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Umfrageergebnis anzeigen: Macht ein Monster-Programm Sinn (Mehrauswahl möglich)?

Teilnehmer
64. Sie dürfen bei dieser Umfrage nicht abstimmen
  • Ja, aber nur, wenn man Serienmaschinen hat, die keine Änderungen mehr benötigen.

    22 34,38%
  • Ja, egal bei welchem Anlagentyp ob Sonder- oder Serienmaschinen.

    0 0%
  • Nein. Der Aufwand das zu pflegen und den Überblick zu halten ist zu extrem. In beiden Bereichen.

    12 18,75%
  • Nein. Aber vielleicht einzelne Komponenten standardisieren und diese individuell zusammenführen.

    50 78,13%
Multiple-Choice-Umfrage.
Seite 1 von 5 123 ... LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 41

Thema: [Umfrage] Ein Monster-Programm für alle Anlagen?!

  1. #1
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    Standard


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    Hallo an alle.

    Ich benötige eure Hilfe bei der Lösung eines "Problemes".
    Die Firma, in der ich arbeite, wurde von einer anderen übernommen.
    Diese Firma, die uns kaufte, kommt aus dem Serienmaschinenbau.
    Wir sind eher Sondermaschinenbauer.

    Nun ist es so, das die Serien-Firma 3 Maschinen-Typen mit jeweils 4-5
    Unteroptionen.
    Daher haben die mal beschlossen ein Programm für alle Anlagen zu erstellen
    und dann in der Visu zu definieren, welcher Anlagentyp und mit welchen Optionen
    die Anlage laufen soll, bzw. verbaut ist.

    Bei uns ist es so, das wir ca. 120 Einzelanlagen im Feld haben, von denen
    keine ist wie die andere, bis auf den Namen.
    Sondermaschinen halt.
    Nun möchte aber der Mutterkonzern, das wir alle Optionen der Anlagen in
    eine Software packen und das ganze parametrierbar über die Visu umsetzen.
    Selbst die zukünftigen Anlagen werden bei weitem nicht so sein, das eine
    wie die andere sein wird.

    Jetzt wollte ich mal von euch wissen, wie ihr dazu steht und wie eure Meinung
    und Erfahrung ist.
    Vielleicht kann ich dann dem Mutterkonzern mit weiteren Meinungen und
    Erfahrungen mitteilen, das die Strategie im Sondermaschinenbau keinen Sinn hat.

    Bitte bei der Umfrage vielleicht noch was dazu schreiben, warum ihr das so
    oder so seht. Danke
    Kommt Zeit.... Kommt Rat.... In der Tat.
    Gartenlampe mit Windenergie anstelle von Solar? Bei Interesse -> PN
    Zitieren Zitieren [Umfrage] Ein Monster-Programm für alle Anlagen?!  

  2. #2
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    Standard

    Nur mal so ein paar Einwürfe:

    - Jede Änderung an 1 Einzelmaschine kann eine SW-Änderung erzwingen (evtl. sehr schnell sehr viele Änderungsstände)
    - Bei jeder SW-Änderung muss sichergestellt werden, dass trotzdem noch alle Einzelanlagen damit laufen (wer definiert mit welchen Einzelanlagen die neue SW zu testen ist?)
    - Wer hat den Hut auf, wenn es um die 1 SW geht? Inwieweit benötigt er Kenntnisse von allen Einzelanlagen?
    - Wenn eine Fehlfunktion der SW mit Einzelanlage 1 gefunden wird, wie wird sichergestellt, dass die anderen Einzelanlagen problemlos mit der SW funktionieren (evtl. sehr großer Testaufwand im Fehlerfall)?

    Ich würde euch von einer Monster-SW abraten.
    A programmer is just a tool which converts caffeine into code.

  3. #3
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    Ich kann mich Cerberus nur anschließen. Die eierlegende Wollmilchsau kann im Sondermaschinenbau einfach nicht funktionieren. Im Serienmaschinenbau finde ich so etwas nicht verkehrt, aber im Bereich wo sich keine Maschine der anderen gleicht gibt es einfach keinen Sinn für so eine Monster-Software.

    Ich sehe hier auch für den Instandhalter ein Problem, wenn das Programm plötzlich 20 x so groß ist und dementsprechend unübersichtlich vielleicht auch noch, da alle Eventualitäten irgendwo mit drinstecken... Hinzu kommen vor allem die schon angesprochenen Versionsstände und deren Prüfung.

    Meine persönliche Meinung: Finger weg.

    Gruß
    Timo
    chaos, panic and disorder - my work is done!

