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Thema: Studium nervt...

  1. #1
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    ich muss mich jetzt erst ma abreagieren....
    ich hab morgen it-klausur und muss grad uml und sysml lernen.
    es is echt unglaublich was für praxisferner mist die an der uni lernen und vor allem wie viele sachen einfach falsch sind..... ich bin grad echt auf 180.

    ich hab nach meiner lehre doch mal gepostet was ihr empfehlen würdet - studium oder doch besser ne stelle als betriebselektriker für automatisierungssachen und dann noch techniker.
    hab mich für des studium entschieden, abi an der bos gemacht und bin jetzt an der tu münchen.

    da müssen wir in jetzt doch echt in uml schreiben:

    <<class>> Sensor
    Signal: Bool
    Signal_verarbeiten(): Bool


    da bekomm ich schon meine wut... Für was soll n sensor ne operation zur verarbeitung bekommen??? aber es kommt besser:
    unterklasse dazu:

    <<class>> Induktiver Sensor
    Induktionsspannung: Float


    und so geht des jetzt seit zwei semestern... vollkommener kack von a bis z. praxisfern, größtenteils vollkommener bullshit und unstrukturiert wie sau... kein wunder dass da sowas wie johonie raus kommt.
    hat von euch wer an der tum studiert... bzw. war bei euch des ganze im studium besser?
    mfg
    Stift
    Zitieren Zitieren Studium nervt...  

  2. #2
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    Ich habe nicht studiert und auch (bis jetzt) nich vor zu studieren aus genau diesen Gründen - ein Studium bringt einem auch sicherlich einiges, ist aber in der Regel praxisfern. Ich hab mich daher nach der Lehre als Energieelektroniker erst als Test für die Abendschule für den SPS-Techniker, dann für den "echten" Techniker entschieden und hab jetzt noch 1 Jahr Abendschule vor mir...

    Aber auch hier kommen einem so viele Sachen im direkten Zusammenhang sinnlos und praxisfremd vor. In der echten Praxis zeigt sich dann aber oft, dass du zwar vielleicht nicht exakt diese Programmiersprache oder Trafoberechnung oder sonst was benötigst - aufgrund der gelernten Grundlagen kannst du aber dieses Wissen auf dein echtes Problem anwenden und es so selbst lösen. Ich denke jeder hat bei jeder Schulform schon oft gedacht, was soll das Ganze jetzt hier, das brauche ich doch nie wieder - irgendwie hat's doch geholfen...

    Ich kann dich da also gut verstehen, am Ende vom Studium wird aber bestimmt was vernünftiges bei Rumkommen!

    Gruß
    Timo
    chaos, panic and disorder - my work is done!

  3. #3
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    Ich habe während meinem Studium folgendes bemerkt:
    Man lernt viel Mist, der im besten Fall zweifelhaft ist. Vieles von dem, was man sich vor der Klausur reinprügelt ist sowieso schnell weg (Stichwort Lern-Bulimie ), was ab und zu aber ein Glücksfall ist.

    Aber der Sinn von dem Ganzen ist nach meiner Erfahrung nicht den Mist sich zu merken, wobei manches im späteren Beruf sinnvoll sein kann. Ziel ist das logische Vorgehen zu lernen, so wie die schnelle Aneignung von Wissen. Ob das Studium wirklich so gedacht ist, weiß ich nicht, aber für mich war es die einzigst sinnvolle Erklärung.
    Wenn das nicht so wäre, dann müssten statt alten Professoren, die das schon seit Jahrzehnten machen, leute aus der Industrie mit Berufserfahrung die Vorlesung halten...

