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Thema: Selbstständig und nun? Was muss man beachten, Erfahrungen?

  1. #1
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    Hallo.

    Ich habe seit gut 13 Jahren einen Gewerbeschein und erledige nebenbei kleinere Aufträge. Dies ist alles mit dem Arbeitgeber geklärt und die Steuern werden gezahlt.
    Nun ist der Ruf einem vorausgeeilt und die Aufträge werden immer mehr. Teilweise geht ein komplettes Wochenende drauf oder man muss sich nötigen, den Urlaub
    dazu einzuplanen. Das ist aber nicht der Sinn der Sache, da der Arbeitgeber schließlich verlangen kann, das man sich in diesen Zeiten für seine Anstellung ausruhen soll.

    Daher spiele ich mit dem Gedanken, mich komplett Selbstständig zu machen. Die Kontakte und die Aufträge würden das derzeitige feste Gehalt + die kleinen Aufträge immer
    nebenbei abfangen und sogar mehr einbringen. Ein Risiko ist immer dabei, und die Auftragslage kann sich auch verschlechtern.

    Meine Frage ist eher, was muss man alles beachten? Wie läuft das mit Versicherungen ab? Welche braucht man wirklich als Selbstständiger, und welche sollte man sich mal
    anschauen?
    Kann man als Inhaber eines Gewerbescheins auch Mitarbeiter einstellen, oder muss man dazu eine Firma anmelden (GmbH oder UG)? Kann man sich dann selbst in dieser
    GmbH anstellen, um die Sozialleistung abzuführen, oder ist das als Gesellschafter nicht möglich?

    PS: Bitte keine Rechtsberatung, schreibt nur eure persönliche Erfahrung und Meinung rein. Nicht das wir nachher Ärger bekommen
    Kommt Zeit.... Kommt Rat.... In der Tat.
    Gartenlampe mit Windenergie anstelle von Solar? Bei Interesse -> PN
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  2. #2
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    Bei der IHK oder Handwerkskammer gibt es Gründerseminare.

    Die empfehle ich Dir mal um ein paar Rechtsgrundlagen zu schaffen.

  3. #3
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    Natürlich kann man auch als Einzelunternehmer, GbR oder E.K. Personal einstellen. Ich würde an deiner Stelle trotzdem über die Gründung einer GmbH nachdenken. Darin haben insbesondere größere Firmen (sowohl Kunden als auch Lieferanten) mehr Vertrauen als in Kleinunternehmen (oder UGs), außerdem hast du damit zumindest einen Teil der Haftungsrisiken von der Backe. Steuererklärung und Jahresabschluss sind dafür etwas aufwendiger.

    Mit freundlichen Grüßen
    Thorsten Ostermann
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  4. #4
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    Also ob eine GmbH Gründung sein muss bezweifle ich, bezüglich der Haftung werden die Kunden/Lieferanten mehr vertrauen haben, wenn du keine GmbH hast, ist ja auch logisch, weil du persönlich haftest. Allerdings im Gegenzug "GmbH= wirklich Haftungsbeschränkt" stimmt auch nicht so ohne weiteres, wenn du "Mist baust" erwischt es dich trotzdem.
    Bei der GmbH hast du den Nachteil, das du ziemlich schnell den Renten-Höchstbeitrag zahlen musst. Bei dem Einzelunternehmen kannst du die Renteneinzahlung stoppen, aber Vorsicht! Alterssicherung machen!(ggfs. Immobilien!)
    Der buchhalterische Aufwand ist wenn du es nicht viel anders als zur GmbH, nur der Jahresabschluss funktioniert etwas anders.
    (Es sei denn du bleibst mit dem Einzelunternehmen unter einer festgelegten Umsatzsumme, dann reicht es, wenn du keine doppelte Buchführung vornimmst)
    Einzelunternehmensnachteil: Der komplette Gewinn muss der EkSt unterzogen werden
    GmbH: Körperschafts und Abgeltungssteuer - du kannst halt nur so gesehen die Versteuerung hinauszögern, aber ganz zum Schluss zahlst du fast das gleiche.

