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Thema: Firmengründung

  1. #1
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    Hallo. Ich möchte trotz Festanstellung eine Firma gründen für Enegineering und Automation. Wer hat einen ähnlichen Schritt vollzogen und läßt mich an seinen Erfahrungen teilhaben. Insbesondere Geschäftform, Versicherungen, IHK Eintragen und auch alles andere interessiert mich?
    SG Farinin
    Zitieren Zitieren Firmengründung  

  2. #2
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    Wir haben vor 25 Jahren als 4 Kollegen (ehemaliger Arbeitgeber Firma Robert Bosch) eine GmbH gegründet.

    Vorteil, wir haften erst einmal nicht direkt mit Privatvermögen.

    Vor der Gründung haben wir uns Aufträge an Land gezogen, nicht erst danach!

    Immer darauf geachtet:
    auf dem Konto im Plus zu bleiben, dann kann einen die Bank ...
    keine Tricks mit MWST und allgemein dem Finanzamt,
    dem "Steuerberater" immer auf die Finger schauen und verstehen, was passiert, wir sind nämlich Firma und nicht mehr nur Technik,
    keine Dinge kaufen, die man nicht braucht (neue Autos, Hardware, ...),
    ein Jahr sollte man auch mal ohne Auftrag auskommen,
    keine Aufträge von Grossunternehmen oder Staat annehmen.

    Dann kann man überleben, wird aber nicht reich, arbeitet ggf. mehr aber kann sich zumindest die Projekte aussuchen.
    Als Freelancer immer auf der Suche nach interessanten Projekten.
    Zitieren Zitieren 25 Jahre im Geschäft  

  3. #3
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    Zitat Zitat von RobiHerb Beitrag anzeigen
    keine Aufträge von Grossunternehmen oder Staat annehmen.
    das versteh ich nicht
    "Es ist weit besser, große Dinge zu wagen, ruhmreiche Triumphe zu erringen, auch wenn es manchmal bedeutet, Niederlagen einzustecken, als sich zu den Krämerseelen zu gesellen, die weder große Freude noch großen Schmerz empfinden, weil sie im grauen Zwielicht leben, das weder Sieg noch Niederlage kennt." Theodore Roosevelt - President of the United States (1901-1909)

  4. #4
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    Zitat Zitat von Markus Beitrag anzeigen
    das versteh ich nicht
    Grossunternehmen zahlen nach 90 Tagen
    und der Staat zahl nach 180 bis 360 Tagen.

    Frank
    Grüße Frank

  5. Folgender Benutzer sagt Danke zu IBFS für den nützlichen Beitrag:

    RobiHerb (13.08.2011)

  6. #5
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    Zitat Zitat von IBFS Beitrag anzeigen
    Grossunternehmen zahlen nach 90 Tagen
    und der Staat zahl nach 180 bis 360 Tagen.

    Frank

    Aber sie zahlen..............
    Früher gab es Peitschen .... heute Terminkalender

  7. #6
    Avatar von Farinin
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    Also ich arbeite bei einem Energieversorger und was ich so mitbekommen zahlen wir auch. Das einzigste ist, wenn die Leistung nur zum Teil erbracht ist und eine Abschlagszahlung ansteht, muß man die Firmen eine Bankbürgschaft über die erhaltenen Gelder hinterlegen. Das hat den Grund, dass im Falle einer Insolvenz bei nicht vollendeten Projekten, der Auftraggeber das Nachsehen hat. Ansonsten hätte ich auch keine Bedenken bei großen Unternehmen oder einem öffentlichen AG eine Projekt zu machen.
    SG Farinin

  8. #7
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    Zitat Zitat von IBFS Beitrag anzeigen
    Grossunternehmen zahlen nach 90 Tagen
    und der Staat zahl nach 180 bis 360 Tagen.

    Frank
    Ich hatte ja den kurzen Satz geschrieben und

    Ich möcte doch noch ein wenig aus der Erfahrung kundtun:

    Warum Vorsicht mit Grossunternehmen?

    Die Grossen geben gerne die Aufträge raus, die sie selber nicht machen wollen. Entweder wissen sie nicht genau, was da eigentlich gemacht werden soll und sie geben das Risiko der vielleicht schon längst erkannten Fehlkalkulation ihres Einkaufs gerne weiter. Auch interne Streitigkeiten und zwischen Abteilungen oder unmöglich haltbare Termine werden immer wieder einmal ausgelagert. Sie picken für sich die Rosinen raus und lassen für den Rest die anderen ran.

    Der kleine Auftragnehmer, dar erst einmal nicht hinter die Kulissen blicken kann, sieht gerne nur die technische Herausforderung und vergisst, wenn es zum Streit kommen sollte, dass er dann nicht mehr mit dem Kollegen aus der Technik den Fall klären wird. Er steht plötzlich einer Rechtsabteilung oder einem gnadenlosen Einkauf gegenüber, und die bestehen nur auf das unterschriebene Papier.

    Wie im Zitat schon gesagt, Siemens z.B. zahlt die Kleinen aus "Verwaltungs Vereinfachungs Gründen" nur alle 3 Monate zum Quartal. Wenn die Rechnung also für sie günstig reinkommt, hast Du erst nach einem halben Jahr nach Rechnungsstellung endlich das Geld auf dem Konto. Gearbeitet hast Du aber in der Zeit vor der Rechnungsstellung.

    Bei Grossunternehmen, halten wir es mittlerweile so: Angebot, in dem eine Anzahlung nach Auftragserteilung vereinbart wird. Kommt der Auftrag, fangen wir in der Regel an, bestätigen aber weder den Auftrag noch stellen wir die Rechnung für die Anzahlung.

