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Thema: Einwanderungsbeschränking so unverständlich?

  1. #11
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    Man liest ja immer von einem Einwanderungsanteil von über 20% in der Schweiz. Durften diese eigentlich an der Abstimmung teilnehmen?

  2. #12
    Avatar von vollmi
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    Nein nur Personen mit Schweizer Bürgerrecht dürfen an Volksabstimmungen teilnehmen. Man muss sich also erst in das land einbürgern lassen wenn man mitgestalten will.


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  3. #13
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    Hallo Rene,
    Ich weis nicht ob die Schweiz sich da was gutes Antut? Ich kann das auf der einen Seite ja verstehen dass man Angst hat vor Überfremdung. In der Schweiz wird ja momentan gebaut wie verrückt. Und die Wohnmieten usw. steigen ganz rapide, wo ja dann auch für manche Leute finanziell schwierig wird, grade in den Städten. Auf der anderen Seite sehe ich aber jedes Wochenende die Horden von Schweizern die nach Deutschland einkaufen kommen, und aufgrund der niedrigeren Mehrwertsteuer in der Schweiz ja letztendlich die Produkte noch billiger bekommen als ein deutscher. Dann ist es in der Grenzgegend zur Schweiz auch so dass viele Rentner aus der Schweiz nach Süddeutschland ziehen, nicht nur von Deutschland in die Schweiz!!!!!. Und das sind auch nicht gerade wenige, da kenne ich einige. Dann arbeiten in der Schweiz ja wie du Schreibst auch viele Fachkräfte aufgrund des besseren Lohnniveaus in der Schweiz, ohne die die Schweiz grade in der Pflege etc. garnichtmehr auskommt. Und gerade hier bei uns in der Grenzregion ist das für viele deutsche Betriebe schon ein Problem dann hier noch auf deutscher Seite Fachkräfte zu bekommen. Da gehen die Löhne auch gerade ganz schön in die Höhe. Da kriegt man schon mal den Eindruck des Rosinenpickers.
    Bei jedem Ostblockstaat der zur EU gekommen ist hat man in Deutschland auch Angst vor Lohndumping gehabt, und der ist auch ausgeblieben. Und aufgrund des demografischen Wandels kann die Schweiz wie Deutschland auf fremde Fachkräfte garnichtmehr verzichten. So gesehen finde ich es schon ein wenig verwunderlich.
    Aber das Wahlergebnis war sehr knapp, und ich denke dass die jüngere Generation ja doch offener ist für das Thema wie die älteren, und sehe es gelassen. Ich kann mich erinnern als die Schweiz vor ca. 15Jahren die bilateralen Verträge unterschrieben hat, war die Personenfreizügigkeit auch Angstthema dass der Wohlstand in der Schweiz zusammenbricht. Aber ich denke dies hat die Schweiz doch auch gut weggesteckt. Und so hoffe ich doch dass dieses Wahlergebnis nicht zu überbewertet wird und die Nationalisten vielleicht doch wieder etwas offener werden für ein freizügiges Europa,
    und die Stimmung sich doch wieder andersrum Entwickelt.

  4. #14
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    Es gibt sicherlich viele Gründe für das massenhafte Einwandern von Menschen und vermutlich genausoviele dagegen.
    Von daher finde ich es gut, den hoffentlich gut informierten Bürger zu fragen, was er davon hält.
    Was dabei heraus kommt, wenn die Politik jahrelang am Bürger vorbei regiert sieht man ja an der ziemlichen Politikverdrossenheit in Deutschland. Hier herrscht ja bei vielen die Meinung: "Egal wen und ob ich wähle, die machen sowieso alle das gleiche"...

