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Thema: Grexit oder nicht?

  1. #11
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    Wenn ein privatwirtschaftlich geführtes, mittellständisches Unternehmen einen finanziellen Engpass hat und bei der Bank um Geld vorsprechen muss wird das sicher kein so langes Theater. Wenn die - begonnenen und anscheind auch zielführenden Reformen - nicht weitergeführt werden sondern die giechische Regierung nur darauf wartet weiter Hilfen zu bekommen damit sich ein paar reiche Griechen die Taschen füllen können und wir sollen das dann bezahlen würde ich denen den Hahn sofort zudrehen.
    Dass Giechenland den Euro hat war schon erlogen - klar haben sich alle Verantwortlichen auch anlügen lassen weil es entweder ins Konzept gepasst hat oder weil sie zu blöd waren es zu merken. Aber gepasst hat das ganze so ja eigentlich noch nie.

    Auch finde ich es absolut rotzfrech, ein Referendum über ein Angebot durchzuführen, das gar nicht mehr vorliegt.

    Und zur Sendung von Jauch gestern: Der Grieche wußte zwar alles besser, hat aber keinen Funken Anstand an den Tag gelegt und sollte eigentlich in Anbetracht der Milliardenbeträge die denen schon in den Allerwertesten geblasen wurden etwas Dankbarkeit zeigen. Wenn die Disskussionen in Brüssel ähnlich abgelaufen sind dürfen Tsipras und sein Finanzpokerspieler froh sein dass sie immer wieder ohne blaue Augen heimfliegen konnten.
    mfG Aventinus

  2. #12
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    Vielleicht haben die anderen EU Länder auch Angst das es den Griechen in ein paar Jahren NACH dem Grexit auf einmal besser geht. Und alle haben vorher den Untergang vorhergesagt, ganz vorne unsere Bundesmutti, oh weh wie stünde Sie dann da.


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  3. Folgender Benutzer sagt Danke zu Lebenslang für den nützlichen Beitrag:

    Rudi (04.07.2015)

  4. #13
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    Ich gebe zu dass mir die Komplexität der Situation nur bedingt bekannt ist.
    Somit fällt es mir schwer hier eine objektive Meinung zu haben.

    Grundsätzlich habe ich das Thema Euro noch nicht wirklich begriffen - unabhängig von Griechenland.
    Es geht einfach nicht in meinen Schädel wie man völlig verschiedene Länder mit völlig verschiedenen Bildungs- und Sozialsystemen unter einen Hut bringt indem man als erstes eine Gemeinsame Währung einführt und alle an die Regeln und Gesetze von allen bindet.

    Meiner Meinung nach muss ein Europa erst mal (über Generationen) in den Köpfen der Leute entstehen und nicht auf einem Wisch Papier von irgendwelchen weltfremden Volldeppen in Brüssel.
    Wenn du in den USA an der Westküste die Nationalhymne anstimmst, dann singen bis zu Ostküste alle mit.
    Stimmst du in Frankreich versehentlich die falsche Strophe der Deutschen an, dann gibt's mächtig Ärger...

    Mein subjektives Empfinden ist ein grundsätzlicher Hass auf Brüssel in allen Mitgliedsstaaten.
    Manchmal glaube ich dass das jetzige Europa nur Teil eines genialen Planes ist um das wahre Europa zu schaffen.
    Schließlich ist es seit jeher bewährte Politik Völker durch gemeinsame Feinde zu verbünden.
    Ich könnte mir also gut vorstellen dass Europa in der Nacht geboren wird in der Türken, Deutsche, Griechen, Franzosen,... und die Schweizer mit Steinen und Mistgabeln in der Hand vor dem brennenden Parlament in Brüssel stehen.

    So wie ich die Situation mit Griechenland verstanden habe wäre es das beste wenn sie aus dem Euro austreten.
    Grundsätzlich bin ich aus dieser Perspektive kein Fan des Euros.

