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Thema: Ausbildung/Studium als SPS-Programmierer

  1. #11
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    Zitat Zitat von norustnotrust Beitrag anzeigen
    Die erstbeste online Jobbörse spuckt 2430 Stellen für "Softwareentwickler" Umkreis von 50km um Pforzheim aus.
    https://www.jobbörse.com/jobs/?jobti...heim&radius=50
    Naja nach einer Umschulung zum Fachinformatiker ist man auch kein Software-Entwickler.
    Das sind schon 2 Paar Stiefel.
    Wenn man dann die Studieninhalte Informatik und Automatisierungstechnik vergleicht, dann würde ich mich auch lieber für die Automatisierung entscheiden.


    Gruß
    Dieter

  2. #12
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    Zitat Zitat von AUDSUPERUSER Beitrag anzeigen
    Genau das ist mir auch durch den Kopf gegangen.
    Wenn es sonst nicht klappt, dann mach ich halt mal SPS.
    Das ist was für jeden, da braucht man keine großen Kenntnisse.
    Mit dieser Einstellung wird man keinen Job bekommen.
    Gute SPS-Programmierer sind sehr gefragt. D.h. man muss sich mit SPS Programmierung wirklich auskennen.
    Mit nur ein bisschenc"rumprogrammieren" wird man wohl wirklich keine guten Aussichten haben einen Job zu finden.
    Aber Programmierer die Fachwissen haben und sich mit SPS-Programmierung und den damit einhergehenden Problemen gut auskennen
    werden auf dem aktuellen Jobmarkt schneller einen Job finden als Fachinformatiker auf anderen Gebieten.
    Da SPS Programmierer eher im Bereich Industrie bzw. Gebäudeautomatisierung angesiedelt sind, ist dort auch mehr Geld zu verdienen.


  3. #13
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    Zitat Zitat von Blockmove Beitrag anzeigen
    Naja nach einer Umschulung zum Fachinformatiker ist man auch kein Software-Entwickler.
    Das sind schon 2 Paar Stiefel.
    Was ist man dann? Ich meine ich will echt nicht nicht sekant sein aber als Österreicher bin ich kein Experte der deutschen Ausbildungslandschaft. Wenn ich "Fachinformatiker Fachrichtung Anwendungsentwicklung" suche dann finde ich:
    https://berufenet.arbeitsagentur.de/...ibung&dkz=7856
    und das hört sich genau nach Softwareentwickler an. Vielleicht kannst du mich aufklären.
    Regards NRNT

  4. #14
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    Das Hauptproblem dürfte sein, dass er als Fachinformatiker nicht einmal den Schaltschrank öffnen darf, in dem sich eine SPS normalerweise befindet.
    Dazu kann er sich vielleicht zur "Elektrofachkraft nach BGV" oder etwas in der Art weiterbilden (lassen), aber zum SPS Programmieren gehört auch das Lesen und Verstehen von Elektroschaltplänen.
    Hinzu kommt, dass es nicht selten vorkommt, dass selbst der "reine" SPS-Programmierer am Schaltschrank noch etwas verdrahten, oder etwas umverdrahten muss.
    Wäre ich Chef, würde ich einen Fachinformatiker nicht zur SPS-Programmierung einstellen. Zumindest nicht wenn er nicht noch ordentlich Zusatzqualifikation bezügl. Elektrotechnik draufsatteln kann.
    Die Genialität einer Konstruktion liegt in ihrer Einfachheit – Kompliziert bauen kann jeder.

    (Sergei Pawlowitsch Koroljow, sowjetischer Konstrukteur von Raketen und Weltraumpionier)

  5. #15
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    Ein Stück weit, macht auch die Herangehensweise an die Programmierung einen Unterschied

    Wir haben in einer Maschine ne 300er und 2 400er (ok, noch paar mehr nur die hier sind von einem Hersteller)...
    Der Code in der 300er sieht weitestgehend etwas "grude" aus. Ich dachte schon, da hätte einer versucht das Objektmodell von JAVA drüber zu stülpen...
    Als dann wieder einer der Programmierer vom Hersteller da war, meinte er nur zu mir:
    "Ja, der Kollege hatte vorher Informatik studiert und musste sich etwas an die SPS-Welt gewöhnen. Inzwischen programmiert er auch anders, sonst will ja keiner mehr an seine Programme ran"

    Hochsprachen kommen zwar immer mehr in SPS, jedoch liegt der Schwerpunkt wie Thomas schon sagte, wohl eher auf der elektrischen Komponente und dazu muss es eben passen
    (Sonst würde man sich seine Bildchen in der Visu ja auch gerade selbst in HTML skripten)