    Interessant finde ich auch die Frage, was passiert mit dem Land, wo die "Fachkräfte" weggehen? In Rumänien und anderen östlichen Ländern (zum Teil sogar in den neuen Bundesländern) ist mittlerweile die ärztliche Versorgung der Bevölkerung nicht mehr 100%ig gewährleistet, weil die Ärzte dahingehen, wo es schöner ist und wo es mehr Geld gibt... Dieses Thema kommt bei der ganzen Diskussion viel zu kurz...

    Gruß.

  5. #15
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    Zitat Zitat von ducati Beitrag anzeigen
    Interessant finde ich auch die Frage, was passiert mit dem Land, wo die "Fachkräfte" weggehen? In Rumänien und anderen östlichen Ländern (zum Teil sogar in den neuen Bundesländern) ist mittlerweile die ärztliche Versorgung der Bevölkerung nicht mehr 100%ig gewährleistet, weil die Ärzte dahingehen, wo es schöner ist und wo es mehr Geld gibt... Dieses Thema kommt bei der ganzen Diskussion viel zu kurz...

    Gruß.
    Diese Problem ist im Osten nicht nur bei Ärzten so.
    Versuche einen Handwerker zu bekommen und dir wird die Realität aufgezeigt.
    Wir brauchten und brauchen viele Handwerker für den Wiederaufbau, doch am Montag um 5 fährt die Karawane nach Westen und am Freitag so ab 14 Uhr in die andere Richtung.

    Mit Ver- oder Geboten wird das nichts.
    Man muss sich Gedanken machen, wie Anreize geschaffen werden können, dass es nicht mehr notwendig ist der Arbeit hinterher zu fahren.
    Das würde auch der Umwelt gut tun.


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    Good programmers write code that humans can understand."
    --Martin Fowler

  6. #16
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    Zitat Zitat von georg28 Beitrag anzeigen
    Hallo Rene,
    Ich weis nicht ob die Schweiz sich da was gutes Antut? Ich kann das auf der einen Seite ja verstehen dass man Angst hat vor Überfremdung. In der Schweiz wird ja momentan gebaut wie verrückt. Und die Wohnmieten usw. steigen ganz rapide, wo ja dann auch für manche Leute finanziell schwierig wird, grade in den Städten. Auf der anderen Seite sehe ich aber jedes Wochenende die Horden von Schweizern die nach Deutschland einkaufen kommen, und aufgrund der niedrigeren Mehrwertsteuer in der Schweiz ja letztendlich die Produkte noch billiger bekommen als ein deutscher. Dann ist es in der Grenzgegend zur Schweiz auch so dass viele Rentner aus der Schweiz nach Süddeutschland ziehen, nicht nur von Deutschland in die Schweiz!!!!!. Und das sind auch nicht gerade wenige, da kenne ich einige. Dann arbeiten in der Schweiz ja wie du Schreibst auch viele Fachkräfte aufgrund des besseren Lohnniveaus in der Schweiz, ohne die die Schweiz grade in der Pflege etc. garnichtmehr auskommt. Und gerade hier bei uns in der Grenzregion ist das für viele deutsche Betriebe schon ein Problem dann hier noch auf deutscher Seite Fachkräfte zu bekommen. Da gehen die Löhne auch gerade ganz schön in die Höhe. Da kriegt man schon mal den Eindruck des Rosinenpickers.
    Bei jedem Ostblockstaat der zur EU gekommen ist hat man in Deutschland auch Angst vor Lohndumping gehabt, und der ist auch ausgeblieben. Und aufgrund des demografischen Wandels kann die Schweiz wie Deutschland auf fremde Fachkräfte garnichtmehr verzichten. So gesehen finde ich es schon ein wenig verwunderlich.
    Aber das Wahlergebnis war sehr knapp, und ich denke dass die jüngere Generation ja doch offener ist für das Thema wie die älteren, und sehe es gelassen. Ich kann mich erinnern als die Schweiz vor ca. 15Jahren die bilateralen Verträge unterschrieben hat, war die Personenfreizügigkeit auch Angstthema dass der Wohlstand in der Schweiz zusammenbricht. Aber ich denke dies hat die Schweiz doch auch gut weggesteckt. Und so hoffe ich doch dass dieses Wahlergebnis nicht zu überbewertet wird und die Nationalisten vielleicht doch wieder etwas offener werden für ein freizügiges Europa,
    und die Stimmung sich doch wieder andersrum Entwickelt.
    Sehr guter Beitrag....
    Aber wir dürfen unsere Pizzen ja nicht mehr bei deutschen Lieferdiensten bestellen also werden wir da schon massiv eingeschränkt
    In beiden Ländern wird im grenznahmen Bereich voneinander profitiert. Sei es bei der Arbeit, beim Wohnen, Einkaufen (für Kaffee und Treibstoffe kommt Ihr ja zu uns) usw...
    Verstehe die Deutschen schon, dass es nervt dass man Samstag kaum noch einkaufen gehen kann, dafür warten wir abends wieder lange an der Tankstelle
    "Hätte ich das gewusst, hätte ich einen anderen Beruf gelernt." - "Hast Du gelernt diese Scheisse?"
    (Zitat aus Knockin' on Heaven's Door)