    Wichtig ist:
    - Eine Betriebshaftpflicht sollte vorhanden sein( ca. 550€ jährlich) Wichtig ist hierbei die internationale Absicherung, falls du auch im Ausland arbeiten wirst
    - Gründerzuschuss wirst du nicht bekommen, da du schon nebenbei selbständig bist(Es sei denn die Gesetze sind nun anders -> prüfen beim Arbeitsamt)
    - Angestellte kannst du auch beim Einzelunternehmen einstellen, was du an welche Stellen zahlen musst funktioniert automatisch
    - Im optimal Fall machst du deine Buchhaltung selber, dann hast du immer einen optimalen Überblick über deine Firma! (Ich empfehle dabei "DATEV")
    Allerdings musst du dann ein gewisses kaufmännisches Wissen mitbringen
    - Such dir einen guten Steuerberater, der deine Sachen überprüft.
    - Setze die EKSt im ersten Jahr nicht ganz so hoch, im zweiten mindestens auf das 3fache, dann bekommst du später kaum Probleme
    - ab dem 3.Jahr wird es eh automatisch angepasst
    - Halte die Buchhaltung immer aktuell und führe jeden Monat die Umsatzsteuervoranmeldung durch!
    - Schreibe rechtzeitig die Rechnungen und nimm nicht zu lange Zahlungsziele

    Dies sind zunächst meine Tipss!

    MfG
    Joe Heinrich

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  5. Folgender Benutzer sagt Danke zu VerLKerL für den nützlichen Beitrag:

    Krumnix (26.11.2015)

  6. #5
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    Nicht zu vergessen das du bei einer GmbH bilanzieren mußt. Mit einem Einzelunternehmen und unterhalb eines gewissen Umsatzes kannst du Einnahme- Überschussrechnung machen. Es macht schon einen Unterschied ob man die Umsatzsteuer erst bezahlen muß wenn das Geld eingeht und nicht im gleichen Monat der Rechnungslegung, egal ob der Knack da ist..
    Zumindest war das fürher so, kann auch sein das sich da in den letzten Jahren was geändert hat...
    Nüchtern betrachtet war es besoffen besser.

  7. #6
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    Zitat Zitat von Bapho Beitrag anzeigen
    Nicht zu vergessen das du bei einer GmbH bilanzieren mußt. Mit einem Einzelunternehmen und unterhalb eines gewissen Umsatzes kannst du Einnahme- Überschussrechnung machen. Es macht schon einen Unterschied ob man die Umsatzsteuer erst bezahlen muß wenn das Geld eingeht und nicht im gleichen Monat der Rechnungslegung, egal ob der Knack da ist..
    Zumindest war das fürher so, kann auch sein das sich da in den letzten Jahren was geändert hat...

    Richtig, zum teil, wobei man schon von Anfang an doppelt Buchführung betreiben sollte, weil die Summe ist schnell überschritten und dann musst du es sowieso machen.

    Die Umsatzsteuer hängt nicht direkt damit zusammen, denn ob du über oder unter der Grenze bist musst du am Ende des Monats die Umsatzsteuer übermitteln - es sei denn:
    1. Du redest mit dem Finanzamt ob du das etwas später zahlen kannst(jeden Monat anrufen)
    ODER
    2. 1/11 Regelung bedeutet 1 Monats Umsatzsteuer im Voraus bezahlen und dann kannst du dauerhaft später abgeben(für das laufende Wirtschaftsjahr)

    Aber ganz ehrlich? Zahl die Umsatzsteuer immer sofort, so weist du immer was du ausgeben darfst und es kommt nie eine böse Überraschung.

  8. #7
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    Es geht nicht darum, dass man die USt.-VA monatlich machen muss, sondern darum, wann die USt. fällig ist: Bei Zahlung oder bei Rechnungsstellung (also bevor der Kunde bezahlt hat).

