesetzter Sicherheitstechnik und teilweise nur mit potentieller Faulheit und einem Hilfsarbeiter- Abschluß des Bedieners leicht möglich.
    Das Zauberwort ist von <markus> schon beschrieben worden ... teure Sicherheitstechnik auf einen SPS- Eingang verdrahtet...

    Ich gehe jeden E-Plan bei Neu- Anlagen od. Umbauten durch... informiere mich, frage nach, was ich nicht weiß....
    - ABER ich kaufe diese Anlagen ja nicht !
    Ich kann nur nachbessern... ( Und @Markus... ich heule nicht !!! Mir geht es gut )

    Ich bin vielleicht der Depp, der sich so nach und nach einmal durch die Maschinisten, einmal durch die Geschäftsleitung ( die nicht einen Sicherheits- Ing oder wenigstens Elektromeister beinhaltet) zu irgendwelchen Sachen hinreißen ließ, weil es produktionstechnisch Lichtjahre Unterschied bedeutet, ob ich mit einem Umbau / eine Optimierung einer bestehenden Anlage mit eigenem Personal und vorhandenen Mitteln fast 50% mehr produzieren kann oder...
    - um das gleiche Ergebnis zu erreichen, mir eine weitere Anlage für ca. 8 Mille zu kaufen.
    Mit dieser Anlage würde ich ein Produkt schaffen, welches ich dann auf der von mir erwähnten Anlage einfach weiter verarbeiten würde.
    Ein verkaufbares Produkt würde diese Anlage nie produzieren.

    Instandhaltung verursacht Kosten und schafft kein verkaufbares Produkt.... (und ich bin sehr gern in der Instandhaltung als Elektriker in dieser Firma tätig)
    Also macht man Kompromisse.

    Es ist die Zwickmühle zwischen "Controlling" und meinem Beruf ( den ich sehr gern mache, es war immer mein Wunsch- Beruf !!! )
    ______________________________________________________________
    P.S.: Für meinen 10-fach- Ablauf habe ich seit heute einen Auto-Dipl.Inge.
    an meine Seite gestellt bekommen.
    Mit dem habe ich heute schonmal die 1. Klarheiten beseitigt...
    Die komplette Polski- Steuerung ( hatte ich in einem anderen Strang beschrieben) wird hinfällig. Alle "normalen" Bedienfunktionen werden auf "seine" s7-3xx- CPU geschaltet... die Sicherheitsgeschichte arbeiten wir gemeinsam durch... ( ich hab' die Wünsche, er kennt die Forderungen.... das läuft für mich optimal )

    MfG

  2. #22
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    Hallo Mega_Ohm,
    bitte sehe Dir mal diesen Link an
    http://www.maschinenrichtlinie.de/
    und Informiere Dich erst mal genau! Ohne sich mit den entsprechenden Richtlinien die da sind MRL NRL BtrSichV EMV RL und Sicherheitsnormen 12100,60204,14121,13849,999 usw. zu beschäftigen wird es nicht gehen.
    Dir muss schon klar sein das Rechtlich der Personenschutz über der Produktivität und Maschinenschutz steht! Die Maschinensicherheit ist ein Teil jeder Maschine genau so wie die SPS-Steuerung.
    Es kommt auf das alter der Anlage an dann könnte diese kein CE gehabt haben, aber dann muss diese den mindest Anforderungen der BetrSichV 2008 entsprechen.
    Also nochmal da Ihr diese Maschine umgebaut hat müsst IHR eine Konformitätserklärung ausstellen! Ohne wenn und aber und natürlich eine Risikoana machen.


    Also wenn ich es richtig verstanden habe geht der Werker in die Anlage und wenn er fertig ist da geht er raus und betätigt einen Taster
    dann läuft da eine Gefährliche Bewegung ab.
    Die Gefahr ist wenn er in der Anlage steht und da was hantiert in diesem Zustand muss ein unerwarteter Anlauf SICHER verhindert werden.
    Das bedeutet deine Antrieb müssen jetzt Sicher aus sein nicht nur über die Normal SPS abgeschaltet, sondern über ein Sicherheitsbaustein. Ich werde auf deine Antworten am Wochenende nochmal genauer eingehen.

