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Thema: Kunde insolvent

  1. #1
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    Hi,

    ich habe heute einen Brief bezgl. eines Insolvenzantragsverfahrens eines Kunden von mir im Briefkasten gefunden.
    Das Unternehmen soll im Vorläufigen Insolvenzverfahren fortgeführt werden.
    Ich werde gebeten meine bestehende Geschäftsverbindung weiterzuführen

    Der Antrag wurde am 21. Mai 2010 gestellt.
    Am 11.5. habe ich noch eine schriftliche Bestellung für eine Softwareerstellung erhalten.
    Ich habe aber schon früher (auf Zuruf ) daran gearbeitet.
    Die Rechnung samt o.g. Software habe ich am 15.5. abgeschickt.

    Bezahlt ist natürlich noch nicht.
    Ich habe bisher niemanden erreicht (dauernd besetzt).

    Hat jemand hier schon Erfahrung mit so was?
    Wie stehen die Chancen das Geld zu bekommen?

    Muß nicht alles was vor dem Insolvenzantrag bestellt wurde auf jeden Fall bezahlt werden?

    Micha
    Geändert von SPSKILLER (04.06.2010 um 15:31 Uhr)
    "arbeite klug, nicht hart" - deutsches Sprichwort
    Zitieren Zitieren Kunde insolvent  

  2. #2
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    In den letzten drei jahren hatte ich drei insolvente Kunden, der nächste steht so wie ich es sehe schon kurz davor. (zum Glück nur einmal 10K€ verloren, aktuell sind wieder 7k€ offen)

    Leider ist es so, das durch das schreiben der Rechnung vor der Eröffnung des Verfahrens das Geld in die Insolvenzforderungen eingeht. Somit bleibt dieses Geld auf den ersten Blick erst einmal verloren.

    Wichtig ist, sollte es sich um einen guten Kunden halten den du behalten willst,keine neue Arbeiten mehr ausführen, auch nicht diese Arbeit beenden falls noch nicht ganz fertig.
    Alle weiteren Arbeiten solltest du nur durchführen wenn eine schriftliche Bestellung mit Freigabe durch den Insolvenzverwalter kommt. Dieser haftet dann für die Summen die er frei gibt.

    Sobald du Kontakt mit im aufgenommen hast würde ich mal nachhaken was mit dem einem Auftrag ist und ob er in bezahlt. Sollte das z.b. für eine Maschine sein die noch ausgeliefert werden muß, könntest du die Verwendung der Software untersagen (Ausbauen geht ja nicht). Ohne die Software wäre die Maschine dann nicht lieferbar, woran der Insolvenzverwalter aber Interesse hat.
    Also unter dieser Annahme ruhig aber energisch nachfragen, wenn die ganz stur schalten würde ich mal so in den Raum werfen, das auf Grund der kurzen Zeit die Firma eventuell schon bei der Bestellung Zahlungsunfähig war, dies wäre dann Insolvenzverschleppung.

    Falls der Betrieb wirklich fortgeführt wird, bekommst du irgendwann ein Schreiben das du z.B. auf 80% der Forderungen (nur die Rechnung vor der Insolvenz) verzichten sollst.

  3. Folgende 2 Benutzer sagen Danke zu jabba für den nützlichen Beitrag:

    DEGO (07.06.2010),SPSKILLER (04.06.2010)

  4. #3
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    Zitat Zitat von SPSKILLER Beitrag anzeigen
    Hi,

    ich habe heute einen Brief bezgl. eines Insolvenzantragsverfahrens eines Kunden von mir im Briefkasten gefunden.
    Das Unternehmen soll im Vorläufigen Insolvenzverfahren fortgeführt werden.
    Ich werde gebeten meine bestehende Geschäftsverbindung weiterzufüren

    Der Antrag wurde am 21. Mai 2010 gestellt.
    Am 11.5. habe ich noch eine schriftliche Bestellung für eine Softwareerstellung erhalten.
    Ich habe aber schon früher (auf Zuruf ) daran gearbeitet.
    Die Rechnung samt o.g. Software habe ich am 15.5. abgeschickt.

