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Thema: Stellenabbau durch Automatisierung

  1. #1
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    Ich wollte mal eure Meinung hören, wie ihr mit dem Thema "Stellenabbau durch Automatisierung" umgeht.

    Ich glaube, das dieses Thema jeden anspricht, der Anlagen verbessert und/oder automatisiert. Ich denke, das hier jeder schon Anlagen programmiert oder konstruiert hat, mit denen Stellen vom Stammpersonal oder Leiharbeitnehmern abgebaut wurden. Ich selber kann mich davon auch nicht frei sprechen. Klar, wenn man im Auftrag nach Kundenwunsch eine Anlage verbessert, kann es einem egal sein, weil man ja die betreffenden Leute nicht kennt, aber wenn man dann bei der Arbeit ist und sich mit der bestehenden Anlage vertraut macht und sieht, das die Personen bald nicht mehr da sind, fange ich schon mal an nachzudenken.
    Natürlich macht man nur seinen Job, aber das haben die vor 60 Jahren auch schon gesagt (ok, krasser vergleich). Bei Leihkräften ist es mir eigentlich egal, weil die eh kommen und gehen wie sie lustig sind und man kennt diese Leute gar nicht, aber wenn man vom Stammpersonal, das man schon über 10 Jahre kennt angesprochen wird, weil sie angst um ihren Job haben, dann berührt mich das schon. Ich habe auch selber schon sabotage an neuen Anlagen erlebt, weil die Leute meinten beweisen zu müssen, das sie unersetzlich sind.
    Andererseits beruht die ganze moderne Industrialisierung in Europa und fast dem ganzen Rest der Welt auf mehr Leistung durch weniger Personal. Bei uns in der Firma hatten wir bis Anfang der 90er noch dreimal so viele Leute wie heute, haben aber nur 1/3 der heutigen Tonnage gemacht. Daher, wenn ich die Anlage nicht verbessere, dann tut es jemand anders.

    Wie siehts bei euch aus?? Schon mal drüber nachgedacht??


    gruß
    MeisterLampe81
    Zitieren Zitieren Stellenabbau durch Automatisierung  

  2. Folgender Benutzer sagt Danke zu MeisterLampe81 für den nützlichen Beitrag:

    Koch (29.09.2010)

  3. #2
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    Zitat Zitat von MeisterLampe81 Beitrag anzeigen

    Wie siehts bei euch aus?? Schon mal drüber nachgedacht??


    gruß
    MeisterLampe81
    Ja sicher... Dafür ist doch Automatisierung (u.a.) da. Prozesse effektiver zu machen um Kosten zu sparen. Und da bleibt nun mal der ein oder andere MA auf der Strecke. Ein schlechtes Gewissen hab ich deswegen nicht da ich ja auch nur meinen Job mache.
    Früher gab es Peitschen .... heute Terminkalender

  4. #3
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    das ist schon so lange und startete schon in der Zeit wo der Mensch
    mit Ackerbau und Viehzucht angefangen ist. Irgendwann haben die dann
    Pferde genutzt um den Pflug durch die Erde zu ziehen. Dann über die
    Dampfmaschine zur Industrialisierung und heute wird dann halt durch
    Maschinen Automatisiert.

    Aber jetzt sei mal ehrlich, willst du als Knecht den Pflug wieder selber ziehen
    oder zu Fuss oder mit einer Kutsche zu nächsten Stadt gelangen. Auf
    Fernsehen, Zeitung oder das Auto zum Brötchen holen willst du auch
    nicht verzichten.
    - - -
    Wer als Werkzeug nur einen Hammer hat, sieht in jedem Problem einen Nagel.

  5. Folgende 2 Benutzer sagen Danke zu rostiger Nagel für den nützlichen Beitrag:

    diabolo150973 (29.09.2010),Sven Rothenpieler (29.09.2010)

  6. #4
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    Ich habe das bisher noch nicht so erlebt. I.d.R. geht es immer darum, mit dem gleichen Personal mehr zu produzieren und nicht darum, die Leute rauszuschmeißen. Wir haben ja in Deutschland ohnehin schon einen recht hohen Grad an Automatisierung. Vielleicht liegt es aber auch daran, daß viele der Anlagen, mit denen ich zu tun habe, im Bereich der Automotivezulieferer angesiedelt sind und dort auch schon immer automatisiert wurde bzw. durch die regelmäßigen Produktänderungen bei den PKW auch hier immer wieder geändert, umgebaut und neugebaut wird. Auch viele Prozesse, z.Bsp. bei der Handymontage wurden möglichst sofort, bei Produktionsstart automatisiert. Was ich aber im Moment verschärft erlebe, ist die Rückkehr zu wenig- oder zu teilautomatisierten Prozessen. Diese dann natürlich in Billiglohnländern, Polen, Ukraine, Mexiko, China ... Dieser Trend gefällt mir als Programmierer gar nicht, denn er richtet sich ja leider indirekt eindeutig gegen mich!
    Gruß
    Ralle

