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Thema: Urlaub verschoben: wer zahlt was?

  1. #31
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    Hallo zusammen,


    mal grds. rechtliches zum Thema:


    1. Es gibt leider keine gesetzliche Regelung darüber, wie es sich verhält, wenn ein vom Arbeitgeber einmal erteilter / genehmigter (schriftlicher) Urlaub widerrufen werden kann. Es finden sich nirgendwo gesetzliche Regelungen; weder im BGB noch BUrlG. Geregelt ist nur, ob der Arbeitgeber den Urlaub erteilt oder wegen dringender betrieblicher Erfordernisse verwehrt.
    Grundsätzlich gilt folgendes: Der Arbeitgeber darf einen einmal gewährten Urlaub im Allgemeinen nicht widerrufen. Nur in ganz extremen Ausnahmefällen ist ein solcher Widerruf möglich. Solche Ausnahmefälle sind aber rein theoretisch, d.h. es gibt sie in der Praxis kaum, da meist eine einvernehmliche Einigung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer erzielt wird.
    Mithin wäre hier zu prüfen, ob hier ein solches dringende Erfordernis, welches das Unternehmen gefährden würde vorliegt, so dass es gerechtfertigt wäre, den Urlaub widerrufen zu dürfen. Dies ist meist bei Unternehmen zu bejahen, mit wenig Personal und bei solchen Mitarbeitern, die eine wichtige betriebliche und qualifizierte Aufgabe und Stellung im Unternehmen haben. Gerade bei Mitarbeitern, die bei Fehlen des Chefs, bzw. seiner Abwesenheit, ihn „ersetzen“. Zum Beispiel kann dies sicherlich bei einem Azubi nicht angenommen werden.
    Es ist jedoch folgendes zu beachten: Auch ein rechtswidriger Widerruf von bereits gewährtem Urlaub durch den Arbeitgeber führt dazu, dass man den Urlaub zunächst einmal nicht antreten darf. In einem solchen Fall müssten man sich leider an das Arbeitsgerichts wenden und diesen in Anspruch nehmen. Wer "auf eigene Faust" Urlaub macht, nimmt eine Selbstbeurlaubung vor, die schwerwiegende rechtliche Konsequenzen hat.

    2. Wenn zum Beispiel ein Arbeitgeber sagt: „… wenn Ihnen das nicht passt, dann können Sie gehen… (oder ähnlich). „ Diese Art des Arbeitgebers ist indiskutabel. Er verstößt damit gegen elementare Grundsätze des Arbeitsverhältnisses. Eine Erpressung ist es allerdings nicht. Das wäre es nur, wenn der Arbeitgeber das Recht hätte, den Urlaub zu widerrufen oder für den Fall, dass der Mitarbeiter nicht kooperiert Sanktionen androht, die er auch wirklich berechtigt wäre vorzunehmen. Der Arbeitgeber kann dann den Urlaub nicht widerrufen, wenn das dringende betriebliche Erfordernis fehlt und tatsächlich gegenüber dem Mitarbeiter kann er nur dann was gegen tun, wenn der Mitarbeiter den Urlaub dennoch antritt.
    Existiert ein Betriebsrat, so kann der Mitarbeiter, vor dem Gang zum Arbeitsgericht, sich an diesen wenden. Denn auch der Arbeitgeber hat die Pflicht, alles zu unterlassen, was das Arbeitsverhältnis belasten kann.

    3. Widerruft der Arbeitgeber bereits erteilten Urlaub, so kann vom Arbeitgeber Ersatz der hierdurch entstehenden Kosten sowie Nachgewährung des nicht in Anspruch genommenen Urlaubs zu einem späteren Zeitpunkt verlangt werden. Ob die Differenz zu einem teureren Urlaub während der Saisonzeit darunter fällt, müsste im Einzelfall von einem Arbeitsgericht geklärt werden. Für den Fall, dass der Arbeitgeber sich weigert, die entstehenden Kosten zu tragen, bleibt nur der Gang vor ein Arbeitsgericht.


    Gruss und schönen Abend


    ASE GS
    Geändert von ASEGS (22.01.2011 um 20:18 Uhr)

  2. Folgender Benutzer sagt Danke zu ASEGS für den nützlichen Beitrag:

    rostiger Nagel (22.01.2011)

  3. #32
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    @Helmut:

    Ich will Dich jetzt nicht dumm anmachen, oder so!!! Aber das, was Du da mit Deinen Urlaubstagen machst, ist eine Frechheit!

    Vor ca. 10 Jahren, kamen die Herren des Arbeitgeberverbandes der Bauindustrie auf die tolle Idee:

    Wir können ja mal versuchen die Urlaubsansprüche von 30 auf 25 Tage jährlich zu kürzen, weil bei einem großen Teil der Arbeiter am Ende des Jahres noch viel Resturlaub auf der Karte stand. Ob der Urlaub nun aus betrieblichen, oder anderen, Gründen nicht genommen wurde spielte keine Rolle!

    Zum Glück hat die Gewerkschaft gekämpft und es nicht zugelassen. Aber da sieht man mal, auf was für Schnapsideen die hohen Herren kommen, wenn Leute wie Du ihre Tage nicht nehmen... Wenn die nächste Krise kommt könnte das so ein toller Vorschlag sein. Irgendeiner wird immer zum Erpresser!

    Wie schon gesagt: Bitte nicht böse sein, aber für so etwas habe ich wenig Verständnis!


