Tipps für Software zur Datenerfassung und Darstellung

Jan B.

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Hallo Liebe Community,

Da derzeit viele Kunden eine Bereitstellung der Daten via OPC UA wünschen und im allgemeinen OPC UA als Schnittstelle der Industrie 4.0 gennant wird. Haben wir uns dafür entschieden eine Anwendung zu entwickeln, die mittels OPC UA mit dem Maschinenpark der Kunden spricht um in Echtzeit die Daten zu Sammeln und in eine Datenbank zu schreiben. Nun reicht es aber nicht die Daten einfach zu speichern, wir müssen uns natürlich auch überlegen was wir mit den Daten anstellen.

Folgende punkte haben wir uns bis jetzt überlegt:
  • Dashboards
  • Trends bzw. Historie
  • Benachrichtigungen (Wert hat Grenzwert unter-/überschritten, Bereitschaft informieren)
  • Meldesystem
  • Reporting
Jeder Anwender im System von der Geschäftsführung über Instandhaltung bis hin zum Produktionsarbeiter sollen in der Lage sein das System zu bedienen. Jeder Mitarbeiter soll sich dann die jeweils relevanten Daten anzeigen lassen können.

Bei einigen Kunden ist mir aufgefallen, dass sich deren Dashboard Lösungen nur durch den Anbieter/IT-Dienstleister anpassen lassen. Für den Endanwender ist das aus meiner Sicht nicht besonders sinnvoll. Die volle Kontrolle über die Anzeige der Daten sollte beim Endanwender liegen, so das auch neue Daten schnell eingebunden und dargestellt werden können.

Soviel zur Vorgeschichte und nun zu dem Grund warum ich das hier poste. Wir benötigen noch weitere Informationen und Anregungen. Daher hoffe ich, dass ihr ein bisschen eurer Zeit opfert um uns mit eurer Expertise zu unterstützen.
  1. Bei der Recherche bin ich auf viele Software Lösungen gestoßen, die entweder Daten sammeln und verteilen oder die Daten aus Datenquellen darstellen. Sind euch Lösungen bekannt die als komplette Lösung (Einbindung der Maschine, Datenspeicherung und Darstellung/Auswertung ) integriert werden können?

  2. Viele aktuelle Anwendungen bieten die Möglichkeit der Cloudanbindung. Die Kunden mit denen ich zu tun habe, sind da aber eher konservativ und blicken dem skeptisch entgegen. Wie ist da eure Erfahrung? Wie wird das bei euch in den Unternehmen gehandhabt?

  3. Habt ihr noch weitere Ideen für Features, die eine solches System unterstützen sollte/muss?

  4. Wenn jemand selbst Bedarf für ein solches System hat, oder vielleicht ein Unternehmen kennt, dass eine Datenerfassung benötigt, kann sich gerne bei mir melden. Wir suchen noch einen Partner mit dem wir gemeinsam das System zur Marktreife bringen können.

Im Vorfeld möchte ich mich schonmal herzlich für eure Mühe und Informationen bedanken.
 
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Blockmove

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Um auf den I4.0-Zug auf zu springen ist schon etwas spät 🤪
Der Begriff Industrie 4.0 ist verbrannt und bei den meisten hier mit negativen Assoziationen verbunden.

Frag erstmal bei deinen Kunden nach, ob deren Maschinen überhaupt OPC UA können.

Und glaub mir ... Uns zu fragen bringt wenig. Frag deine Kunden.
Jede Branche, jeder Kunde hat seine Anforderungen und Wünsche.
Einfache kundenspezifische Lösungen sind gefragt.
Ich beschäftige mich bei uns im Konzern schon mehr als 20 Jahren mit solchen Themen und hab da viel kommen und noch mehr gehen sehen 🙂
 
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IoT

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Hallo Zusammen,
meine Erfahrung ist, dass das Thema schon in den unterschiedlichen Branchen von unterschiedlichen Marktanbietern besetzt ist und ich euch nicht umbedingt raten würde in die Richtung selbst zu entwickeln ;)

Hierbei habe ich jedoch in den letzten Jahren festgestellt, dass die Tools zur Aufzeichnung und langfristigen sowie "effizienten" Speicherung nicht umbedingt die sind, die auch "gut" anzeigen können. Hierbei sind die Branchenerwartungen auch sehr unterschiedlich. Bei meinem letzten Projekt konnten viele Lieferanten die Zeitreihen anzeigen... die Verknüpfung mit Metadaten aus SAP und einer Frontend-Anpassung an das jeweilige Unternehmen war dann der eher schwere Weg.

Die Abhängigkeit von Systemlieferanten ist ebenfalls ein Thema, ja! Leider befindet man sich schnell in dem Dilemma "OpenSource" ("ohne Herstellersupport") und Kommerziell ("mit Herstellersupport aber ohne echte Flexibilität und Schnittstellenoffenheit").

Mit einer solchen Software legt man halt Grundsteine die sich im Nachgang nicht leicht wieder "korrigieren" lassen.