    Beim Kunden sieht die Technik, dass wir arbeiten, der Einkauf freut sich, dass wir "Dummen" vergessen haben, die Kohle zu fordern. Wir überraschen den "Kunden" im Notfall mit einer Neukalkulation auf Basis der jetzt bekannten Tatsachen. So haben wir eine recht starke Position und dem Kunden läuft die Zeit davon.

    Mittelständler und "kleine" Unternehmer passt da besser. Hier hat der Chef oft noch ganaue Vorstellungen, was abgeht und wo Probleme auftreten. Er hat damit auch eher Verständnis, wenn im Laufe des Projekts neue Probleme auftreten und man nachverhandeln muss. Sehr oft kann man auch eine Arbeit nach Aufwand raushandeln, da sie selber auch wissen, dass viele Dinge erst im Laufe des Projektes sich ergeben. Im Grossbetrieb gibt es das Budget und alles was darüber hinausgeht, macht Probleme.

    Wenn der kleinere Unternehmer nicht oder nur träge zahlen sollte, ist das auch was anderes, als wenn ein Buchhalter Dir einen Vortrag über Geschäftspraktiken des Konzerns doziert. Der "Kleine" ist viel mehr auf offene Zusammenarbeit und Kooperation angewiesen als der Einkauf des grossen Laden.

    Staat:

    Aufträge erfordern fast immer sehr umfangreiche Ausschreibungen und Angebote. Diese zu erstellen kostet Geld und Zeit, werden ggf. gerne als Lösungsvorschläge dem "Hauslieferanten" (Politik lässt grüssen) zugeleitet. So geht Know How verloren.

    Nur einer macht das Rennen und Folgeaufträge werden nach dem gleichen Verfahren vergeben. Da kannst Du noch so gut sein, denn ist beim nächsten mal der Konkurrent 1 Euro billiger, er bekommt das Ding. Das heisst Deine Erfahrungen, die Du endlich im Folgeprojekt gewinnbringend einsetzen könntest, kannst Du abschreiben.

    Na ja, wie schon gesagt, beim Staat kommt das Geld noch träger rüber.
    Als Freelancer immer auf der Suche nach interessanten Projekten.
    Zitieren Zitieren Weitere Erklärung zu den Erfahrungen  

  9. Folgende 2 Benutzer sagen Danke zu RobiHerb für den nützlichen Beitrag:

    eYe (20.08.2011),rostiger Nagel (13.08.2011)

  10. #8
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    Zitat Zitat von RobiHerb Beitrag anzeigen
    Bei Grossunternehmen, halten wir es mittlerweile so: Angebot, in dem eine Anzahlung nach Auftragserteilung vereinbart wird. Kommt der Auftrag, fangen wir in der Regel an, bestätigen aber weder den Auftrag noch stellen wir die Rechnung für die Anzahlung.

    Beim Kunden sieht die Technik, dass wir arbeiten, der Einkauf freut sich, dass wir "Dummen" vergessen haben, die Kohle zu fordern. Wir überraschen den "Kunden" im Notfall mit einer Neukalkulation auf Basis der jetzt bekannten Tatsachen. So haben wir eine recht starke Position und dem Kunden läuft die Zeit davon.
    Da habt ihr glück das ihr keine großen Unternehmen habt die euch "anpinkeln". Schlicht ist eine Neukalkulation nicht zulässig, sobald die Anlage beim Kunden steht ist der Vertrag als angenommen zu werten. Weiter ist jetzt die Anlage ein wesentlicher Bestandteil der Firma, was bedeutet abbauen ist nicht mehr erlaubt.
    Mit solchen Praktiken solltet ihr mal zu mir kommen, dass wäre ein Spass.


    Zum Themenstarter:
    -Gründung einer Gesellschaft ist fast Pflicht wenn du Aufträge annimmst da schnell hohe Forderungen anfallen bei einem Misserfolg ect. Deswegen nimm mindestens eine GmbH um dein Privatvermögen zu sichern.
    -Ein Auftrag vor Firmengründung wäre gut aber erst Unterzeichnen mit der vorhanden Gesellschaftsform.
    -Schau was du willst z.b. willst du auch Verdrahten musst du in die Genossenschaft ->Beiträge

    Am besten du gehts zur IHK und lässt dich mal beraten bei deiner Firmengründung.

  11. #9
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    Zitat Zitat von RobiHerb Beitrag anzeigen
    Wie im Zitat schon gesagt, Siemens z.B. zahlt die Kleinen aus "Verwaltungs Vereinfachungs Gründen" nur alle 3 Monate zum Quartal. Wenn die Rechnung also für sie günstig reinkommt, hast Du erst nach einem halben Jahr nach Rechnungsstellung endlich das Geld auf dem Konto. Gearbeitet hast Du aber in der Zeit vor der Rechnungsstellung.
    Wir arbeiten mit mehreren großen Firmen zusammen und haben dort auch unsere Zahlungsziele durchgesetzt - da ist keine Rede von 3 Monaten. Selbst 14 Tage netto wird nach zäher Verhandlung meist akzepiert, u.a. auch vom großen S.

    Beim Staat dagegen gebe ich Dir recht - alles, was öffentlicher Auftraggeber ist, ist mit Vorsicht zu genießen - Zahlungen können bis zu einem Jahr dauern.

    Gruß

    Holger
    Zitieren Zitieren Das stimmt so nicht!  

  12. #10
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    Wie haltet Ihr es denn mit Mitgliedschaften in irgendwelchen Interessenverbänden wie HWK/IHK oder den Innungsverbänden?

    MfG

    Markus

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