    Bezahlt ist natürlich noch nicht.
    Ich habe bisher niemanden erreicht (dauernd besetzt).

    Hat jemand hier schon Erfahrung mit so was?
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    Muß nicht alles was vor dem Insolvenzantrag bestellt wurde auf jeden Fall bezahlt werden?

    Micha
    Kann man nur hoffen das die Software wirklich noch benötigt wird und das diese nicht so gut ist das alles perfekt funktioniert.

  5. #4
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    also ich habe da auch schon ne böse erfahrung gemacht.
    das insolvenzrecht in deutschland ist echt hart - für die gläubiger.
    die schuldner dürfen in dieser phase praktisch alles - meist ist die "sanierte" nachfolgefirma bereits gegründet wenn der insolvenzverwalter da steht...

    grunsätzlich ist es so, es sieht scheisse aus dass du an dein geld kommst!
    wenn überhaupt noch etwas da ist, dann wird für die vermutlich nichts mehr übrig bleiben. da kommt erst mal das honorar für den insolvenzverwalter - der macht das ja auch nicht nur aus purer nächstenliebe, dann kommt das finazamt - die dürfen ALLES, dann kommen die banken - die dürfen nicht ganz soviel wie das amt, ...naja wenn dann noch was überbleiben soll, dann kommst du - nein, nicht du - du UND die VIELEN anderen gläubiger...



    Zitat Zitat von SPSKILLER Beitrag anzeigen
    Hi,

    ich habe heute einen Brief bezgl. eines Insolvenzantragsverfahrens eines Kunden von mir im Briefkasten gefunden.
    Das Unternehmen soll im Vorläufigen Insolvenzverfahren fortgeführt werden.
    Ich werde gebeten meine bestehende Geschäftsverbindung weiterzuführen
    netter versuch - ohne vorkasse geht garnichts mehr!


    Der Antrag wurde am 21. Mai 2010 gestellt.
    Am 11.5. habe ich noch eine schriftliche Bestellung für eine Softwareerstellung erhalten.
    Ich habe aber schon früher (auf Zuruf ) daran gearbeitet.
    Die Rechnung samt o.g. Software habe ich am 15.5. abgeschickt.
    nichts mehr machen, grundsätzliche erst auf die offenen forderungen bestehen! weitere schritte nur nach vorkasse - ausser es ist ein langjähriger kunde und du kannst ihm vertrauen, wobei dir das nicht viel bringt - ab jetzt entscheidet der insolvenzverwalter was bezhalt wird und was nicht...

    Bezahlt ist natürlich noch nicht.
    Ich habe bisher niemanden erreicht (dauernd besetzt).
    tja, scheinbar hat da einer die hosen voll und hat den hörer nebendran liegen, ich gehe mal davon aus das ansonsten ständig böse anrufe kommen - du bist ja sicher nicht der einzige...


    Muß nicht alles was vor dem Insolvenzantrag bestellt wurde auf jeden Fall bezahlt werden?

    Micha
    NEIN

    kann ich den namen der firma per pn haben?
    bist ja aus der gleichen gegend...
    "Es ist weit besser, große Dinge zu wagen, ruhmreiche Triumphe zu erringen, auch wenn es manchmal bedeutet, Niederlagen einzustecken, als sich zu den Krämerseelen zu gesellen, die weder große Freude noch großen Schmerz empfinden, weil sie im grauen Zwielicht leben, das weder Sieg noch Niederlage kennt." Theodore Roosevelt - President of the United States (1901-1909)

  6. Folgender Benutzer sagt Danke zu Markus für den nützlichen Beitrag:

    FvE (06.06.2010)

  7. #5
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    Zitat Zitat von SPSKILLER Beitrag anzeigen

    Muß nicht alles was vor dem Insolvenzantrag bestellt wurde auf jeden Fall bezahlt werden?

    Micha

    Wie soll das gehen ? Ist ja kein Geld mehr da.

    Du bist jetzt also Gläubiger der Firma und musst beim Insolvenzverwalter deine Forderungen anmelden. Wie alle anderen auch.

    Jetzt kann es passieren das der Insolvenzverwalter dich beauftragt die arbeiten weiterzuführen. Das machen die gerne wenn es mit dem Auftrag noch was zu holen gibt. Die verhandeln dann auch nochmal neu mit dem Kunden und holen Geld raus (für sich) wi es geht. Hab ich bei der Pleite meines Arbeitgebers live erlebt.

    Den Auftrag und die Bezahlung dafür bekommst du ausschliesslich vom Insolvenzverwalter. Die Geschäftsführung darf dir keine Aufträge mehr erteilen.
    Früher gab es Peitschen .... heute Terminkalender

  8. #6
    Avatar von SPSKILLER
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    mich wundert halt, dass die die Frechheit besitzen am 11.5. noch ne Bestellung rauszujagen und 10 Tage später Insolvenz anzumelden.

    Da stimmt doch was nicht.
    Es geht hier um einen 5stelligen Betrag.

    Ich könnte mal wieder kotzen.
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  9. #7
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    Zitat Zitat von SPSKILLER Beitrag anzeigen
    mich wundert halt, dass die die Frechheit besitzen am 11.5. noch ne Bestellung rauszujagen und 10 Tage später Insolvenz anzumelden.

    Da stimmt doch was nicht.
    Es geht hier um einen 5stelligen Betrag.

    Ich könnte mal wieder kotzen.
    Mein damaliger Chef wollte es bis zum Schluss nicht wahrhaben das er pleite ist. Er wurde fast zum Amtsgericht "geprügelt". Und Schuld waren ja immer die anderen.
    Früher gab es Peitschen .... heute Terminkalender

  10. #8
    Avatar von SPSKILLER
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    Mir geht trotzdem nicht in die Birne wie die den Laden weiterführen wollen ohne die "alten" Rechnungen zu zahlen.

    Ist ja ein vorläufiges Insolvenzverfahren...
    "arbeite klug, nicht hart" - deutsches Sprichwort

  11. #9
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    Zitat Zitat von SPSKILLER Beitrag anzeigen
    Mir geht trotzdem nicht in die Birne wie die den Laden weiterführen wollen ohne die "alten" Rechnungen zu zahlen.

    Ist ja ein vorläufiges Insolvenzverfahren...
    Indem sie das Geld nicht den "alten" Gläubigern zahlen müssen. In Zukunft müssen dann halt neue Lieferanten her.
    Wenn der GF am 11.5. wusste, dass er zahlungsunfähig ist, dann hat er ein rechtliches Problem. Aber dieser Nachweis ist nicht einfach.
    Rainer Hönle
    DELTA LOGIC GmbH

    Ein Computer kann das menschliche Gehirn nicht ersetzen. Engstirnigkeit kann unmöglich simuliert werden. (Gerd W. Heyse)

  12. #10
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    Zitat Zitat von SPSKILLER Beitrag anzeigen
    Mir geht trotzdem nicht in die Birne wie die den Laden weiterführen wollen ohne die "alten" Rechnungen zu zahlen.

    Ist ja ein vorläufiges Insolvenzverfahren...
    Ist doch logisch. Wenn du jetzt die Geschäftsbeziehungen abbrichst bekommst du gar nichts ausser das was dir irgendwann mal an Masse zusteht. Das kann aber einige Zeit dauern bis das mal feststeht.

    Wenn du aber bereit bist weiterzumachen und vom Inso den Auftrag dafür bekommst ist es sicher das du das Geld dafür bekommst. Mit etwas Verhandlungsgeschick sogar die Summe die du schon vor der Insolvenz (auf Zuruf) verbraucht hast.

    Dazu kommst ja das der Inso erstmal keine Löhne bezahlen muss da die Mitarbeiter 3 Monate das Geld vom Arbeitsamt bekommen. Natürlich Pech wenn die Mitarbeiter schon einige Monate keine Löhne mehr bekommen haben.
    Früher gab es Peitschen .... heute Terminkalender

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