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Thema: Wochenenddepression

  1. #1
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    Hallo Kollegen, muss jetzt mal nen bisschen schwächeln. Häng schon wieder vorm Laptop
    und zeichne eplan, schreibe S7 und Visu weil unsere Technische Leitung mal wieder
    billige gebrauchte Abfüllmaschinen eingekauft hat und der Meinung ist mal schnell damit
    eine Produktionslinie aufzubauen und auf Knopfdruck zu produzieren.
    Tja, und wie soll es anders sein, nichts funktionierte.
    Also darf ich wieder nen Retrofit machen und hab irgendwie das Gefühl meine Obrigkeit
    etwas zu sehr verwöhnt zu haben in den letzten Jahren. Mal schnell ne Visu hier, mal schnell
    ne komplett neue Steuerung da, mal schnell an den Ars.. der Welt fliegen zur Ibn usw.
    Andere pennen in den Ecken rum und bekommen auch ihre Kohle, retten sich bis zur Rente
    und lachen sich kaputt.
    Nun denn, werde noch ein paar Zeilen S7 schreiben, mich etwas in Profisave einarbeiten,
    mir die Kommunikation zu einem Movidrive über Profibus in den Schädel hämmern, und dabei
    ein paar Pils zur Brust nehmen.
    Montagmorgen dann die fertigen Pläne unserem Schaltschrankbauer übergeben und von meinem
    Chef hören: Ging das nicht schneller!!
    Ob ich den Zirkus noch 20 Jahre bis zur Rente mitmachen will, ich weiß nicht.
    Zitieren Zitieren Wochenenddepression  

  2. #2
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    Zitat Zitat von Lebenslang Beitrag anzeigen
    hab irgendwie das Gefühl meine Obrigkeit
    etwas zu sehr verwöhnt zu haben in den letzten Jahren.
    Vlt. mal auf die Gefühle hören?

    Heisst es Freiwillige vor, darf man auch mal mit den anderen einen Schritt zurückmachen

  3. #3
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    Oh das kenne ich, den Aufwand den man zu Hause treibt sieht ja keiner und die Obrigkeit denkt, dass man das in einer 40 std. Woche gezaubert hat. Temporär ist sowas ja ok, aber nicht als Dauerzustand. Irgendwann kommt jeder an seine Grenzen bzw. sollen solche wichtigen Dinge wie Familie und Freunde ja auch nicht auf der Strecke bleiben.
    Gruss der Fuss!!!

    +|----,,----:
    ------R----| Widerstand ist zwecklos!!!
    -|----''----:

  4. #4
    Avatar von Lebenslang
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    Hallo fuss, Hallo GLT,

    wie fuss schon schreibt, sollte sowas kein Dauerzustand sein, aber irgendwie geht das Gedankenmuster immer Richtung 0 und 1
    Höchstwahrscheinlich würden irgendwelche klugen Seelenklempner sowas als Neurose bezeichnen, allerdings verdiene ich (wir) ja die
    Kohle damit.
    Die Distanz zur Arbeit und die Zuwendung zur Familie, dieser Spagat muss gekonnt sein.

  5. #5
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    Naja,
    Die Distanz zur Arbeit und die Zuwendung zur Familie, dieser Spagat muss gekonnt sein
    halte mal lieber ein wenig mehr Distanz zur Firma, höchstwahrscheinlich bist Du ja im wesentlichen wegen dem Geld dort, das sollten die Vorgesetzten schon begreifen. Das der Beruf auch Berufung sein kann spielt da prinzipiell die zweite Geige.
    Was ich damit sagen will, man diskutiert auf Augenhöhe mit dem Chef, ich will seinen Job nicht machen und er nicht meinen. Man geht eine Symbiose ein, bei der beide Seiten profitieren.

    Mal so laut gedacht
    Mario

  6. Folgende 3 Benutzer sagen Danke zu mariob für den nützlichen Beitrag:

    fuss (02.06.2012),hucki (03.06.2012),Lebenslang (02.06.2012)

  7. #6
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    Ob es hilft weiß ich nicht, doch ich habe eine Feststellung im Leben gemacht:
    Wenn die Arbeit nicht in der Regelarbeitszeit zu schaffen ist, kann dies zwei Gründe haben:
    Man kann den Job nicht oder man hat zu viel Arbeit.
    Wenn du der Meinung bist deinen Job zu können, muss an der Seite etwas getan werden.

    Fatal ist es, wenn über deiner Arbeit dein Privatleben leidet und etwas kaputt geht.
    Ob dir die Arbeit bleibt kannst du nicht allein entscheiden, doch dein Privatleben, das kannst du gestalten.

    Du bist der Master und kannst den Knopf bedienen der dir Ruhe, Erholung und Lebensqualität bringen kann.


    bike
    "Any fool can write code that a computer can understand.
    Good programmers write code that humans can understand."
    --Martin Fowler

  8. #7
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    Hallo Lebenslang,

    Nur einatmen geht nicht. Nur ausatmen geht auch nicht.
    Das sieht jeder ein.
    Bei der Arbeit und der Freizeit ist das ähnlich, nur das verstehen viele nicht.

