Zuviel Werbung? - > Hier kostenlos beim SPS-Forum registrieren

Seite 2 von 4 ErsteErste 1234 LetzteLetzte
Ergebnis 11 bis 20 von 37

Thema: Umfrage: Nutzung von kostenlosem, cloudbasiertem Datenlogger?

  1. #11
    reini77 ist offline Neuer Benutzer
    Themenstarter
    Registriert seit
    09.07.2013
    Beiträge
    19
    Danke
    5
    Erhielt 2 Danke für 2 Beiträge

    Standard


    Zuviel Werbung?
    -> Hier kostenlos registrieren
    Hallo Dieter,
    das "darf" sagt schon recht viel und du hast mein volles Mitgefühl. Hab selber 10 Jahre lang MES und BDE Systeme entwickelt und bei Kunden in Betrieb gewonnen. Und ich weiß sehr, sehr gut wie aufwändig und zermürbend solche Projekte sind...

    Ich hab natürlich nie behauptet, dass man eine BDE in ein paar Minuten konfigurieren kann. Das wär schon etwas übertrieben
    Ging ja darum, dass man einzelne Datenpunkte relativ rasch und einfach erfassen und diese zu Kennzahlen aufbereiten kann. Dabei muss es ja nicht mal um die Produktion gehen. Kann ja genauso Drehgeschwindigkeit und Position eines Windrads sein...

    Zu der Aussage mit den Stillständen:
    Ich kenn das aus der Automobilfertigung, dass die detailierten Stillstandsgründe direkt aus der SPS kommen. Hier herrscht aber meist ein hoher Grad an Standardisierung. Geht man von den Bearbeitungszentren eines metallverarbeitenden Betriebs mit einer Vielzahl unterschiedlicher Maschinen, wo der Eingriff in die SPS schwer ist, wird man wahrscheinlich eher auf die manuelle Eingabe setzen.
    Aber das hat ja nichts damit zu tun, das die Kommunikation der Fehlermeldung bzw. des Anlagenstatuses in sehr kurzer Zeit mittels FB gesendet werden kann. Oder?

    Aber zurück zum Thema BDE:
    Ich habe in den letzten Jahren viele kleine und mittelständische Unternehmen gesehen (gleich mal mit ein paar Hundert Mitarbeitern), die bis heute Absolut keine Kennzahlen erfassen. Der Grund dafür ist wahrscheinlich die Komplexität von BDE/MES Systemen. Ein kleines Unternehmen mit 25 Personen in der Produktion wird nicht über das Know-How von komplexer Software oder Kennzahlen wie OEE haben.

    Für diese Unternehmen wäre es ja hilfreich, wenn sie sich ganz einfache Informationen wie Stückzahlen (natürlich pro Tag/Schicht) oder die einzelen Anlagenzustände erfassen können. Ich kenne ein Unternehmen, dass hier ganz einfach den Status der Signalsäule abgreift. Reicht als Näherung für einzelne Anlagen und kleine Unternehmen ja oft um diese spezifische Frage beantwortet. Und ja - die komplette Lösung lief in extrem kurzer Zeit...

    Hier ist eine weitere Überlegung, ob zur Beantwortung von ganz spezifischen Fragen (welchen Anteil habt eigentlich die Rüstzeit bzw. ungeplante Stillstände) gleich ein komplettes MDE/MES als IT-System ausgerollt werden muss? Mit alle dem Overhead von Pflichtenheft, IT-Aufwand wie Updates, etc. ?

    Auf was ich hinaus möchte - es kommt immer auf die Komplexität der Lösung an. Bei einem vollwertigen BDE das detaillierte Informationen mit Hilfe von Terminals bzw. den Stillstandsgründen die aus einem standardisierten SPS-Code erfasst, wird man um eine individuelle Lösung wohl nur schwer umher kommen...

    Danke und liebe Grüße
    Reinhard

  2. #12
    reini77 ist offline Neuer Benutzer
    Themenstarter
    Registriert seit
    09.07.2013
    Beiträge
    19
    Danke
    5
    Erhielt 2 Danke für 2 Beiträge

    Standard

    Hallo Mario,
    wie gesagt - bleibt ja jeden überlassen, welche Art von Daten er erfassen mag. Ich persönlich sehe jetzt bei einzelnen Sensordaten nicht das große Problem. Und ich kenne unternehmen, denen der Vorteil von überall Zugang zu den Daten zu haben wichtiger ist als das Risiko, dass vielleicht jemand die Anzahl der produzierten Stück oder Stillstände des Tages ausspionieren kann. Kommt wahrscheinlich sehr auf die Personen bzw. Unternehmensgrößen an.
    Und man darf ned vergessen - die Sicherheitskonzepte der meisten SPSen ist erschreckend. Und von Lösungen WinCC, die COM-basierte OPC-Kommunikation ganz zu schweigen. Siehe Stuxnet-Zwischenfall - da war bei Gott keine Cloud im Spiel...

