Querschnittsverringerung bei geringer Länge --> welche Norm??

elmum

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Hallo zusammen,

ich bin gerade dabei einen Schaltkasten aufzubauen.

Der Kasten wird über einen CEE-Stecker 32A eingespeist, was einen Querschnitt von 6mm² erfordert.

Innerhalb des Schaltkastens ergeben sich längen von maximal 30cm.

Ich habe es so gelernt, dass Strecken von unter einem Meter Länge mit einer Querschnittsgröße geringer verlegt werden dürfen.
So z.B. bei der Verdrahtung in Hausverteilungen.

Gibt es dafür eine Norm die dies wiedergibt?

Ich habe bei meiner Recherche im Internet leider nichts finden können.

Würde mich über den ein oder anderen Literaturhinweis freuen!!!

Gruß

der Elmum
 
Es gibt bestimmt keine solchen Norm der sagt einfach die Querschnitts verringern innerhalb von eine Schaltkasten.
Es ist die Strombelastbarkeit von das Kabel oder die Ader welches die Querschnitt bestimmt, mit Bezug von die Umgebungsbedingungen.
 
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Das was du meinst steht in der VDE 0100-434.2ff

alles gilt für das Stück ab Reduzierung bis zur passenden nächsten Schutzeinrichtung

- nicht länger als 3m
- kurzschlussfeste Verlegung
- kein Abzweig oder Steckdose in dem Teilstück
- nicht in der Nähe von brennbarem Material
- kein Ex-Bereich
 
Guten Morgen,
ich glaube kaum das elmum diese Info sucht.
Was du schreibst bezieht sich auf "Versetzen der Schutzeinrichtung" und nicht darauf das generell im Schrank geringerer Querschnitt als außerhalb verlegt werden darf...
 
Ob es das ist was er sucht kann er entscheiden, falls er doch was anderes vorhat dann ist es ganz einfach nicht zulässig.
 
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Wie @JesperMP schon schrieb, hängen verschiedene Faktoren zusammen - Isoliermaterial, Umgebungsbedingungen (Temperaturen) etc.

Die allg. Strombelastbarkeit findest du unter 0298-4.

Die Möglichkeiten von Reduktionen liegen idR darin, dass der Leitungsquerschnitt auch dem Spannungsfall (Länge) geschuldet ist u. nicht mit der Belastbarkeit selbst zu tun hat - ein kurze Strecke spielt in der Spannungsfallbetrachtung keine grosse Rolle - der Querschnitt selbst ist aber zwingend hinsichtlich erlaubter Belastung zu betrachten (Strom, Isoliermaterial UND Umgebungstemperatur).

Also kurz: ein simples "darf man so machen" gab es nie u. wird es auch nicht geben
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,

vielen Dank für die Rückmeldungen.

In der Tat habe ich das, was ich suchte in der 0298-4 gefunden.

Meiner Meinung nach lehnt sich die Verdrahtung in meinem Fall der Verlegeart C an.
Somit ist ein Querschnitt von 4mm² innerhalb des Schaltkastens möglich.

Vielen DANK nochmal!!

Gruß
der Elmum
 
Hi.
Aus reinem Interesse, Gibt es einen bestimmten Grund für die Reduktion?
Kosten / Platz / Ich hab nur noch 4mm² bei mir rumliegen...

Bei Querschnitten <10mm² find ich das immer ein interessantes Thema.

gruß Schmuu
 
Der Grund für die Reduktion sind beengte Platzverhältnisse im Schaltkasten.

Ein 6mm²-Draht lässt sich nun nicht so gut verlegen, als ein 4mm²-Draht.

Zumal der Schaltkasten, wenn die Schaltung denn funktioniert, ca. 100-mal im Jahr gebaut werden wird.
In der Stückzahl stellen die Materialkosten schon einen Posten und wenn die Verdrahtung auch etwas zügiger von statten geht,
dann schlägt das auch noch einmal positiv zu Buche.

Generell muss ich allerdings sagen, dass Schütze oder in meinem Fall ein Softstarter mit einem Querschnitt von 6mm² an den Klemmstellen schon etwas überfordert sind. Wenn man eine Doppelbelegung an den Kontakten hat, was bei mir der Fall ist, dann quetscht sich das schon ganz schön.

Daher meine Überlegung die interne Verdrahtung von 6mm² auf 4mm² zu reduzieren.

Im Normalfall zieht der Schaltkasten etwas über 20 Ampere. Dahingehend sind auch die Schutzeinrichtungen ausgelegt.
Also das da mal 32 Ampere dauerhaft fließen ist eher ausgeschlossen.
 
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Im Normalfall zieht der Schaltkasten etwas über 20 Ampere. Dahingehend sind auch die Schutzeinrichtungen ausgelegt.
Also das da mal 32 Ampere dauerhaft fließen ist eher ausgeschlossen.
Auch an die Kurzschlussfestigkeit gedacht?
Schau dir die Tabellen bezüglich Verlegart in der DIN EN 61439-1 an. Du kannst theoretisch zwar von der 0298-4 zur korrekten Temperatur sowie Bündelung umrechnen - macht nur keiner wie du gerade auch. Dann ist auch Jespers korrekter Einwand berücksichtigt.
Wenn ihr euren Kasten mal im Betrieb testet bevor ihr in die Serienfertigung geht, loggt mal zum Spaß die Temperatur, nur um zu sehen wie es sich wirklich an den Drähten verhält. Könnte relevant für euch sein.
 