    Gib deiner „Technischen Leitung“ eine Chance, aus ihren Fehlern zu lernen, indem du nicht jede Fehlentscheidung durch massiven Abseitseinsatz deinerseits abfederst.
    Das tut dir 3-fach gut.
    1. Du bisst nicht so stark beansprucht und hast mehr Freizeit
    2. Du bist erholter und die gleiche Arbeit fällt dir leichter
    3. Man bringt dir wieder mehr Wertschätzung entgegen, wenn du „zu Hilfe“ kommst, wenn es brennt

    Der Wutbürger

  9. #8
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    Na das hört sich doch mal scheiße an. Das komplette Wochenende für die Tonne!
    Unseren Programmierern geht es da nicht besser! Da wird der Laptop am Freitag mit heim genommen und dann wird weiterprogrammiert. Dann fährt man zum Kunden und dann wird alles doch anders gemacht als geplant. Fazit: Die ganzen Wochenenden die man sich um die Ohren gehauen hat waren für den A...
    Aber wir haben ja wenigstens noch das Glück, dass alles in seine Abteilungen aufgeteilt ist: Werkstatt, S7-, CAD- und Visu-büro.
    Seit März bin ich aus meiner Lehre als "Elektroniker für Automatisierungstechnik", draußen und wurde von meiner Firma übernommen. Mein Schwerpunkt liegt dort in der Abteilung Visualisierung, aber ich werde auch als Mädchen für alles hergenommen. Weil ich ja in meiner Ausbildung jede Abteilung durchlaufen habe und mich in jeder abteilung mehr oder weniger auskenne (Beispiel: einer der Jahrelang S7 gemacht hat, findet sich in der Werkstatt nicht so gut zurecht, dann holt man natürich lieber mich ).
    Gestern habe ich auch mal einen 12-Stunden-Arbeitstag hinter mich gebracht (ohne eine einzige Pause, wohlgemerkt), weil einfach ein Externer Programmierer letzte woch schon eine Mail mit S7-Programm an einen Visu-Kollegen geschickt hat, der Urlaub hatte. Keiner hat diese Mail gelesen, gestern Früh ist das dann aufgefallen. Und das Beste: heute war INB!!! Toll! Hab ich gestern die ganze Visu noch machen dürfen. Hat am Anfang nach wenig ausgeschaut, aber wenn man ins Detail gegangen ist, ist es immer mehr geworden! Visu hab ich gestern abend dem Programmierer per mail geschickt, ich hoffe, dass heute alles bei der INB gepasst hat. Angerufen hat mich heut mal keiner, von wegen ich soll hinkommen. Naja ich werde es am Montag erfahren.
    Mal so ne Frage, rein Interesse halber. Mit welchem Programm machst du jetzt die Visualisierung?

  10. #9
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    Zitat Zitat von Lebenslang Beitrag anzeigen
    Nun denn, werde noch ein paar Zeilen S7 schreiben, mich etwas in Profisave einarbeiten,
    mir die Kommunikation zu einem Movidrive über Profibus in den Schädel hämmern, und dabei
    ein paar Pils zur Brust nehmen.
    Montagmorgen dann die fertigen Pläne unserem Schaltschrankbauer übergeben und von meinem
    Chef hören: Ging das nicht schneller!!
    Montag morgen dann ZUSAMMEN MIT den Plänen einen Stundenzettel für die reale Arbeitszeit des Wochenendes
    dazulegen und direkt mal fragen wann du die entsprechende Zeiten abfeiern kannst oder ob er dir die Zeit ausbezahlen will.

    Wenn er "blöde" zurückfragt, dann sagen, das du das leider schon viel zu lange ohne Wochenendstundenzettel für ihn
    gemacht hast und das irgendwann deine Kulanz aufgebraucht ist.

    Falls er immer noch mault, dann anbieten, das du gerne bereit bist, die Arbeitsschritte, die zum lösen von deinen Aufgaben
    nötig sind in einer seiner freien Minuten - am besten Freitag nach der regulären Arbeitszeit - am Objekt zeigen würdest.

    Bin mal bespannt, was er dann noch zu sagen im Stand ist!

    Gruß

    Frank
    Grüße Frank

  11. #10
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    Naja,
    @IBFS, so wie das klingt ist das hier nicht ganz so einfach, wenn Du es mit einem Tyrannen zu tun kriegst, bist Du ohne ein Backup zu haben draußen. Strategisch gesehen ist man da, sofern auf die Arbeit angewiesen sehr schnell selbst der angesch...ene. Strategie und Diplomatie sind die Mittel der Wahl, gepaart mit möglichst viel Wissen über den Gegner.
    Und das ist nicht so einfach, man hat sein persönliches Umfeld, das bestimmt die Vorgaben und dann braucht man die passende Arbeit dazu. Meist ist das, ach was, immer ist das ein Kompromiß. Und da braucht man die Wahl nach dem besten. Wenn die nicht da ist, ist das schonmal Mist.
    Bereits der Arbeitsweg, bei mir 9km, sind ein Grund, alternativ das Firmenfahrzeug. Zum Beispiel.
    Von daher Füße stillhalten, nach Alternativen und die Kommunikation zum Chef suchen und versuchen das Problem nicht mit der Brechstange zu lösen. Meist geht das schief und es gibt zwei Verlierer. Wichtig ist lediglich das wir alle nur ein Leben haben, was wir in diesem nicht tun haben wir verpennt. Man muß also auch manchmal einen radikalen Schnitt machen.
    Das klingt jetzt klugscheißerisch, es ist aber lediglich eine Zusammenfassung von Erfahrungen und daraus entstandenen logischen Schlußfolgerungen, ein Unternehmensberater will für solchen einfachen Schmus richtig Kohle ohne es selbst zu verstehen. Solche Flachzangen.

    Gruß
    Mario

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