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Thema: Industrie 4.0 - Modethema oder Substanz für die Praxis?

  1. #51
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    Zitat Zitat von Matze001 Beitrag anzeigen
    Naja... ich schaue unserer Konstrukteuse öfters mal über die Schultern.
    Wie man aus solchen Bewegungen sinnvoll Schrittketten exportieren soll ist mir mehr als schleierhaft.

    Möglichkeit1: Jede Bewegung wird genutzt -> man macht viele kleine Fehler beim Verschieben, das kann also böse ausgehen

    Möglichkeit2: Man "simuliert" einen Ablauf -> Dazu muss der CAD-ler extrem viel Aufwand treiben, für ein kleines Video mit vllt. 30 Bewegungen hat er ca. 2 Std gebraucht.

    Außerdem muss die entstandene Schrittkette so aufgebaut sein, dass sie in der SPS auch läuft.
    Das heißt: Syntax, Datenformate, Übergabeparameter, etc müssen passen oder genormt sein,.... viel Spaß!

    Grüße

    Marcel
    Du musst da etwas weiterdenken.
    Es werden 3D-CAD, Warenwirtschaftssystem, E-CAD und SPS-Entwicklung integriert.
    Der mech. Konstrukteur macht seine Konstruktion,
    Dann kommst du und legst die elektrischen Bauelemente (Sensoren, Aktoren, SPS, ...) fest.
    Das System "weiß" nun z.B. dass zum Zylinder der Bohreinheit die Ini's mit den Adressen E4.0 und E4.1 und das 5/2-Ventil mit den Adressen A10.2 und A10.3 gehört.
    Wenn du nun den Zylinder "sagst", dass er Ausfahren soll, dann wird eben auch Y10.2 geschaltet und S4.1 belegt.
    Einrcihtfunktionen und auch Schrittketten daraus zu erstellen ist eigentlich kein riesen Akt mehr.
    Wie Helmut schon schrieb, waren einfache Funktionen dieser Art schon vor x Jahren möglich.
    Jedes bessere CAD hat einen Präprozessor mit dem du schon heute SPS-Quellen zusammenbauen kannst.
    Das Problem ist nur, dass sich das bisher nur für wenige Hersteller lohnt. Ein gutes Beispiel sind zum Beispiel Fördetechniksysteme.
    Du hast eine begrenzte Anzahl von Elementen (Rollenbahn, 90°-Drehtisch, 180°-Drehtisch, Umsetzter ...) und für jedes Element fertige Quellen (Bausteine).
    Bei sowas kannst du dir dein SPS-Programm und deine Visu-Bilder schon heute automatisch erstellen.
    Wenn nun mehr Intelligenz in den jeweiligen Systemen steckt und vorallem mal vernünftige Schnittstellen da wären, dann kann man sowas auch universeller gestalten und es rechnet sich auch für den "normalen" Maschinenbauer.

    Gruß
    Dieter

  2. #52
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    Unabhängig vom Maschinenbau bzw Fertigungsstrassen gibts solch einen Ansatzpunkt schon eine Weile von Siemens fuer die Prozessautomatisierung: COMOS. Aber der Teufel steckt wie immer im Detail. Und ist eigentlich ein Alter Hut dem der neue Name Industrie 4.0 angeheftet werden soll...Gruß

  3. #53
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  4. #54
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    Und das ohne TIA

  5. #55
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    Ich bin Pessimist,

    Industrie 4.1 ist nicht kompatibel mit der Basis Version Industrie 4.0 und die Chinesen, wo die Anlage hingehen soll, verlangen angepasste Version 3.99a.

    Was ein Glück, dass alles bei Siemens eingekauft wurde, die eine etwas modifizierte Eigenversion haben, die den Standard hausintern recht locker interpretiert haben, um sicher zu stellen, dass man nicht fremd gehen kann.
    Als Freelancer immer auf der Suche nach interessanten Projekten.
    Zitieren Zitieren Und so wirds dann kommen  

  6. Folgende 2 Benutzer sagen Danke zu RobiHerb für den nützlichen Beitrag:

    ohm200x (02.09.2015),StefanK (17.04.2016)