Es handelt sich ja erstmal um einen Prototypen.

Und die Querschnittsreduzierung innerhalb des Schaltkastens machen auch namenhafte Mitbewerber.
Ist also nicht so, als hätte ich mir das spontan selbst überlegt.

Die Strombelastung leite ich von dem angetriebenen Motor ab.
Mehr wird die Maschine bzw. der Schaltkasten auf Dauer nicht aufnehmen.
Motorschutz ist ja auch noch mit an Bord.

@Twirl : Hast Du Erfahrungen mit Softstartern? Frage bezüglich deines Hinweises wegen der Temperatur.
Bezüglich der Bündelung, wenn ich es recht verstehe, mache ich mir nicht so große Sorgen. Da im Kasten selbst die Strecken nur ca. 150mm lang sind und auch nichts gebündelt wird.
Aber ich werde mir die DIN EN 61439-1 mal anschauen.
 
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Kommt halt immer auf die Verlustleistung an. Hab mal eben beim großen S geschaut da wird ein 12A mit 2W im Betrieb und 68W beim Start angehen. Anzahl und Anordnung spielen natürlich da mit rein.
Schau mal der BA eures Hersteller wie nah ihr die anordnen dürft und welche Reduktionsfaktoren ihr ggf. hinnehmen müsst.


Und die Querschnittsreduzierung innerhalb des Schaltkastens machen auch namenhafte Mitbewerber.
Wie meine Oma immer sagte: wenn alle in den Rhein springen, springst du dann hinterher?
 
Wenn du noch weitere Schutzorgane innerhalb des Kastens hast kann aber die Info von @centipede aus Beitrag #3 wieder interessant sein, da du die Querschnitte aufs nächste Schutzorgan auslegen kannst.
Zusätzlich könnte daher noch die DIN - EN 60204-1. 7.2 für dich interessant sein.

Eine Überstromschutzeinrichtung muss dort angeordnet werden, wo eine Reduzierung des Leiterquerschnittes oder eine andere Änderung die Strombelastbarkeit der Leiter vermindert. Es gibt einige Bedingungen die ALLE erfüllt werden müssen.
Wenn:
- die Strombelastbarkeit des Leiters "Größer oder Gleich" der Last ist,
UND
- Schutzorgan befindet sich spätestens 3m nach dem Verjüngungspunkt,
UND
- Der Leiter ist so verlegt, dass die Möglichkeit eines Kurschlusses vermindert ist (Geschützt durch ein Gehäuse oder Leitungskanal)

Kannst du alle drei Punkte mit Ja beantworten dann wäre die Verjüngung des Querschnittes zulässig.
 
Wie meine Oma immer sagte: wenn alle in den Rhein springen, springst du dann hinterher?
Hängt davon ab warum alle in den Rhein springen. Steh ich auf den Gleisen und es kommt ein Zug, dann ja...

Wenn es Mitbewerber machen, ist es doch berechtigt die Überlegung anzustellen warum machen die das und wir nicht.
Wenn ich einen Prototypen wie hier baue, warum soll ich dann nicht die Möglichkeiten nutzen die uns die Normen geben.
 
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Und die Querschnittsreduzierung innerhalb des Schaltkastens machen auch namenhafte Mitbewerber.
Wie meine Oma immer sagte: wenn alle in den Rhein springen, springst du dann hinterher?
Wenn es Mitbewerber machen, ist es doch berechtigt die Überlegung anzustellen warum machen die das und wir nicht.

Ja, darauf zu sehen, wie andere es machen ist sicher eine gute Idee. Aber blind kopieren ist natürlich Nonsens. Es müssen Überlegungen angestellt werden wie:
- warum machen die Anderen das so? Passt es zu deren Umgebungsbedingungen? Wird es auch zu meinen Umgebungsbedingungen passen?
- habe ich vielleicht eine bessere Lösung oder andere Interpretation der Norm?
und nicht zuletzt:
- erfüllt die Lösung der Anderen meine Anforderungen?

Gruß
MFreiberger
 
- warum machen die Anderen das so? Passt es zu deren Umgebungsbedingungen? Wird es auch zu meinen Umgebungsbedingungen passen?
- habe ich vielleicht eine bessere Lösung oder andere Interpretation der Norm?
und nicht zuletzt:
- erfüllt die Lösung der Anderen meine Anforderungen?
Und ob die das evtl. zu einer Zeit gebaut haben, als der Stand der Technik / Normen / Empfehlungen usw. noch anders war.
 
Wenn ich einen Prototypen wie hier baue, warum soll ich dann nicht die Möglichkeiten nutzen die uns die Normen geben.
Ich bin auch immer dafür die Kosten überschaubar zu halten, aus meiner Sicht gibt dir die Norm jedoch nicht die Möglichkeit. Ggf. kenne ich nicht alle Parameter.
Was du immer machen kannst, lass den Stand der Technik (Normen) außen vor und dokumentiere rechtssicher warum deine Lösung genauso „gut“ ist. Am besten noch mit Daten unterlegen.
Nur weil der Wettbewerb etwas macht, muss es nicht richtig sein.
Polemik an
Alle kochen nur mit Wasser - manche mit mehr oder weniger, aber trotzdem nur mit Wasser.
Polemik aus
 
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