Gefangen im Job, da für Wechsel Ing. Meister oder Techniker verlangt wird. was tun?

mista

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Hallo Leute,

ich hoffe ihr könnt mir da ein wenig weiter helfen.

Mein Werdegang sah so aus, dass ich eine schulische Ausbildung zum Informatiker für Design und Medien gemacht habe, ein Paar Jahre als Webdeveloper und Frontend-developer gerabeitet habe. Dann aber eine Umschulung zum Elektroniker für Automatisierungstechnik bei der Siemens Professional Education durchlebte und in diesem Zusammenhang zum meinen späteren und aktuellen Arbeitgeber über das Pflichtpraktikum gestoßen bin.

Problem ist, dass ich mehr oder weniger in dieser Firma gefangen bin, da ich kein Insinuier, Techniker oder vergleichbares bin. Wir alle wissen, dass für Jobs in der Automatisierungsbranche die eben gefordert werden.

Jetzt hat mir ein Kollege (mit dem ich die Umschulung gemacht habe) gesagt, dass es eine Möglichkeit gibt einen Antrag der Berufserfahrung (ab 6 Jahren im Beruf) bei der IHK einen einzureichen um ein Zertifikat zu bekommen, dass es gleichwertig sei wie ein Techniker gibt es das?

Ich habe nur die Möglichkeit über Valikom gefunden, die jedoch nur für Leute gedacht ist, die keinen Abschluss haben.
Mein Problem ist, ich arbeite als SPS Softwareentwickler und führe sowie im In.- als auch im Ausland vor Ort oder auch per Remote Inbetriebnahmen aus und hab nur den Abschluss Informatiker und Elektroniker, kein Techniker, Ing. oder Meister.

Bin jetzt Anfang 40 und will nicht noch einmal auf die Schulbank...

Was würdet ihr an meiner Stelle machen? Sich trotzdem auf Stellen bewerben wo das gefordert ist?
 
Wir alle wissen, dass für Jobs in der Automatisierungsbranche die eben gefordert werden.
Das ist doch quatsch....
bei der IHK einen einzureichen um ein Zertifikat zu bekommen, dass es gleichwertig sei wie ein Techniker gibt es das?
Das ist nichts Wert....
Ich habe nur die Möglichkeit über Valikom gefunden, die jedoch nur für Leute gedacht ist, die keinen Abschluss haben.
Das sagt doch schon aus, wie viel so ein Papier wert ist.
Sich trotzdem auf Stellen bewerben wo das gefordert ist?
Logisch. Einfach mal bewerben und ins Gespräch kommen.
 
Zuletzt bearbeitet:
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Hallo Leute,

ich hoffe ihr könnt mir da ein wenig weiter helfen.

Mein Werdegang sah so aus, dass ich eine schulische Ausbildung zum Informatiker für Design und Medien gemacht habe, ein Paar Jahre als Webdeveloper und Frontend-developer gerabeitet habe. Dann aber eine Umschulung zum Elektroniker für Automatisierungstechnik bei der Siemens Professional Education durchlebte und in diesem Zusammenhang zum meinen späteren und aktuellen Arbeitgeber über das Pflichtpraktikum gestoßen bin.

Problem ist, dass ich mehr oder weniger in dieser Firma gefangen bin, da ich kein Insinuier, Techniker oder vergleichbares bin. Wir alle wissen, dass für Jobs in der Automatisierungsbranche die eben gefordert werden.

Jetzt hat mir ein Kollege (mit dem ich die Umschulung gemacht habe) gesagt, dass es eine Möglichkeit gibt einen Antrag der Berufserfahrung (ab 6 Jahren im Beruf) bei der IHK einen einzureichen um ein Zertifikat zu bekommen, dass es gleichwertig sei wie ein Techniker gibt es das?