    MfG Fabsi

  6. #16
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    Zitat Zitat von Thomas_v2.1 Beitrag anzeigen
    Das Hauptproblem dürfte sein, dass er als Fachinformatiker nicht einmal den Schaltschrank öffnen darf, in dem sich eine SPS normalerweise befindet.
    Dazu kann er sich vielleicht zur "Elektrofachkraft nach BGV" oder etwas in der Art weiterbilden (lassen), aber zum SPS Programmieren gehört auch das Lesen und Verstehen von Elektroschaltplänen.
    Hinzu kommt, dass es nicht selten vorkommt, dass selbst der "reine" SPS-Programmierer am Schaltschrank noch etwas verdrahten, oder etwas umverdrahten muss.
    Wäre ich Chef, würde ich einen Fachinformatiker nicht zur SPS-Programmierung einstellen. Zumindest nicht wenn er nicht noch ordentlich Zusatzqualifikation bezügl. Elektrotechnik draufsatteln kann.
    So stimmt das nicht. In großen Unternhemen die z.B. Industrienalagen in Betrieb nehmen ist es meist so, dass bei einer Inbetriebnahme auch ein Elektrotechniker mit dabei ist, der die Verdrahtungen usw. vornimmt.

    Ausserdem kann man sich zu "Elektrotechnisch unterwiesenen Person (EUP)" Fortbilden. Dann darf man auch an den Schaltschränken im Klein- bzw. Niederspannungsbereich (je nach Fortbildung) arbeiten.
    Es gibt auch Forbildungen um Schalpläne lesen, verstehen und korrigieren zu können(z.B. an der Abendakademie oder TÜV)

    Ich gehe davon aus, dass wenn man als SPS-Programmierer arbeiten möchte, auch bereit sein muss sich weiterzubilden. Wie in jedem Job gehört halt auch hier etwas initiative dazu. Wenn man eine oder sogar beide der oben genannten Fortbildungen hat, hat man sehr große Chancen einen Job zu finden.


  7. #17
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    Zitat Zitat von -J-E- Beitrag anzeigen
    So stimmt das nicht. In großen Unternhemen die z.B. Industrienalagen in Betrieb nehmen ist es meist so, dass bei einer Inbetriebnahme auch ein Elektrotechniker mit dabei ist, der die Verdrahtungen usw. vornimmt.

    Ausserdem kann man sich zu "Elektrotechnisch unterwiesenen Person (EUP)" Fortbilden. Dann darf man auch an den Schaltschränken im Klein- bzw. Niederspannungsbereich (je nach Fortbildung) arbeiten.
    Es gibt auch Forbildungen um Schalpläne lesen, verstehen und korrigieren zu können(z.B. an der Abendakademie oder TÜV)

    Ich gehe davon aus, dass wenn man als SPS-Programmierer arbeiten möchte, auch bereit sein muss sich weiterzubilden. Wie in jedem Job gehört halt auch hier etwas initiative dazu. Wenn man eine oder sogar beide der oben genannten Fortbildungen hat, hat man sehr große Chancen einen Job zu finden.
    Das ist doch Quark, wer schickt den einen
    Programmierenden EUP auf IBN oder Fehlersuche.

    Die Fertigkeiten die man in diesem Job
    braucht, lernt man nicht in einen Drei Tage
    Kaffeetrinker-Seminar, sondern in Jahre langes Rödeln auf der Baustelle, mit
    Kunden und Chefs die einen anschreien,
    wenn man den Termin nicht einhält oder
    etwas nicht zum laufen bekommt.
    - - -
    Wer als Werkzeug nur einen Hammer hat, sieht in jedem Problem einen Nagel.

  8. #18
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    Die ursprüngliche Frage war, ob sich eine Umschulung lohnt.
    Einem Arbeitgeber wird klar sein, dass wenn er jemanden der direkt aus einer Ausbildung oder einer Umschulung einstellt, dieser wissen wird, dass da nicht "Jahrelange" Beruferfahrung dahinterstecken kann.
    SPS-Programmierer sind auf dem Markt gesucht. Dabei sind Programmierer mit guten Problemlösestrategien und guten PRogrammierfertigkeiten.

    Deine Aussage
    Die Fertigkeiten die man in diesem Job
    braucht, lernt man nicht in einen Drei Tage
    Kaffeetrinker-Seminar, sondern in Jahre langes Rödeln auf der Baustelle, mit
    Kunden und Chefs die einen anschreien
    ist ja auch totaler Quatsch.
    Dann gäbe es ja nie wieder neue SPS-Programmierer, da jemand direkt aus der Ausbildung wohl nicht dieses
    Jahre langes Rödeln auf der Baustelle, mit
    Kunden und Chefs die einen anschreien
    hinter sich haben kann.

