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Thema: Prüfung...Kann das so sein?

  1. #11
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    Guten Morgen,

    also ich bin selber als Prüfer für die SIHK tätig und Vorsitzender eines Prüfungsausschusses für Elektroniker für Betriebstechnik.

    Hier ein paar rechtliche Rahmenbedingungen:

    1. Wie schon Nost richtig gesagt hat, müssen die Prüfer paritätisch besetzt sein - zudem gilt, das kein Prüfer aus dem selben Betrieb stammen darf wie der Prüfling. Wir gehen an dieser stelle noch einen Schritt weiter und teilen sie Prüfer so ein, das auch keine direkten Konkurrenten in Kontakt kommen, das ist aber keine Vorschrift.

    2. Das Prüfungsstück verbleibt beim Prüfungsausschuss um in Ruhe die fachliche Ausführung zu bewerten - dazu gehören eigentlich immer die Erdungspunkte, Kabellängen im Kabelkanal, richtiges Anbringen von Aderendhülsen und Kabelschuhen etc... Das ein praktisches Prüfungsstück einbehalten wird, habe ich noch nie gehört, das kenne ich eigentlich nur bei Täuschungsversuchen, DAS wäre aber in der Prüfung passiert und nicht hinterher!

    3. Die Ergebnisse der Prüfer müssen schriftlich dokumentiert werden - In diese Bewertungen kannst Du bei einem Widerspruch gegen Dein Prüfungsergebnis Einsicht nehmen.

    4. Sollten tatsächlich gravierende Mängel auftreten, so wird der Betrieb von der Kammer, nicht vom Prüfungsausschuss, darüber informiert - die einzigen Konsequenzen, die so etwas haben kann, ist, das der Betrieb in Zukunft nicht mehr Ausbilden darf (für den unwahrscheinlichen Fall, das z.B. der Azubi alle Drähte blank verlegt und der Ausbilder bestätigt, das der Azubi das bei ihm so gelernt hat... )



    Auch hat man mir schon mitgeteilt das ich mich für die AP2 warm anziehen kann.
    Das ist natürlich ganz schlechter Stil...
    Die Benotung soll unabhängig und unvoreingenommen vorgenommen werden. Es sit aber so, das nach Möglichkeit die gleichen Prüfer AP1 und AP2 abnehmen, damit für den Prüfling ein subjektiver, für ihn zuständiger Prüfungsausschuss entsteht - der Tatsächliche Prüfungsauschuss sind in der Regel deutlich mehr als die drei Prüfer.

    vielleicht kannst du deinen Meister mal bitten mit den Prüfern zu sprechen.
    Möglich wäre hier auch der Weg über den Berufsschullehrer - zumindest bei uns ist der Berufsschullehrer der einzige, der alle Prüflinge aus dem Unterricht kennt.

    Hast Du denn schon ein Ergebnis von AP2 mitgeteilt bekommen?
    Diese Punkte zählen mit 40% in die Abschlussnote, d.h. Du kannst Dir ausrechnen, was Du in der AP2 erreichen musst um Deine Wunsch-Endnote zu erhalten...


    Solltest Du zu diesem Thema noch Fragen haben, schreib mir ne kurze PN.
    Ganz kurz ganz hell
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  2. #12
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    Die Gesetze und Vorschriften sind eindeutig, aber ich hatte auch so einen Prüfer, der mich 3x durchfallen lässt, bis schließlich das vierte Mal eine Kommission da war und auf einmal hatte ich keine Probleme ein Exam zu bestehen.

  3. #13
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    Solche Fälle kommen leider immer mal wieder vor, da wir alle nur Menschen sind, und die sind nun mal gelegentlich etwas kompliziert...

    Aber solange wir in einem Rechtsstaat leben erwachsen aus einem Ausbildungsverhältnis Rechte und Pflichten.
    Als ich damals meine Ausbildung gemacht habe, habe ich auch vieles so hingenommen, obwohl ich nicht dazu verpflichtet gewesen wäre - das lag neben vielen wirklich guten Ausbildern an der positiven Grundstimmung im Betrieb. Rein rechtlich betrachtet hätte ich einiges nicht machen müssen, aber geschadet hat es mir im Nachgang auch nicht.

    Wenn ich aber heutzutage in einer Abschlussprüfung die Berichtshefte durchschaue und lese, das ein Azubi 8 Wochen "Altbausanierung" eingetragen hat - lernen sollte er eigentlich Elektroniker für Betriebstechnik - dann denke ich schon, das auf dem Recht ausgebildet zu werden auch mal bestehen kann. Letztlich legt dies ja den Grundstein für die berufliche Zukunft.

    Dies soll kein Aufruf werden, jedes Haar zu spalten und sich in einem fort mit seinem Ausbildungsbetrieb / der Kammer zu streiten, ABER ich möchte doch die Mitlesenden ermutigen, auch Ihre Rechte wahrzunehmen.

    Wer sich ungerecht behandelt fühlt, hat das Recht die Situation überprüfen zu lassen - bei unserer Kammer gibt es da z.B. einen Extra-Ansprechpartner bei Unstimmigkeiten mit dem Ausbildungsbetrieb.
    Ganz kurz ganz hell
    ganz lange ganz dunkel....

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