    Aber generell empfehle ich das Durchhalten.... Wird nicht besser, aber auch nicht mehr schlimmer ^^ und später hast du es im Beruf leichter.
    Notfalls klammer dich an die Studentenfeiern

    Gruß

  4. #4
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    Hallo Stift,
    das, was dich da nervt nennt man (so wie ich es aus deiner Beschreibung verstanden habe) OOP (Objekt-orientierte-Programmierung). Hier bringt eine Klasse ihre Variablen (Properties) und auch ihre (Arbeits-)Methoden (Funktionen und/oder Prozeduren) generell mit.
    Das hat dann in der einfachsten Form z.B. zur Folge, dass ein Array "weis", wie groß es deklariert ist und wie viele Elemente gerade benutzt sind. Oder ein String weiß, wie er sich umformatiert und wie lang er ist ... z.B.

    Das ist m.E. absolut nicht welt- und/oder praxisfremd.

    Du mußt allerdings auch der von dir gewählten Ausbildungs-Institution bei der Wahl des Anspruchs-Levels sicherlich Rechnung tragen - eine Uni ist sicherlich etwas anderes wie eine FH ...

    Gruß
    Larry

  5. Folgender Benutzer sagt Danke zu Larry Laffer für den nützlichen Beitrag:

    vierlagig (25.08.2011)

  6. #5
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    Eigentlich geht doch dieses Gefühl des "warum-muss-ich-das-jetzt-lernen" schon in den frühen Schultagen los. Und jeder der sich für einen halbwegs akademischen Bildungsweg entscheidet, kann davon ganze Symphonien singen. Habe mich damals in den 4 Jahren Techniker-Abendschule auch oft nach dem Sinn mancher Thematik gefragt (wir mussten VisualAge u.so'n Sch*** lernen).
    Was mir in letzter Zeit eher etwas auffällt:
    Viele User schreiben sich hier im Forum den Frust von der Seele, anstatt mal mit einem Kumpel bei einer Tasse Bier drüber zu quatschen. Gerade die "Generation Fratzenbuch" hat im Netz 1000 Freunde, aber anscheinend niemanden zum sozialen Austausch...

    *komisch* - denkt UNSEREINER
    Nihil est in cpu, quod non fuerit in intellectu" - Nichts ist in der CPU, was nicht (zuvor) im Verstand war.

  7. Folgende 7 Benutzer sagen Danke zu Approx für den nützlichen Beitrag:

    Christian73 (26.08.2011),diabolo150973 (25.08.2011),Junior (25.08.2011),Lupo (25.08.2011),MariusW (25.08.2011),Solaris (25.08.2011),Tapio Bearking (25.08.2011)

  8. #6
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    Zitat Zitat von Approx Beitrag anzeigen
    Viele User schreiben sich hier im Forum den Frust von der Seele, anstatt mal mit einem Kumpel bei einer Tasse Bier drüber zu quatschen. Gerade die "Generation Fratzenbuch" hat im Netz 1000 Freunde, aber anscheinend niemanden zum sozialen Austausch...
    Das ist dann wohl der Geist der Zeit - ob nun als positiv zu bewerten ist eine andere Frage

  9. #7
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    Ein Vorteil von der Veränderung ist, das man auch so leichter mit Menschen in Kontakt kommen kann, die diese Erfahrung gemacht haben. Die Freunde/der Freund hat nicht immer die entsprechenden Erfahrungen gemacht.... Außerdem sind die nicht immer greifbar, das Internet gibts mittlerweile fast überall.

  10. #8
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    ich glaub ihr habt teilweise bisschen falsch verstanden was mich stört...

    die modelle zur objektorientierten propgrammierung stören mich überhaupt nicht. ich finde das ganze auch sinnvoll und hilfreich und kann mir schon vorstellen für was ich das ganze mal gebrauchen könnte. vor allem hab ich dazu immer mein abschlussprojekt im sinn.
    mit nem sysml blockdiagramm hätte ich die gesamte anlage verständlich am anfang gleich mal aufgliedern können.
    ich hab auch nicht das gefühl, das ich denke "warum lerne ich das", weil ich bei 95% des stoffs mir irgendeine anwendungung dazu denken kann....

    was mich nervt sind solche sachen wie ich anfangs beschrieben habe.

    ich deklariere eine unterklasse "Induktiver Sensor" mit dem Attribut Induktionsspannung , Datentyp Float und setze diesen Sensor als boolschen Sensor in der anlage ein. das macht für mich keinen sinn... oder seit wann interessiert mich die induktionsspannung eines boolschen sensors?
    Warum bekommt die Klasse Sensor eine Operation "Signol verarbeiten(): Bool" zugewiesen? Für 99% meine Komolitonen hat das jetzt den anschein, dass ich mich beim programmieren auf den Sensor klinken, und da eine Operation "Signal verarbeiten" proggen muss.