    Geb dir natürlich recht - die erfassten Daten machen ohne die Möglichkeit zur Weiterverarbeitung (die meisten Kennzahlen sind ja aggregierte Werte aus Rohsignalen) und Analyse machen ja wenig Sinn. Das ist genau das, was ich an den bestehenden Datenloggern (wo die Daten in CSV/Excel geschrieben werden) etwas bemängle. Und wo viele Personen und Unternehmen mit ihrem Latein oft am Ende sind. Geht hier ja nicht nur um die Erfassung auf Feldebene, die Daten wollen ja dann auf PC-Seite (Datenbank, Software) ja auch weiterverarbeitet werden.

    Ich habe in meinem originalen Post nicht erwähnt, dass ich in der Lösung die wir entwickelt haben diese Art der Analyse und Auswertung mindestens genau so wichtig sehen wie die möglichst einfache Anbindung von Anlagen/Sensoren. Auch hier war das Ziel, dass der Anwender zu den gewünschten Ergebnissen/Kennzahlen kommt ohne dass er abhängig von (IT-)Spezialisten ist oder gar Projekte einlasten muss.

    Aber, nachdem es bei dem Thread nie über unser Produkt (hab ganz gezielt jeden Zusammenhang vermieden und aus dem Profil entfernt) sondern nur um eine sehr allgemeine Frage ging verstehe ich deine Einschätzung und "Unterstellungen" nicht ganz. Aber OK...

    Liebe Grüße
    Reinhard

  3. #13
    Registriert seit
    09.08.2006
    Beiträge
    3.638
    Danke
    912
    Erhielt 661 Danke für 543 Beiträge

    Standard

    Also ich vermute die ablehnende Haltung von mariob und auch von mir rührt aus Deinem Ausgangspost her: Das hört sich so an, als wenn entweder ein BWLer sein so super tolles Produkt hier bewerben will, oder jemand der vom Fach keine Ahnung hat, denkt er wäre schlauer als alle anderen auf dieser (Automatisierungs-)Welt.

    Jede Maschine, Anlage ist anders und hat andere Anforderungen. D.h. es wird nie eine Lösung geben, welche mal eben in ein par Minuten eingerichtet ist.
    Und warum soll man das Online machen? Da stell lieber vor Ort nen PC hin (auch wenn der 1000€ kostet) mach die Auswertungen da drauf und vonmiraus mach aus den Ergebnissen ne Website, auf die im Firmennetzwerk oder von mir aus auch übers Internet zugegriffen werden kann...

    Nichts für Ungut, Ideen kann man viele haben, das begrüße ich sogar, nur die Ausführung muss auch realistisch sein.

    Gruß.

  4. Folgende 2 Benutzer sagen Danke zu ducati für den nützlichen Beitrag:

    Blockmove (14.09.2013),reini77 (14.09.2013)

  5. #14
    Registriert seit
    17.07.2009
    Ort
    Am Rande der Ostalb
    Beiträge
    5.533
    Danke
    1.152
    Erhielt 1.253 Danke für 982 Beiträge

    Standard

    @reini

    Das Thema Datenerfassung kenn ich nun auch schon mehr als 15 Jahre.
    Vor einigen Jahren war ich mal auf einer Infoveranstaltung von Langner und Salt-Solutions.
    Dabei fiel eine Kernaussage: "Die Systeme müssen von unten (der Werkstatt) nach oben (Fabrikleitung) wachsen.
    Stülpen Sie so ein System von oben drüber, werden Sie sehr viele Probleme bekommen oder sogar scheitern."

    Persönlich stehe ich voll hinter dieser Aussage. Nur wenn ich jede Anlage im Umfeld betrachte und die Mitarbeiter miteinbeziehe, bekomme ich vernünftige, belastbare Zahlen.
    Mache ich das nicht, dann gibt es nur einen nichts sagenden Zahlenfriedhof. Viele Firmen - egal ob groß oder klein - haben aus diesem Grund auch MDE-Systeme wieder nach kurzer Zeit abgestellt bzw. laufen die Systeme ohne Nutzen vor sich hin.

