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Thema: Das ist Krass, aber der Mann gefällt mir!

  1. #1
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    Das ist Krass, aber der Mann gefällt mir!

    http://www.spiegel.de/unispiegel/job...3.html#ref=rss
    Gruß
    Ralle

    ... there\'re 10 kinds of people ... those who understand binaries and those who don\'t …
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    Zitieren Zitieren Das ist Krass, aber der Mann gefällt mir!  

  2. #2
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    2.
    townsville heute, 08:17 Uhr
    wieso erwartet man von Studenten, dass sie ethische Anmutungen gegenüber Nagern haben, wenn es gesellschaftlich akzeptiert industriell gezüchtete "überzählige Labormaeuse" gibt, die täglich Routinemäßig getötet werden? wir erwarten von Konsumenten, sich über Arbeitsbedingungen in Bangladesh zu erregen, waehrend es wirtschaftlich voellig akzeptabel ist, Waffen per Regierungsbeschluss an ein fundamentalistisches Tyrannenregime wie Saudi-Arabien zu liefern, das Menschenrechte offiziell mit Füssen tritt. Ethische Maßstäbe setzt die Gesellschaft im Konsens der Gesetzgebung und Staatshandlung, nicht der Einzelne.
    so ähnlich sehe ich das auch...
    Geändert von ducati (20.11.2013 um 14:52 Uhr)

  3. #3
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    Neue Wege zu Beschreiten finde ich prizipell nicht falsch. Aber ich muss zugeben, dass ich den Sinn hinter dem Experiment nicht ganz verstehe. Wenn Herr Falk wissen will was eine Maus wert ist braucht er nur in Zoogeschäft zu gehen, da werden die verkauft. Und dass für Geld sehr viel machen hätte ich auch so gewusst. Wäre es dann nicht der nächste logische Schritt die Studenten die Wertigkeit unterschiedlicher Tiere zueinander ermitteln zu lassen nach dem Motto "Wenn soll ich überleben lassen, zehn Mäuse oder ein liebes Kätzchen?".

    Welche Erkenntnise haben wir aus dem Experiment gezogen?
    mfG Aventinus

  4. #4
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    wieso erwartet man von Studenten, dass sie ethische Anmutungen gegenüber Nagern...
    weil man das von den meisten Menschen ab Kindesalter erwartet - jeder der ohne Not (10EUR rettet keinen Studenten) eine Maus töten lässt ist per se verzockt (da hilft auch kein Beurteilen der Situation "Labormäuse" oder whatever)

    der normale Mensch erklärt sich seine Gleichgültigkeit und die seiner Mitmenschen mit der Entfernung zum Problemen - Indien, Saudi-Arabien, 100Km weiter...
    3000 Tote bei 9/11 - oh Gott, 30.000 im Irak, 12.000 Tote Kinder jeden Tag in Afrika - was solls?

    das Experiment zeigt klar und deutlich das die Nähe/Größe des Problems keine Rolle spielt - es sind die gleichen 80% denen sonst auch egal ist was durch ihr zutun/nicht zutun passiert

    Es war aber trotzdem nicht nötig die für den Tod bestimmten Mäuse so zu "missbrauchen" um dem Dummvolk "Wie könnt ihr so ein scheiß Experiment mit uns machen?" das zu verdeutlichen
    Geändert von LowLevelMahn (20.11.2013 um 14:25 Uhr)

  5. #5
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    Der Student ist halt genauso ein Mensch wie der "Unternehmer" welcher "überzählige Labormäuse industrieell züchtet" oder der Herr Falk, welcher dieses "Experiment" veranstaltet.
    Vondaher, alle sind gleich schlecht, bzw. "die ganze Welt ist schlecht"...

    schönen Feierabend

    EDIT: 80% sind schlecht ...
    Geändert von ducati (20.11.2013 um 14:56 Uhr)