    Man wird wohl anfangs nicht gleich alleine auf die BAustellen geschickt werden, das kommt mit der Zeit. Aber gesucht sind vor Allem auch junge Programmierer die von den Firmen noch geformt werden können und auf die spezifischen Probleme getrimmt werden können.


  9. #19
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    Zitat Zitat von -J-E- Beitrag anzeigen
    So stimmt das nicht. In großen Unternhemen die z.B. Industrienalagen in Betrieb nehmen ist es meist so, dass bei einer Inbetriebnahme auch ein Elektrotechniker mit dabei ist, der die Verdrahtungen usw. vornimmt.
    Hängt von Firmengröße und Einsatzfeld aus.

    Der Inbetriebnehmer der ne Maschine aufstellt (könnt ihr euch streiten ob das als SPS-Programmierer gilt) ist sowieso allein.
    Ein PLS-Programmierer an nem Groß-System hat eher immer jemanden dabei.
    Aber auch dort ist es gegen Ende der IBN meist so, vor allem weil sein Elektriker-Kumpane 95% des Arbeitstages nur mehr Nase bohrt, dieser irgendwann nach Hause geschickt wird. Wenn's dann aber irgendwo zwickt, ist es wieder blöd.

    Lustig sind auch immer wieder diejenigen die nicht mal vom Sessel aufstehen und zehn Meter zum Schaltschrank gehen um mal schnell 2 Drähte zu tauschen.
    Da wird mir der IBN des Teils dann lieber ne dreiviertel Stunde gewartet (oder was anderes versucht) bis jemand um die Ecke kommt und das korrigiert.
    Da hab ich schon Leute Zeit verschießen gesehen...

    Zitat Zitat von -J-E- Beitrag anzeigen
    Dabei sind Programmierer mit guten Problemlösestrategien und guten PRogrammierfertigkeiten.
    Das stimmt schon so und muss auch die zentrale Fertigkeit eines jeden Programmierers sein der Arbeit finden will.
    Der SPS-Programmierer auf der IBN hat aber auch mit elektrischen Problemen zu kämpfen und muss auch dort Problemlösungen bereitstellen.
    Klar kann man von einem Neuling dann nicht erwarten dass er Baustellenerfahrung hat, man wird aber sehr wohl fragen ob er bereit bist auch solche Probleme auf der Baustelle zu lösen.

    Wenn der Planzeichner mal wieder einige Geberanschlüsse verhunzt hat, helfen dir die Elektrotechniker die du dabei hast meist wenig.
    Wenn dieser beteuert er hätte den Sensor richtig angeschlossen dann muss man trotzdem in Grube oder ins Loch krabbeln und ihm zeigen dass es nicht so war.

    Das ist jetzt nichts was man sich mit Zeit und "Gerödl" aber vor allem Bereitschaft aneignen kann.
    Das erwartet sich Arbeitgeber aber wenn er jemanden auf IBN schickt.

    Lange Rede kurzer Sinn.
    Man kann zwar hoffen dass man als SPS-Programierer einen Job ohne Elektro-Komponente bekommt, geht aber eher nur wenn man keine IBN macht.
    Diese Jobs sind eher rar. Die meisten Jobs die zum Angebot stehen schließen obiges ein.

    Das ist aber alles kein Problem für einen jungen Neueinsteiger, sofern er mit den richtigen Erwartungen und vor allem der Bereitschaft ins Rennen geht.
    Solange man gegerüber sowas nicht abgeneigt ist, sehe ich absolut kein Problem mit so einer Berufswahl.

    PS: Auf Überstunden auf der IBN sollte man auch gefasst sein.
    Eine "praktisch" veranlagte Persönlichkeit hilft auch.
    Geändert von RONIN (07.05.2016 um 14:37 Uhr)
    If at first you don't succeed, you're not Van Damme!
    ... or maybe using TIA!

  10. #20
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    Zitat Zitat von RONIN Beitrag anzeigen
    Lange Rede kurzer Sinn.
    Man kann zwar hoffen dass man als SPS-Programierer einen Job ohne Elektro-Komponente bekommt, geht aber eher nur wenn keine Inbetriebnahmen macht. Diese Jobs sind eher rar. Die meisten Jobs die zum Angebot stehen schließen obiges ein.

    Das ist aber alles kein Problem für einen jungen Neueinsteiger, sofern er mit den richtigen Erwartungen und vor allem der Bereitschaft ins Rennen geht. Solange man gegerüber sowas nicht ist, sehe ich absolut kein Problem mir so einer Berufswahl.
    Zitat Zitat von RONIN Beitrag anzeigen
    PS: Auf Überstunden auf der IBN sollte man auch gefasst sein.
    Ein "praktisch" veranlagte Persönlichkeit hilft auch.
    Dem kann ich voll und ganz zustimmen


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