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Thema: Betriebsvereinbarung Leiharbeitsfirma vs Betr.Vereinb. Entleiher

  1. #1
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    Hallo zusammen,

    ich hoffe es gibt ein paar Mitglieder, die sich damit auskennen.

    Ich bin als Leiharbeitnehmer einem großen Konzern verliehen. Die ERA-Eingruppierung der Stelle ist mir bekannt (stand in der Ausschreibung). 25 Tage Urlaub.

    Der Konzern hat eine Betriebsvereinbarung, in der steht, dass LAN maximal 90% eines vergleichbaren Festangestellten verdienen dürfen. Dabei wird von einer festen Leistungszulage von 10% ausgegangen. Es werden keine abweichenden Leistungsbeurteilungen durchgeführt. Bei diesen 90% liege ich auch mit dem Verdienst, also ERA * 1,10 (Zulage)* 0,9 (Begrenzung). Außerdem 25T Urlaub statt 30.

    Nun habe ich in den Unterlagen meines Leiharbeitgebers eine BV gefunden in der steht:
    Für die Zeit beim Entleiher haben Sie Anspruch auf die wesentlichen Arbeitsbedingungen (Arbeitszeit, Urlaub, Entgelt usw) wie ein vergleichbarer Arbeitnehmer im BEtrieb des Entleihers.
    Abgewichen werden darf, wenn ein Tarifvertrag für das Leiharbeitsverhältnis gilt.

    Das ist bei mir der Fall, es gilt der BZA Tarifvertrag. Da stehen aber weit niedrigere Entgelte drin, es gibt eine Einsatzbezogene Zulage vom Entleihbetrieb oben drauf.

    Wer blickt durch? Ist es OK dass ich 90% eines vergleichbaren festangestellten bekomme, oder nicht? Danke für Eure Meinungen.
    Geändert von element. (23.10.2014 um 22:46 Uhr)
    Zitieren Zitieren Betriebsvereinbarung Leiharbeitsfirma vs Betr.Vereinb. Entleiher  

  2. #2
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    .
    Der "grosse Konzern" als Entleiher hat gemäss deiner Darlegung eine maximale Verdienst-/Urlaubsgrenze für
    "geliehene" Arbeitnehmer intern für sich festgelegt.

    Dein Leiharbeitgeber lehnt sich an die Gegebenheiten des jeweiligen Entleihers an, jedoch unter Berücksichtigung
    des für dich gültigen BZA-Tarifvertrags.

    Damit wirst du auch genau das als Entgelt erhalten, was du mit DEINEM (Leih-)Arbeitgeber vereinbart hast.
    Evtl. kannst du bei der einsatzbezogenen Zulage verhandeln, wenn du mehr verdienen möchtest.

    Ansonsten wird dir das Suchwort "Arbeitnehmerüberlassung" beim Gockel sicher weiterhelfen.

    .
    kind regards
    SoftMachine

  3. Folgender Benutzer sagt Danke zu SoftMachine für den nützlichen Beitrag:

    element. (24.10.2014)

  4. #3
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    .

    Habe mal schnell HIER nachgeschaut:

    Wie man § 9 Nr.2 AÜG ent­neh­men kann, gel­ten von dem Grund­satz der glei­chen Be­zah­lung von Leih­ar­beit­neh­mern und Ar­beit­neh­mern des Ent­lei­her­be­triebs zwei Aus­nah­men.

    • Ers­te Aus­nah­me: Ein Ta­rif­ver­trag sieht Re­ge­lun­gen vor, die von dem Grund­satz des "Equal Pay" bzw. "Equal Tre­at­ment" ab­wei­chen. Wei­ter­hin ist das Zeit­ar­beits­un­ter­neh­men an den Ta­rif­ver­trag ge­bun­den, weil es ent­we­der Mit­glied in dem Ar­beit­geb­ver­band ist, der den Ta­rif­ver­trag ab­ge­schlos­sen hat, oder weil es ihn selbst im ei­ge­nen Na­men ab­ge­schlos­sen hat (Fir­men­ta­rif, Haus­ta­rif), und schließlich ist auch der Ar­beit­neh­mer ta­rif­ge­bun­den, weil er der ta­rif­ver­trags­sch­ließen­den Ge­werk­schaft an­gehört.
    • Zwei­te Aus­nah­me: Es gibt ei­nen Ta­rif­ver­trag spe­zi­ell für die "Bran­che" der Zeit­ar­beit, doch sind ent­we­der das Zeit­ar­beits­un­ter­neh­men oder der Ar­beit­neh­mer oder so­gar bei­de Ver­trags­par­tei­en nicht ta­rif­ge­bun­den. Dafür aber wird der Ta­rif­ver­trag durch ei­ne ar­beits­ver­trag­li­che Be­zug­nah­me für an­wend­bar erklärt.

    kind regards
    SoftMachine

  5. Folgender Benutzer sagt Danke zu SoftMachine für den nützlichen Beitrag:

    element. (24.10.2014)

  6. #4
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    Und für die passenden Tarifverträge gibt (gab) es dann sowas wie CGZP (hier nur als Beispiel).
    Ich fand es schon immer seltsam, das alle mir bekannten Zeitarbeitsfirmen Tarifverträge haben.

  7. Folgender Benutzer sagt Danke zu weißnix_ für den nützlichen Beitrag:

    element. (24.10.2014)

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