  4. #4
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    Ich sehe das genau so.

    Bei uns im Betrieb stehen 5 "gleiche" Fertigungsstraßen. Und keine ist wie die andere. Es macht zwar Sinn, ein Konzept zu haben und nach dem alle Anlagen auszuführen, aber letztlich werden die Anlagen immer unterschiedlich bleiben.

    Sehrwohl sind jedoch Programmteile zu Standardisieren, z.b. die Rezepturverwaltung, Bausteine zum Ansteuern von Umrichtern oder Servos usw. Aber selbt da bin ich der Meinung, ein Servo kann mehrere Bausteine haben, je nach dem mit welcher Applikation er betrieben wird.

    Aus dem Baukasten kann man dann ja relativ schnell seine Anlage zusammenbasteln.
    mfG Aventinus

  5. #5
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    Ich sehe das auch wie Cerberus.

    Für mich sind auch beim Sondermaschinenbau Standardfunktionen sinnvoll.

    Solange nicht bei jeder Anlage der Programmaufbau neu "ausgewürfelt" wird, ergeben sich Verbesserungen bei der Entwicklung, Inbetriebnahme und Instandhaltung. Der Grad der Standardisierung sollte von jeder Firma selbst bestimmt und immer wieder mal hinterfragt werden.

    In jedem Fall ist der Änderungsaufwand des Nachziehens bzw. die Versionsverwaltung nicht zu unterschätzen.

    Die Monstersoftware wird auf jeden Fall im Sondermaschinenbau nie vollständig sein. Falls eine Kleinanlage eine Vernetzung mit x CPU 416 für alle Varianten erfordert, sollte das jedem einleuchten.

    Grüße

    Ralph

  6. #6
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    Hallo,

    es gibt auch Kunden, die sowas nicht akzeptieren (wir z. B.)

    Auszug aus unserem Lastenheft:
    "Nicht-benötigte Programmteile sind zu entfernen"




    MfG

  7. #7
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    Hallo,
    von mir ein "kommt ganz darauf an" zu dem Thema.

    Ich selbst bin jemand, der in seiner Firma mehrere solcher "Monster-FB's" einsetzt. Selbstverständlich hat es auch bei mir bei der Entwicklung des Konzeptes eine Evolution gegeben - das sind dann aber auch unterschiedliche Bausteine. Bei mir ist es so, dass ein FB450 V1.0 ohne weiteres durch einen FB450 V5.4 zu ersetzen ist - dann Neue kann alles das was der Alte kann und ebne noch ein paar Kleinigkeiten mehr.

    Es ist allerdings so, dass dieser Baustein NICHT die ganze Maschine steuert sondern eher das "Herz vom Environment" ist.

    Auf jeden Fall kann man aber durchaus für wiederkehrende Funktionalitäten eine Baustein-Bibliothek haben. Es ist hier nur eine Frage, wie man es anstellt.
    Das Ganze setzt aber voraus, dass es diese wiederkehrenden Dinge gibt und man die Zeit hat, sich über so etwas Gedanken zu machen.

    Ganz generell ist eine gleiche (wiederkehrende) Strukturierung schon von Vorteil weil es so möglich ist, dass die Arbeit von Programmierer "A" durchaus von Programmierer "C" weitergeführt werden kann - das ist bei uns die Haupt-Intension.

    @Krummix:
    Wenn ihr in einem Konzern intergriert seid, dann kann es mit "die Mutterfirma überzeugen" im Moment funktionieren - auf Dauer wirst du damit aber ein Problem bekommen. Den Teil habe ich schon mal erlebt ...

    Gruß
    Larry

  8. #8
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    Wir haben sehr viele Standard-Bausteine geschaffen und für die Programmstruktur klare Vorgaben. Dadurch ist z.B. eine komplette Montagelinie recht schnell zusammenzubauen ohne jedes Mal das Rad neu erfinden zu müssen. Aber man ist trotzdem noch flexibel genug um auf Änderungen an einzelnen Stationen zu reagieren oder komplett neue Stationen einzufügen.

  9. #9
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    Meine Meinung ist im wesentlichen hier schon ein paar mal genannt worden.

    Wir haben bei uns auch für fast alles irgendwelche Standart Bausteine, sei es für Ventile, Servos, Fu's oder einfach nur so simple sachen wie mit einer Taste Merker invertieren. Dazu ein ausführliches Pflichtenheft an das sich unsere Fremdlieferanten halten müssen, genauso wie Vorlagen für die Visu.

