Ich habe regelmäßig Einblick in die Prüfungen der IHK im Beruf Elektroniker für Betriebstechnik.
Meines Erachtens wird dem Fachkräftemangel dahingehend entgegengewirkt, das man in die Ausbildung eigentlich ALLES reinpackt und dann die Messlatte in der Abschlussprüfung so niedrig hängt, das der Azubi liegend noch drüber kommt.
Ich halte das allerdings für eine direkte Folge: Können die Themen in den 3,5Jahren nur noch mit nem halben Tag angesprochen werden, so kann sich eine bundeseinheitliche Prüfung auch nur entsprechend detailliert mit den Themen befassen. Der Fokus liegt stark auf der Änderung der teilweise vorgedruckten(!) Schaltpläne sowie die Dokumentation. häufig müssen die Azubis z.B. den Linkslauf zu einem vorgedruckten Motor ergänzen - meist läßt sich die Lösung sogar im selben Schaltplan auf einem anderen Blatt finden .
Die Prüferkollegen spotten ja schon immer, die Azubis seien "Elektroniker, Fachrichtung Dokumentieren und Abheften"

Ist für uns auch meist sehr unbefriedigend, da die Bewertungsschlüssel ebenfalls durch die Kammer vorgegeben werden und die Azubis gefühlt für Name und Datum schon Punkte bekommen, die in der Prüfung inegrierte IBN und Kundenübergabe macht da kaum noch etwas aus...