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Thema: Straftat Verrechnungscheck?

  1. #1
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    Hallo Kollegen,

    ich habe vor 2 Wochen einen Verrechnungsscheck von einer deutschen Firma (GmbH) bekommen. Dieser ist geplatzt bzw. zurückgezogen worden, da die Firma ein gekauftes Produkt nun doch nicht mehr haben möchte.

    Nun habe ich kein Geld und keine Ware. Da das aber ein normaler Kaufvertrag war, ist das doch sicherlich eine Straftat, einen Scheck zurückzuziehen, oder?

    pt
    Gegen Schwachsinn, Schwachköpfe und armselige Trittbrettfahrer kann man nicht argumentieren.

    Gott sieht alles, auch Signaturen in Geheimschrift,,... aber er petzt nicht.
    Zitieren Zitieren Straftat Verrechnungscheck?  

  2. #2
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    Wird Dir die Ware retourniert?

  3. #3
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    Würde er gerne, ich möchte diese aber nicht wiederhaben. Der Käufer wollte die Ware weiterverkaufen, der Endkunde ist aber abgesprungen, trotz Kaufvertrags, aber was juckt das mich.

    Gruß, pt
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    Gott sieht alles, auch Signaturen in Geheimschrift,,... aber er petzt nicht.

  4. #4
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    Du als Verkäufer: Bist Du als Privatperson oder als Firma aufgetreten?
    Dein Kunde: ist er als Privatperson oder als Firma aufgetreten?

    Wie wurde der Verkauf abgewickelt? Per Vertrag oder per Internet-Bestellung?

  5. #5
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    Zitat Zitat von plc_tippser Beitrag anzeigen
    Da das aber ein normaler Kaufvertrag war, ist das doch sicherlich eine Straftat, einen Scheck zurückzuziehen, oder?
    Scheckbetrug liegt meines Wissens dann vor, wenn man einen Scheck ausstellt, der nicht gedeckt ist. Das was in Deinem Fall vorliegt, würde ich eher mit einer Rücklastschrift vergleichen, was ja dann noch keine Straftat darstellt.

    In deinem Fall ist die entscheidende Frage wohl eher, ob der Kauf rechtskräftig ist, denn dann kannst Du darauf bestehen, daß Du Dein Geld bekommst.

    Die dafür entscheidenden Fragen, die mir dazu einfallen, hat Maxl bereits gestellt.


    Gruß Axel
    Man muß sparn wo mn knn!

  6. #6
    plc_tippser ist offline Erfahrener Benutzer
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    Beides Firmen.

    Gekauft und bezahlt wurde persönlich.

    Nach Auskunft meines RA hat er kein Rückgaberecht, ist schließlich Händlerrisiko. Sonst mache ich demnächst so meinen fetten Reibach, das was ich nicht loswerde, schicke ich zurück, lasse den Scheck platzen.

    Muss meinen RA noch anrufen wegen der Sache, bin nur supersauer, deshalb wollte ich schon mal vorher Auskunft.

    Gruß, pt
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  7. #7
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    Der Kunde hat kein Recht auf Rückgabe der Ware, und ebensowenig auf Rückerstattung des Kaufpreises.

    Ein Scheckbetrug liegt nicht vor, da der Scheck ja nicht geplatzt ist, sondern nur zurückgezogen wurde. Einen Betrug läge auch dann vor, wenn der Kunde die Ware bestellt, aber von vornherein nicht vorhat, diese zu bezahlen, oder von vornherein weiß, dass er diese nicht bezahlen kann - was bei Dir auch nicht der Fall ist.

    In Deinem Fall gibt es entweder die Möglichkeit, sich gütlich zu einigen oder ein ganz normales Mahnungsverfahren.

    Eine gütliche Eingung könnte dann sein, dass Du die Ware zurücknimmst, und der Kunde 25% Stornogebühr zahlen muss. Dies bringt Dir insofern nichts, da Du ja noch gar kein Geld gesehen hast.
    Außerdem willst Du die (mangelfreie) Ware ja nicht mehr zurück.


    Du musst also ganz genau so verfahren, als wenn der Kunde die Ware rechtsgültig bestellt hat, aber nicht zahlt - sprich: 1. Mahnung, 2. Mahnung, letzte Mahnung und dann verklagen.

    Jetzt schon Deinen RA einzuschalten ist insofern riskant, da Du Anwaltskosten vorschießen musst, und diese nur dann ersetzt bekommst, wenn:
    - die Sache Gerichtsanhängig wird
    - der Kunde zur Zahlung verurteilt wird
    - UND voher alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft wurden, um das Geld einzufordern

    Ob das ganze dafür steht (Streitwert), und ob es sich lohnt, dafür einen Kunden zu vergraulen, ist eine andere Geschichte.................


    mfg
    Maxl

  8. #8
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    Hallo plc_tippser,

    ich denke, es ist zunächst erst einmal entscheident, um was für ein "Produkt" es sich handelt. Falls es sich z.Bsp. um einen Verkauf von Standard-Bauteilen wie 0815-Schützen handelt, könnte man vom Verkäufer etwas Kulanz erwarten. Das dürfte, im Hinblick auf längerfristige Geschäftsbeziehungen eigentlich von beiderseitigem Interesse sein. Rücknahmegebühren sind dabei natürlich gerechtfertigt.

    Handelt es sich jedoch um Dienstleistungen, Sonderanfertigungen etc. (Hardware ebenso wie Software), dann wurden bereits meist erhebliche, nicht weiterverwertbare Leistungen erbracht, die dann natürlich auch bezahlt werden müssen.

    Um was für ein Produkt geht es denn?


    Gruß, Onkel
    Geändert von Onkel Dagobert (18.09.2006 um 23:39 Uhr)
    Es gibt viel mehr Leute, die freiwillig aufgeben, als solche, die echt scheitern.
    Henry Ford
    Zitieren Zitieren Um was für ein Produkt geht es denn?  

  9. #9
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    Zitat Zitat von plc_tippser Beitrag anzeigen
    Hallo Kollegen,

    ich habe vor 2 Wochen einen Verrechnungsscheck von einer deutschen Firma (GmbH) bekommen. Dieser ist geplatzt bzw. zurückgezogen worden, da die Firma ein gekauftes Produkt nun doch nicht mehr haben möchte.

    Nun habe ich kein Geld und keine Ware. Da das aber ein normaler Kaufvertrag war, ist das doch sicherlich eine Straftat, einen Scheck zurückzuziehen, oder?

    pt
    Betrug ist das nicht. Nach meinem Kenntnisstand
    verhält sich das wie folgt:

    Wenn die bezogene Bank (Bank des Kunden) den
    Scheck nicht einlöst und statt dessen mit einem
    Vorlegungsvermerk "nicht bezahlt" zurückgibt,
    dann können Sie als Schecknehmer im Urkunden-
    prozess einen Urteil (vollstreckbaren Titel) gegen
    den Scheckaussteller erwirken.

    Diese Urkundenprozesse finden innerhalb weniger
    Tage statt und ebenso schnell hat man ein Urteil.

    Der Sachverhalt ist fast immer eindeutig. Einwände
    können nämlich nur gegen den Scheck selbst
    (also die Urkunde) erhoben werden (z.B. die
    Behauptung, der Scheck sei gefälscht oder
    gestohlen) und nicht gegen den zugrunde-
    liegenden Kaufvertrag (Grundgeschäft). Die Rechte
    hieraus müssen in einem getrennten Verfahren
    verhandelt werden.

    Auf deutsch heißt das:

    Wenn der Scheck in Ordnung und das Konto gedeckt
    ist, bekommen Sie erst mal Ihr Geld. In manchen
    Fällen kann man einen Kaufvertrag wegen Irrtum
    anfechten (würde zur Rückzahlung führen), sollte
    aber in dem geschilderten Fall nicht möglich sein.

    Anmerkung: Selbst mit einer mangelhaften
    Erfüllung oder Nicht-Erfüllung des Kaufvertrages
    würden Sie als Verkäufer erst mal ihr Geld
    bekommen.

    Viele Grüße

    Gerhard Bäurle
    Beste Grüße Gerhard Bäurle
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  10. #10
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    Zitat Zitat von Maxl
    Ob das ganze dafür steht (Streitwert), und ob es sich lohnt, dafür einen Kunden zu vergraulen, ist eine andere Geschichte.................
    Manchmal muss man solche Fälle aus Prinzip
    durchziehen , sonst reiten die Pappenheimer
    immer auf dieser Welle ... und was hat man
    von so einem Kunden? In einer intakten
    Geschäftsbeziehung kann man viele Dinge
    einvernehmlich lösen, aber nicht die Sperren
    von Schecks.

    Viele Grüße

    Gerhard Bäurle
    Beste Grüße Gerhard Bäurle
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