    Aber ich kann Dir dann auch nur schreiben wie das aussehen muss!
    Zitieren Zitieren Mrl  

  3. Folgender Benutzer sagt Danke zu Safety für den nützlichen Beitrag:

    mega_ohm (21.06.2009)

  4. #23
    mega_ohm ist offline Erfahrener Benutzer
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    Zitat Zitat von Safety Beitrag anzeigen
    Hallo Mega_Ohm,
    bitte sehe Dir mal diesen Link an
    http://www.maschinenrichtlinie.de/
    Ich danke Dir für diesen Link, werde mich da mal "in Ruhe" heute und morgen hinein lesen.
    Ohne sich mit den entsprechenden Richtlinien die da sind MRL NRL BtrSichV EMV RL und Sicherheitsnormen 12100,60204,14121,13849,999 usw. zu beschäftigen wird es nicht gehen.
    Ich stimme Dir in diesem Punkt zu... bin 100% Deiner Meinung.
    Ohne Richtlinien, Normen funktioniert keine Rechtssicherheit für den Arbeitsausführenden...
    Zu TGL-Zeiten war das ganz eindeutig: Da wurde genau beschrieben,
    wie welche Arbeit auszuführen ist ( z.B. bei einem Hausanschluß wurde der HAK, der mind. zu verwendende Leiterquerschnitt, der Biegeradius und die Ausführung der Verlegung in Wort und schematischer Darstellung aufgezeigt). Das wurde jedem Azubi so gelehrt und es wurde erwartet, daß eine fachgerechte Ausführung eben so, wie in der entsprechenden TGL beschrieben, aussieht.
    Es gab kein Rumdeuteln, kein Interpretieren... dementsprechend fuhren Rechtsanwälte auch keinen Porsche.
    Das hat m.M. nach nicht mit Denkfaulheit, fachlicher Unentschlossenheit o.ä. zu tun, sondern hat einen tatsächlichen Normen- Charakter.

    Ich möchte meine persönliche Meinung zu all diesen von Dir genannten Richtlinien, Vorschriften und Normen erwähnen...
    Das Ganze beschäftigt in einer mittelständischen Firma mind. 3 Leute, von denen einer Sicherheits- Inge ist - aber nur eine beratende Tätigkeit hat und 2 Leute, die einmal mit der Abrechnung des Berater- Honorars der Sich.-Inge bzw. mit dem Drücken der Kosten auf unter/ gegen NULL beschäftigt sind.
    Danach gibt es noch 3 Leute, die jede Schraube zur Befestigung von eventl. Sich.-Technik hinterfragen... natürlich mit der 10-fachen Nachfrage, ob z.B. ein Lichtvorhang auch tatsächlich benötigt wird... wenn der vorher vorhandene und funktionierende, defekt ist.

    In den vergangenen Tagen war ein Schulungsangebot zu einer neuen MRL bei mir im Postfach....
    Ich konnte mich noch nicht durcharbeiten... aber beim "überfliegen" stand da was von "Maschinen für Eigenbedarf"... ( Änderungen / Umbauten innerhalb einer Firma)
    Export / Verkauf von Maschinen etc... ist eigentlich nicht das Geschäft der Firma, in der ich AN bin.

    Dir muss schon klar sein das Rechtlich der Personenschutz über der Produktivität und Maschinenschutz steht! Die Maschinensicherheit ist ein Teil jeder Maschine genau so wie die SPS-Steuerung.
    Es kommt auf das alter der Anlage an dann könnte diese kein CE gehabt haben, aber dann muss diese den mindest Anforderungen der BetrSichV 2008 entsprechen.
    Also nochmal da Ihr diese Maschine umgebaut hat müsst IHR eine Konformitätserklärung ausstellen! Ohne wenn und aber und natürlich eine Risikoana machen.
    Ich lese mich in den nächsten Tagen in die Bedingungen für eine Konformitäts- Erklärung rein.

