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Thema: Haftungsausschluss akzeptieren?

  1. #1
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    Hallo Zusammen.

    Ich quäle mich schon den ganzen Abend damit herum und brauche jetzt einen Rat, wie
    ich damit umgehen soll.
    Zu den Fakten:
    Ein Kunde hat eine grundlegende hardwareseitige Sicherheitseinrichtung überbrückt!
    Sie verlassen sich auf die softwareseitige Verriegelung.
    Wenn nun dieser (wenn auch sehr unwahrscheinliche) Fall eintreten sollte, bekommen die
    Bediener bzw. andere Mitarbeiter nicht mal eine Warnung. Sie würden dann entweder
    qualvoll ersticken oder hätten schwere Lungenschäden.
    Ich habe daraufhin die Anlage ausser Betrieb genommen. Der Kunde ist natürlich
    stocksauer, weil er nicht mehr produzieren kann.
    Der Kunde hat mir für diesen Fall einen Haftungsausschluss angeboten. (Bekomme ich morgen schriftlich.)
    Abgesehen davon, ob dieser Haftungsausschluss im Fall der Fälle rechtlich greift,
    würdet Ihr die Anlage wieder einschalten?
    Wenn dieser Fall eintreten sollte, würde ich mir deshalb Vorwürfe machen!

    Danke für Eure Antworten!

    Grüße
    Gebs
    Geändert von Gebs (17.12.2010 um 00:49 Uhr)
    Zitieren Zitieren Haftungsausschluss akzeptieren?  

  2. #2
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    Interessante Frage.

    Nur, willst Du Dich wirklich auf die Antworten von uns juristischen Laien verlassen?

    Ein Dozent hat mal in einem Kurs über Recht gesagt: Überlegen Sie sich wie würden Sie entscheiden, drehen sie es um 180° dann wissen Sie wie das Gericht entscheiden wird .

    Wenn Du auf Nummer sicher gehen willst, nimm ein paar Euro in die Hand und lass Dich von einem Anwalt beraten.

    Das kommt Dich auf jeden Fall billiger, als wenn Du Dich hinterher mit Schadensersatzforderungen und fahrlässiger Körperverletzung herum ärgern musst.
    Gruss Audsuperuser

    Herzlich Willkommen im Chat:
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  3. Folgender Benutzer sagt Danke zu AUDSUPERUSER für den nützlichen Beitrag:

    Gebs (17.12.2010)

  4. #3
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    Ich würde mich fragen warum der Kunde diese Überbrückung vorgenommen hat. Zu viele Fehlalarme?
    mfg max

  5. #4
    Avatar von Gebs
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    Zitat Zitat von AUDSUPERUSER Beitrag anzeigen
    Interessante Frage.

    Nur, willst Du Dich wirklich auf die Antworten von uns juristischen Laien verlassen?

    Ein Dozent hat mal in einem Kurs über Recht gesagt: Überlegen Sie sich wie würden Sie entscheiden, drehen sie es um 180° dann wissen Sie wie das Gericht entscheiden wird .

    Wenn Du auf Nummer sicher gehen willst, nimm ein paar Euro in die Hand und lass Dich von einem Anwalt beraten.

    Das kommt Dich auf jeden Fall billiger, als wenn Du Dich hinterher mit Schadensersatzforderungen und fahrlässiger Körperverletzung herum ärgern musst.
    Erstmal Danke für Deine Antwort.
    Wir haben bei uns in der Firma nen Anwalt, der sich darum kümmert.
    Deshalb ist die rechtliche Frage nicht mein Problem.
    Ich würde mit halt Vorwürfe machen, wenn den Menschen, die dort
    arbeiten was passieren würde!

    Zitat Zitat von maxmax Beitrag anzeigen
    Ich würde mich fragen warum der Kunde diese Überbrückung vorgenommen hat. Zu viele Fehlalarme?
    Thermoelement defekt! => Anlage schaltet ab.

    Grüße
    Gebs

  6. #5
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    Zitat Zitat von Gebs Beitrag anzeigen
    Thermoelement defekt! => Anlage schaltet ab.
    Grundsätzlich würde ich die Ursache beseitigen (lassen). Auf keinen Fall eine Sicherheitseinrichtung überbrücken. Auch mit Rechstanwalt in der Firma. Ob das Gericht später dessen Ansicht teilt ist ja nicht sicher.
    Oder stirbt das Thermoelement dauernd? Dann die wirkliche Ursache suchen und beheben.
    Rainer Hönle
    DELTA LOGIC GmbH

    Ein Computer kann das menschliche Gehirn nicht ersetzen. Engstirnigkeit kann unmöglich simuliert werden. (Gerd W. Heyse)

  7. #6
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    Hallo Gebs,

    Zitat Zitat von Gebs Beitrag anzeigen
    Ich würde mit halt Vorwürfe machen, wenn den Menschen, die dort
    arbeiten was passieren würde!
    ... dies kann ich absolut nachvollziehen.

