Spannungsversorgung-Versorgungssicherheit-Spannung bricht zusammen

All4one

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Hallo zusammen,
es ist eine ziemliche Schmach was ich letztes mal beobachtet habe.
  1. Beim Einschalten der Maschine bricht die Spannungsversorgung ein.
  2. Im Betrieb,wenn ich mehrere Aktoren (Heizlüfter) gleichzeitig ansteuere,bricht sie ebenfalls zusammen.
Aus der Projektleitung hörte ich nur, die werden NIE zusammen angesteuert,dann bricht auch die Spannungsversorgung nicht ein.
Für mich ist das ein unding eine solche Auslegung (um Geld zu sparen=>kleineres Netzteil) überhaupt zu planen.
Gibt es eine Verordnung, bzw. Vorschrift für Schaltschränke, das in jedem Fall die Spannungsversorgung gewährleitet sein MUSS?
 

Larry Laffer

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Hallo,
ein MUSS gibt es da m.W. gar nicht. Wenn du (oder dein Kunde) es lustig finden, dass es zu Einbrüchen und daraus resultierenden Fehlfunktionen kommt, dann nur zu.
Dein Ansatz war aber (glaube ich) ein anderer.
Ich persönlich würde bei der Auslegung niemals an die Grenze gehen. Etwas, von dem heute gesagt wird, dass es nie so kommen wird, kann morgen schon ein Thema sein. Denke dabei einfach an Murphy's Gesetz ...
Im Sondermaschinenbau ist es von Kundenseite her nicht so unüblich, dass man sich erstmal ein Fahrrad bestellt und dann so nach und nach daraus einen Trecker umbaut ... 8)

Gruß
Larry
 

Licht9885

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Hallo

da gebe ich Larry recht aber der gesunde Menschenverstand sagt immer was anderes ich würde mich an deiner Stelle nochmal mit der Projektleitung zusammensetzen und das Problem mit einem Whorst Case (ist das jetzt richtig:confused:) noch mal zur Sprache bringen.

ansonsten kann ich nur aus meinen erfahrungen sprechen das ich ein Netzteil immer 1/3 größer auslege als eigentlich gefordert.
 
OP
A

All4one

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Danke für die schnelle Antwort. jedoch habe ich Bedenken hinsichtlich Sicherheitsrelevanten Funktionen der SPS. Es kann doch nicht sein,dass plötzlich die SPS rebootet oder in einem Fehlerfall die Steuerung, bzw. der ganze Schaltschrank auf Grund des Spannungzusammenbruches undefinierte Zustände annimmt.
Ich hatte mal was von 14~20% Sicherheit gelesen,die bei der Auslegung der Spannungsversorgung von Schaltschränken eingerechnet werden.Allerdings brauch ich das schriftlich.
 

Larry Laffer

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Naja ... bezüglich der "Sicherheitsrelevanten Funktionen der SPS" ... die sollten davon grundsätzlich unbenommen bleiben bzw. sich durch so etwas nicht in einen undefinierten Zustand bringen lassen - das stellt die dafür gedachte Hardware aber eigentlich auch von sich aus sicher und erwartet in solchen Fällen eine "Wieder-Eingliederung" durch einen speziellen Schalter. Da ich aber vermute, dass du deine "Sicherheit" gar nicht über eine Safety-Steuerung realisierst, werde ich das mal nicht weiter vertiefen.
In jedem Fall ist es sicher nicht verkehrt (wie ich schon geschrieben habe und auch der Kollege Licht), wenn man sich "ein weinig" Reserve läßt. Ob es da eine Vorschrift gibt kann ich dir nicht sagen - ich kann es mir aber nicht vorstellen. Auf jeden Fall machst du nichts verkehrt, wenn du 25% (und aufwärts) überdimensionierst ...

Gruß
Larry
 

Tommi

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Hallo,

der Anhang 1 der Maschinenrichtlinie sagt, daß Störungen in der
Energieversorgung nicht zu gefährlichen Situationen führen dürfen.

Hat die Projektleitung das in ihrer Risikobeurteilung ausgeschlossen? ;)

Der Anhang 1 der Maschinenrichtlinie hat Gesetzescharakter.

Gruß
Tommi
 

Larry Laffer

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Hallo Thomas,
ich schliesse aus deinem Beitrag, dass du aus der letzten Antwort des TE etwas Ähnliches herausgelesen hast wie ich ...?
 

Deltal

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Wenn du noch Argumente brauchst.. in vielen Bauteilen sitzen heute Controller und Prozessoren die sehr empfindlich auf Spannungsschwankungen und Peaks reagieren. Da kann es einfacher sein 100€ für ein größeres Netzteil auszugeben als ständig Probleme mit abgestürzten Busmodulen u.Ä. zu haben.
Das mit dem Heizlüftern kann man wirklich steuerungstechnisch lösen und würde ich imho auch nicht als Problem an sehen. Ich kenne viele Anlagen wo nicht mit einem Gleichzeitigsfaktor von 100 gerechnet worden ist.
 
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