    Schöne Grüße,

    dia
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  4. #33
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    @Dia,
    ich bin dir nicht böse, aber was soll ich tun ich bin jung und brauch das Geld.
    Ich wurde auch nicht gezwungen die Arbeit zum machen, mir hat es einfach
    nichts ausgemacht. Geh mal davon aus das niemand bei uns in der Firma
    genötigt wird auf seinen Urlaub zu verzichten. Auch wenn da einige von den
    400 Mitarbeitern noch am Jahresende Urlaub haben, würde unsere GL nie
    Auf die Idee kommen zu den Urlaubsanspruch von 30 Tagen herab zu setzen.
    Ich finde es auch garnicht so schlimm, etwas anderes und viel schlimmeres ist
    die schlecht bezahlte Leiharbeit, die es einen Menschen nicht mal ermöglichen,
    einen Kredit zu beantragen, geschweige den ein vernünftiges leben zu führen.
    Im übrigen habe ich ganz gerne mal frei.

    Gruss hlmut
    - - -
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  5. #34
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    Da muss ich Dir Recht geben:

    Die Sklaventreiber...äh... Leih-/ und Zeitarbeiter haben schon eine Menge kaputt gemacht. Und es wird bestimmt noch schlimmer... Ich für meinen Teil bin sehr froh, dass ich im Sondermaschinenbau tätig bin. Das, was wir hier machen, kann zum Glück nicht jeder.

    Als ich mich damals aus Verzweiflung bei so einem Verein beworben habe, lag da das Grundgehalt bei 8,50-10€/Std.
    Ich habe gefragt, ob die mich verarschen wollen. Plötzlich war die Olle am anderen Ende der Leitung beleidigt. Blöde Kuh!!!

    Man soll möglichst viel können, aber nichts dafür bekommen. Eine Scheißwelt ist das!!!

    Kann es sein, dass ich jetzt voll am Grundthema vorbei bin. Oder war das schon vorbei???


    Gruß,

    dia
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  6. #35
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    Was war nocheinmal das grundthema
    - - -
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  7. #36
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    Zitat Zitat von diabolo150973 Beitrag anzeigen
    Die Sklaventreiber...äh... Leih-/ und Zeitarbeiter haben schon eine Menge kaputt gemacht.
    dia
    An den Leiharbeitern liegts bestimmt nicht! eher an denen, die auf Leiharbeit setzen und die armen Teufel verarschen. Bei uns waren Leiharbeiter beschäftigt, denen hat man 3 Jahre und länger (!) nen Festvertrag versprochen. Viele wurden dann im letzten Dezember rausgekegelt, damit Geschäftsführung, Controlling & Co die "richtigen" Zahlen vorlegen konnten. Nun im Januar durften einige wieder anfangen... Soviel zum Thema Scheißwelt! Immerhin bekommen die Leiharbeiter bei uns genausoviel wie die Alteingesessenen.
    Gruß Approx
    Nihil est in cpu, quod non fuerit in intellectu" - Nichts ist in der CPU, was nicht (zuvor) im Verstand war.

  8. #37
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    Zitat Zitat von Helmut_von_der_Reparatur Beitrag anzeigen
    Was war nocheinmal das grundthema
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  9. #38
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    Zitat Zitat von Approx Beitrag anzeigen
    An den Leiharbeitern liegts bestimmt nicht! eher an denen, die auf Leiharbeit setzen und die armen Teufel verarschen. Bei uns waren Leiharbeiter beschäftigt, denen hat man 3 Jahre und länger (!) nen Festvertrag versprochen. Viele wurden dann im letzten Dezember rausgekegelt, damit Geschäftsführung, Controlling & Co die "richtigen" Zahlen vorlegen konnten. Nun im Januar durften einige wieder anfangen... Soviel zum Thema Scheißwelt! Immerhin bekommen die Leiharbeiter bei uns genausoviel wie die Alteingesessenen.
    Gruß Approx

    Ich meinte auch die Vermittler!!! Wenn man keine Wahl hat, muss man ja in den sauren Apfel beißen und da hingehen. Besser als für 1€/stunde im Stadtpark Papier aufsammeln.
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  10. #39
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    Es tut mir leid, dass ich auch ein bischen OT weiter machen muss, aber ich kann das undifferenzierter Gelaber über Leiharbeiterfirmen nicht unkommentiert vorbei gehen lassen. Es gibt auch Ausnahmen! Ich war bis März 2010 mehr als sechs Jahre lang bei einer Leiharbeiterfirma tätig bevor sie mich (wegen der wirtschaftliche Krise, verständlicherweise) in die Rente entlassen haben. Einen besseren Arbeitgeber habe ich nicht gehabt und in den letzten anderthalb Jahren, dank Tarifvertrag, habe ich knapp 60 k€ verdient, ist zwar weniger als ich vorher verdient habe, ist aber kein Hungerlohn!

    Seit dann habe ich für die Firma nun vier Projekte als freiberuflicher Mitarbeiter gemacht (unter anderen Kunden) und das Leben geht weiter so zu sagen!

    Ich gebe zu die Firma ist möglicherweise eine Ausnahme und beschäftigt ausnahmsweise nur Ingenieure, aber ich glaube nicht, dass sie die einzige Ausnahme ist. Ich habe mich sehr wohl da gefühlt und habe mich bewusst von keinem Kunden abwerben lassen. Der Name der Firma will ich nicht unbedingt hier öffentlich machen, aber wenn jemand Interesse hat dann ruhig eine PN schicken.
    Zitieren Zitieren Thema Leiharbeiter  

  11. #40
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    Ich würde das mit den Sklaven Verleihern, nicht als Gelaber
    abtun nur weil du mal einmal Glück hattest,
    es weißt doch wohl jeder wie es da in der Branche
    aussieht. Oder bist du am ende sogar ein verleieher
    Endschuldige ich meine Sklavenhàndler.
    - - -
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