PS. Das Thema Cloud ist zudem ein großes Marketing-Thema. Natürlich kann man alles nach Azure, AWS, Google und vielen mehr hochladen (solange man sichere Wege von OT in die Cloud definiert...) Dort findet sich auch für fast alle Probleme der entsprechende Service. Skalieren ist zudem kein Problem, man muss nur seine Kreditkarte entsprechend aufladen. :)

Daher wäre meine Empfehlung:
Arbeitet euch in die neuen Technologien ein und bietet ausgewählte Tools als Systemintegratoren an. Die Aufgabenflut in den Unternehmen in dem Bereichen wird in den nächsten Jahren immer größer.. daher werden Kunden auch immer wieder anrufen bzw. bestellen. Für viele Kunden ist "die Möglichkeit" etwas selbst zu machen und das "selber Machen" schon zwei paar Schuhe.

Wie immer: Geschäftsbeziehungen durch Arbeit auf Augenhöhe ist immer besser als systemische Abhängigkeit.
 

Blockmove

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Leider befindet man sich schnell in dem Dilemma "OpenSource" ("ohne Herstellersupport") und Kommerziell ("mit Herstellersupport aber ohne echte Flexibilität und Schnittstellenoffenheit").

Dilemma "OpenSource" stößt mir hier ganz übel auf.
Dass du hier keinen Support hast, lässt sich überhaupt nicht verallgemeinern.
Als Beispiel sei hier mal Grafana oder InfluxDB genannt.
Beide sind im IoT-Umfeld sehr weit verbreitet und du bekommst Support.
Und so ist es mit vielen anderen Lösungen auch.
 

IoT

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Dilemma "OpenSource" stößt mir hier ganz übel auf.
Dass du hier keinen Support hast, lässt sich überhaupt nicht verallgemeinern.
Als Beispiel sei hier mal Grafana oder InfluxDB genannt.
Beide sind im IoT-Umfeld sehr weit verbreitet und du bekommst Support.
Und so ist es mit vielen anderen Lösungen auch.
Sehr spannend, eine ähnliche "Diskussion" gab es bei uns auch gerade...:)

Dilemma ist vielleicht das falsche Wort und btw. "Wir selbst nutzen auch Grafana!" :)

"Leider" ist es jedoch häufig so, dass in einem Digitalisierungsprojekt zunächst nicht die "technischen Experten" sondern Berater, Projektleiter ohne echte Digitalisierungserfahrung etc. im Boot sind. Dann wird ein Konzept ausgearbeitet (häufig mit Vertrieblern von kommerziellen Software) und setzen einem dann den Floh ins Ohr bezüglich Support etc. Leider bekommt man häufig das Ruder nichtmehr "rumgerissen".

Dennoch stimme ich dir vollkommen zu, dass die OpenSource Welt glücklicherweise deutlich zunimmt. Bestes Beispiel finde ich NodeRed. Dies wird auf vielen IOT Gateway schon zur Verfügung gestellt und ermöglicht einem die gesamte Welt der Community. Aus technischer Sicht super!

Jetzt sitzt Nachts um 3 der Instandhalter vor dem IOT Gateway und bekommt es nichtmehr zum laufen. Wen kann ich im Zweifel anrufen? Idealerweise den Automatisierungs- / OT / IT Kollegen der beide/alle Welten versteht ;)

Der Hersteller des Gateways ist bestimmt bemüht, dennoch kann er jedoch natürlich nicht für NodeRed (Applikation + "Programm") einstehen. Wo ist in meinen Augen der Unterschied zu SPS / SPS Programm: Es gibt weitere Zwischenschichten (oft OpenSource) wo man im Zweifel in der Luft hängen könnte.

PS. Die Realität sieht jedoch bei kommerziellen Produkten auch nicht immer rosig aus. Auch da gibt es nicht immer 100 Leute die sich auskennen sondern oft einzelne auf die sich alle Verlassen. Da ist ein Community-Support im Zweifel sogar besser. (Kaufmännisch jedoch nicht immer zu verkaufen ;))

Meine Idee/Tipp war ja daher, sich in die neuen Technologien einzuarbeiten und dann als Systemintegrator aufzutreten.
 

ducati

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Daher wäre meine Empfehlung:
Arbeitet euch in die neuen Technologien ein und bietet ausgewählte Tools als Systemintegratoren an. Die Aufgabenflut in den Unternehmen in dem Bereichen wird in den nächsten Jahren immer größer.. daher werden Kunden auch immer wieder anrufen bzw. bestellen. Für viele Kunden ist "die Möglichkeit" etwas selbst zu machen und das "selber Machen" schon zwei paar Schuhe.
Sehe ich auch so. Systemintegratoren die konkrete Aufgaben beim Kunden ordentlich umsetzen sind rar. Möchtegerninformatiker die im Büro was zusammenprogrammieren und eigentlich keine Ahnung haben gibts schon genug 😉
 
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