  7. #56
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    Daumen hoch

    Ich finde, dass "Industrie 4.0" oder, was viele bevorzugen "Industrielle Digitalisierung", eine sehr bedeutender Meilenstein ist. Unter dem Begriff wird ja sehr viel verschiedenes verstanden, wie man an der Diskussion hier schon verfolgen konnte. Da geht es darum, dass ein ausgefallener Sensor sich selber nachbestellen soll und falls man dann merkt dass er gar nicht defekt, sondern nur falsch eingestellt war, soll er auch bitte automatisch wieder zurück zum Hersteller gesendet werden. Das ist natürlich Science-Fiction und jeder der sich mit dem Thema in den Werken befasst weiss, dass dies im Moment sicher nicht das Ziel ist. Oder es wird von SPS-Software gesprochen, die sich selber erzeugt nur aus den 3D-Konstruktionen, auch das ist sicher wieder nicht das Ziel der Industrie 4.0 im Moment. Also viele Träumereien von vielen Seiten, weil viele gar nicht so genau wissen um was es eigentlich geht.

    Ein Keyword das auf jeden Fall wichtig ist, ist die Vernetzung von Maschinen und der Datenaustausch mit dem MES-PC. Es stimmt, dass dies unter dem Stichwort "BDE - Betriebsdatenerfassung" bereits schon einmal in vergleichbarer Form da war, aber nun noch weiter geht. Jede SPS hängt am Netzwerk. Die Lieferanten müssen Bausteine bereit stellen, die alle Daten beinhalten, die vom übergeordneten Manufacturing Execution System gelesen werden sollen. Verschiedende Hersteller von MES-Systemen haben dann in Zusammenarbeit mit den Betreibern gemeinsame Standards entwickelt.

    Die Bausteine beinhalten dann Daten die gelesen werden, wie Alarmdaten, Prozessdaten, Qualitätsdaten, Start/Stop Zustand, Betriebsart, Zykluszeit, Produkt-Materialnummer, Materialnummern zugeführter Sub-Assemblies, Rezeptnummer, Produktionspfad, usw... Und es gibt Daten die geschrieben werden, weil das MES-System auch Aufgaben der Liniensteuerung wie z.B. Interlocking übernehmen kann. Dabei wird an den Handarbeitsplätzen innerhalb einer automatisierten Produktionslinie anhand einer eingescannten Seriennummer oder eines RFID geprüft ob das betreffende Werkstück in den Produktionskreislauf eingeschleust werden darf. Weiterhin kann das MES auch die gesamte Rezeptdatenverwaltung der Produktionslinie übernehmen und Änderungen an den Rezepturdaten protokollieren.

    Das MES kann Aufgaben übernehmen, die man auch klassischer Weise in einem HMI/SCADA System einordnen könnte/würde, die aber von den Anlagelieferanten meist so nicht geliefert werden, da die HMI nur die allernötigsten Funktionen bereitstellen um die Maschine zu bedienen.

    Alarmdaten werden statistisch ausgewertet und man weiss welcher Sensor, Zylinder oder Servomotor die meisten Fehlermeldungen produziert. Anschließen kann die Instandhaltung genau dort nachsehen was klemmt. Das MES ist also ein Werkzeug für die Instandhaltung.

    Weiterhin kann man Zykluszeiten analiysieren pro Station oder auch pro Prozessschritt oder gar auf jeden einzelnen Aktor bezogen. Man kann Qualitätsdaten auswerten, man hat die Traceability, das heisst pro produziertem Werkstück hat man über die Seriennummer einen ganzen Satz an Produktionsdaten die man mitschreibt und später im Reklamationsfall dem Kunden praesentieren kann oder die man auch selber zu Optimierungszwecken auswerten kann. Das MES ist also ein Werkzeug für die Qualität und die Prozessoptimierung.

    In einem MES kann dann die Qualitätsrate, die Performance und Verfügbarkeit berechnet und zur OEE (Overall-Equipment-Efficiency) zusammengeführt werden. Es müssen nicht manuell die Stückzahlen aufgeschrieben werden, die Stillstandszeiten und die Fehlerursachen damit man diese dann im Morning-Meeting praesentieren kann, sondern das System erfasst das alles automatisch, generiert Reports und die kann man dann auf einem Bildschirm zeigen. Viel Papierkram und das Tippen von Excellisten fällt weg. Das MES ist also ein Werkzeug für das Produktions-Management.