Ich habe nur die Möglichkeit über Valikom gefunden, die jedoch nur für Leute gedacht ist, die keinen Abschluss haben.
Mein Problem ist, ich arbeite als SPS Softwareentwickler und führe sowie im In.- als auch im Ausland vor Ort oder auch per Remote Inbetriebnahmen aus und hab nur den Abschluss Informatiker und Elektroniker, kein Techniker, Ing. oder Meister.

Bin jetzt Anfang 40 und will nicht noch einmal auf die Schulbank...

Was würdet ihr an meiner Stelle machen? Sich trotzdem auf Stellen bewerben wo das gefordert ist?
Definitiv. Das Knowhow mit verschiedenen Systemen und Subsystemen, so wie die dazugehörigen soft skills kann dir niemand nehmen. Soll's denn eine Perspektive weg von der Inbetriebnahme komplett sein, oder soll dir das erhalten bleiben?

Wenn du sonst zufrieden bist mit deinem AG, vielleicht einen Perspektivenwechsel anstreben, falls das alles schon ins Nichts gelaufen ist, natürlich nach neuen potentiellen AG suchen, die zu deiner Vorstellung was Firmenkultur und Position passen.

Da wir aktuell generalisiert betrachtet, einen Arbeitnehmer-Arbeitsmarkt (mehr offene Positionen als potentielle Bewerber) in DE haben, hast du quasi die "Oberhand". Und mehr als ein "Nein" kann auch auf deine Bewerbung nicht als Rückantwort kommen.

Lass dir ein sauber (sauber im Sinne von einer konsistenten [zB Einleitung Note 1 und Schluss Note 4 = inkonsistent und damit wirkt es unglaubwürdig] Bewertung, jegliche Formulierungen gegenchecken wie sie interpretiert werden könnten und ggf. Änderungsvorschläge wieder deinem Vorgesetzten geben zum Ausbessern) formuliertes Zwischenzeugnis ausstellen (dafür braucht es keine Begründung gegenüber deines AG) und schau mal was der Markt in deiner Umgebung dir aktuell für Möglichkeiten bietet.
 
Zuletzt bearbeitet:
@DCDCDC

Vor etwas mehr als einem Jahr hatte ich mir ein Zwischenzeugnis ausstellen lassen. Und es war nicht konsistent und der Arbeitgeber hat nicht mit sich reden lassen es zu ändern.

Mit der Tätigkeit bin ich recht zufrieden. Mit der Bürokratie/Arbeitsmittel (Reisepauschale Equipment) und Projektleitern nicht.
Keinen Firmenwagen oder Firmenkreditkarte etc. Kein Inflations oder Coronabonus. So gut wie keine Gehaltserhöhung.

Gehalt weit unter 50k leider kein Tarif / Betriebsrat. Würde gerne in der Industrie mit IG Metall Tarifen statt im Handwerk arbeiten.
mit mehr Urlaubstagen und keine 40h Woche. Und wenn doch dann bessere Konditionen vor allem bei Reisebereitschaft. Es kann nicht sein, dass man verkauft wird für Spesen mehr als das dreifache von 28EUR bei Übernachtung aber dann gesagt bekommt, "holt euch das von der Steuer wieder". Oder, das Firmenhandy ist kaputt, für das neue sollte ich selber ein Ladenkabel sowie Hülle kaufen^^

Mitarbeitergespräche sind Sinnlos, weil nicht auf Änderungswünsche etc. zumindest diskutiert werden.
USW.

Ja Erfahrung in S7 Tia Portal, WinCC, SCL, Rockwell, Diverse Bussysteme wie Profinet, Modbus RTU/TCP, BACnet, M-Bus. Lon.
 
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Keinen Firmenwagen oder Firmenkreditkarte etc.
Naja, du musst aber nicht glauben dass dies zu den Selbstverständlichkeiten gehört.

Mitarbeitergespräche sind Sinnlos, weil nicht auf Änderungswünsche etc. zumindest diskutiert werden.
Ja gut, wenn es dir nicht passt, dann andere für dich passende Stelle suchen und bewerben.

Was möchtest du denn von uns hören. Das ist doch ganz normal im Leben
 
Es kommt eigentlich nicht auf den Titel an, sondern auf die Erfahrung. Auch ein Zwischenzeugnis ist m.M. nach nicht zwingend.
Schreib eine ordentliche Fähigkeitsliste und Lebenslauf zusammen, die Headhunter nennen es gerne "Portfolio"...
Bewirb Dich auf für Dich passende Stellen.

Nur die Ansprüche würde ich nicht so hoch schrauben. Was Du alles möchtest ist schon recht hoch gegriffen bzw. muß man sich erarbeiten.
Und rechne auch damit, daß Du bei gleicher Tätigkeit nicht das gleiche verdienst, wie ein Techniker oder Ingenieur, denn intern muß die Personalabteilung irgendwie immer dann noch die Abstufung zu den "gelernten" Fachkräften hinbekommen. Auch wenn Du möglicherweise mehr kannst oder mehr Erfahrung hast, ist dann beim Gehalt doch der Titel noch einen Ticken mehr wert.
 
Das Gehalt ist ja nicht schlecht, könnte aber besser sein. Eine Kredikarte ist nicht zu viel verlangt, wenn man ständig Tanken oder Hotelrechnung zahlt. Erstmal alles vorstrecken und dann bekommen ist für mich komplett Irsinn, vor allem wenn Projektleiter welche haben, die fast nie ein Hotel benötigen, weil du höchstens für Meetings rausfahren.

Da das Gehalt wie gesagt schon recht gut ist für kein Techniker/Meister oder Ing., Frage ich mich eben, ob ich ohne Titel woanders mehr oder zumindest unter besseren Bedingungen das gleiche bekommen kann.

Ich glaube mein Arbeitgeber kennt mein Dilemma und reizt es aus so gut er kann.
Erfahrung habe ich jetzt knapp 6 Jahre im Beruf als SPS-ler
 
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Und dein Problem ist? Du hast keine Kreditkarte, andere aber schon....? Na und.
Frage ich mich eben, ob ich ohne Titel woanders mehr oder zumindest unter besseren Bedingungen das gleiche bekommen kann.
Kannst du dir die Frage nicht selber beantworten?

Natürlich wird es Betriebe geben, bei denen man mehr bekommt. Es wird aber auch Betriebe geben, bei denen man weniger bekommt.

So ist das im Leben. Übrigens auch als Dipl. Ing., Doktor, Professor, Techniker....
 
Zuletzt bearbeitet:
Vor etwas mehr als einem Jahr hatte ich mir ein Zwischenzeugnis ausstellen lassen. Und es war nicht konsistent und der Arbeitgeber hat nicht mit sich reden lassen es zu ändern.
Da weiß ich nicht wie die Rechtslage zu aussieht, sagt aber viel über die personelle Führung aus.

Keinen Firmenwagen oder Firmenkreditkarte etc. Kein Inflations oder Coronabonus. So gut wie keine Gehaltserhöhung.
Gibt es denn nicht mal Poolfahrzeuge für dienstliche Reisen? Eine Firmenkreditkarte ist für mich unerlässlich und finde ich auch in keiner Form als "zu viel gefordert", finde so etwas zeitgemäß für Mitarbeiter welche Reisetätigkeiten ausüben.

Ich glaube ein Inflationsausgleich ist irgendwo rechtlich verankert, dass er zumindest den bieten muss. So gut wie keine Gehaltserhöhung heißt? Da darf man seinen AG schon jährlich ein bisschen damit ärgern und das im Mitarbeitergespräch als Punkt anbringen.

mit mehr Urlaubstagen und keine 40h Woche.
Hast du das gesetzliche minimum oder die "generellen" 30 Tage? 40 Stunden finde ich persönlich ok, solange die Überstunden korrekt addiert werden und es Möglichkeiten gibt diese entweder als Freizeit zu nehmen, oder auszahlen zu lassen.

Oder, das Firmenhandy ist kaputt, für das neue sollte ich selber ein Ladenkabel sowie Hülle kaufen^^
Soweit ich mich recht entsinne, zählt das als Arbeitsmittel und muss dementsprechend dein AG dafür Sorgen, dass du deine Arbeitsmittel ordnungsgemäß nutzen kannst.

Mitarbeitergespräche sind Sinnlos, weil nicht auf Änderungswünsche etc. zumindest diskutiert werden.
USW.
Wie läuft denn so eines ab? Lässt denn dein Vorgesetzter überhaupt eine offene Diskussion zu? Oder äußerst du den Wunsch, dass du gerne eine Kreditkarte hättest für firmenbezogene Ausgaben und es wird direkt mit einem "Nein" abgeschmettert, oder wird es dir nachvollziehbar erklärt?

Übergreifend weißt du ja was du möchtest und was nicht, klingt für mich nach fehlender gefühlter Wertschätzung, nicht im materiellen Sinne, aber mehr auf einer persönlichen wahrnehmenden Ebene.. so nach dem Motto "nicht geschimpft, ist gelobt".
 
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Was viele irgendwie nicht verstehen: Um dich wo anders zu bewerben, musst du nicht kündigen. Ein Bekannter von mir ist ein richtig gefragter Mann als "Zertifizierter Spezialist für Oracle Datenbanken". Der Mann verdient mehr als 5000€ Netto und sein liebstes Hobby ist es, sich bei anderen Firmen zu bewerben. Bewirbt sich bei Gott und der Welt, geht auf Vorstellungsgespräche nur um zu gucken, was er anderswo kriegen könnte und nicht aus der Übung zu kommen.
Do it. Bewerben kannst du dich überall und auf jeden Posten. Ob du ihn bekommst, ist eine andere Sache. Ich bin auch nur Techniker und habe mich jetzt schon 2x auf Ingenieursstellen beworben ... und sie auch bekommen.
Außerdem kann gegen den aktuellen Arbeitgeber so eine Zusage auch ein super Druckmittel sein. Sei es für Gehaltsverhandlungen oder um ihm zu zeigen das "sonst gehe ich wo anders hin" keine hohle Drohung ist.
 
Bewirbt sich bei Gott und der Welt, geht auf Vorstellungsgespräche nur um zu gucken, was er anderswo kriegen könnte und nicht aus der Übung zu kommen.
Geht mich ja nichts an aber sowas finde ich schei**e. Aus Arbeitgebersicht aber auch aus der Kollegensicht. Ein Bewerbungsnomade. Aber gut, kann ja jeder handhaben wie er meint.
 
Muss man ja nicht jeden Tag tun.
Aber alle paar Jahre ist es legitim, den eigenen Marktwert zu ermitteln.

Aber bei all dem nicht vergessen: Gehalt/Lohn gibts nirgends für umsonst!
 
Also wenn ich mir deine Ausbildung so ansehe würde ich dir raten was in die Richtung Prozessleitsysteme oder HMI Entwicklung zu suchen.

Grüße

Markus
 
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Ich habe im Alter von 40+ entschieden, einen Handwerksmeister nachzulegen.
Meine Voraussetzungen: eine Auszubildung zum Kfz.-Mechaniker, eine abgeschlossenes Hochschulstudium ohne direkten Zusammenhang.
Vorher habe ich 10 Jahre als Autodidakt für ein Start-up Steuerungen geplant und die SPSen programmiert. Das reichte um bei der örtlichen HwK direkt duchzustarten.

Ergebnis:
  • formale Selbständigkeit sofort möglich
  • Elektrofachkraft von 0 auf 100
  • günstigere Altersvorsorge
  • flexibler gegenüber Kunden
  • weniger Freizeit
  • Wenn die Frima pleite geht, bleibt was.
  • ...
Der Handwerksmeister kostete mich 8 Monate, in denen ich als Autodidakt auch noch einige Lücken füllen konnte.
 
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