Hubwerk an SEW Frequenzumrichter fällt manchmal ab

GOPL

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Hallo,
ich habe das Problem, dass bei einem SEW Frequenzumrichter (MC07B0055-5A3-4-00) mit der Bremse BE11 mein Hubwerk manchmal "abstürzt".
Im Frequenzumrichter ist Parameter 700 + 701 (Betriebsart 1+2) VFC & Hubwerk eingestellt.
Auf meinem Binärausgang DO02 ist Bremse auf gelegt und das Schütz für die Bremse angeschlossen.
Weiter noch ein paar Parameter:
731 Bremsenöffnungszeit 1 : 0,2s
732 Bremseneinfallzeit 1: 0,2s
734 Bremsenöffnungszeit 2: 0,1s
735 Bremseneinfallzeit 2: 0,1s
können dies Parameter wenn sie falsch eingestellt sind mit dem absacken/abstürzen zusammenhängen?

Mein Kollege (Maschinenbautechniker) meint: Die Bremse spricht automatisch an wenn der Frequenzumrichter erkennt, dass die Geschwindigkeit des Hubwerks schneller ist als die eingestellte. Ist dies korrekt? Muss dazu noch etwas anderes eingestellt werden?
Welche Einstellungen sind bei einem Hubwerk noch wichtig?
Hat jemand noch eine Idee an was dies liegen könnte?

Danke für euere Hilfe!

Gruß
 

nico

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Hallo,

evtl. die Vormagnetisierungszeit anpassen und die Bremse so anklemmen, dass ein schnelles Einfallen gewährleistet ist (gleich- und wechselstromseitige Abschaltung). Der Umrichter verfügt über eine Drehzahlüberwachung (N-Überwachung). Diese spricht an, wenn der Umrichter nicht innerhalb einer vorgegebenen Zeit bei eingeschaltetetem Drehfeld seine Soll-Drehzahl erreicht. Der Umrichter geht dann auf Störung und lässt die Bremse einfallen.
 

SoftMachine

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.
Hallo,
ich kenne es so, das die Bremse erst dann löst, wenn der Antrieb das Haltemoment aufgebaut hat.
Jedoch muss du darauf achten, dass der Antrieb das Haltemoment in der richtigen Richtung aufbaut,
also in deinem Fall nach oben. Dies sollte in der Parametrierung vorwählbar sein. Damit wird ein
Absacken vermieden.
Gruss
 

Matze001

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Stell mal die Bremseneinfallzeit höher!

Je höher die ist, desto Länger wird der Motor noch mit Haltestrom beaufschlagt, damit die Bremse genug Zeit hat einzufallen und die Last zu halten!

Grüße

Marcel
 

Deltal

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Ich würde auch erstmal die Einfallzeit höher stellen und Prüfen ob die Schaltung des Bremsgleichrichters optimal ist. Klemmt eventuell das Schütz?

Dann würde ich prüfen ob die Bremse richtig eingestellt ist. Dazu braucht man eine Fühlerlehre und die Bedienungsanleitung des Motors bzw der Bremse.

Bei kritischen Hubwerken sollte man eventuell auch eine Rückführung einsetzen, dann ist auch sichergestellt das der Antrieb steht, wenn die Bremse einfällt. Für ein nicht-servo-System mit ASM ist es immer etwas schwierig ein hohes Drehmoment bei sehr niedrigen Drehzahlen zu erzeugen.
 

KN-Oliver

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Hallo!

Für mich ist noch unklar was mit "abstürzen" gemient ist... Fällt das Hubwerk von der Ist-Position bis nach unten und schlägt auf oder sackt es kurz durch und dann wir das Haltemoment aufgebaut?

Die Theorie das es schwierig ist mit Asynchronmotoren hohes Drehmoment bei niedrigen Drehzahlen zu erzeugen ist für mich nicht nicht logisch. Es kommt halt auf die zu hebende Last und den eingesetzten Motor an. Der Motor muss dementsprechend zur Last dimensioniert sein.

Mich würde auch interessieren was du noch an zusätzlicher Peripherie verwendest.

Wenn magst mach mal Angaben zu:
  • Motor
  • Drezahlregelung (Inkremental-Geber, etc)
  • zu hebende Lasten
  • Wann stürzt das Hubwerk? Beim Anfahren oder beim Halt?

Gruß
Oliver
 

IBFS

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Wurde für das Hubwerk auch eine ausreichende SICHERHEITSBETRACHTUNG durchgeführt.

Mit scheint das hier nicht der Fall zu sein.

Es gibt im Übrigen speziell bei SEW sicheres Bremsen und Sicheres Halten.

Ich würde da mal dringend dazu bei SEW anrufen.

Frank
 
OP
G

GOPL

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So ich bin jetzt nach meinem Urlaub auch wieder da. Danke schon mal für die zahlreichen Antworten!
Das Hubwerk ist eine Art Pallettenheber und wird von uns fertig eingekauft. Ausgelegt wurden der Motor/Getriebe/Bremse von SEW direkt für eine Last von 600kg. Diese wird nie überschritten.
Der Motor hat 5,5 kW und die Bremse ist eine BE11.
Die Position wird über einen Inkrementalgeber der direkt am Motor angebracht ist ausgewertet.
Mit dem Inkrementalgeber wird außerdem die Position nähe unten und nähe oben erzeugt (nach dem erreichen wird die Drehzahl gedrosselt). Die Endlagen werden auch über diesen erzeugt.
Kurz nach den Endlagen befinden sich noch mechanische Endlagenschalter für eine Notabschaltung bei überfahren der Endlagen.
Mechanisch ist das Hubwerk wie folgt aufgebaut:
oben befindet sich der Motor mit dem Getriebe. Auf der Welle ist ein Zahnrad angebracht. Über dieses läuft eine Kette. An der einen Seite der Kette befinden sich Gegengewichte und an der Anderen Seite der Hubtisch.
Die Spannung der Kette wird auch über INIs abgefragt.

Das ganze ist eingehaust und über Türen die mit Sicherheitsschaltern versehen sind zu erreichen.

Wann das Hubwerk abstürzt ist leider nicht genau zu sagen. Es ist aber auf jedenfall schon im Normalbetrieb passiert.
Ach ja Abstürzen heißt, dass das Hubwerk bis nach unten fällt ohne gebremst zu werden.
Vielleicht handelt es sich auch um ein mechanisches Problem (springende Kette) aber ich möchte elektrisch auf der sicheren Seite sein.
 

Deltal

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Hmm wenn die Bremse nicht schon 10 Jahre alt ist, sollte sie den Fall schon unterbrechen können (wenn das Schütz zu spät abschaltet). Also auf jeden Fall den Luftspalt prüfen (Eventuell ist da durch falsche Einstellung des FU schon der halbe Belag weg..). Das Bremsschütz prüfen ob es nicht überlastet ist (klebende Kontakte).
Außerdem den Gleichrichter der Bremsspule auf der DC-Seite abschalten, sonst kann es sein, das der Motor die Bremse selbst versorgen kann, wenn er sich noch dreht -> Generator.
 
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