    Es gibt aber auch noch eine andere Seite...
    Der Euro ist neben dem Dollar eine stabile und begehrte Währung - das gefällt den Amis verständlicherweise überhaupt nicht.
    Die Amis scheinen finanziell noch viel beschissener dran zu sein als alle Europäer zusammen.
    Länder wie Griechenland oder Italien sind ja nicht vor ein paar Jahren als das groß in die Medien gekommen ist über Nacht in diese Situation gekommen.
    Die waren schon vor 20 Jahren am Arsch!
    Komischerweise haben erst vor ein paar Jahre irgendwelche Ratingagenturen aus den USA diese Probleme publiziert...
    Ein Zerfall des ganzen Euros oder jegliche Destabilisierung wäre für die Amis ein gefundenes Fressen.

    Wenn ich mich damit abfinde das Griechenland aus dem Euro fliegt, dann werden vermutlich weitere folgen.
    Damit tun wir den Amis einen Gefallen indem wir unsere Währung destabilisieren.

    Was ist nun das kleinere Übel?
    Vermutlich ist es besser den Amis den Gefallen zu tun.
    Wenn nicht alle Mentalitäten in Europa entsprechend gleich ausgerichtet sind, dann werden wir diesen Kampf nicht endlos führen können und bei dem Versuch Unmengen an Ressourcen verbraten.
    "Es ist weit besser, große Dinge zu wagen, ruhmreiche Triumphe zu erringen, auch wenn es manchmal bedeutet, Niederlagen einzustecken, als sich zu den Krämerseelen zu gesellen, die weder große Freude noch großen Schmerz empfinden, weil sie im grauen Zwielicht leben, das weder Sieg noch Niederlage kennt." Theodore Roosevelt - President of the United States (1901-1909)

  5. Folgender Benutzer sagt Danke zu Markus für den nützlichen Beitrag:

    Bapho (03.07.2015)

  6. #14
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    @Markus: Von britischer und französischer Seite gab es auch mal die Begründung, dass der Vorteil der EU ist, dass Deutschland kontrollierbar bleibt und man Einfluß auf die Regierung bei uns nehmen kann.
    Also die Gründe für Europa sind vielfälltig und auch von vielen nationalen Interessen geprägt.
    Griechenland sitzt an einer Aussengrenze der EU und der Nato. Deshalb war zu Gründungszeiten der EU die Mitgliedschaft wichtig und politisch gewollt.
    Daß manche Staaten sehr kreativ beim Erlangen von Vorteilen sind, war schon immer so und ist wohl Bestandteil des Systems.

    Gruß
    Dieter

  7. #15
    Avatar von rostiger Nagel
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    Ich denke das die Mehrheit der Griechen erkannt haben was ihre jetzige Regierung
    ihnen antut und am Sonntag für ein Ja, zum Verbleib in der Eurozone stimmt.
    Dann wird es einen Regierungswechsel geben (so hoffe ich), die Verhandlungen
    werden ein anderes Vorzeichen bekommen.

    Was mir am Samstag aufgefallen ist, das es für die Verantwortlichen Euro Gruppe,
    völlig entsetzt waren, das war kein Schauspiel. Der Schäuble, der wirklich ein Politik
    Profi erster Güte ist, stand völlig neben sich und wirkte völlig Erschöpft.
    Der Dijsselbloem sah auch aus, als währe er von eine D-Zug überrollt worden.
    - - -
    Wer als Werkzeug nur einen Hammer hat, sieht in jedem Problem einen Nagel.

  8. #16
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    Mir geht es auch nicht viel anders als Markus und / oder allen anderen.
    Ich verstehe das ganze Getue nicht.
    Es wird von Schulden gesprochen und dass die nicht zugezahlt werden können.

    Bei der ganzen Polemik stelle ich mir die Frage:
    Wer hat diese Schulden gemacht?
    Mutti, die mit Adolf in Griechenland verglichen wird? Oder der Wolfgang, der sich einen Super Rolli mit Tieferlegung und Spoiler gekauft hat?

    Griechenland hat mehr ausgegeben als es verdient hat.
    Und irgend wann ist eben Zahltag. das ist auch bei meiner Bank oder Freundin so
    Mir ist es wurst, wer irgendwo regiert, doch was kommt auf uns zu, wenn die Kredite abgeschrieben werden müssen?
    Hier in Deutschland mussten wegen Agenta 2010 viele Einschnitte hinnehmen und viele krebsen an der unteren Grenze der Gesellschaft herum.
    Warum nur in Deutschland und nicht in anderen Ländern auch?