    Auf die Weise ist zwar nicht jede Anlage gleich, aber die Programmstruktur ist immer gleich aufgebaut. Von Betriebsartenbaustein bis hin zum Störmeldebaustein ist immer die gleiche Struktur vorhanden. Eben so das jeder weiß wo er was zu suchen hat und sich schnell in fremde Programme einarbeiten kann.

    Wird ein Baustein geändert mit z.B neuen funktionen dann wird die Versionsnummer, der grund der änderung und der autor im Kommentar des ersten netzwerks vermerkt, der Baustein am Server abgelegt und jeder kann ihn nutzen. Dabei ist aber wie larry schon mal gesagt hat die kompatibilität der Versionen zu beachten. Ein Baustein der Version 3.2 muss das selbe machen wie der mit Versionsnummer 1.4. Nur muss er eben manches besser oder mit mehr Umfang machen können.

    "Ältere Anlagen" die dann eine Bausteinversion z.B 1.4 haben werden dann aber nur bei Bedarf auf die neue Version geändert. Grund: Never Change a running System. Wenn du verstehst was ich meine.

    MFG
    -A+B=15=21 Klingt komisch - ist aber so!
    -It's not a bug, it's a feature!
    -Es gibt nur 3 Feinde im Leben eines Programmierers: Sonnenlicht, Frischluft und das unerträgliche Gebrüll der Vögel ...!

  10. #10
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    ich pflege im Bereich Sondermaschinenbau so etwa drei bis vier (oder fünf?) Halbserienmaschinenlinien. Verpackungstechnik. Und entsprechend diese fünf (?) Monster(le)programme. Schon immer mit dem Anspruch, dass das jeweilige Programm per Parametrierung an die Maschine angepasst wird. Und Sonderfunktionen ggf. zu- oder abschaltbar sind, aber eben grundsätzlich vorhanden.

    Meine Erfahrung diesbezüglich über die letzen fünfzehn Jahre: zu Anfang hab ich es geschaft, den überschaubaren Maschinenpark immer up to date halten zu können. Dann war ich froh, wenn wenigstens werksweit alles auf einheitlichem Stand war. Und nun ist es so, dass das Monster eben kalbt, wenn ich nicht mehr drüber blick.

    Prinzipiell hat das Monster große Vorzüge: man braucht nicht erst irgendwo nachschaun, wenn der Kunde anruft, man fragt ihn: "ist in Bild ... der Parameter XYZ auf blabla eingestellt, dann tun sie dasunddas ...". Bekannte Fehler sind ab Version sowieso behoben, und und und. Das Monster hat Vorzüge ...

    Und schwer wiegende Nachteile: Bei Kunde X sind Stromrichter Marke Y verbaut, Bei Kunde Z ist der Umrichter gar mit Analogausgang gesteuert. Also unterschiedliche Umrechnungsfaktoren für die Ausgabe, u.U. sogar unterschiedliche Treiberbausteine, die man irgendwann dann doch nicht mehr kompatibel zueinander halten wollte. Ergebnis: will die Altanlage geupdatet werden, so handelt es sich um eine Wiederinbetriebnahme.

    Und es gibt noch mehr, das sich der neuen Zeit versperrt: wer pflegt alte Protool-HMI ohne Auftrag weiter, wenn das aktuelle Monster (Flex) mal wieder geändert wird?

    Bei mir gab es mal einen harten Schnitt, als ich endlich mich entschlossen hatte, von der 16-Bit-Welt (S5) auf die 32-Bit-Welt der S7 rüberzugehen. Ich habe noch lange Zeit ein Datenmodell aus S5-Zeiten weitergepflegt, weil es etabliert war. Der Grund dafür war aber mit S7 eigentlich weggefallen. Es war halt bequem, trotzdem so weiterzudenken. Und so kam halt der Tag, als ich meine Monster(le) so Stück für Stück dann von der 16-Bit-Denke auf die 32-Bit-Denke umstellte. Aber der Tag kam deutlich später, als dies für Neuprojekte geschah, wo nur die einzelnen Bausteine aus dem Baukasten in die Neue Welt rüberzuholen waren.

    Tja, dann gibt es noch die Monster, die zwar dem äußeren Erscheinungsbild der Maschine nach Ähnlichkeiten aufweisen, aber intern grundverschieden strukturiert sind, weil sich Master/Slave-Verhältnisse getauscht haben. Das gibt dann richtige Monster: wenn dann intern zwei Programme vorhanden sind, eines für Variante 1, das andere für Variante 2.

  11. Folgender Benutzer sagt Danke zu Perfektionist für den nützlichen Beitrag:

    sepp (11.11.2010)

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