    ... there\'re 10 kinds of people ... those who understand binaries and those who don\'t …
    and the third kinds of people … those who love TIA-Portal

  7. #5
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    Automatisieren, damit Arbeitskraft für weitere Aufgaben frei wird: viele Kulturerrungenschaften wären undenkbar, würde der Mensch nicht automatisieren und rationalisieren. Kehrseite der Medallie: statt die Harke zu schwingen gehen wir ins Fitnessstudio.

    Automatisieren, damit das Leben billiger wird: wir sind in der Lage, unzählige nützliche und unnütze Dinge konsumieren zu können. Und die Sozialtransferleistungen sind ebenfalls leichter zu schultern.
    Zitieren Zitieren Automatisieren, damit Arbeitskraft für weitere Aufgaben frei wird  

  8. #6
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    Vielleicht auch noch ein anderer Ansatz :
    Die meißten Abläufe, die ich bei uns so automatisiere, sind nicht unbedingt Arbeiten, die ein Mitarbeiter gerne macht. Natürlich ist hier auch Effizienz ein Thema. Tatsächlich ist es aber auch bei uns so, dass sich dadurch in der Hauptsache unsere Flexibilität und Schlagkraft erhöht - Mitarbeiter sind deswegen noch keine entlassen worden - allerdings verschiebt sich die Qualifizierung der MA's - soll heißen, dass die MA's vielfach schon nicht mehr nur einfache Hilfsarbeiter sind ...

    Gruß
    Larry

  9. #7
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    Genau das beobachte ich auch. Monotone, aber einfache, Aufgaben fallen weg. Dadurch werden Stellen, an denen bisher "ungelerntes" Personal eingesetzt wurde, eingespart.
    Immer mehr benötigt man jedoch Produktionsarbeiter mit technischem Hintergrund, da die Aufgaben anspruchsvoller werden.
    Aber mal ehrlich, wie soll man ohne die Weiterentwicklung von Produktionsprozessen noch konkurenzfähig bleiben? Es ist doch eine unternehmerische Pflicht das Maximum an Produktivität anzustreben.

  10. #8
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    Bei uns ist das häufig so, dass der Kunde seine Anlage "idiotensicher" haben will.
    Ein englischer Kunde sagte mir mal ganz klar, dass er möchte, dass untalentierte, ungelernte und vor allem extrem billige Arbeitskräfte die Anlage bedienen sollen - und dass es dementsprechend automatisiert und visualisiert sein soll.

    Woanders werden für den Betrieb solcher Anlagen extra ausgebildete Fachleute eingesetzt - dort eben nicht. Und der Trend setzt sich fort, ich habe soetwas mitlerweile auch von anderen Kunden gehört.

    Im Endeffekt werden also Mittellohnarbeitsplätze vernichtet und Billiglohnarbeitsplätze geschaffen.

    Wirklich toll finde ich das nicht - aber davon leben wir halt. :/

  11. #9
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    Hallo

    ohne Automatisierung wären wir mit dem Weltmarkt nicht konkurrenzfähig!

    Gruß
    Geändert von b1k86-DL (29.09.2010 um 15:37 Uhr)

  12. #10
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    Hallo,

    eine sehr große Angst für jeden Arbeitgeber ist sicher das die Mitarbeiter vielleicht nicht zuverlässig arbeiten, kündigen, randalieren, klauen, am job saufen, krank werden oder sogar streiken - habe ich da noch was vergessen.... - ganz bestimmt!

    Diese Angst ums Personal ist sicher auch im Risikomanagment ein großes Thema. Wie kann der Arbeitgeber nur seinen Kunden ein zeitgerechtes Lieferversprechen abgeben wenn die Mitarbeiter jeder Zeit Produktionsschwierigkeiten verursachen könnten?

    Es ist sicher ein sehr interesanntes Thema, aber nichts neues. Stimmt schon das unsere Welt immer komplizierter und komplexer wird - trotz allen super Weiterentwicklungen... damit müssen wir und unser Nachkommen aber einfach klar kommen.

    Gruß,
    Berx

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