    Das sind aber nur ein paar auszüge.... mir fallen einfach ständig fehler auf, die kaum einer sieht, da ich den praxisbezug hab und mir wahnsinnig oft denke "so würde das keiner machen"...

    Im übrigen hab ich das hier gepostet, da ich mir meinen frust in der uni auch schon von der seele schimpfen wollte, da mich allerdings keiner versteht xD ich bekomme zwar zustimmung, dass alles scheiße ist, aber wieso und was alles falsch ist, kann kaum einer nachvollziehen...

    Was übrigens auch ganz interessant ist:
    Von meinen 24 Kollegen, die mit mir die Ausbildung vor drei jahren beendet haben, arbeiten noch genau 2 leute beim großen s... alle anderen studieren oder machen techniker
    mfg
    Stift

  11. #9
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    Zitat Zitat von stift Beitrag anzeigen

    ich deklariere eine unterklasse "Induktiver Sensor" mit dem Attribut Induktionsspannung , Datentyp Float und setze diesen Sensor als boolschen Sensor in der anlage ein. das macht für mich keinen sinn... oder seit wann interessiert mich die induktionsspannung eines boolschen sensors?
    Warum bekommt die Klasse Sensor eine Operation "Signol verarbeiten(): Bool" zugewiesen? Für 99% meine Komolitonen hat das jetzt den anschein, dass ich mich beim programmieren auf den Sensor klinken, und da eine Operation "Signal verarbeiten" proggen muss.
    kommt doch auf die hardware an.
    nicht immer ist es eine steuerung, die die wesentlichen auswertealgorithmen schon abbildet.
    das studium, bei dir wahrscheinlich der elektrotechnik/automatisierungstechnik, soll ja den studenten nicht dazu befähigen ein SPS-programmierer zu werden sondern sachverhalte in der automatisierungstechnik zu erkennen und problemstellungen lösen zu können - dabei wird die hardware durch das system vorgegeben - manch einer deiner kommilitonen wird später vielleicht als entwickler von embedded systemen arbeiten und da ist es mit unter eben notwendig a) einen induktiven sensor zu integrieren und b) diesen dann auch noch zu programmieren...
    vielleicht solltest du dich von deiner abgehobenen, altklugen art gegenüber deiner kommilitonen verabschieden, denn deine weltsicht auf die dinge ist eben bisher nur durch die praktischen erfahrungen geprägt die du in deinem beschränkten arbeitsumfeld sammeln konntest.
    öffne die scheuklappen und schau über den tellerrand - statt zu sagen: "das würde nie jemand so machen" frage dich lieber "wo würde man das so machen?"
    [SIGNATUR]
    Ironie setzt Intelligenz beim Empfänger voraus.
    [/SIGNATUR]

  12. #10
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    bei dem von mir genannten beispiel geht es aber leider ganz konkret um sps-programmierung, so wie ich sie kenne und schon gemacht habe.
    also die stinknormale sps-programmierung...

    das sowas bei embedded systems möglich wäre ist mir schon klar.

    im übrigen findet keiner meiner kommilitionen meine art altklug und abgehoben... ich finds grad n bisschen dreist, dass du sowas, nach zwei beiträgen von mir, beurteilen willst. die sind eigentlich immer ganz froh, wenn ich ein praxisbeispiel bringe und denen damit sachverhalte auf einfach weise erklären kann, die sie noch net verstanden haben.
    mfg
    Stift

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