    Mich würde ja schon interessieren was euer Anwalt dazu sagt.

    Seid ihr eigentlich der Hersteller der Anlage und nehmt diese gerade in Betrieb?

    Wenn ja: Hast Du dieses Thema schon mal sicherheitstechnisch beleuchtet, um das Gewissen zu beruhigen?
    Welche Normen und Richtlinien sind anzuwenden. Sind in den ensprechenden Normen Anforderungen an die Sicherheit definiert und durch die Ausführung der Anlage auch eingehalten...

    Grüße
    reliability

  8. Folgender Benutzer sagt Danke zu reliability für den nützlichen Beitrag:

    Gebs (17.12.2010)

  9. #7
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    klag doch mal dein leid der BG ... immerhin zahlt deine firma ja auch an diese dann können die ab und zu mal was tun

    ich hätte auch die anlage gesperrt!

    wenn ihr aber die anlage dem kunden schon übergeben habt und alle richtlinien und prüfungen sind abgenommen (bgva, usw ....) dann steht doch sicherlich in eurem handbuch / bedienungsanleitung das bei änderung an der anlage diese prüfungen erlischen und haftung ausgeschlossen ist oder?

  10. Folgender Benutzer sagt Danke zu erzteufele für den nützlichen Beitrag:

    Gebs (17.12.2010)

  11. #8
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    Zitat Zitat von erzteufele Beitrag anzeigen
    klag doch mal dein leid der BG ... immerhin zahlt deine firma ja auch an diese dann können die ab und zu mal was tun

    ich hätte auch die anlage gesperrt!

    wenn ihr aber die anlage dem kunden schon übergeben habt und alle richtlinien und prüfungen sind abgenommen (bgva, usw ....) dann steht doch sicherlich in eurem handbuch / bedienungsanleitung das bei änderung an der anlage diese prüfungen erlischen und haftung ausgeschlossen ist oder?
    Aber jetzt hat er davon Kenntnis erlangt und die Anlage gesperrt. Was passiert, wenn er die jetzt wieder freigibt?
    Rainer Hönle
    DELTA LOGIC GmbH

    Ein Computer kann das menschliche Gehirn nicht ersetzen. Engstirnigkeit kann unmöglich simuliert werden. (Gerd W. Heyse)

  12. Folgender Benutzer sagt Danke zu Rainer Hönle für den nützlichen Beitrag:

    Gebs (17.12.2010)

  13. #9
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    Hallo

    Zitat Zitat von Gebs Beitrag anzeigen
    Der Kunde hat mir für diesen Fall einen Haftungsausschluss angeboten. (Bekomme ich morgen schriftlich.)
    Der hilft Dir im Zweifelsfall nichts, wenn der Kunde dann
    behauptet, er sei hier der totale Laie und Du als Fachmann
    hättest ihm das so empfohlen.

    Zitat Zitat von Gebs Beitrag anzeigen
    Abgesehen davon, ob dieser Haftungsausschluss im Fall der Fälle rechtlich greift, würdet Ihr die Anlage wieder einschalten?
    Ich würde ihm kurz schriftlich geben, was zu erledigen ist,
    bevor die Anlage wieder in Betrieb gehen kann und was
    das Risiko ist, falls die Anlage jemand im jetztigen Zustand
    einschaltet.
    Geändert von Gerhard Bäurle (17.12.2010 um 12:30 Uhr) Grund: 2 x Duden
    Beste Grüße Gerhard Bäurle
    _________________________________________________________________
    Hardware: the parts of a computer that can be kicked. – Jeff Pesis

  14. Folgender Benutzer sagt Danke zu Gerhard Bäurle für den nützlichen Beitrag:

    Gebs (17.12.2010)

  15. #10
    Avatar von Gebs
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    Hallo!

    Danke für Eure Antworten!!!

    Erstmal das wichtigste: Die Anlage bleibt gesperrt, bis die Sicherheitseinrichtung wieder funktioniert.

    Wir sind nicht der Anlagenbauer. Wir haben nur die Software und die Visu geliefert. Unser Kunde ist der Anlagenbauer.

    Ich habe jetzt mit unserem Anwalt gesprochen, das Ergebnis ist, dass die Anlage gesperrt bleibt, denn:
    Im deutschen Recht gibt es keinen Haftungsausschluss, wenn Leib und Leben dadurch gefährdet sind.

    Der Anlagenbauer und der Kunde haben dann auch eingelenkt und werden erst dann
    wieder produzieren, wenn die Sicherheitseinrichtung wieder läuft.

    Grüße
    Gebs

  16. Folgende 4 Benutzer sagen Danke zu Gebs für den nützlichen Beitrag:

    Aventinus (22.12.2010),Matze001 (17.12.2010),Rainer Hönle (17.12.2010),Ralle (21.12.2010)

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