    Gruß
    Dieter

  6. Folgende 2 Benutzer sagen Danke zu Blockmove für den nützlichen Beitrag:

    ducati (14.09.2013),reini77 (14.09.2013)

  7. #15
    Registriert seit
    09.08.2006
    Beiträge
    3.638
    Danke
    912
    Erhielt 661 Danke für 543 Beiträge

    Standard

    Zitat Zitat von Blockmove Beitrag anzeigen
    Nur wenn ich jede Anlage im Umfeld betrachte und die Mitarbeiter miteinbeziehe, bekomme ich vernünftige, belastbare Zahlen.
    Mache ich das nicht, dann gibt es nur einen nichts sagenden Zahlenfriedhof. Viele Firmen - egal ob groß oder klein - haben aus diesem Grund auch MDE-Systeme wieder nach kurzer Zeit abgestellt bzw. laufen die Systeme ohne Nutzen vor sich hin.
    Jo, und das ist eben nicht "mal eben" in ein paar Minuten gemacht. Wenn ich an der Anlage ohne nachzudenken einfach irgendwas in ein paar Minuten dranbastele wird der Sinn und Nutzen sich nahe 0 bewegen.

    Gruß

    PS: die Begriffe "mal eben" und "nur ein paar Minuten" sind ein no go im Projektgeschäft.
    Geändert von ducati (14.09.2013 um 13:03 Uhr)

  8. Folgende 2 Benutzer sagen Danke zu ducati für den nützlichen Beitrag:

    Blockmove (14.09.2013),reini77 (14.09.2013)

  9. #16
    reini77 ist offline Neuer Benutzer
    Themenstarter
    Registriert seit
    09.07.2013
    Beiträge
    19
    Danke
    5
    Erhielt 2 Danke für 2 Beiträge

    Standard

    Hallo ducati,

    nehme daraus mit, dass es hier sehr auf die Kommunikation drauf ankommt. Und dass Innovation und Unglaubwürdkeit sehr nahe beisammen liegen..

    Wie du selber sagst - jede Anlage und jedes Unternehmen hat andere Anforderungen. Wenn man sich auf die Erfassung (und anschließende Analyse) von sehr simplen, generischen Sensor-Werte oder Kennzahlen (Stückzahlen, Zeiten, Temperaturen, Energieverbräuchen, etc) beschränkt, die vielen Unternehmen mal als "Standortbestimmung" reichen, dann ist eine Inbetriebnahme von Mitarbeitern im Unternehmen selbst in ganz, ganz kurzer Zeit absolut möglich. Ich habe das die letzten Monate ja aktiv miterlebt.

    Nur als Beispiel: ich hatte mit einem Unternehmen zu tun, dass wollte den Energieverbrauch einer Spritzgussanlage wissen. Im Rahmen der Anbindung hat er über die Stromspitzen auch noch die Anzahl der "Schuss" gezählt, die Taktzeit und simple Maschinenstati (Maschine im Standby). War inkl. Visualisierung in <30 Minuten erledigt, ohne installations- oder Programmieraufwand. Die Werte waren sicher nicht 100%ig exakt - für den Verantwortlichen hat es den Zweck aber perfekt erfüllt. Und seither misst die Person ohne externe Hilfe im Wochenrythmus so simple Daten von einer Maschine nach der anderen raus.

    Und ich schätze das Level und Expertenwissen in diesem Forum sehr hoch ein. D.h. es existiert Wissen, wie man nen PC aufsetzt, ins Netzwerk einbindet, mit OPC und co an die Daten kommt, diese Daten dann mit gekauften Lösungen auswertet - oder sich selber das Thema Auswertung vornimmt und vielleicht sogar in Richtung Programmierung geht.
    Aber mal ganz ehrlich - wie hoch ist die Anzahl von Personen, die hier die komplette Bandbreite an Wissen abdecken? Vor Allem in kleinen Unternehmen? Gab mal die Aussage: "Wir wissen zwar wie wir unsere Anlagen am Laufen halten, aber wenn es ums Thema PC und Windows geht gibts genau eine Person im Unternehmen die uns das installiert und wartet (in diesem Fall der Qualitätsmanager)".

    Ich wollte also die Leistung und das Wissen der Kollegen im Forum keineswegs schmälern - der Grundgedanke der Idee ist einfach nur, das man den Prozess der Anbindung und der Konfiguration der Kennzahlen (die aus den Rohsignalten abgeleitet werden) so vereinfacht, dass der gesamte Prozess auch für nicht so versierte Mitarbeiter in überschaubarem Zeit- und Ressourcenaufwand möglich wird.

    Danke dass du dir die Zeit für die Antworten genommen hast - waren sehr hilfreich!

    Liebe Grüße
    Reinhard

  10. Folgender Benutzer sagt Danke zu reini77 für den nützlichen Beitrag:

    Blockmove (14.09.2013)

  11. #17
    reini77 ist offline Neuer Benutzer
    Themenstarter
    Registriert seit
    09.07.2013
    Beiträge
    19
    Danke
    5
    Erhielt 2 Danke für 2 Beiträge

    Standard

    Danke Dieter, besser hätte ich meine Motivation hier einfach mal "gegen den Strom" (von MDE/BDE/MES-Herstellern) zu schwimmen nicht beschreiben können.