    Mit freundlichen Grüßen
    Thorsten Ostermann
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  9. #8
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    Hallo,

    Zitat Zitat von VerLKerL Beitrag anzeigen
    Also ob eine GmbH Gründung sein muss bezweifle ich, bezüglich der Haftung werden die Kunden/Lieferanten mehr vertrauen haben, wenn du keine GmbH hast, ist ja auch logisch, weil du persönlich haftest. Allerdings im Gegenzug "GmbH= wirklich Haftungsbeschränkt" stimmt auch nicht so ohne weiteres, wenn du "Mist baust" erwischt es dich trotzdem.
    Bei der GmbH hast du den Nachteil, das du ziemlich schnell den Renten-Höchstbeitrag zahlen musst. Bei dem Einzelunternehmen kannst du die Renteneinzahlung stoppen, aber Vorsicht! Alterssicherung machen!(ggfs. Immobilien!)
    Nein, das ist nicht logisch. Bei der GmbH muss erstmal ein Grundkapital da sein, dazu kommt die Pflicht zur Veröffentlichung der Bilanzen im Bundesanzeiger. Bei einem Einzelunternehmer weisst du als Lieferant überhaupt nicht, wie es um die Zahlungsfähigkeit bestellt ist. Bei größeren Summen (z.B. Kredite) muss sowieso jemand persönlich haften. Aber da der Aufwand zur Gründung einer GmbH größer ist als eine einfache Gewerbeanmeldung, geht man i.a. davon aus, dass da auch mehr dahinter steht.

    Das mit der Rentenversicherung musst du mir mal erklären. Was hat die Gesellschaftsform mit der Rentenversicherung des Inhabers zu tun?

    Mit freundlichen Grüßen
    Thorsten Ostermann
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  10. #9
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    Zitat Zitat von ostermann Beitrag anzeigen
    Es geht nicht darum, dass man die USt.-VA monatlich machen muss, sondern darum, wann die USt. fällig ist: Bei Zahlung oder bei Rechnungsstellung (also bevor der Kunde bezahlt hat).

    Mit freundlichen Grüßen
    Thorsten Ostermann
    Die Fälligkeit ist beim Ist-Versteuerer bis zum 10. des Folgemonats.
    Auch wenn der Zahlungseingang z.B. am 02.01. passiert wird die Umsatzsteuerzahlung erst bei der Buchung bzw. Elster-USt-Voranmeldung ausgelöst als bis zum 10.02.

    Bitte mal mit dem Steuerberater sprechen

  11. #10
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    Das Grundkapital sagt doch nichts aus!?
    Du kannst dein Auto für z.B. 12.500€ und Bargeld 12.500€ in die GmbH legen. Dann hast du "nur" 12.500€ Mittel zur Verfügung bei Haftung!?
    Aber: Sobald das Geld raus ist, ist auch deine GmbH platt, wenn du das Geld nicht im vorgegebenen Zeitraum wiederbeschaffst.
    Ob eine GmbH Zahlungsfähig ist, gerade bei Neubeginn ist unmöglich zu sehen, zumal du die Veröffentlichung auch um Jahre schieben kannst.
    Wenn eine GmbH pleite ist, können die Gläubiger nicht sofort an z.B. dein Haus.
    Als Einzelunternehmer geht das schneller.
    Somit sagt es nichts aus, ob da was bei einer GmbH hinter steht.

    Der Aufwand eine GmbH zu gründen ist nicht größer, nur der finanzielle Aufwand.
    Und zur Not "MiniGmbH" dann dargestellt dich auch GmbH schimpfen.

    Na die Gesellschaftsform hat sehr viel damit zu tun. Bei einer GmbH bist du quasi Angestellter, beim Einzelunternehmen somit nicht.
    Frag mal deinen Steuerberater, der erklärt dir die Details.
    Sonst wird mein Text hier ein halbes Buch

    MfG
    Joe

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