    Und zu den Zahlen, wer wann in Rente in Griechenland geht, bin ich sehr zurückhaltend.
    Denn wo sind die Frühpensionäre und -rentner geblieben, die im Zuge der Kosteneinsparung aus der Arbeit ausgeschieden sind?
    Wenn man diese Zahlen zu bestehenden Zahlen addiert, dann stimmt es wohl eher, dass das Rentenalter massiv nach unten gegangen ist.

    "Trau keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast"


    bike
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    --Martin Fowler

  9. #17
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    Bei der ganzen Rentendiskussion muss man berücksichtigen, dass das griechische Sozialsystem komplett anders aussieht.
    Etwas vergleichbares zu Harz4 oder Sozialhilfe gibt es dort nicht.
    Es gibt aber eben die Möglichkeit der frühen Verrentung. Und da der familiäre Zusammenhalt in Griechenland deutlich besser ist als bei uns, unterstützen eben viele Rentner mit ihrem Geld den rest der Familie.
    deshalb muss man hier sehr sehr vorsichtig sein mit Vergleichen bzw. mit Vorurteilen. Wenn jemand eine Anstellung hat, dann ist das Renteneintrittsalter wohl auch ähnlich wie bei uns.

    Gruß
    Dieter

  10. #18
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    Zitat Zitat von bike Beitrag anzeigen
    .....
    Griechenland hat mehr ausgegeben als es verdient hat.
    Und irgend wann ist eben Zahltag. das ist auch bei meiner Bank oder Freundin so

    .....
    bike

    Du glaubst doch wohl nicht allen ernstes das Griechenland (oder ein anderes Land) irgendwann seine Schulden zurück zahlt ? Es werden vielleicht neue Schulden gemacht um alte Schulden zu bezahlen.
    Früher gab es Peitschen .... heute Terminkalender

  11. #19
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    Zitat Zitat von Lipperlandstern Beitrag anzeigen
    Du glaubst doch wohl nicht allen ernstes das Griechenland (oder ein anderes Land) irgendwann seine Schulden zurück zahlt ? Es werden vielleicht neue Schulden gemacht um alte Schulden zu bezahlen.
    Das mag ja stimmen, aber gehst du zum Bankberater sagst ihm er sein A.... und dann erwartest du einen Kredit?
    Es gilt wie im echten Leben der Satz:
    Der Ton macht die Musik.

    Und noch eines:
    Spieltheorie passt eben nicht ins Leben, es steht eben Spiel davor.


    bike
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  12. #20
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    Ich denke, dass Europa, da man nun einmal die eigenen Gesetze gebrochen hat (kein Land darf für die Schulden der anderen einstehen), nun auch Griechenland helfen muß und das ja offensichtlich auch will. Dazu müssen die natürlich mitmachen, aber dazu brauchen sie zu Hause auch entsprechende Mehrheiten. In einer Fernsehdiskussion wurde gesagt, "Auf keinen Fall erlassen, sonst geben die Banken sofort neue Kredite. Lieber sollte man mit Hilfe der EZB den Schuldendienst ertragbar machen (geringe Zinsen) und man wird mind. 50-100 Jahre benötigen um da wieder rauszukommen." Dem kann ich durchaus zustimmen, das ist wenigstens eine Perspektive. Nachdenken muß man über das Kapitalsystem auf der Welt, denn das ist ursächlich für solche Schuldenkrisen.

    PS: Als erste Maßnahme würde ich die Reeder (die zahlen in Griechenland keine Steuern !!! 0% !!!) besteuern, so wie bei allen anderen Unternehmen. Punkt zwei ist ja (endlich) in Arbeit, Unternehmen wie Apple, Amazon, Ebay usw. müssen endlich ebenfalls Steuern zahlen und bekommen die Möglichkeit genommen, ihre Gewinne zu verschieben. Und nicht zuletzt muß man sich einmal über die Rolle der Kapitalmärkte in der heutigen Zeit Gedanken machen, denn so wie ich das sehe, läuft da gewaltig was schief. Typen, die ohne wirklich zu arbeiten Millionen und Millarden an Gewinnen scheffeln, nur indem sie Geld hin- und herschieben, braucht die Welt wirklich nicht.
    Geändert von Ralle (30.06.2015 um 09:10 Uhr)
    Gruß
    Ralle

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