    Wichtig ist hier nur, dass man den Vorgang so einfach und ressourcen-schonend gestaltet, dass sich der Mitarbeiter auf die Anbindung und die gewünschten Ergebnisse (Berichte, Kennzahlen, Kurven, etc.) konzentrieren kann. Der ganze Overhead von Projektmanagement, Evaluierung, Pflichtenheft, politische Entscheidungen, etc ist ja eigentlich unnötig.

    Liebe Grüße
    Reinhard

  12. #18
    reini77 ist offline Neuer Benutzer
    Themenstarter
    Registriert seit
    09.07.2013
    Beiträge
    19
    Danke
    5
    Erhielt 2 Danke für 2 Beiträge

    Standard

    @ducati

    Klar, ein MDE System in ein paar Minuten ist komplett realitätsfremd. Da brauch ma ja gar ned diskutieren drüber.
    Die Aussage war ja, dass es möglich ist, Daten aus einer SPS in ein paar Minuten in ein System zu bekommen, wo ich diese Daten auch auswerten kann. Ohne IT-Overhead - und bezogen auf 1 Datenpunkt.

    Aber damit ich mal weiß, wieviel Stück die Anlage pro Tag macht, reicht mir ein "Teil in Bearbeitungs" Signal und die Konfiguration eines Flankenzählers. Das selbe gilt, wenn mich nur interessiert, wie die Verteilung zwischen Produktions- und Stillstandszeit während einer Schicht ist. Oder, wieviel Energie eine Anlage (Voraussetzung Stromzangen oder Energiemessgerät, eh klar) während der Bearbeitung bzw. im Standby-Modus benötigt. Das sind sehr spezifische Fragen, die das Rollout einer MDE Anwendung in der gesamten Produktion meiner Meinung nach noch nicht rechtfertigen.

    Wenn ich eine übergreifende Lösung suche, wo die Prozesse entsprechend abgebildet sind und wo Daten auch von Menschen mit Terminals eingegeben und diese Daten dann im SAP verarbeitet werden, geschweige denn von aktiver Steuerung der Anlagen auf Basis von Sequenzlisten/Stücklisten - dann werde ich an einer großen, individuellen (und teueren) IT-Lösung nicht vorbei kommen.

    Liebe Grüße
    Reinhard

  13. #19
    reini77 ist offline Neuer Benutzer
    Themenstarter
    Registriert seit
    09.07.2013
    Beiträge
    19
    Danke
    5
    Erhielt 2 Danke für 2 Beiträge

    Standard

    Zitat Zitat von ducati Beitrag anzeigen
    PS: die Begriffe "mal eben" und "nur ein paar Minuten" sind ein no go im Projektgeschäft.
    Danke dir - sehr, sehr guter Hinweis für mich

  14. #20
    Registriert seit
    09.08.2006
    Beiträge
    3.638
    Danke
    912
    Erhielt 661 Danke für 543 Beiträge

    Standard


    Zuviel Werbung?
    -> Hier kostenlos registrieren
    Zitat Zitat von reini77 Beitrag anzeigen
    Die Aussage war ja, dass es möglich ist, Daten aus einer SPS in ein paar Minuten in ein System zu bekommen, wo ich diese Daten auch auswerten kann. Ohne IT-Overhead - und bezogen auf 1 Datenpunkt.
    Es geht ja nicht darum, was im idealen Einzelfall möglich ist. Die Regel ist, das jede Anlage ihre Besonderheiten hat und somit nicht dem "idealen Einzelfall" entspricht. Und darum dauert es auch nicht Minuten. Die Aussage "pro Datenpunkt" hatte ich wohl überlesen? Oder Stand sie evtl. nicht im Ausgangspost?

    so, jetzt ist aber gut.

  15. Folgender Benutzer sagt Danke zu ducati für den nützlichen Beitrag:

    reini77 (14.09.2013)

Ähnliche Themen

  1. Nutzung von Instanzdatenbausteinen...
    Von Jochen Kühner im Forum Simatic
    Antworten: 20
    Letzter Beitrag: 23.06.2014, 15:45
  2. Legalität bei der Nutzung von Siemens DLLs
    Von Jochen Kühner im Forum Hochsprachen - OPC
    Antworten: 3
    Letzter Beitrag: 03.12.2012, 09:50
  3. Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 27.03.2009, 14:16
  4. S7-400FH - gemeinsame Nutzung von CP's
    Von PeterEF im Forum Simatic
    Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 05.11.2007, 14:14
  5. Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 20.10.2005, 12:54

Stichworte

Lesezeichen

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •