Step 5 FDL Kommunikation zu S5 95U 8MB03 aufbauen

Thomas_v2.1

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Hallo,

ich soll von einer S7 mit Profibus CP eine Kommunikation zu zwei S5 95U 6ES5-095-8MB03 aufbauen.
Diese Steuerungen kommunizieren zur Zeit vermutlich mit einer anderen S5, was ich auf die S7 umstellen möchte.

Dieses Modell der S5 ist so wie ich herausgefunden habe kein Profibus-Slave sondern unterstützt nur die Sinec-L2 Verbindung, was nachträglich als Profibus FDL standardisiert wurde.

Da ich an den S5 Steuerungen nach Möglichkeit nichts ändern möchte, versuche ich gerade die Kommunikationsparameter aus den S5-Programmen herauszulesen.
Die Konfiguration der S5 geschieht so wie ich das sehe über COM DB1, allerdings bekomme ich dort den DB1 nicht geladen. In meinem Step5 wird in COM DB1 meine Eingabe von 8MB03 aber auf 8MB02 heruntergestuft, vermutlich kennt er diese Version nicht weil zu neu? Wenn ich versuche den DB1 in COM DB1 zu laden sagt er mir, der DB1 kann nicht gefunden werden.
Der DB1 ist aber im Programm definitiv vorhanden. Im DB-Editor kann ich mit den Inhalt auch ausgeben lassen, also vermute ich einfach mal, mit dem Format kommt COM DB1 nicht klar.

Auf jeden Fall kann ich mir einige Dinge wie die Busparameter auch aus dem DB1 auslesen (Teilnehmer 10, Baudrate, Target Rotation Time). Was mir dort allerdings nicht ersichtlich ist, sind die parametrierte Partnerstation und die SAPs, wobei sich die SAPs bei der S5 wie ich gelesen habe aus der Profibusadresse +1 ergeben sollten. D.h. wenn ich dir Partneradresse habe, dann habe ich auch die SAPs.

Weiß jemand ob das Format des DB1 irgendwo dokumentiert ist, sodass ich das auch ohne COM DB1 interpretiert bekomme?

Ich hänge ein Screenshot des DB1 an.
 

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HPE

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Hab mal interessehalber etwas gelesen, bin daraus aber auch noch nicht ganz schlau geworden. Im DB1 sind jedenfalls zwei externe Teilnehmer 9 u. 11 genannt. Es gibt aber wohl mehrere Arten der Kommunikation. Welche verwendet wird, sollte man an der Auftragsnummer der Sinec-L2-FBs erkennen ... und je nach Art der Kommunikation ist wohl auch die Auftragsnummer selbstr die Teilnehmeradresse ... Das bring ich noch nicht ganz zusammen.
 
OP
T

Thomas_v2.1

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Ich schaue mir später noch einmal an ob die Adressen plausibel sind. Es sind zwei 95U die sich auch untereinander, und mit einer anderen Nicht-95U unterhalten. den Siemens FAQ den ich heute vormittag gelesen habe beschreibt wie man von einem PC mit Simatic Net eine FDL-Verbindung zu einer 95U aufbaut, da stand der SAP muss dabei um 1 größer sein wie die Stationsadresse, das wäre dann aber um 1 weniger, also 8 und 10 was die Station selber wäre und damit nicht sein kann.
 

Der Pfälzer

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Hi,
hab vor einigen Jahren auch mal eine 95er über Profibus mit S7 gekoppelt.
Die Verbindung hatte jedoch immer mal sporadisch Busfehler/Ausfall.
Die Störung bleibt in der 95er gespeichert und lässt sich nur über Spg-Aus reseten.
Danach läuft die Verbindung wieder. Selbst Siemens wusste damals nicht weiter.
Die Lösung war dann ein Austausch in eine 315er.
Meine Erfahrung ...
Gruß Roland
 
OP
T

Thomas_v2.1

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Ich habe mir jetzt die Verbindungsdaten mit den SAPs mit Sinec NCM aus dem CP in der 135 U ausgelesen, da ich bin nicht dahinter gekommen wo das bei der 95U zu finden ist. Programmiert habe ich es jetzt so weit, aber der Test steht noch aus.

Das ist ja eine Wissenschaft für sich wenn man mit diesen Programmen noch nie gearbeitet hat. Vor allem Sinec NCM verwendet nicht diese Turbo-Vision Oberfläche wie in Step5, sondern verhält sich noch mal völlig anders.
 
OP
T

Thomas_v2.1

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Ich habe die Kommunikation heute in Betrieb genommen, letztendlich auch erfolgreich.

Es war aber nicht ganz so einfach, weil der AG_RECV Aufruf anfangs keine Daten empfangen hat und auch keinen Fehler gemeldet hat. Nur die S5 hat gemeldet, dass der Partner nicht empfangsbereit ist.

Das Problem lag letztendlich darin, dass die genannte S5 95U wie auch die 135U über FDL max. 242 Bytes übertragen kann, der S7 CP 443-5 Ext jedoch nur max. 240 Bytes. Das war mir vorher auch schon aufgefallen, aber es gibt Varianten da stehen vor den Nutzdaten noch 4 Bytes Header, da dachte ich mir das wird davon abgezogen.
Auf jeden Fall wollte der Aufruf in der S5 eine Länge von 121 Wörtern verschicken, was nicht funktionierte. Da die letzten Wörter nicht verwendet wurden, habe ich die Länge auf 120 Wörter herabgesetzt und schon funktionierte es.
 
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