    Wenn alle Maschinen eines Werkes an diesem System hängen kann man diese an ein Web-Interface anschliessen und der Manager kann das Hallenlayout auf seinem Tablet sehen und jede Maschine klicken und sieht die Hauptkennzahlen. Das MES ist also ein Werkzeug für das Top Management.

    http://cn.mathworks.com/company/user...tml?by=product

    Wie man sieht ziehen eine ganze Reihe von Abteilungen ihre Daten aus dem MES System. Bei uns in der Firma rollen wir dieses System nun aus und für uns PC/SPS-Programmierer und Datenbank/Interface/Shop-Flor-IT-Spezialisten kommt viel neue und interessante Arbeit auf uns zu.
    Geändert von Burkhard (30.09.2015 um 04:39 Uhr)

  8. #57
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    @Burghard,
    du schilderst hier ein "normales" MES wie es in vielen Firmen schon seit 15 und mehr Jahren im Einsatz ist.
    Standardisierte Bausteine findest du in vielen Liefervorschriften.
    Nimm z.B. Transline und oder Atmo OpCon.
    Das Thema ist hierbei nicht Industrie 4.0, sondern der interne Plannungs und Beschaffungsprozess.
    Geh zu einem normalen Maschinenbauer und sag du willst eine Anlage in Transline-Ausführung und frag nach den Mehrkosten ...

    Gruß
    Dieter

  9. #58
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    @Blockmove:
    Kann es sein, dass ein Grund gesucht wird / wurde, Werbung zu platzieren?
    Das was der Herr beschreibt haben wir schon, wie du schreibst, seit TL2000 also vor der Jahrtausendwende, schon wieder vergessen, weil es seit damals Standard ist.
    Wobei mir Zweifel kommen, ob es gut war.
    Mir fällt dazu nur VauWe ein. Die haben alles auf die Spitze getrieben und die Lieferanten dermaßen niedergemacht, dass kein einziger wirklich Geld verdienen kann / konnte und jetzt?
    Wir konnten und wollten nie bescheissen.


    bike
    "Any fool can write code that a computer can understand.
    Good programmers write code that humans can understand."
    --Martin Fowler

  10. #59
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    Zitat Zitat von bike Beitrag anzeigen
    @Blockmove:
    Kann es sein, dass ein Grund gesucht wird / wurde, Werbung zu platzieren?
    Das was der Herr beschreibt haben wir schon, wie du schreibst, seit TL2000 also vor der Jahrtausendwende, schon wieder vergessen, weil es seit damals Standard ist.
    Wobei mir Zweifel kommen, ob es gut war.
    Mir fällt dazu nur VauWe ein. Die haben alles auf die Spitze getrieben und die Lieferanten dermaßen niedergemacht, dass kein einziger wirklich Geld verdienen kann / konnte und jetzt?
    Wir konnten und wollten nie bescheissen.
    Möglich, dass hier Werbung plaziert wurde.
    Jeder will nun seinen Mist 1.a mit dem Label Industrie 4.0 verkaufen.
    Egal ... Manchmal muss man mit den Wölfen heulen
    Wenn man schon solange wie wir im Job ist, hat man den Vorteil, dass einem viele der achso tollen Innovationen bekannt vorkommen.
    Kurz mal nachgedacht, das 30 Jahre alte Linen-Störmelde-Tableau durch einen 55"-TV mit PC und WinCC ersetzt und die Parallelverkabelung durch ein Netzwerk und fertig ist das Industrie 4.0 Shopfloor Status-Display.
    TL2000 war vielleicht seiner Zeit voraus. Im normalen Maschinenbau war es einfach zu teuer. Verkauf das Ding jetzt als TL 4.0 und gut is

    Gruß
    Dieter
    Geändert von dariyos (01.10.2015 um 08:41 Uhr) Grund: Quote Tags korrigiert

  11. #60
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    Entschuldigt bitte, falls der Eindruck entstanden sein sollte, dass von mir Werbung platziert werden sollte. Dem ist nicht so. Ich bin ein reiner SPS-Programmierer mit Beckhoff-Hinterrgrund. In unserer Firma wurde das Thema MES bisher nicht Ernst genommen. Es kommt mit der Inusrtrie 4.0 Welle nun einfach nochmal in unsere Firma. Wir haben Anlagen in denen es PC Liniensteuerungen gibt mit individuell programmieren Chargen-Rueckverfolgbarkeits-Systemen und wie suchen nach einer Standardisierung. Unserem Firma hat sich auf das System von STIWA ZPOINT festgelegt, allerdings finden die Manager in China, es sei zu teuer und es gibt lokale Supplik die eigene Lösungen für uns programmieren. Dabei werden nun viele Fehler wiederholt und die Zentrale kann sich mit dem Stiwa-Zpoint nicht so recht durchsetzen. Andere Weltmarktführer sind da schon viel weiter was die internationale Vernetzung von Maschinen anbelangt.

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