  6. #6
    Avatar von Ralle
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    Also ich finde die Fragestellung durchaus interessant, weil sie eben auch erklären hilft, warum wir bestimmte Dinge tun und bestimmte Dinge nicht. Ich stimme LowLevelMahn auch voll zu und finde es durchaus erschreckend dass so viele die Mäuse geopfert haben. Das wirft schon ein recht schlechtes (Schlag)Licht auf uns Menschen oder vielleicht auch nur auf unsere Gesellschaft. Denn es gibt ja immerhin auch positive Gegenbeispiele.
    Gruß
    Ralle

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  7. #7
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    der normale Mensch erklärt sich seine Gleichgültigkeit und die seiner Mitmenschen mit der Entfernung zum Problemen - Indien, Saudi-Arabien, 100Km weiter...
    3000 Tote bei 9/11 - oh Gott, 30.000 im Irak, 12.000 Tote Kinder jeden Tag in Afrika - was solls?
    Genau das denke ich immer, wenn ich einen Bericht über ein krebskrankes Kind in Deutschland sehe.
    OH MEIN GOTT das arme Kind. Spendet ihm bitte einen Riesenhaufen Geld, sonst kann es nicht überleben.

    Direkt danach folgt dann der Bericht einer Riesenflutwelle in Taiwan, bei welcher mehrere Hundert ums Leben kamen. Aber da schalte ich dann lieber auf lautlos, um schnell mein Telefon in die Hand zu nehmen, um dem armen Krebskranken Kind all meine Ersparnisse zu senden.

    Hier wird über die Medien einfach ein Bezug zum gewissen des Fernseh-Konsumenten aufgebaut. Sobald über das Leid und die Familie einzelner Berichtet wird, überträgt man die Probleme auf sich selbst und versetzt sich in deren Lage. Das lockert den Geldbeutel sehr schnell.

    Wenn hingegen nur gesagt wird, dass 3000 ums Leben kamen, dann bleibt das eigene Gewissen ganz entspannt.

    Ich finde es schlimm, wie man so einfach manipuliert werden kann, wobei ich mich wahrscheinlich auch nicht dagegen wehren könnte.

    Grüße,
    Flo

  8. #8
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    Es gibt eine schönen Spruch:
    Ein jeder kehre vor seiner Tür, dann wird es sauber im Quartier.

    Macht es Sinn über den Krieg in Syrien zu jammern und nicht versuchen zunächst vor der eigenen Türe zu helfen?
    Aber es ist leicht zu sagen im IRAK sterben 30000 Menschen, daher bedaure ich diese und muss dann nichts zu hause machen.

    Und zurück zum Anfang: Solche Experimente zeigen reproduzierbar das jeden Tag im Leben geschieht. Somit nichts echt neues.


    bike
    "Any fool can write code that a computer can understand.
    Good programmers write code that humans can understand."
    --Martin Fowler

  9. #9
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    @ bike

    also ich muss dir sagen dein Spruch hat was wahres. Und du hast auch recht wir haben hier auch genug die Hilfe bitter nötig haben. Und bevor hier einer mit Steinen wirft. Ich unterstütze eine Familie der es dreckig geht. Ich geh aber damit nicht Hausieren sondern helfe einfach. Ich mache es nicht das irgendwer sagt wow das machst du aber toll. Sondern weil ich die Familie wirklich gern habe.

  10. #10
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    Zitat Zitat von KingHelmer Beitrag anzeigen
    Genau das denke ich immer, wenn ich einen Bericht über ein krebskrankes Kind in Deutschland sehe.
    OH MEIN GOTT das arme Kind. Spendet ihm bitte einen Riesenhaufen Geld, sonst kann es nicht überleben.

    Direkt danach folgt dann der Bericht einer Riesenflutwelle in Taiwan, bei welcher mehrere Hundert ums Leben kamen. Aber da schalte ich dann lieber auf lautlos, um schnell mein Telefon in die Hand zu nehmen, um dem armen Krebskranken Kind all meine Ersparnisse zu senden.
    ...
    Wenn hingegen nur gesagt wird, dass 3000 ums Leben kamen, dann bleibt das eigene Gewissen ganz entspannt
    Das halte ich nicht für vergleichbar: Dem Kind ist noch zu helfen, den 3000 nicht mehr.

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