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Thema: Urlaub verschoben: wer zahlt was?

  1. #1
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    Urlaubsplanung geplatzt: ein Top-Thema bei uns im Forum?

    Also bei mir war es so: Urlaub war und ist bei uns was Heiliges. Und es ist bislang nur einmal vorgekommen, dass ich mal einen Urlaub für einen Tag unterbrechen musste. Zumindest erinnere ich mich nicht an mehr. Gut, ich hatte auch schonmal zusätzliche Rückflugtickets im Reisegepäck. Für den unwahrscheinlichen Fall, dass ich Urlaub vorzeitig abbrechen müsste.

    Aber nun sind wir in eine bizzarre Situation geraten, bei der ich spontan sagte: klar, für den Mehraufwand muss Chef gradestehen. Und Chef sagte: äähhhmmmm - wie? kann doch der Chef nichts dafür, wurde doch alles rechtzeitig, und so ...

    Soviel vorab: Chef hat eingesehen, dass er nicht ganz unschuldig ist ...

    Der Reihe nach: meine Frau geht seit Jahren zu Pfingsten auf ein Tanzseminar nach Thassos. Chef verreist etwa alle zwei Jahre zu Pfingsten in die USA. Und der Perfektionist ist normalerweise in der Firma, wenn Chef weg ist. Wenn Chef zu Pfingsten da, dann verreist der Perfektionist auch mal mit der Frau nach Thassos.

    Im Herbst letzten Jahres signalisierte Chef mir: Chef verreist zu Pfingsten, also Perfektionist daheim. Also buchte meine Frau mitsamt Enkelkind eine Woche Tanzseminar auf Thassos. Meinen Jahresurlaub würden wir dann im September auf Thassos verbringen wollen - Buchung dann halt irgendwann später, wenn man dann einen Zeitplan hätte.

    Am 10.1.2011 lag dann der Zeitplan auf meinem Schreibtisch: wegen dem drohenden Arbeitsanfall in der zweiten Jahreshälfte wird der Urlaub möglichst um Pfingsten herum befohlen. Also lautet der Beschluss: beten dass im Flieger noch ein weiterer Platz für den Hinflug für mich frei ist, die Stellung daheim in der Firma hält ausnahmsweise ein weiterer Mitarbeiter, der dann in der zweiten Jahreshälfte nicht so sehr in Anspruch genommen ist, tja, und den Rückflug, den verschieben wir mal, sodass der einen Woche Seminar zwei weitere Wochen Jahresurlaub folgen.

    Für mich spontan ganz klar: Chef muss entweder die verfallenen oder ggf. stornierten Rückflüge bezahlen oder die zusätzlich neu zu buchenden Ersatzflüge für Frau und Enkelkind. Und Chef sagt erstmal: ist doch nicht mein Bier? Sag ich: doch, ist Dein Bier! erst gibst mir Urlaubssperre für Pfingsten, und dann willst du doch, dass ich genau da Urlaub nehme. Und Chef hat eingesehen, dass er da nicht ganz unschuldig ist ...

    Aber wie ist es nun wirklich? Ganz hart könnte man argumentieren: der Perfektionist hätte im September ohnehin nochmal für einen gesamten Satz Flüge bezahlen wollen. Was will er also nun Geld vom Chef haben, wenn er es sonst im September selber ohnehin zusätzlich (und sogar möglicherweise mehr) ausgegeben hätte?

    Das steht jedoch paradox im Widerspruch zu der Tatsache, dass der Perfektionist nun Flüge übrigbehält, die er nicht nutzen kann. Die er nie gebucht hätte, wäre rechtzeitig klar gewesen, dass der Jahresurlaub auf Pfingsten zu legen ist.

    Um mal Zahlen mit ins Spiel zu bringen: die zusätzlichen Rückflüge für Frau und Enkelkind ausserhalb der Ferienzeit kosten 189EUR. Die ursprünglichen Rückflüge in den Ferien sind teurer und soweit ich weiss, nicht gegen Kostenerstattung stornierbar (werd mich aber noch erkundigen). Meinem Chef glaube ich zu Recht die 189EUR für die nun nach hinten verschobenen Rückflüge anhängen zu dürfen. Und das hat er jetzt mal vorläufig auch so gefressen.
    Zitieren Zitieren Urlaub verschoben: wer zahlt was?  

  2. #2
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    also für tatsächliche (und damit belegbare) kosten wie z.b. stornokosten kannst du deinen chef in die pflicht nehmen, sofern er einen (schriftlich) genehmigten urlaub untersagt/verschiebt/verkürzt.

    willst du den urlaub erst buchen, dann ist er nicht zu belangen für z.b.
    saisonale zuschläge etc.

  3. #3
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    da ich den zusammenhang nicht ganz verstehe würde ich das wohl als frühbucherlehrgeld auf deine kosten verbuchen und damit basta...

    urlaubsplanung hat ja noch nichts mit urlaubsbestätigung zu tun - wenn du, auf grund einer planung (die ja schon per definition des plans nur eine in-etwa-abmachung oder eine vielleicht-regelung ist) irgendwelche pflüge für die feldarbeit in lampukistan reservierst ist das bitte schön auch deine kanne bier und muß dann bei nicht antreten der feldarbeit auch von dir beglichen werden. was geht es deinen chef an, ob deine frau gern zum kartoffeln lesen nach kleinsiehstenich bei babelsberg fährt und vorallem wann, solang er keine unterschrift für den konkreten urlaubstermin und -dauer geleistet hat...
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  4. #4
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    solang er keine unterschrift für den konkreten urlaubstermin und -dauer geleistet hat...
    eben das macht den genannten Fall interessant: er hat eine Unterschrift dafür geleistet, dass es zu Pfingsten für den Perfektionisten keinen Urlaub gibt. Und ein rundes viertel Jahr später fällt es ihm ein, dass es gut wäre, der Perfektionist wäre zu Pfingsten in Urlaub ...

    übrigens: soll ich mal meinem Chef erzählen, dass seine (oder des Kunden) Pläne nur eine "so in etwa" Abmachung sind? Eine dieser "in etwa Abmachungen" darf ich morgen bei Ibis stornieren. Und bei einem anderen Hotel buchen. Weil wir (und unsere Kunden) ja flexibel sind. *grins*

  5. #5
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    Zitat Zitat von Perfektionist Beitrag anzeigen
    übrigens: soll ich mal meinem Chef erzählen, dass seine (oder des Kunden) Pläne nur eine "so in etwa" Abmachung sind? Eine dieser "in etwa Abmachungen" darf ich morgen bei Ibis stornieren. Und bei einem anderen Hotel buchen. Weil wir (und unsere Kunden) ja flexibel sind. *grins*
    ja, von mir aus! pläne und ideen setz ich gleich und beides handel ich ohne uschrift ... verträg sind anders.
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  6. #6
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    Guten Morgen,

    also ganz willkürlich kann der Betrieb eine eindeutig gemachte
    Urlaubsplanung nicht ändern.

    Aus dem Bauch heraus würde ich sagen, dass der Betrieb
    entstandene Kosten bezahlen muss, wenn der Urlaub nicht
    angetreten wird (verfallene Ticktes usw.). Das ist ein echter
    Schaden.

    Anders sieht es vermutlich aus, wenn Du auf einmal viel
    mehr bezahlen musst, weil die Billigtickets schon alle weg
    sind.

    Infos gibt es sicher bei AN- oder AG-Interessenvertretungen
    wie z. B. hier:

    https://www.verdi-bub.de/p_tipps/archiv/urlaub/#c1774

    Eindeutig ist es nicht, anscheindend kommt es immer sehr
    auf den Einzelfall an.
    Beste Grüße Gerhard Bäurle
    _________________________________________________________________
    Hardware: the parts of a computer that can be kicked. – Jeff Pesis

  7. Folgender Benutzer sagt Danke zu Gerhard Bäurle für den nützlichen Beitrag:

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  8. #7
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    Fragen wir mal anders : hast du dich schon um entsprechende Flüge gekümmert und wie hoch wäre dein Schaden ?
    Früher gab es Peitschen .... heute Terminkalender

  9. #8
    Avatar von Perfektionist
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    Zitat Zitat von Gerhard Bäurle Beitrag anzeigen
    Infos gibt es sicher bei AN- oder AG-Interessenvertretungen
    wie z. B. hier:

    https://www.verdi-bub.de/p_tipps/archiv/urlaub/#c1774
    Kann (oder muss) ein festgelegter Urlaub verschoben werden?

    Es kommt in der Praxis oft vor, dass der Arbeitgeber einen bereits genehmigten Urlaub widerrufen bzw. verlegen will, etwa wegen eines plötzlich erhöhten Arbeitsanfalls oder weil ein unerwarteter Personalausfall eingetreten ist.
    Der Arbeitnehmer braucht sich auf eine solche Urlaubsverschiebung, wenn der Urlaub bereits genehmigt ist oder er sich aus dem zwischen Arbeitgeber und Betriebsrat festgelegten Urlaubsplan ergibt, nicht einzulassen. Die einmal feststehende Urlaubsgewährung kann nicht einseitig widerrufen werden (vgl. BAG 29.1.60, AP Nr. 12 zu § 123 GewO). Die Treuepflicht des Arbeitnehmers kann jedoch zu einer Änderung bzw. Verschiebung des Urlaubs führen. Das setzt aber eine Notfallsituation voraus, also unvorhergesehene und unabwendbare Umstände, die die Anwesenheit der Arbeitnehmerin/des Arbeitnehmers zwingend erfordern.
    Eine Einigung zwischen Beschäftigten und Arbeitgeber ist unabhängig von dieser Rechtslage anzustreben. Dabei sind die persönlichen und familiären Aspekte zu berücksichtigen, ebenso die entstandenen Kosten, etwa bei bereits bezahlten Reisen. Die geleisteten bzw. noch fälligen Zahlungen muss der Arbeitgeber übernehmen.
    Im gegenseitigen Einvernehmen ist eine Verschiebung immer möglich. Das gilt auch, wenn der Beschäftigte selbst den Urlaub ändern will. Rechtlich ist eine Änderung des bereits gewährten Urlaubs nur aus zwingenden Gründen möglich. Das ist gegeben, wenn diese Zeit beispielsweise benötigt wird, um einen schwer erkrankten Angehörigen zu pflegen.
    Danke Gerhard,
    das passt doch ganz gut. Arbeitgeber hat Urlaub von irgendwann, aber nicht Pfingsten auf Pfingsten verschoben. Und unter Berücksichtigung der familiären Aspekte (ich brauch ja wohl während meines Urlaubs nicht auf meine Frau zu verzichten?) kann also meine Frau die bereits für sich in diesen Zeitraum gebuchten Flüge nun der Firma überreichen.

  10. #9
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    dein septemberurlaub ist gestrichen. die für diesen urlaub evtl. gebuchten flüge etc. entstandenen unkosten (stornierung) kannst du geltend machen.

    was deine frau für pfingsten gebucht hat: diese nicht.

    ich würde versuchen mich in gegenseitigem einvernehmen zu einigen.
    eine kleine "aufwandsentschädigung" vom chef dürfte schon drin sein.
    aber auf der rechtlichen schiene sehe ich schwarz für dich.

  11. #10
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    Zitat Zitat von tnt369 Beitrag anzeigen
    dein septemberurlaub ist gestrichen. die für diesen urlaub evtl. gebuchten flüge etc. entstandenen unkosten (stornierung) kannst du geltend machen.

    was deine frau für pfingsten gebucht hat: diese nicht.

    ich würde versuchen mich in gegenseitigem einvernehmen zu einigen.
    eine kleine "aufwandsentschädigung" vom chef dürfte schon drin sein.
    aber auf der rechtlichen schiene sehe ich schwarz für dich.
    Das sehe ich genauso.

    Neben materiellen Schäden, sollte aber auch mal die nicht materielle Seite betrachtet werden. Da wären unter anderem die ganze Rennerei die Perfektionist privat hat, wegen Chef. Die Work-Life-Balance verschiebt sich extrem zu Work: nicht genug das Frau auf Perfektionist wegen Überstunden und evtl. Reisetätigkeit verzichten muss, nun auch noch Urlaub unsicher. Erstattet Chef keine Kosten sinkt die Arbeitsmoral von Perfektionist in Zeit mit erhöhtem Arbeitsaufwand wohl auch, oder?

    MfG
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