    "Kommentare? Wieso? Steht doch alles im Code..!"

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  7. Folgender Benutzer sagt Danke zu Schnick und Schnack für den nützlichen Beitrag:

    georg28 (11.02.2014)

  8. #17
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    Ich kann schon verstehen wieso die Emotionen so hochgehen. Die Schweizer haben vor den Deutschen und Österreichern genausoviel Angst wie die Deutschen und Österreichern von den Rumänen und Bulgaren. Und es tut halt weh wenn man auf einmal auf der anderen Seite der unangenehmen Zuschreibungen steht...

    Ich finde den politischen Standpunkt "der EU" aber richtig und das hat imho rein gar nichts mit mangeldem Demokratieverständnis zu tun, wie hier mancherorts behauptet wird. Man kann halt nicht am Anfang sagen: Ja, zu Freizügigkeit für Waren und Personen und dann sagen OK, das eine davon profitieren wir, das wollen wir behalten aber das andere, davon proftitieren wir nicht (oder wir glauben davon nicht zu profitieren) und das wollen wir bleiben lassen ohne mit Konsequenzen vom Vertragspartner zu rechnen.

    Mal ganz abgesehen davon das mich interessiert was die schweizer Unternehmen dazu sagen, die genauso wie wir alle unter Fachkräftemangel leiden...
    Regards NRNT

  9. #18
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    Mal unabhängig davon ob die Entscheidung richtig oder falsch ist. Auf jeden Fall ist sie demokratisch. Und wenn das den Unternehmen nicht passt bleiben ja Alternativen. Ob diese Entscheidung mittelfristig wieder vom Volk zurückgenommen wird bleibt abzuwarten.

    Auf jeden Fall ist es falsch, dem schweizer (und auch jedem anderen) Volk vorschreiben zu wollen was es zu wählen hat.
    mfG Aventinus

  10. Folgender Benutzer sagt Danke zu Aventinus für den nützlichen Beitrag:

    ducati (11.02.2014)

  11. #19
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    Kannst du ein Beispiel nennen in dem jemand dem Schweizer VORSCHREIBT was er zu wählen hat? Ich lese nur das man enttäuscht ist über den Augang und jetzt Konsequenzen ziehen will. Das hat imho mit Vorschreiben mal gar nichts zu tun.
    Regards NRNT

  12. #20
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    Hi,
    eigentlich ist mir die Entscheidung weitestgehend egal, es ist die Entscheidung der Schweizer und gut ist. Es gibt viel krankere Entscheidungen in unserer, naja, Gesellschaft. Nur die anfängliche Argumentation, sorry Vollmi, nicht böse sein, sowas hatten wir vor etwas mehr als tausend Jahren auch schon, Volk ohne Raum.

    Gruß
    Mario

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