    Gerade eben habe ich 5 polski- Schaltschränke umgebaut... alle 5 hatten ein CE- Zeichen mit Konformitätserklärung... etc.
    - in allen 5 Schaltschränken wurde z.B. der N geschalten
    - die Zuleitung wurde 4-adrig gefordert und auch so vedrahtet, obwohl bei uns überall TN-S-System anliegt, und man ohne Steuertrafo 230V Steuerspannung benötigt, (die man sich über ein erneutes "Aufteilen" des PE in 1x PE und 1x N gebastelt hat )
    - Die Brücke zwischen PE und N wurde in der Aderfarbe "schwarz [blk]" verdrahtet
    - obwohl man 24V für SPS, Steuerspannung 110V für Not-Aus benötigte (und dementsprechend verschiedene Spannungsebenen hatte), wurden alle Verdrahtungen, außer PE, in schwarz ausgeführt.
    - der "Not-Aus" Taster (1 Öffner, kein PNOZ... hinter eine Selbsthaltung verknöpert... ) war so verschaltet, daß bei Fehlfunktion des "Steuerung- Ein"- Schlüsseltasters die Anlage nach dem Entriegeln des Not-Aus- Tasters selbsttätig wieder angelaufen wäre...
    - an dem Schaltschrank war eine Schuko- Steckdose ohne FI installiert... (Bj. des Schaltschranks: 04/2009)
    >>>> Und da war ein CE- Zeichen dranne !!!

    Natürlich habe ich den ganzen Sch***ß auseinander gerissen...
    Was hätte ich denn tun sollen ?? Mich in den Keller legen, nix gesehen... und warm zudecken ?
    Und jetzt habe ich den Nachweis zu bringen... CE- Konformität ?

    Wenn das meine Pflicht ist... dann werde ich sie dieses Mal zu 110% (!)
    erfüllen... und danach werde ich nie wieder so genau hinsehen können...
    => Das kann niemals das Ziel von irgendwelchen Richtlinien sein.
    Ich denke nicht, daß mir der Sachverstand und das Verantwortungsbewußtsein fehlt, um Sicherheit (zumindest nach besten Wissen und Gewissen) zu vertreten und zu bauen.
    Also wenn ich es richtig verstanden habe geht der Werker in die Anlage und wenn er fertig ist da geht er raus und betätigt einen Taster
    dann läuft da eine Gefährliche Bewegung ab.
    Eine der gefährlichen Bewegung, die ich zu verantworten habe ist, das der Bediener gequetscht werden könnte, wenn dieser ASP automatisch fahren würde (!!)...
    Bis jetzt muß er aus diesem Gefahren bereich raus... und einen Taster betätigen. (der aber nur über eine s7-3xx "abgefragt" wird)
    Aber dann läuft die komplette Anlage sowieso im Automatik- Betrieb. Diese Gefährdung hatte ich aber in Kommentaren weiter oben ausführlicher erklärt.
    Die Gefahr ist wenn er in der Anlage steht und da was hantiert in diesem Zustand muss ein unerwarteter Anlauf SICHER verhindert werden.
    Das bedeutet deine Antrieb müssen jetzt Sicher aus sein nicht nur über die Normal SPS abgeschaltet, sondern über ein Sicherheitsbaustein. Ich werde auf deine Antworten am Wochenende nochmal genauer eingehen.
    Dafür habe ich ja einen Schlüsselschalter (geschaltet über PNOZ)... Mit dem Schlüsselschalter bin ich sogar zu 75% der Meinung, das ein unbeabsichtigtes Wiedereinschalten - zumal nur nach dem Ausschalten UND danch folgendem Quittieren über den Reset des PNOZ die Anlage wieder gestartet werden kann - ich icht nur Mist "gebaut" habe.
    Die Antriebe werden nach dem händischen Betätigen dieses Schalters gesperrt... aber diesen Schalter muß eben derjenige, der an der Anlage steht, betätigen... Sicherheitsmatten, Lichtschranken etc. gibt es eben NOCH nicht...
    Aber ich habe den Weg, den ich anpeile, schon beschrieben. ( Schutzzäune zwischen den ASP, Si- Lichtvorhänge mit Muting- Funktion )


    MfG

  5. #24
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    Hallo Mega-ohm,
    Gerade eben habe ich 5 polski- Schaltschränke umgebaut... alle 5 hatten ein CE- Zeichen mit Konformitätserklärung... etc.
    - in allen 5 Schaltschränken wurde z.B. der N geschalten
    - die Zuleitung wurde 4-adrig gefordert und auch so vedrahtet, obwohl bei uns überall TN-S-System anliegt, und man ohne Steuertrafo 230V Steuerspannung benötigt, (die man sich über ein erneutes "Aufteilen" des PE in 1x PE und 1x N gebastelt hat )
    - Die Brücke zwischen PE und N wurde in der Aderfarbe "schwarz [blk]" verdrahtet
    - obwohl man 24V für SPS, Steuerspannung 110V für Not-Aus benötigte (und dementsprechend verschiedene Spannungsebenen hatte), wurden alle Verdrahtungen, außer PE, in schwarz ausgeführt.
    - der "Not-Aus" Taster (1 Öffner, kein PNOZ... hinter eine Selbsthaltung verknöpert... ) war so verschaltet, daß bei Fehlfunktion des "Steuerung- Ein"- Schlüsseltasters die Anlage nach dem Entriegeln des Not-Aus- Tasters selbsttätig wieder angelaufen wäre...
    - an dem Schaltschrank war eine Schuko- Steckdose ohne FI installiert... (Bj. des Schaltschranks: 04/2009)
    >>>> Und da war ein CE- Zeichen dranne !!!

    Natürlich habe ich den ganzen Sch***ß auseinander gerissen...
    Was hätte ich denn tun sollen ?? Mich in den Keller legen, nix gesehen... und warm zudecken ?
    Und jetzt habe ich den Nachweis zu bringen... CE- Konformität ?
    Solche Unternehmen machen durch Dumpingpreise unseren Maschinenbauern das Leben schwer und genau da müssen die Betreiber jetzt auch mal überlegen was Sie da kaufen! D.H. Du hast ja schon geahnt was da an einem Schrott kommt, warum hast Du dir nicht mal die Risikoanalyse kommen lassen bzw. gefragt nach welchen Normen diese Firma baut (kann man Firma sagen). Warum kauft Ihr so einen Schrott, jetzt rüstest Du alles nach ist das dann Billiger? Ich kann Dir nur sagen Ihr hättet dies als Mangel an die Firma weiter reichen müssen. Durch deinen Eingriff hast Du jetzt den Schwarzen Peter und ja Du musst jetzt eine Konformitätserklärung erstellen und das wird nicht leicht da an dieser Maschine (hat diesen Namen eigentlich nicht verdient) weitere Mängel vorhanden sind. Ich verstehe Echt nicht euer Vorgehen, wieso greift Ihr da ein und verdonnert nicht diese Firma dazu alles richtig zumachen und haltet solange das Geld zurück. Wenn denen keiner ein Problem macht werden die nichts ändern!

    Bei sowas bekomme ich einen extrem hohen Blutdruck!
    Geändert von Safety (21.06.2009 um 08:54 Uhr)
    Zitieren Zitieren Schrott  

  6. Folgende 5 Benutzer sagen Danke zu Safety für den nützlichen Beitrag:

    Flinn (21.06.2009),jabba (22.06.2009),Markus (21.06.2009),TobiasA (21.06.2009),zotos (21.06.2009)

  7. #25
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    Zitat Zitat von Safety Beitrag anzeigen
    Hallo Mega-ohm,
    Solche Unternehmen machen durch Dumpingpreise unseren Maschinenbauern das Leben schwer und genau da müssen die Betreiber jetzt auch mal überlegen was Sie da kaufen! D.H. Du hast ja schon geahnt was da an einem Schrott kommt, warum hast Du dir nicht mal die Risikoanalyse kommen lassen bzw. gefragt nach welchen Normen diese Firma baut (kann man Firma sagen). Warum kauft Ihr so einen Schrott, jetzt rüstest Du alles nach ist das dann Billiger? Ich kann Dir nur sagen Ihr hättet dies als Mangel an die Firma weiter reichen müssen. Durch deinen Eingriff hast Du jetzt den Schwarzen Peter und ja Du musst jetzt eine Konformitätserklärung erstellen und das wird nicht leicht da an dieser Maschine (hat diesen Namen eigentlich nicht verdient) weitere Mängel vorhanden sind. Ich verstehe Echt nicht euer Vorgehen, wieso greift Ihr da ein und verdonnert nicht diese Firma dazu alles richtig zumachen und haltet solange das Geld zurück. Wenn denen keiner ein Problem macht werden die nichts ändern!

    Bei sowas bekomme ich einen extrem hohen Blutdruck!
    RICHTIG!!!

    Einen ehemaligen Kollegen von mir haben wir zum Arzt gefahren, weil am Motor der PE auf der Motorphase und die Motorphase auf dem Gehäuse lag. Die Inder sind schon lustige Typen. Pfusch ist nicht nur "unschön" sondern auch extrem gefährlich. Leider ist das den Herren aus dem Einkauf nicht immer so geläufig- ich hatte (und habe) den Ruf eines Korinthenkackers in dem Punkt. Aber dafür kann ich abends wenigstens beruhigt schlafen.
    Lieber stehe ich vier Wochen länger beim Kunden, und es ist richtig, als irgendeinen Pfusch zu basteln. Wer im Einkauf spart und das auf Kosten der Sicherheit und/ oder Funktion- wer nicht hören will, muss fühlen. Bei 'nen dicken Ar*** gehört 'ne dicke Hose.
    Ich nehme solche Anlagen nicht in Betrieb, bevor ich nicht alle Mängel wirklich behoben weiß. Mein Chef sagt im Zweifelsfall "Naja, dafür hab' ich doch die Techniker- wie will ich als Chef denn alle Normen kennen?" und ich bin der, der mit allem Privatvermögen und seiner Freiheit haftet.
    Lieber lasse ich mich kündigen und mache mich mit SPS-Programmierung, Instandhaltung und dem Einrichten von Robotern selbstständig, als irgendeinen Pfusch von Hintertimbuktu zu unterschreiben.

    Der Instandhalter ist immer der letzte in der Kette. Der Techniker hintendran wird selten gefragt, wenn es um den Einkauf oder um Lasten- und Pflichtenhefte geht, aber er muss dann alles ausbaden. Das ist bei mir ja genauso...
    Es geht nur über das Geld. Wenn der Produktionsausfall hinten genauso teuer wird wie was gescheites, gibt's das nächste Mal was gescheites. Oder der Lieferant tigert halt mit einem Trupp an und bringt's in Ordnung- wetten, dass die Anlage dann teurer wird?
    Wir sind doch hier nicht in China, wo man die Leute beliebig ersetzen kann...

    Gruß, Tobias
    Isn't simulating stimulating?

  8. Folgende 2 Benutzer sagen Danke zu TobiasA für den nützlichen Beitrag:

    der_iwan (22.06.2009),Safety (21.06.2009)

  9. #26
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    Ist ja alles richtig was Ihr hier anführt, aber dem Einkauf geht das am A.. vorbei.
    Warum ?

    Wenn da eine Konformitätsbescheinigung vorliegt, ist alles in Ordnung und basta.

    Wenn Ihr so eine Maschine bekommt den Hersteller richtig unter Druck setzen. Notfalls den Vorgang an die Behörden melden, was aber nicht einfach ist , wenn Ihr die Maschine importiert und schon bezahlt habt, da ihr die Maschine dann selbst nicht mehr betreiben dürft.

    Genau so wie beim Urheberrecht sehe ich in östlichen Staaten überhaupt kein Unrechtsbewusstsein wenn diese Vorschriften nicht eingehalten werden. Die nehmen wahrscheinlich irgendeine Konformitätsbescheinigung die denen in die Hände gefallen ist "Höh, was das, mach coppy", und dann kriegt man die mit der nächsten Maschine zurück.

  10. #27
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    Polen ist in der EU und damit voll haftbar für die CE-Sachen.

    Aber das ist dann Sache des Einkaufs- ohne dass es finanzielle Folgen hat, ist es denen nämlich ziemlich wurscht.

    Gruß, Tobias
    Isn't simulating stimulating?

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